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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Unterlassungsanspruch, Mitbestimmung
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 1 ABR 121/09
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 17.05.2011
   
Leit­sätze:

BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

1 ABR 121/09

18 TaBV 446/09 Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg

 

Verkündet am 17. Mai 2011

Im na­men des Vol­kes!

BESCHLUSS

Klapp, Ur­kunds­be­am­ter der Geschäfts­stel­le

In dem Be­schluss­ver­fah­ren mit den Be­tei­lig­ten

1.

An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer,

2.

Rechts­be­schwer­deführe­rin,

3.

4.


- 2 -

hat der Ers­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der Anhörung vom 17. Mai 2011 durch die Präsi­den­tin des Bun­des­ar­beits­ge­richts Schmidt, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Linck und Prof. Dr. Koch so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Dr. Fe­der­lin und Pla­tow für Recht er­kannt:

Auf die Rechts­be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin wird der Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 16. Ju­li 2009 - 18 TaBV 446/09 - teil­wei­se auf­ge­ho­ben und zur Klar­stel­lung wie folgt neu ge­fasst:

Die Be­schwer­de des Be­triebs­rats ge­gen den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Ber­lin vom 16. Ja­nu­ar 2009 - 31 BV 20225/08 - wird un­ter Ab­wei­sung des in der Anhörung vom 16. Ju­li 2009 ge­stell­ten Hilfs­an­trags zurück­ge­wie­sen.

Von Rechts we­gen!

Gründe

A. Die Be­tei­lig­ten strei­ten über ei­nen Un­ter­las­sungs­an­spruch des Be-

triebs­rats hin­sicht­lich der An­wen­dung von Ethik­richt­li­ni­en.

Die Ar­beit­ge­be­rin (Be­tei­lig­te zu 2) gehört zur B Un­ter­neh­mens­grup­pe

und ist über die Mut­ter­ge­sell­schaft, die B Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH mit der Kon­zern­mut­ter, der B Com­pa­ny ver­bun­den, die ih­ren Sitz in den USA hat. Der Be­tei­lig­te zu 1 ist der im Be­trieb der Ar­beit­ge­be­rin in B ge­bil­de­te Be­triebs­rat, Be­tei­lig­ter zu 3 ist der Kon­zern­be­triebs­rat.

Die B Com­pa­ny gibt den an­de­ren Kon­zern­un­ter­neh­men die sog. B

Grundsätze der Un­ter­neh­mens­ethik vor. Im Ju­li 2008 über­sand­te die Ar­beit­ge­be­rin die­se an ih­re Mit­ar­bei­ter und bat sie um Bestäti­gung des Er­halts so­wie de­ren Kennt­nis­nah­me und Ver­wirk­li­chung. Im De­zem­ber 2008 ver­schick­te sie ei­ne in­halt­lich ab­geänder­te Ver­si­on die­ser Grundsätze. Vor de­ren Ver­sen­dung


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an die Mit­ar­bei­ter hat­te die Ar­beit­ge­be­rin we­der den Be­triebs­rat noch den bei der Mut­ter­ge­sell­schaft ge­bil­de­ten Kon­zern­be­triebs­rat be­tei­ligt.

Der Be­triebs­rat hat gel­tend ge­macht, ihm ste­he ge­gen die Ar­beit­ge­be­rin

ein ei­genständi­ger An­spruch auf Un­ter­las­sung der An­wen­dung der Ethik­richt­li­ni­en un­abhängig da­von zu, ob er oder der Kon­zern­be­triebs­rat Träger des Mit­be­stim­mungs­rechts sei.

