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Mehr Geld für Be­schäf­tig­te in Schnell­re­stau­rants

In den Ta­rif­ver­hand­lun­gen zwi­schen der Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten (NGG) und den Fast­food-Ket­ten wie Mc­Do­nald's und Bur­ger King konn­te ei­ne Ei­ni­gung er­zielt wer­den.
Fastfood, Schnellrestaurant, Systemgastronomie

14.07.2017. (dpa/wie) - Seit En­de Ok­to­ber hat die Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten (NGG) mit den Ar­beit­ge­bern der gro­ßen Schnell­re­stau­rant­ket­ten wie Mc­Do­nald's, Bur­ger King und Star­bucks über ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag für die bun­des­weit 100.000 Be­schäf­tig­ten ver­han­delt.

Nach vier er­geb­nis­lo­sen Ta­rif­run­den tra­fen sich die Par­tei­en am gest­ri­gen Don­ners­tag zu ei­ner Sch­lich­tungs­ver­hand­lung um nun­mehr ei­ne Ei­ni­gung zu er­zie­len. Mit da­bei war dies­mal der Münch­ner Ar­beits­rich­ter Ha­rald Wan­hö­fer in der Funk­ti­on ei­nes Sch­lich­ters.

Noch am Don­ners­tag­abend sah es laut NGG nicht nach ei­ner An­nä­he­rung aus. "Es gibt kei­nen neu­en Stand. Es wird ver­han­delt. Wir kön­nen auch nicht sa­gen, ob es heu­te noch ein Er­geb­nis ge­ben wird", gab ei­ne Spre­che­rin in Mün­chen be­kannt. Kern der Ver­hand­lun­gen war laut Ge­werk­schaft die Ver­gü­tung der ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßen un­te­ren Lohn­grup­pe. Für die­se Grup­pe for­der­te die NGG min­des­tens neun Eu­ro pro St­un­de. Der Bun­des­ver­band der Sys­tem­gas­tro­no­mie (BdS) bot je­doch nur 8,90 Eu­ro.

Vor­ab hat­te die Ge­werk­schaft be­tont, dass ein Schei­tern "fa­tal für die Bran­che" wä­re und das die Kun­den auf lan­ge Sicht kein Ver­ständ­nis da­für ha­ben wür­den, "dass er­folg­rei­che, mul­ti­na­tio­na­le Un­ter­neh­men wie Mc­Do­nald's, Bur­ger King oder Star­bucks ih­re Be­schäf­tig­ten mit Bil­lig­löh­nen ab­spei­sen".

Die Ar­beit­ge­ber er­wi­der­ten, dass man mit dem An­ge­bot an sei­ne "be­triebs­wirt­schaft­li­che Schmerz­gren­ze" ge­gan­gen sei und dass die Be­schäf­tig­ten durch den Man­tel­ta­rif­ver­trag zu­sätz­li­che Leis­tun­gen wie Ur­laubs- und Fei­er­tags­zu­schlä­ge er­hal­ten wür­den.

Schließ­lich konn­ten sich die Par­tei­en in der Nacht zum Frei­tag doch auf ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag ver­stän­di­gen. Die­ser be­inhal­tet Lohn­er­hö­hun­gen zwi­schen 7,3 und 8,7 Pro­zent über drei Stu­fen ver­teilt mit ei­ner Lauf­zeit von 29 Mo­na­ten. Au­ßer­dem hat sich die NGG mit ih­rer For­de­rung nach ei­nem Min­destein­stiegs­ge­halt von neun Eu­ro durch­ge­setzt. Die­ses gilt ab dem 1. Au­gust 2017.

Die BdS-Prä­si­den­tin Ga­brie­le Fan­ta lob­te die Ei­ni­gung am Frei­tag­mor­gen: "Mit ei­ner Er­hö­hung von ins­ge­samt 7,6 Pro­zent, ver­teilt über ei­ne Lauf­zeit von 29 Mo­na­ten, ha­ben wir ein zu­kunfts­fä­hi­ges Er­geb­nis er­zielt." Au­ßer­dem er­gänz­te sie: "Die­ser Ab­schluss bie­tet un­se­ren Be­schäf­tig­ten wei­ter­hin Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und be­legt un­se­ren Bran­chen­an­spruch als Chan­cen­ge­ber."


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Letzte Überarbeitung: 18. Juli 2017

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