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Jun­ge Mi­gran­ten sol­len bes­ser in den Ar­beits­markt in­te­griert wer­den

De­mo­gra­fi­scher Wan­del, stei­gen­de Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit und ho­her Mi­gran­ten­an­teil: Schü­ler mit aus­län­di­schen Wur­zeln ge­win­nen für den ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Ar­beits­markt an Be­deu­tung: Doch hier und da ha­pert es noch. Ge­sucht sind Maß­nah­men zum Ge­gen­steu­ern

04.03.2013. (dpa) - Po­li­tik und Wirt­schaft in Ba­den-Würt­tem­berg wol­len jun­gen Mi­gran­ten beim Ein­stieg in den Ar­beits­markt stär­ker un­ter die Ar­me grei­fen.

"Im Süd­wes­ten blei­ben noch zu vie­le Ju­gend­li­che mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund oh­ne Be­rufs­ab­schluss. Das wol­len wir drin­gend än­dern", sag­te Wirt­schafts­mi­nis­ter Nils Schmid (SPD) der Nach­rich­ten­agen­tur dpa in Stutt­gart.

Nach An­ga­ben des Sta­tis­ti­schen Lan­des­amts sind 27 Pro­zent der 25- bis 35-Jäh­ri­gen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund im Süd­wes­ten oh­ne je­de be­ruf­li­che Aus­bil­dung.

Ar­beits­mi­nis­te­rin Kat­rin Alt­pe­ter (SPD) sag­te: "An­ge­sichts der de­mo­gra­fi­schen Ent­wick­lung un­se­res Ge­mein­we­sens sind wir auf die viel­fäl­ti­gen Kennt­nis­se und auf die tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung die­ser Men­schen auch an­ge­wie­sen." Der­zeit för­dert Alt­pe­ters Haus mit rund 20 Mil­lio­nen Eu­ro meh­re­re Aus­bil­dungs­pro­jek­te, mit de­nen gut 8500 Men­schen er­reicht wer­den sol­len, dar­un­ter vor al­lem Mi­gran­ten.

Spe­zi­ell Be­rufs­wer­ber mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund un­ter­stützt das Wirt­schafts­res­sort zu­dem mit rund drei Mil­lio­nen Eu­ro aus Mit­teln des Eu­ro­päi­schen So­zi­al­fonds. Das Pro­jekt "Azu­bi statt un­ge­lernt" för­dert 27 Vor­ha­ben im Land. Be­son­ders ist dar­an laut Mi­nis­te­ri­um, dass vie­le Na­tio­nen ver­tre­ten sind - wie Ko­so­va­ren, Ira­ker und Spät­aus­sied­ler aus den Staa­ten der ehe­ma­li­gen So­wjet­uni­on. Das So­zi­al­mi­nis­te­ri­um prüft zu­dem ge­ra­de "sehr wohl­wol­lend" ein Pro­jekt der Tür­ki­schen Ge­mein­de auf sei­ne För­der­fä­hig­keit. Da­bei geht es um die För­de­rung der Aus­bil­dung von lang­zeit­ar­beits­lo­sen Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund für die Al­ten­pfle­ge und Al­ten­pfle­ge­hil­fe.

Auch die Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Ar­beits­agen­tur hat seit Mai 2011 Ko­ope­ra­tio­nen mit den Tür­ki­schen Ge­ne­ral­kon­su­la­ten in Stutt­gart und Karls­ru­he. Ziel ist es, die Teil­ha­be tür­ki­scher Ju­gend­li­cher an Aus­bil­dung und Ar­beit zu ver­bes­sern. "Mul­ti­pli­ka­to­ren in den tür­ki­schen Ge­mein­den und die Ar­beits­agen­tu­ren wer­den ih­re Zu­sam­men­ar­beit künf­tig noch ver­stär­ken und an ei­nem Netz­werk für Aus­bil­dung bau­en", teil­te die Di­rek­ti­on mit. Die Ge­werk­schaft Ver­di bie­tet in sei­nem Bil­dungs­pro­gramm spe­zi­el­le An­ge­bo­te für Mi­gran­ten.