Der Be­triebs­rat hat be­an­tragt,

1. der Ar­beit­ge­be­rin zu un­ter­sa­gen, die B Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik als ver­bind­lich für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer im Be­trieb an­zu­wen­den, so­lan­ge der Be­triebs­rat der An­wen­dung kei­ne Zu­stim­mung er­teilt hat oder sei­ne Zu­stim­mung durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist;

2. hilfs­wei­se

der Ar­beit­ge­be­rin zu un­ter­sa­gen, die B Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik als ver­bind­lich für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer im Be­trieb an­zu­wen­den, so­lan­ge der Kon­zern­be­triebs­rat der An­wen­dung kei­ne Zu­stim­mung er­teilt hat oder sei­ne Zu­stim­mung durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist;

3. für den Fall des Ver­s­toßes hier­ge­gen der Ar­beit­ge­be­rin die Fest­set­zung ei­nes Ord­nungs­gel­des bis zu 10.000,00 Eu­ro an­zu­dro­hen.

Die Ar­beit­ge­be­rin hat An­trags­ab­wei­sung be­an­tragt.

Das Ar­beits­ge­richt hat den - im ers­ten Rechts­zug al­lein ge­stell­ten -

Haupt­an­trag ab­ge­wie­sen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat un­ter Zurück­wei­sung der Be­schwer­de im Übri­gen dem im zwei­ten Rechts­zug ge­stell­ten Hilfs­an­trag teil­wei­se ent­spro­chen und der Ar­beit­ge­be­rin die An­wen­dung ein­zel­ner, näher be­zeich­ne­ter Re­ge­lun­gen aus den Grundsätzen Un­ter­neh­mens­ethik un­ter An­dro­hung ei­nes Ord­nungs­gel­des un­ter­sagt, so­lan­ge die Zu­stim­mung des Kon­zern­be­triebs­rats nicht er­teilt oder durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist.

Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Rechts­be­schwer­de

be­gehrt die Ar­beit­ge­be­rin die Wie­der­her­stel­lung der erst­in­stanz­li­chen Ent-


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schei­dung, so­weit die­se nicht be­reits durch Zurück­wei­sung der Be­schwer­de in Rechts­kraft er­wach­sen ist.

B. Die zulässi­ge Rechts­be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin ist be­gründet. Der

Be­triebs­rat hat ge­gen die Ar­beit­ge­be­rin kei­nen An­spruch dar­auf, dass die­ser die An­wen­dung der B Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik un­ter­sagt wird, so­lan­ge der Kon­zern­be­triebs­rat dem nicht zu­ge­stimmt hat oder des­sen Zu­stim­mung durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist.

I. An dem Be­schluss­ver­fah­ren ist gem. § 83 Abs. 3 ArbGG ne­ben dem
Be­triebs­rat und der Ar­beit­ge­be­rin auch der Kon­zern­be­triebs­rat be­tei­ligt. Die­ser ist in sei­ner be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­stel­lung un­mit­tel­bar be­trof­fen, weil des­sen mit­be­stim­mungs­recht­li­cher Un­ter­las­sungs­an­spruch für den vom an­trag­stel­len­den Be­triebs­rat re­präsen­tier­ten Be­trieb in Fra­ge steht. Dem­zu­fol­ge war auch die Mut­ter­ge­sell­schaft, die B Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH, zu be­tei­li­gen. Hin­ge­gen be­durf­te es kei­ner Be­tei­li­gung der im Un­ter­neh­men be­ste­hen­den wei­te­ren Be­triebsräte oder des Ge­samt­be­triebs­rats. Die Ent­schei­dung über die Anträge des Be­triebs­rats berührt de­ren be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Rechts­stel­lung nicht un­mit­tel­bar.

II. Der Be­triebs­rat hat sei­nen Hilfs­an­trag im zwei­ten Rechts­zug im We­ge
ei­ner zulässi­gen An­trags­er­wei­te­rung in das Ver­fah­ren ein­geführt. Die Zulässig­keit ei­ner An­trags­er­wei­te­rung im Be­schwer­de­ver­fah­ren be­stimmt sich nach § 81 Abs. 3 ArbGG iVm. § 533 ZPO (BAG 9. No­vem­ber 2010 - 1 ABR 76/09 - Rn. 16). Sie setzt da­mit vor­aus, dass die an­de­ren Be­tei­lig­ten der An­tragsände­rung zu­stim­men oder das Ge­richt die Ände­rung für sach­dien­lich hält. Die Ar­beit­ge­be­rin hat zwar der An­trags­er­wei­te­rung wi­der­spro­chen, das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat je­doch über den Hilfs­an­trag ent­schie­den und da­mit zu­gleich über die Sach­dien­lich­keit der An­trags­er­wei­te­rung. Dar­an ist der Se­nat gemäß § 87 Abs. 2 Satz 3 Halbs. 2, § 81 Abs. 3 Satz 3 ArbGG ge­bun­den (BAG 22. März 2000 - 7 ABR 34/98 - Rn. 14, BA­GE 94, 144).

