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Opel-Spit­ze und Bo­chu­mer Be­leg­schaft wol­len wie­der ver­han­deln

Im Streit um die Schlie­ßung des Bo­chu­mer Opel­wer­kes gab es wo­chen­lang kei­nen Fort­schritt: Zu­letzt sorg­te ein ei­gen­mäch­ti­ger Aus­stand von 140 Schicht­ar­bei­tern für Auf­se­hen. Jetzt wol­len bei­de Sei­ten wie­der ver­han­deln

24.09.2013. (dpa) - Im Kon­flikt um die ge­plan­te Schlie­ßung des Bo­chu­mer Opel­wer­kes mit rund 3300 Be­schäf­tig­ten wer­den Ar­beit­ge­ber und Be­leg­schafts­ver­tre­ter wie­der ver­han­deln.

Das teil­te die IG Me­tall am Diens­tag­abend nach Son­die­rungs­ge­sprä­chen mit. Über Ter­min, Teil­neh­mer­kreis und The­men sag­te die Ge­werk­schaft nichts.

Es gilt aber als si­cher, dass, wie schon bei den Son­die­run­gen, wie­der der Opel-Vor­stand, der Be­triebs­rat und die IG Me­tall be­tei­ligt sein wer­den.

Der Be­triebs­rat hat­te schon im Vor­feld klar ge­macht, dass er Pro­gram­me für Be­schäf­ti­gung, aber auch für den Aus­tritt der Mit­ar­bei­ter an­bie­tet und be­last­ba­re Ver­trä­ge schließt.

Der Streit um das Werk der als kampf­be­reit be­kann­ten Bo­chu­mer war zu­vor fest­ge­fah­ren: Mit­te Ju­li war ei­ne Ei­ni­gungs­stel­le an­ge­sichts des dro­hen­den Schei­terns aus­ge­setzt wor­den.

Vor zwei Wo­chen gab es ei­ne 17 St­un­den dau­ern­de Be­triebs­ver­samm­lung und im An­schluss ei­ne spon­ta­ne Ar­beits­nie­der­le­gung von 140 Be­schäf­tig­ten in der Nacht­schicht. Die Werks­lei­tung spricht von ei­ner il­le­ga­len Ak­ti­on und prüft dis­zi­pli­nar­recht­li­che Schrit­te. Das Bo­chu­mer Opel­werk hat­te schon ein­mal 2004 mit ei­nem fast ein­wö­chi­gen wil­den Streik für Schlag­zei­len ge­sorgt.

Die Opel-Spit­ze will das Werk, das den Za­fi­ra baut, bis En­de 2014 schlie­ßen. Die Pro­duk­ti­on des Fa­mi­li­en­vans soll das Stamm­werk in Rüs­sels­heim über­neh­men. Schon En­de Sep­tem­ber soll die Opel-Ge­trie­be­fer­ti­gung in Bo­chum mit 275 Be­schäf­tig­ten ein­ge­stellt wer­den. Nur ein Wa­ren­ver­teil­zen­trum mit 430 Mit­ar­bei­tern ist bis 2016 ge­si­chert.

Der Bo­chu­mer Be­triebs­rats­chef Rai­ner Ei­nen­kel hat­te schon Mit­te Sep­tem­ber un­ter­stri­chen, dass er nicht nur Ab­fin­dun­gen, son­dern qua­li­fi­zier­te Ar­beits­an­ge­bo­te in der Re­gi­on will. Ei­ni­ge Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter plä­die­ren für ei­ne zeit­li­che Stre­ckung des Aus­stiegs. Da­mit wer­de es leich­ter, die Schlie­ßung so­zi­al­ver­träg­lich um­zu­set­zen, ar­gu­men­tie­ren sie. Da­für gibt es aber bis­her kei­ne An­zei­chen von der Ar­beit­ge­ber­sei­te.

Die Bo­chu­mer Opel-Be­schäf­tig­ten hat­ten im Früh­jahr ei­nen vom Un­ter­neh­men an­ge­bo­te­nen Ta­rif­ver­trag ab­ge­lehnt. Die­ser hat­te die grund­sätz­li­che Zu­stim­mung der Be­leg­schaft zur Werks­schlie­ßung fest­schrei­ben wol­len. Da­für bot Opel um­fas­sen­de Zu­ge­ständ­nis­se; un­ter an­de­rem die Ga­ran­tie der Au­to­pro­duk­ti­on bis En­de 2016. Als die Be­leg­schaft sich mit gro­ßer Mehr­heit wei­ger­te, er­klär­te Opel, dass dann be­reits En­de 2014 Schluss in Bo­chum sei.

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Letzte Überarbeitung: 30. Januar 2016

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