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Po­li­ti­ker wol­len Fei­er­ta­ge "nach­ho­len" - Ar­beit­ge­ber da­ge­gen

Fällt ein Fei­er­tag auf ei­nen Sonn­tag, freut sich der Ar­beit­ge­ber und die Ar­beit­neh­mer är­gern sich: In ei­ni­gen Län­dern ist das an­ders. Dort wer­den die frei­en Ta­ge "nach­ge­holt". Das könn­ten sich ei­ni­ge Po­li­ti­ker auch hier­zu­lan­de gut vor­stel­len

25.04.2016. (dpa) - Aus­ge­rech­net der 1. Mai, der Tag der Ar­beit, fällt die­ses Jahr auf ei­nen Sonn­tag.

Für Ar­beit­neh­mer ist das ei­ne schlech­te Nach­richt - sie ha­ben ei­nen Fei­er­tag we­ni­ger.

Nun wer­ben ei­ni­ge Po­li­ti­ker da­für, sol­che ent­gan­ge­nen frei­en Ta­ge künf­tig nach­zu­ho­len.

Sa­bi­ne Zim­mer­mann von der Lin­ken sag­te der "Saar­brü­cker Zei­tung" vom Sams­tag: "Es kann nicht sein, dass den Ar­beit­ge­bern re­gel­mä­ßig zu­sätz­li­che Ar­beits­ta­ge ge­schenkt wer­den, die ei­gent­lich als be­zahl­te Fei­er­ta­ge den Be­schäf­tig­ten zu­ste­hen."

Die SPD-Ar­beits­markt­po­li­ti­ke­rin Kat­ja Mast sag­te zum "Nach­ho­len" von Fei­er­ta­gen: "Das wä­re na­tür­lich ein Zei­chen zur Ent­las­tung der Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer." Ei­ne Spre­che­rin des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums er­klär­te je­doch auf An­fra­ge: "Uns sind da­zu kei­ne Plä­ne be­kannt."

Vor al­lem das "Nach­ho­len" des 1. Mai als frei­em Tag sei wün­schens­wert, sag­te die ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen, Bea­te Mül­ler-Gem­me­ke, der "Saar­brü­cker Zei­tung". Ih­re Be­grün­dung: "Das hät­te Charme. Dann ha­ben Be­schäf­tig­te zum ei­nen Zeit für die Kund­ge­bung am Sonn­tag und kön­nen am frei­en Mon­tag ih­re Zeit der Fa­mi­lie wid­men."

Von den Ar­beit­ge­bern wur­de der Vor­schlag da­ge­gen mit deut­lich we­ni­ger En­thu­si­as­mus quit­tiert. "Bei der Ge­samt­zahl der ar­beits­frei­en Ta­ge durch Ur­laub und Fei­er­ta­ge be­legt Deutsch­land oh­ne­hin ei­nen Spit­zen­platz im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich", sag­te ein Spre­cher des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des BDA. Fal­le ein Fei­er­tag zu­fäl­lig auf ei­nen Sonn­tag hät­ten al­le in­ter­es­sier­ten Be­schäf­tig­ten die Mög­lich­keit den je­wei­li­gen An­lass wür­dig zu be­ge­hen. Für ei­ne Ver­schie­bung auf ei­nen Werk­tag ge­be es da­her kei­nen Grund.

In Bel­gi­en, Spa­ni­en oder Groß­bri­tan­ni­en wer­den Fei­er­ta­ge, die an ei­nem Wo­chen­en­de lie­gen, am dar­auf­fol­gen­den Werk­tag "nach­ge­holt". In Deutsch­land fal­len die­ses Jahr zwei ka­len­da­risch fest ge­bun­de­ne Fei­er­ta­ge auf ein Wo­chen­en­de: der 1. Mai und der 25. De­zem­ber.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 15. Juli 2016

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