III. Der Be­triebs­rat ist an­trags­be­fugt. Er macht gel­tend, selbst Träger des 12
streit­be­fan­ge­nen Un­ter­las­sungs­an­spruchs zu sein (BAG 18. Mai 2010 - 1 ABR


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6/09 - Rn. 14, EzA Be­trVG 2001 § 77 Nr. 30). Ob der An­spruch tatsächlich be­steht, ist ei­ne Fra­ge der Be­gründet­heit des An­trags.

IV. Der in der Rechts­be­schwer­de al­lein noch anhängi­ge Hilfs­an­trag des

Be­triebs­rats ist zulässig, be­darf aber der Aus­le­gung.

1. Die vom Be­triebs­rat be­an­trag­te Un­ter­sa­gung der An­wen­dung der
Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik be­trifft de­ren Fas­sung vom De­zem­ber 2008. Nur dar­auf hat auch das Lan­des­ar­beits­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung ab­ge­stellt. Ge­gen die­se Aus­le­gung sind von den Be­tei­lig­ten kei­ne Ver­fah­rensrügen er­ho­ben wor­den. Ge­gen­stand des An­trags sind die Ethik­grundsätze in ih­rer Ge­samt­heit und nicht die ein­zel­nen dar­in ent­hal­te­nen Re­ge­lungs­ge­genstände. Nach­dem das Lan­des­ar­beits­ge­richt al­ler­dings ei­ne Ein­zel­prüfung vor­ge­nom­men und dem Hilfs­an­trag nur hin­sicht­lich ei­nes Teils der dar­in ent­hal­te­nen Re­ge­lun­gen ent­spro­chen hat, führt dies im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren da­zu, dass sich der noch anhängi­ge Hilfs­an­trag nur noch auf die Ge­samt­heit der Re­ge­lungs­ge­genstände be­zieht, hin­sicht­lich de­rer die im zwei­ten Rechts­zug ge­stell­ten Anträge noch nicht rechts­kräftig ab­ge­wie­sen wor­den sind.

2. So­weit der Be­triebs­rat die Un­ter­sa­gung der „An­wen­dung“ der Grund-
sätze der Un­ter­neh­mens­ethik be­gehrt, ist dies da­hin zu ver­ste­hen, dass es ihm dar­um geht, der Ar­beit­ge­be­rin ge­ne­rell zu un­ter­sa­gen, die­se Grundsätze als für die im Be­trieb beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer ver­bind­li­che Ver­hal­tens­pflich­ten zu erklären. Bei ei­nem sol­chen An­trags­verständ­nis sind die Anträge hin­rei­chend be­stimmt iSd. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, denn der Be­triebs­rat be­strei­tet von vorn­her­ein die Be­fug­nis der Ar­beit­ge­be­rin, die Ver­bind­lich­keit der­ar­ti­ger Grundsätze ein­sei­tig in dem Be­trieb an­ord­nen zu können. Hier­in sieht er ein mit­be­stim­mungs­wid­ri­ges Ver­hal­ten.

V. Der in der Rechts­be­schwer­de noch anhängi­ge Hilfs­an­trag des Be­triebs-

rats ist un­be­gründet.

