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Me­tal­ler wol­len bis 6 Pro­zent mehr Geld - Ar­beit­ge­ber: "uto­pisch"

Nun lie­gen die Zah­len auf dem Tisch: Mit ei­ner Lohn­for­de­rung von bis zu sechs Pro­zent wol­len die re­gio­na­len Ta­rif­kom­mis­sio­nen der IG Me­tall in die na­hen­de Ta­rif­run­de zie­hen. Die Ar­beit­ge­ber wei­sen dies prompt als "rea­li­täts­fern" zu­rück

08.11.2014. (dpa) -In der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie zeich­net sich ei­ne Ta­rif­for­de­rung von bis zu sechs Pro­zent ab.

Die re­gio­na­len Ta­rif­kom­mis­sio­nen der sie­ben IG-Me­tall-Be­zir­ke emp­fah­len am Frei­tag, mit Lohn­for­de­run­gen von fünf bis sechs Pro­zent für zwölf Mo­na­te in die an­ste­hen­den Ver­hand­lun­gen mit den Ar­beit­ge­bern zu ge­hen.

Zu­dem ver­lan­gen sie ei­ne ge­för­der­te Qua­li­fi­zie­rungs­teil­zeit so­wie Ver­bes­se­run­gen für die Al­ters­teil­zeit.

Der der­zeit gül­ti­ge Ta­rif­ver­trag für die rund 3,7 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten der deut­schen Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie läuft zum Jah­res­en­de aus, die Frie­dens­pflicht en­det En­de Ja­nu­ar 2015. Da­nach sind Warn­streiks in der deut­schen Schlüs­sel­in­dus­trie mög­lich.

Die Ar­beit­ge­ber wie­sen die For­de­run­gen als über­zo­gen zu­rück. Die Ge­werk­schaft schü­re "uto­pi­sche Er­war­tun­gen und die Il­lu­si­on rie­si­ger Spiel­räu­me in der Ta­rif­run­de 2015", sag­te bei­spiels­wei­se Vol­ker Schmidt, Haupt­ge­schäfts­füh­rer von Nie­der­sach­sen­Me­tall. Schließ­lich hät­ten die Wirt­schafts­in­sti­tu­te und die Bun­des­re­gie­rung die Wachs­tums­pro­gno­sen für das kom­men­de Jahr wie­der­holt mas­siv ge­senkt.

Haupt­ge­schäfts­füh­rer Ber­tram Bros­sardt vom Ver­band der Baye­ri­schen Me­tall- und Elek­tro-In­dus­trie nann­te die For­de­rung an­ge­sichts der kon­junk­tu­rel­len La­ge und der sin­ken­den Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen M+E-In­dus­trie "schlicht rea­li­täts­fern". Auch für die Me­tall­ar­beit­ge­ber in Ba­den-Würt­tem­berg sind die Plä­ne der Ge­werk­schaft "nicht ge­ra­de von Rea­li­täts­sinn ge­prägt": "Wir wol­len ei­nen Ta­rif­ab­schluss, der fair für al­le ist - für al­le Be­trie­be, aber auch für al­le Be­schäf­tig­ten", sag­te Ste­fan Wolf, Vor­sit­zen­der des Ar­beit­ge­ber­ver­bands Süd­west­me­tall.

Aus Sicht der Ge­werk­schafts­ver­tre­ter ist der Kon­junk­tur­pes­si­mis­mus der Ar­beit­ge­ber Schwarz­ma­le­rei. "Die öko­no­mi­sche Ge­samt­si­tua­ti­on ist kei­nes­wegs so ein­ge­trübt, wie es die Ar­beit­ge­ber im Vor­feld von Ta­rif­run­den grund­sätz­lich gern dar­stel­len", sag­te Bay­erns Be­zirks­lei­ter Jür­gen Wechs­ler.

IG-Me­tall-Kol­le­ge Ro­man Zit­zels­ber­ger aus Ba­den-Würt­tem­berg sag­te: "Die Ge­win­ne in der Bran­che sind auf den his­to­risch zweit­höchs­ten Wert ge­stie­gen, auch für die Ge­samt­wirt­schaft ge­hen sämt­li­che Pro­gno­sen für 2015 von wei­te­rem Wachs­tum aus." Und der Be­zirks­lei­ter und Ver­hand­lungs­füh­rer im Be­zirk Mit­te (Hes­sen, Rhein­land-Pfalz, Saar­land, Thü­rin­gen), Ar­min Schild, er­klär­te, ei­ne Er­hö­hung von 5,5 Pro­zent kön­ne die Bin­nen­kon­junk­tur be­flü­geln.

Am kom­men­den Diens­tag (11. No­vem­ber) wird der IG-Me­tall-Vor­stand ei­ne bun­des­wei­te Emp­feh­lung ab­ge­ben. Nach Be­ra­tun­gen in den Be­trie­ben wol­len die re­gio­na­len Ta­rif­kom­mis­sio­nen ih­re end­gül­ti­ge For­de­rung am 25. No­vem­ber fest­zur­ren. Zwei Ta­ge spä­ter be­schließt der IG-Me­tall-Vor­stand die bun­des­wei­te For­de­rung.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 24. Februar 2015

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