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Op­po­si­ti­on ge­gen an­ge­peil­te Sen­kung des Ren­ten­bei­trags

Sin­ken­de Ren­ten­bei­trä­ge - oder mehr Geld in der Ren­ten­kas­se für künf­ti­ge Re­for­men? Op­po­si­ti­on und So­zi­al­ver­bän­de leh­nen die Plä­ne der Re­gie­rung ab

08.10.2014. (dpa) - Die Op­po­si­ti­on hat schar­fe Kri­tik an der An­kün­di­gung von Ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) ge­übt, sich nach Mög­lich­keit für sin­ken­de Ren­ten­bei­trä­ge ein­zu­set­zen.

Nah­les ver­tei­dig­te den an­ge­peil­ten Schritt am Diens­tag in Ber­lin.

Nach ei­nem Be­richt der "Bild"-Zei­tung (Diens­tag) kann der Bei­trag der Ren­ten­ver­si­che­rung 2015 um bis zu 0,3 Punk­te auf 18,6 Pro­zent sin­ken.

Vor­aus­set­zung sei, dass sich der Ar­beits­markt wei­ter wie er­war­tet ent­wi­cke­le und der Bun­des­zu­schuss an die Ren­ten­kas­se nicht sin­ke.

Der Lin­ken-Ren­ten­ex­per­te Mat­thi­as W. Birk­wald nann­te ei­ne Bei­trags­sen­kung kurz­sich­tig. Es zei­ge sich, dass sich die Mi­nis­te­rin kei­ne Ge­dan­ken um die zu­künf­ti­ge Ren­te der Ar­beit­neh­mer ma­che. Birk­wald kün­dig­te ei­nen Ge­setz­ent­wurf der Lin­ken an, der den heu­ti­gen Me­cha­nis­mus zur Bei­trags­sen­kung auf­he­ben sol­le.

Sein Grü­nen-Kol­le­ge Mar­kus Kurth sag­te der Nach­rich­ten­agen­tur dpa: "Die Ren­ten­bei­trä­ge heu­te zu sta­bi­li­sie­ren, heißt Vor­sor­ge für ei­ne mo­de­ra­te Bei­trags­satz­ent­wick­lung zu tref­fen." Zu­dem sei­en Mit­tel für wei­te­re Re­for­men nö­tig. "Die Er­werbs­min­de­rungs­ren­te er­füllt nach wie vor ih­re Si­che­rungs­zie­le nicht." Be­trof­fe­ne müss­ten vor ho­hen Ab­schlä­gen ge­schützt wer­den. Auch der Prä­si­dent des So­zi­al­ver­bands Deutsch­land, Adolf Bau­er, for­der­te, den Bei­trags­satz zu sta­bi­li­sie­ren und Ab­schlä­ge für Er­werbs­min­de­rungs­rent­ner ab­zu­schaf­fen.

Nah­les poch­te dar­auf, dass sich die Ko­ali­ti­on an das gel­ten­de Ge­setz hält: "Was 1,5 Mo­nats­aus­ga­ben der Ren­ten­ver­si­che­rung über­schrei­tet, muss durch ei­ne Bei­trags­sen­kung an die Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer wei­ter­ge­ge­ben wer­den", sag­te sie der dpa. Zwar hät­ten Uni­on und SPD die­sen Me­cha­nis­mus für 2014 per Ge­setz auf­ge­ho­ben; Leis­tun­gen sei­en durch das Ren­ten­pa­ket deut­lich ver­bes­sert wor­den. "Doch ich fin­de, wir soll­ten so we­nig wie mög­lich in die­sen Au­to­ma­tis­mus ein­grei­fen." Das wä­re ge­gen­über den Bei­trags­zah­lern nicht fair.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 17. Mai 2016

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