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Pi­lo­ten­ge­werk­schaft und Luft­han­sa wol­len wie­der ver­han­deln

Hoff­nung für Luft­han­sa-Pas­sa­gie­re: Die Pi­lo­ten­ge­werk­schaft kehrt im Kon­flikt um die Früh­ver­ren­tung der Flug­ka­pi­tä­ne an den Ver­hand­lungs­tisch zu­rück

27.08.2014. (dpa) - Wen­de im Ta­rif­kon­flikt mit den Luft­han­sa-Pi­lo­ten: Die Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) und die Flug­ge­sell­schaft wol­len wie­der mit­ein­an­der ver­han­deln.

Ganz vom Tisch ist ein Streik aber noch nicht.

"Die VC er­war­tet für die am kom­men­den Don­ners­tag an­be­raum­ten Ver­hand­lun­gen, dass das Luft­han­sa-Ma­nage­ment sei­ne For­de­run­gen kor­ri­giert und end­lich auf ei­nen ernst­haf­ten und ehr­li­chen Lö­sungs­kurs ein­schwenkt", er­klär­te die VC. Bis zu ei­ner Ei­ni­gung hal­te die VC die Pla­nun­gen für Ar­beits­kampf­maß­nah­men auf­recht.

Ei­ne Luft­han­sa-Spre­che­rin be­stä­tig­te den Ter­min. "Am Don­ners­tag wer­den Ge­sprä­che auf­ge­nom­men, um über den wei­te­ren Pro­zess zum Ver­hand­lungs­ver­lauf zu spre­chen", sag­te sie. Die Luft­han­sa freue sich über die po­si­ti­ve Re­ak­ti­on von Cock­pit und dar­über, dass die aku­te Streik­ge­fahr nicht mehr be­ste­he.

Die­ser In­ter­pre­ta­ti­on wi­der­sprach Cock­pit-Spre­cher Jörg Hand­werg in­des. "Wir wol­len ei­ne Ei­ni­gung", sag­te Hand­werg der dpa. Al­ler­dings sei­en Streiks am Don­ners­tag nicht aus­ge­schlos­sen, wenn sie recht­zei­tig vor­her an­ge­kün­digt wür­den.

Par­al­lel bro­delt es auch bei der Bahn. In dem fest­ge­fah­re­nen Bahn-Ta­rif­kon­flikt geht es zum ei­nen um Ent­gelt­stei­ge­run­gen für Be­schäf­tig­te, zum an­de­ren um die künf­ti­ge Form der Zu­sam­men­ar­beit der bei­den Ge­werk­schaf­ten GDL und EVG. Die GDL hat ih­re Mit­glie­der für die­sen Mitt­woch zu ei­ner Pro­test­ver­samm­lung in Ful­da auf­ge­ru­fen.

Luft­han­sa-Per­so­nal­vor­stand Bet­ti­na Vol­kens hat­te die VC am Vor­tag zur Rück­kehr an den Ver­hand­lungs­tisch auf­ge­for­dert und ein Schrei­ben an die Pi­lo­ten­ge­werk­schaft ge­schickt. Über den In­halt wur­de wei­ter­hin nichts be­kannt.

Hin­ter­grund der Aus­ein­an­der­set­zung ist ein Streit um die Über­gangs­ren­te für die Luft­han­sa-Ka­pi­tä­ne. Cock­pit hat­te die Ver­hand­lun­gen in der ver­gan­ge­nen Wo­che für ge­schei­tert er­klärt und ei­nen Streik an­ge­kün­digt, De­tails aber of­fen­ge­las­sen. VC be­ton­te, die Ver­hand­lun­gen sei­en nicht von der Ge­werk­schaft ab­ge­bro­chen wor­den, "son­dern sind an der nicht er­folg­ten Ab­ga­be ei­nes kon­kre­ten, kom­pro­miss­fä­hi­gen An­ge­bots des Luft­han­sa Ma­nage­ments ge­schei­tert".

VC-Spre­cher Jörg Hand­werg sag­te laut Mit­tei­lung, es ge­he nicht um ei­ne Ver­bes­se­rung der Be­din­gun­gen. Die VC ha­be sich ver­pflich­tet, dass ge­gen­über dem bis­he­ri­gen Ver­trag Kos­ten­sen­kun­gen für Luft­han­sa er­zielt wer­den. "Hier­zu be­darf es aber ei­nes grund­sätz­li­chen Wil­lens sei­tens des Ma­nage­ments zu ei­nem Kom­pro­miss, statt ei­nes Kahl­schla­ges".

Zu­dem wirft Cock­pit der Luft­han­sa vor, im­mer wei­te­re The­men auf die Ta­ges­ord­nung bei den Ver­hand­lun­gen zu set­zen. Das Ma­nage­ment schei­ne auf Zeit spie­len zu wol­len. In­zwi­schen stün­den 15 The­men auf der Agen­da. "So wer­den wir nicht fer­tig", sag­te ein VC-Spre­cher.

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Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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