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Opel: Kurz­ar­beit als Re­ak­ti­on auf die Ab­satz­kri­se

"Opel-light": In Rüs­sels­heim ste­hen die Bän­der still

23.08.2012 (dpa) - Opel re­agiert auf sei­ne Ab­satz­kri­se: Nach In­for­ma­tio­nen des Sen­ders hr-In­fo führt der an­ge­schla­ge­ne Au­to­bau­er am 6. Sep­tem­ber im Stamm­werk Rüs­sels­heim Kurz­ar­beit ein.

Be­trof­fen sei­en die Mit­ar­bei­ter in Pro­duk­ti­on und Ver­wal­tung. Dort sol­le die Pro­duk­ti­on bis Jah­res­en­de an 20 Ta­gen still­ste­hen, be­rich­tet der Sen­der. Al­lein im Sep­tem­ber fal­len dem­nach zehn Ar­beits­ta­ge weg - die üb­ri­gen Ta­ge sol­len sich auf Ok­to­ber und No­vem­ber ver­tei­len. Der Be­triebs­rat müs­se die Plä­ne am Don­ners­tag noch of­fi­zi­ell be­schlie­ßen. Die Zu­stim­mung gel­te aber als si­cher.

Die Adam Opel AG woll­te den Be­richt am Mitt­woch zu­nächst nicht be­stä­ti­gen. Es ge­be noch nichts zu ver­mel­den, weil noch nicht al­les ge­klärt sei. Zu­dem soll­ten erst die Mit­ar­bei­ter in­for­miert wer­den.

Mit­te Au­gust war be­kannt­ge­wor­den, dass Be­triebs­rat und Ge­werk­schaft mit dem Un­ter­neh­men über Kurz­ar­beit von mehr als 6.000 Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­tern in Rüs­sels­heim und Kai­sers­lau­tern ver­han­deln. In ei­nem Flug­blatt des Be­triebs­rats hieß es: "Die La­ge von Opel ist sehr ernst." Der Ar­beit­ge­ber wol­le die Kos­ten kurz­fris­tig sen­ken.

Nach dem Be­richt von hr-In­fo wird die Ar­beits­zeit im in­ter­na­tio­na­len Ent­wick­lungs­zen­trum nicht ver­kürzt. Al­ler­dings sol­len Zu­ge­ständ­nis­se der Mit­ar­bei­ter "in ver­gleich­ba­rer Hö­he" aus­ge­han­delt wer­den. Hin­ge­gen dür­fe das Werk in Kai­sers­lau­tern von der Kurz­ar­beit be­trof­fen sein, be­rich­tet der Sen­der: "Wie ge­nau die Re­ge­lun­gen dort aus­se­hen sol­len, ist noch nicht be­kannt."

Kon­junk­tu­rel­les Kurz­ar­bei­ter­geld wird un­ter be­stimm­ten Be­din­gun­gen über die Ar­beits­agen­tur aus­ge­zahlt und be­trägt 60 Pro­zent vom Net­to für Le­di­ge be­zie­hungs­wei­se 67 Pro­zent für Be­schäf­tig­te mit Kin­dern. Opel soll die­sen Be­trag nach frü­he­ren For­de­run­gen des Be­triebs­ra­tes auf­sto­cken, um zu ho­he Be­las­tun­gen für die Be­schäf­tig­ten zu ver­mei­den. Der Be­triebs­rat ver­lang­te auch ei­ne Be­tei­li­gung der Füh­rungs­kräf­te an den Spar­be­mü­hun­gen.

Un­ter­des­sen mahnt der frü­he­re Be­triebs­rats­chef von Opel, Klaus Franz, ei­ne schnel­le Ent­schei­dung über die künf­ti­ge Stra­te­gie an. "Es bleibt nicht mehr viel Zeit", sag­te er in ei­nem In­ter­view von heu­te.de. Die bis­he­ri­gen Ver­än­de­run­gen sei­en nicht aus­rei­chend: "Sehr vie­le Per­so­nal­wech­sel sind noch kein Zu­kunfts­plan."

Zu­gleich for­dert er, dass die Mut­ter Ge­ne­ral Mo­tors Opel ge­stat­te, welt­weit Au­tos zu ver­kau­fen. "Al­le Un­ter­neh­men, die in Eu­ro­pa ein­ge­sperrt sind, wer­den lang­fris­tig in der Kri­se blei­ben." Neue Märk­te ent­wi­ckel­ten sich wo­an­ders, be­ton­te Franz: "Opel muss glo­ba­li­siert wer­den."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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