1. Ein Un­ter­las­sungs­an­spruch folgt nicht aus § 87 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG.

Der Be­triebs­rat ist nicht Träger des Mit­be­stim­mungs­rechts. Die­ses steht viel-


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mehr dem Kon­zern­be­triebs­rat zu. Die Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik soll­ten im ge­sam­ten Kon­zern und nicht le­dig­lich ein­zel­ne Kon­zern­un­ter­neh­men oder Be­trie­be ein­geführt wer­den. Hier­durch soll­te ei­ne kon­zern­ein­heit­li­che „Un­ter­neh­mens­phi­lo­so­phie“ um­ge­setzt wer­den. Da­mit han­delt es sich gem. § 58 Abs. 1 Be­trVG um ei­ne An­ge­le­gen­heit, die den Kon­zern be­trifft und nicht durch die ein­zel­nen Ge­samt­be­triebsräte in­ner­halb ih­rer Un­ter­neh­men ge­re­gelt wer­den kann (da­zu BAG 22. Ju­li 2008 - 1 ABR 40/07 - Rn. 66 f., BA­GE 127, 146).

2. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts kann ein der­ar­ti­ger

An­spruch nicht aus § 80 Abs. 1 Be­trVG her­ge­lei­tet wer­den. Nach die­ser Be­stim­mung hat der Be­triebs­rat darüber zu wa­chen, dass die zu­guns­ten der Ar­beit­neh­mer gel­ten­den Ge­set­ze, Ver­ord­nun­gen, Un­fall­verhütungs­vor­schrif­ten, Ta­rif­verträge und Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen durch­geführt wer­den. Hier­aus er­gibt sich je­doch auch dann kein Un­ter­las­sungs­an­spruch des ört­li­chen Be­triebs­rats, wenn die Einführung der kon­zern­weit gel­ten­den Grundsätze der Un­ter­neh­mens­ethik gem. § 87 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG mit­be­stim­mungs­pflich­tig war und die Mut­ter­ge­sell­schaft die­ses Mit­be­stim­mungs­recht nicht be­ach­tet hat. Das Über­wa­chungs­recht des Be­triebs­rats aus § 80 Abs. 1 Be­trVG ist auch in die­sem Fall dar­auf be­schränkt, den mit­be­stim­mungs­wid­ri­gen Zu­stand beim Ar­beit­ge­ber zu be­an­stan­den und auf Ab­hil­fe zu drängen (BAG 18. Mai 2010 - 1 ABR 6/09 - EzA Be­trVG 2001 § 77 Nr. 30). Ein Un­ter­las­sungs­an­spruch folgt hier­aus nicht (BAG 28. Mai 2002 - 1 ABR 40/01 - AP Be­trVG 1972 § 87 Ar­beits­zeit Nr. 96 = EzA Be­trVG 1972 § 87 Ar­beits­zeit Nr. 65). Die ab­wei­chen­de Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts führt zu ei­ner im Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz nicht vor­ge­se­he­nen Auf­fang­zuständig­keit ei­nes nicht zuständi­gen ört­li­chen Be­triebs­rats, die der ge­setz­li­chen Zuständig­keitstren­nung wi­der­spricht. Denn der zur Si­che­rung der Mit­be­stim­mungs­rech­te aus § 87 Abs. 1 Be­trVG ent­wi­ckel­te Un­ter­las­sungs­an­spruch (BAG 3. Mai 1994 - 1 ABR 24/93 - BA­GE 76, 364) steht nach sei­nem Zweck al­lein dem Be­triebs­rat zu, der Träger des kon­kre­ten Mit­be­stim­mungs­rechts ist. Dies ist vor­lie­gend - so­weit ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG be­steht - nicht der An­trag­stel­ler, son­dern der Kon­zern­be­triebs­rat.


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3. Die Ab­leh­nung ei­nes Un­ter­las­sungs­an­spruchs aus § 80 Abs. 1 Be­trVG

führt auch nicht zu ei­ner plan­wid­ri­gen Verkürzung der Rechts­stel­lung des ört­li­chen Be­triebs­rats. Die­sem ver­bleibt viel­mehr ein Un­ter­las­sungs­an­spruch aus § 23 Abs. 3 Be­trVG. Des­sen Vor­aus­set­zun­gen hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt im vor­lie­gen­den Fall je­doch ver­neint, weil die Ar­beit­ge­be­rin nicht grob ge­gen be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Pflich­ten aus § 87 Be­trVG ver­s­toßen ha­be. Dies ist rechts­be­schwer­de­recht­lich nicht zu be­an­stan­den, nach­dem vom Be­triebs­rat in­so­weit kei­ne Ge­genrügen er­ho­ben wor­den sind.

