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Per­so­nal­auf­sto­ckung bei der Bahn

Ge­werk­schaft: "Geis­ti­ge Wen­de" der Bahn steht noch aus

29.10.2012 (dpa) - Trotz der jüngs­ten Per­so­nal­auf­sto­ckung bei der Deut­schen Bahn sieht die Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) die Pro­ble­me des Kon­zerns noch lan­ge nicht be­ho­ben. Im­mer noch ha­be die Bahn in zahl­rei­chen Be­rei­chen viel zu we­nig Leu­te, sag­te der EVG-Vor­sit­zen­de Alex­an­der Kirch­ner am Sonn­tag bei ei­nem Ge­werk­schafts­tag in Ber­lin. Ei­ne wirk­li­che "geis­ti­ge Wen­de" weg von Per­so­nal­ab­bau und Sa­nie­rungs­kurs ha­be die Bahn bis­lang nicht voll­zo­gen. Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Pe­ter Ram­sau­er (CSU) lehn­te er­neut ei­nen Bör­sen­gang der Bahn ab, for­der­te aber Wett­be­werb auf dem Schie­nen­markt.

Die Deut­sche Bahn hat­te am Frei­tag mit­ge­teilt, dass die Zahl ih­rer An­ge­stell­ten im In­land um 2.200 auf rund 195.000 ge­stie­gen sei. Zu­sam­men mit mehr als 100.000 Be­schäf­tig­ten im Aus­land wer­de der Kon­zern bis Jah­res­en­de die Mar­ke von 300.000 er­rei­chen.

Kirch­ner kri­ti­sier­te bei dem ers­ten Or­dent­li­chen Ge­werk­schafts­tag der vor zwei Jah­ren ent­stan­de­nen Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft, die Neu­ein­stel­lun­gen be­trä­fen den Kern­be­reich der Bahn, nicht aber an­de­re Spar­ten, wo die Be­schäf­tig­ten be­nach­tei­ligt wür­den. In ih­rem Bus­be­reich glie­de­re die Bahn im­mer noch Be­rei­che aus und schi­cke An­ge­stell­te in schlecht be­zahl­te und un­si­che­re Jobs.

Die EVG fu­sio­nier­te 2010 aus den bei­den Vor­gän­ger­ge­werk­schaf­ten Trans­net und GDBA und hat rund 220.000 Mit­glie­der.

Ram­sau­er be­kann­te sich aus­drück­lich zur Bahn als "in­te­grier­tem Kon­zern", al­so der Kom­bi­na­ti­on aus In­fra­struk­tur (Glei­se und Bahn­hö­fe) und Ver­kehrs­ge­sell­schaf­ten (Gü­ter- und Per­so­nen­ver­kehr). "Ei­ne Zer­schla­gung, ei­ne Par­ti­ku­la­ri­sie­rung, ein plu­ra­lis­ti­scher Wett­be­werb in ei­ner zer­hack­ten Land­schaft kann nur ins Elend füh­ren", be­ton­te er. Wett­be­werb der pri­va­ten Kon­kur­renz­bah­nen mit der Deut­schen Bahn müs­se es aber "mit ge­sun­dem Men­schen­ver­stand" trotz­dem ge­ben.


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