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Mün­chen hat die meis­ten Pend­ler

Die An­zahl der Pend­ler in Deutsch­land steigt auf ein Re­kord­hoch. Auch der durch­schnitt­li­che Ar­beits­weg wird im­mer län­ger.

03.04.2017. (dpa/wie) - Ei­ne Un­ter­su­chung des Bun­des­in­sti­tuts für Bau-, Stadt- und Raum­for­schung (BBSR) er­gabt, dass die An­zahl der Deut­schen, die zu ih­rem Ar­beits­ort in ei­ne an­de­re Ge­mein­de pen­deln müs­sen, im Jahr 2015 stark ge­stie­gen ist.

Dem­nach be­trifft dies bun­des­weit 60 Pro­zent al­ler Ar­beit­neh­mer. Mün­chen ist Spit­zen­rei­ter mit 355.000 Pend­lern, ge­folgt von Frank­furt am Main mit 348.000.

Den höchs­ten An­stieg in die­ser Sta­tis­tik ver­zeich­ne­te Ber­lin mit ei­nem Plus von 53 Pro­zent im Ver­gleich zum Jahr 2000.

Aber auch der durch­schnitt­li­che Ar­beits­weg hat sich von 14,6 km zur Jahr­tau­send­wen­de auf 16,8 km im Jahr 2015 ver­län­gert.

Da "der Flä­chen­ver­brauch und die Ver­kehrs­be­las­tung" stei­gen, sei es wich­tig, dass "die In­fra­struk­tur mit dem Wachs­tum Schritt hält und das Um­land gut an den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr an­ge­bun­den bleibt", er­klärt In­sti­tuts­di­rek­tor Ha­rald Herr­mann.

Laut Si­mon Pfaff vom Bun­des­in­sti­tut für Be­völ­ke­rungs­for­schung in Wies­ba­den hat das Pen­deln auch ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die "kör­per­li­che und psy­chi­sche Ge­sund­heit der Er­werbs­tä­ti­gen", da die­se häu­fi­ger ge­nervt sei­en, als Men­schen mit kür­ze­ren Ar­beits­we­gen.

Die Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se führ­te zu die­sem The­ma ei­ne Stu­die durch und kam zu dem Er­geb­nis, dass bei Pend­lern so­gar ein er­höh­tes Ri­si­ko für psy­chi­sche Er­kran­kun­gen vor­liegt.

Vor al­lem in Mün­chen lei­det die In­fra­struk­tur stark un­ter die­ser Ent­wick­lung. Pro­ble­me im Nah­ver­kehrs­be­trieb sind ge­nau­so all­täg­lich ge­wor­den wie ver­stopf­te Stra­ßen und Woh­nungs­man­gel.

Der Ge­schäfts­füh­rer des Pla­nungs­ver­bands Äu­ße­rer Wirt­schafts­raum Mün­chen, Chris­ti­an Breu pro­gnos­ti­ziert auch für die Zu­kunft ei­nen wei­te­ren An­stieg: "Die Ent­wick­lung wird sich nicht dre­hen. Die Pend­ler­strö­me in und aus der Stadt wer­den deut­lich zu­neh­men.".


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Letzte Überarbeitung: 3. April 2017

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