Schmidt Koch Linck

Fe­der­lin Pla­tow

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Berlin, Beschluss vom 16.01.2009, 31 BV 20225/08
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16.07.2009, 18 TaBV 446/09
   

Te­nor

Auf die Rechts­be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin wird der Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 16. Ju­li 2009 - 18 TaBV 446/09 - teil­wei­se auf­ge­ho­ben und zur Klar­stel­lung wie folgt neu ge­fasst:

Die Be­schwer­de des Be­triebs­rats ge­gen den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Ber­lin vom 16. Ja­nu­ar 2009 - 31 BV 20225/08 - wird un­ter Ab­wei­sung des in der Anhörung vom 16. Ju­li 2009 ge­stell­ten Hilfs­an­trags zurück­ge­wie­sen.

Gründe

1

A. Die Be­tei­lig­ten strei­ten über ei­nen Un­ter­las­sungs­an­spruch des Be­triebs­rats hin­sicht­lich der An­wen­dung von Ethik­richt­li­ni­en.

2

Die Ar­beit­ge­be­rin (Be­tei­lig­te zu 2) gehört zur B Un­ter­neh­mens­grup­pe und ist über die Mut­ter­ge­sell­schaft, die B Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH mit der Kon­zern­mut­ter, der B Com­pa­ny ver­bun­den, die ih­ren Sitz in den USA hat. Der Be­tei­lig­te zu 1 ist der im Be­trieb der Ar­beit­ge­be­rin in B ge­bil­de­te Be­triebs­rat, Be­tei­lig­ter zu 3 ist der Kon­zern­be­triebs­rat.

3

Die B Com­pa­ny gibt den an­de­ren Kon­zern­un­ter­neh­men die sog. B Grundsätze der Un­ter­neh­mens­ethik vor. Im Ju­li 2008 über­sand­te die Ar­beit­ge­be­rin die­se an ih­re Mit­ar­bei­ter und bat sie um Bestäti­gung des Er­halts so­wie de­ren Kennt­nis­nah­me und Ver­wirk­li­chung. Im De­zem­ber 2008 ver­schick­te sie ei­ne in­halt­lich ab­geänder­te Ver­si­on die­ser Grundsätze. Vor de­ren Ver­sen­dung an die Mit­ar­bei­ter hat­te die Ar­beit­ge­be­rin we­der den Be­triebs­rat noch den bei der Mut­ter­ge­sell­schaft ge­bil­de­ten Kon­zern­be­triebs­rat be­tei­ligt.

4

Der Be­triebs­rat hat gel­tend ge­macht, ihm ste­he ge­gen die Ar­beit­ge­be­rin ein ei­genständi­ger An­spruch auf Un­ter­las­sung der An­wen­dung der Ethik­richt­li­ni­en un­abhängig da­von zu, ob er oder der Kon­zern­be­triebs­rat Träger des Mit­be­stim­mungs­rechts sei.

5

Der Be­triebs­rat hat be­an­tragt,


 

1.
 

der Ar­beit­ge­be­rin zu un­ter­sa­gen, die B Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik als ver­bind­lich für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer im Be­trieb an­zu­wen­den, so­lan­ge der Be­triebs­rat der An­wen­dung kei­ne Zu­stim­mung er­teilt hat oder sei­ne Zu­stim­mung durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist;
 

2.
 

hilfs­wei­se
 

der Ar­beit­ge­be­rin zu un­ter­sa­gen, die B Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik als ver­bind­lich für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer im Be­trieb an­zu­wen­den, so­lan­ge der Kon­zern­be­triebs­rat der An­wen­dung kei­ne Zu­stim­mung er­teilt hat oder sei­ne Zu­stim­mung durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist;
 

3.
 

für den Fall des Ver­s­toßes hier­ge­gen der Ar­beit­ge­be­rin die Fest­set­zung ei­nes Ord­nungs­gel­des bis zu 10.000,00 Eu­ro an­zu­dro­hen.