Für die Wirt­schaft ge­win­nen jun­ge Men­schen mit aus­län­di­schen Wur­zeln an Be­deu­tung. Ba­den-Würt­tem­berg hat mit 26 Pro­zent den höchs­ten Mi­gran­ten­an­teil an der Be­völ­ke­rung in ei­nem Flä­chen­land. Bei den un­ter 20-Jäh­ri­gen sind es 34 Pro­zent. "Ar­beit­ge­ber, die Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund in ih­rer be­trieb­li­chen Per­so­nal­pla­nung nicht be­rück­sich­ti­gen, ver­zich­ten auf je­den vier­ten Ba­den-Würt­tem­ber­ger und da­mit auf vie­le Fach­kräf­te", sag­te Eva Stro­bel, Che­fin der Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­agen­tur für Ar­beit.

Die be­ruf­li­che In­te­gra­ti­on jun­ger Mi­gran­ten ha­be da­her ne­ben der ge­sell­schaft­li­chen Di­men­si­on auch im­mer mehr ar­beits­markt­po­li­ti­sche Be­deu­tung, be­ton­te Stro­bel. "Schon jetzt kla­gen Un­ter­neh­mer, dass sie nicht ge­nü­gend Fach­kräf­te im Süd­wes­ten fin­den", be­ton­te In­te­gra­ti­ons­mi­nis­te­rin Bil­kay Öney (SPD).

Die Un­ter­neh­men pro­fi­tie­ren aus Öneys Sicht vor al­lem we­gen der Mehr­spra­chig­keit und der in­ter­kul­tu­rel­len Kom­pe­tenz der jun­gen Leu­te. Mit ei­ner gu­ten be­ruf­li­chen Aus­bil­dung könn­ten sie Han­dels­be­zie­hun­gen zwi­schen den Län­dern her­stel­len, er­klär­te Stro­bel. Ver­di-Lan­des­che­fin Le­ni Brey­mai­er sag­te: "Mehr­spra­chig­keit und kul­tu­rel­le Viel­falt wer­den uns ver­stärkt nüt­zen – in Eu­ro­pa und in der Welt. Auch des­halb ist es je­de An­stren­gung wert, dass Ju­gend­li­che mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund ei­ne gu­te Aus­bil­dung er­hal­ten."

Auch auf Ar­beit­ge­ber­sei­te ist das The­ma an­ge­kom­men: Seit Ja­nu­ar läuft bei der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer Stutt­gart ein Pro­jekt, bei dem tür­ki­sche El­tern und Ju­gend­li­che zur Dua­len Aus­bil­dung be­ra­ten wer­den sol­len. "Ob­wohl die meis­ten El­tern mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund In­ter­es­se an der Aus­bil­dung ih­rer Kin­der be­kun­den und auch gro­ßen Ein­fluss auf ih­re Be­rufs­wahl ha­ben, ken­nen sie das deut­sche Bil­dungs­sys­tem oft nicht gut, da sie es selbst nicht durch­lau­fen ha­ben", teil­te ei­ne IHK-Spre­che­rin mit.

Süd­west­me­tall hat im Jahr 1998 mit dem Aus­bil­dungs­pro­gramm "Start 2000 Plus" be­gon­nen, des­sen Schwer­punkt auf Ju­gend­li­chen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund liegt. Zu­dem un­ter­stützt der Ar­beit­ge­ber­ver­band seit zwei Jah­ren Be­ra­te­rin Ba­nu Cen­giz Öner, die in der Re­gi­on Ulm aus­schließ­lich tür­ki­sche El­tern über das deut­sche Schul- und Aus­bil­dungs­sys­tem auf­klärt. Die­se Ge­mein­schafts­pro­jekt sei bran­chen­über­grei­fend.

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Letzte Überarbeitung: 18. November 2016

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