6

Die Ar­beit­ge­be­rin hat An­trags­ab­wei­sung be­an­tragt.

7

Das Ar­beits­ge­richt hat den - im ers­ten Rechts­zug al­lein ge­stell­ten - Haupt­an­trag ab­ge­wie­sen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat un­ter Zurück­wei­sung der Be­schwer­de im Übri­gen dem im zwei­ten Rechts­zug ge­stell­ten Hilfs­an­trag teil­wei­se ent­spro­chen und der Ar­beit­ge­be­rin die An­wen­dung ein­zel­ner, näher be­zeich­ne­ter Re­ge­lun­gen aus den Grundsätzen Un­ter­neh­mens­ethik un­ter An­dro­hung ei­nes Ord­nungs­gel­des un­ter­sagt, so­lan­ge die Zu­stim­mung des Kon­zern­be­triebs­rats nicht er­teilt oder durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist.

8

Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Rechts­be­schwer­de be­gehrt die Ar­beit­ge­be­rin die Wie­der­her­stel­lung der erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dung, so­weit die­se nicht be­reits durch Zurück­wei­sung der Be­schwer­de in Rechts­kraft er­wach­sen ist.

9

B. Die zulässi­ge Rechts­be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin ist be­gründet. Der Be­triebs­rat hat ge­gen die Ar­beit­ge­be­rin kei­nen An­spruch dar­auf, dass die­ser die An­wen­dung der B Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik un­ter­sagt wird, so­lan­ge der Kon­zern­be­triebs­rat dem nicht zu­ge­stimmt hat oder des­sen Zu­stim­mung durch Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt wor­den ist.

10

I. An dem Be­schluss­ver­fah­ren ist gem. § 83 Abs. 3 ArbGG ne­ben dem Be­triebs­rat und der Ar­beit­ge­be­rin auch der Kon­zern­be­triebs­rat be­tei­ligt. Die­ser ist in sei­ner be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­stel­lung un­mit­tel­bar be­trof­fen, weil des­sen mit­be­stim­mungs­recht­li­cher Un­ter­las­sungs­an­spruch für den vom an­trag­stel­len­den Be­triebs­rat re­präsen­tier­ten Be­trieb in Fra­ge steht. Dem­zu­fol­ge war auch die Mut­ter­ge­sell­schaft, die B Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH, zu be­tei­li­gen. Hin­ge­gen be­durf­te es kei­ner Be­tei­li­gung der im Un­ter­neh­men be­ste­hen­den wei­te­ren Be­triebsräte oder des Ge­samt­be­triebs­rats. Die Ent­schei­dung über die Anträge des Be­triebs­rats berührt de­ren be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Rechts­stel­lung nicht un­mit­tel­bar.

11

II. Der Be­triebs­rat hat sei­nen Hilfs­an­trag im zwei­ten Rechts­zug im We­ge ei­ner zulässi­gen An­trags­er­wei­te­rung in das Ver­fah­ren ein­geführt. Die Zulässig­keit ei­ner An­trags­er­wei­te­rung im Be­schwer­de­ver­fah­ren be­stimmt sich nach § 81 Abs. 3 ArbGG iVm. § 533 ZPO (BAG 9. No­vem­ber 2010 - 1 ABR 76/09 - Rn. 16). Sie setzt da­mit vor­aus, dass die an­de­ren Be­tei­lig­ten der An­tragsände­rung zu­stim­men oder das Ge­richt die Ände­rung für sach­dien­lich hält. Die Ar­beit­ge­be­rin hat zwar der An­trags­er­wei­te­rung wi­der­spro­chen, das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat je­doch über den Hilfs­an­trag ent­schie­den und da­mit zu­gleich über die Sach­dien­lich­keit der An­trags­er­wei­te­rung. Dar­an ist der Se­nat gemäß § 87 Abs. 2 Satz 3 Halbs. 2, § 81 Abs. 3 Satz 3 ArbGG ge­bun­den (BAG 22. März 2000 - 7 ABR 34/98 - Rn. 14, BA­GE 94, 144).

12

III. Der Be­triebs­rat ist an­trags­be­fugt. Er macht gel­tend, selbst Träger des streit­be­fan­ge­nen Un­ter­las­sungs­an­spruchs zu sein (BAG 18. Mai 2010 - 1 ABR 6/09 - Rn. 14, EzA Be­trVG 2001 § 77 Nr. 30). Ob der An­spruch tatsächlich be­steht, ist ei­ne Fra­ge der Be­gründet­heit des An­trags.

13

IV. Der in der Rechts­be­schwer­de al­lein noch anhängi­ge Hilfs­an­trag des Be­triebs­rats ist zulässig, be­darf aber der Aus­le­gung.

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1. Die vom Be­triebs­rat be­an­trag­te Un­ter­sa­gung der An­wen­dung der Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik be­trifft de­ren Fas­sung vom De­zem­ber 2008. Nur dar­auf hat auch das Lan­des­ar­beits­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung ab­ge­stellt. Ge­gen die­se Aus­le­gung sind von den Be­tei­lig­ten kei­ne Ver­fah­rensrügen er­ho­ben wor­den. Ge­gen­stand des An­trags sind die Ethik­grundsätze in ih­rer Ge­samt­heit und nicht die ein­zel­nen dar­in ent­hal­te­nen Re­ge­lungs­ge­genstände. Nach­dem das Lan­des­ar­beits­ge­richt al­ler­dings ei­ne Ein­zel­prüfung vor­ge­nom­men und dem Hilfs­an­trag nur hin­sicht­lich ei­nes Teils der dar­in ent­hal­te­nen Re­ge­lun­gen ent­spro­chen hat, führt dies im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren da­zu, dass sich der noch anhängi­ge Hilfs­an­trag nur noch auf die Ge­samt­heit der Re­ge­lungs­ge­genstände be­zieht, hin­sicht­lich de­rer die im zwei­ten Rechts­zug ge­stell­ten Anträge noch nicht rechts­kräftig ab­ge­wie­sen wor­den sind.

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2. So­weit der Be­triebs­rat die Un­ter­sa­gung der „An­wen­dung“ der Grundsätze der Un­ter­neh­mens­ethik be­gehrt, ist dies da­hin zu ver­ste­hen, dass es ihm dar­um geht, der Ar­beit­ge­be­rin ge­ne­rell zu un­ter­sa­gen, die­se Grundsätze als für die im Be­trieb beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer ver­bind­li­che Ver­hal­tens­pflich­ten zu erklären. Bei ei­nem sol­chen An­trags­verständ­nis sind die Anträge hin­rei­chend be­stimmt iSd. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, denn der Be­triebs­rat be­strei­tet von vorn­her­ein die Be­fug­nis der Ar­beit­ge­be­rin, die Ver­bind­lich­keit der­ar­ti­ger Grundsätze ein­sei­tig in dem Be­trieb an­ord­nen zu können. Hier­in sieht er ein mit­be­stim­mungs­wid­ri­ges Ver­hal­ten.

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V. Der in der Rechts­be­schwer­de noch anhängi­ge Hilfs­an­trag des Be­triebs­rats ist un­be­gründet.

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1. Ein Un­ter­las­sungs­an­spruch folgt nicht aus § 87 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG. Der Be­triebs­rat ist nicht Träger des Mit­be­stim­mungs­rechts. Die­ses steht viel­mehr dem Kon­zern­be­triebs­rat zu. Die Grundsätze Un­ter­neh­mens­ethik soll­ten im ge­sam­ten Kon­zern und nicht le­dig­lich ein­zel­ne Kon­zern­un­ter­neh­men oder Be­trie­be ein­geführt wer­den. Hier­durch soll­te ei­ne kon­zern­ein­heit­li­che „Un­ter­neh­mens­phi­lo­so­phie“ um­ge­setzt wer­den. Da­mit han­delt es sich gem. § 58 Abs. 1 Be­trVG um ei­ne An­ge­le­gen­heit, die den Kon­zern be­trifft und nicht durch die ein­zel­nen Ge­samt­be­triebsräte in­ner­halb ih­rer Un­ter­neh­men ge­re­gelt wer­den kann (da­zu BAG 22. Ju­li 2008 - 1 ABR 40/07 - Rn. 66 f., BA­GE 127, 146).

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2. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts kann ein der­ar­ti­ger An­spruch nicht aus § 80 Abs. 1 Be­trVG her­ge­lei­tet wer­den. Nach die­ser Be­stim­mung hat der Be­triebs­rat darüber zu wa­chen, dass die zu­guns­ten der Ar­beit­neh­mer gel­ten­den Ge­set­ze, Ver­ord­nun­gen, Un­fall­verhütungs­vor­schrif­ten, Ta­rif­verträge und Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen durch­geführt wer­den. Hier­aus er­gibt sich je­doch auch dann kein Un­ter­las­sungs­an­spruch des ört­li­chen Be­triebs­rats, wenn die Einführung der kon­zern­weit gel­ten­den Grundsätze der Un­ter­neh­mens­ethik gem. § 87 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG mit­be­stim­mungs­pflich­tig war und die Mut­ter­ge­sell­schaft die­ses Mit­be­stim­mungs­recht nicht be­ach­tet hat. Das Über­wa­chungs­recht des Be­triebs­rats aus § 80 Abs. 1 Be­trVG ist auch in die­sem Fall dar­auf be­schränkt, den mit­be­stim­mungs­wid­ri­gen Zu­stand beim Ar­beit­ge­ber zu be­an­stan­den und auf Ab­hil­fe zu drängen (BAG 18. Mai 2010 - 1 ABR 6/09 - EzA Be­trVG 2001 § 77 Nr. 30). Ein Un­ter­las­sungs­an­spruch folgt hier­aus nicht (BAG 28. Mai 2002 - 1 ABR 40/01 - AP Be­trVG 1972 § 87 Ar­beits­zeit Nr. 96 = EzA Be­trVG 1972 § 87 Ar­beits­zeit Nr. 65). Die ab­wei­chen­de Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts führt zu ei­ner im Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz nicht vor­ge­se­he­nen Auf­fang­zuständig­keit ei­nes nicht zuständi­gen ört­li­chen Be­triebs­rats, die der ge­setz­li­chen Zuständig­keitstren­nung wi­der­spricht. Denn der zur Si­che­rung der Mit­be­stim­mungs­rech­te aus § 87 Abs. 1 Be­trVG ent­wi­ckel­te Un­ter­las­sungs­an­spruch (BAG 3. Mai 1994 - 1 ABR 24/93 - BA­GE 76, 364) steht nach sei­nem Zweck al­lein dem Be­triebs­rat zu, der Träger des kon­kre­ten Mit­be­stim­mungs­rechts ist. Dies ist vor­lie­gend - so­weit ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG be­steht - nicht der An­trag­stel­ler, son­dern der Kon­zern­be­triebs­rat.

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3. Die Ab­leh­nung ei­nes Un­ter­las­sungs­an­spruchs aus § 80 Abs. 1 Be­trVG führt auch nicht zu ei­ner plan­wid­ri­gen Verkürzung der Rechts­stel­lung des ört­li­chen Be­triebs­rats. Die­sem ver­bleibt viel­mehr ein Un­ter­las­sungs­an­spruch aus § 23 Abs. 3 Be­trVG. Des­sen Vor­aus­set­zun­gen hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt im vor­lie­gen­den Fall je­doch ver­neint, weil die Ar­beit­ge­be­rin nicht grob ge­gen be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Pflich­ten aus § 87 Be­trVG ver­s­toßen ha­be. Dies ist rechts­be­schwer­de­recht­lich nicht zu be­an­stan­den, nach­dem vom Be­triebs­rat in­so­weit kei­ne Ge­genrügen er­ho­ben wor­den sind.


 

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