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Po­li­zei hofft auf fried­li­chen 1. Mai

Am 1. Mai steht der Po­li­zei vie­ler­orts wie­der ein Groß­ein­satz be­vor: Auf die Stra­ße ge­hen vor al­lem Ge­werk­schaf­ter und lin­ke Grup­pen, aber auch Neo­na­zis wol­len de­mons­trie­ren

01.05.2013. (dpa) - Die Po­li­zei wapp­net sich für die De­mons­tra­tio­nen am 1. Mai - und hofft auf ei­nen ge­walt­frei­en Tag oh­ne St­ei­ne­wer­fer.

In meh­re­ren Städ­ten soll es Pro­tes­te ge­ben. In der Haupt­stadt sind für Mitt­woch mehr als ein Dut­zend De­mos an­ge­mel­det.

"Wir ge­hen nach wie vor von ei­nem fried­li­chen Ver­lauf der De­mons­tra­tio­nen aus", sag­te ein Ber­li­ner Po­li­zei­spre­cher am Diens­tag. Zu­vor hat­te Ber­lins Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter Klaus Wo­wer­eit (SPD) an al­le De­mons­tran­ten ap­pel­liert, fried­lich auf die Stra­ße zu ge­hen.

Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB) ruft im gan­zen Land zu De­mons­tra­tio­nen und Kund­ge­bun­gen auf. In ei­ni­gen Städ­ten wol­len auch Neo­na­zis de­mons­trie­ren.

Ein Ein­satz­schwer­punkt der Ber­li­ner Po­li­zei ist ei­ne De­mons­tra­ti­on lin­ker und links­ra­di­ka­ler Grup­pen am Mitt­woch­abend mit rund 10 000 Teil­neh­mern. Aus dem Zug der "Re­vo­lu­tio­nä­ren-1.Mai-De­mons­tra­ti­on" her­aus war es in frü­he­ren Jah­ren wie­der­holt zu Ge­walt­aus­brü­chen ge­kom­men.

Auch in Ham­burg be­ginnt Mitt­woch­abend ei­ne "re­vo­lu­tio­nä­re" De­mo un­ter dem Mot­to "Das Pro­le­ta­ri­at hat kein Va­ter­land". Auf die Ein­rich­tung ei­nes "Ge­fah­ren­ge­biets" rund um das Schan­zen­vier­tel ver­zich­tet die Po­li­zei. "Das gibt die La­ge nicht her", sag­te ei­ne Po­li­zei­spre­che­rin. Zu­letzt hat­te es dort 2010 schwe­re Kra­wal­le ge­ge­ben.

Der DGB ver­an­stal­tet sei­ne Haupt­kund­ge­bung in Mün­chen. Un­ter dem Mot­to "1. Mai - Un­ser Tag" wen­den sich die Ge­werk­schaf­ten ge­gen Nied­rig­löh­ne, Al­ters­ar­mut und wach­sen­de so­zia­le Un­gleich­heit in Eu­ro­pa. DGB-Chef Mi­cha­el Som­mer spricht auf dem Münch­ner Ma­ri­en­platz.

Die rechts­ex­tre­me NPD plant für den 1. Mai in Ber­lin-Schö­ne­wei­de ei­nen Auf­zug mit 500 Teil­neh­mern. Ge­gen die Rech­ten will ein Bünd­nis aus Po­li­tik, Ge­werk­schaf­ten und Kul­tur­schaf­fen­den mit bis zu 10 000 Ge­gen­de­mons­tran­ten pro­tes­tie­ren.

Auch in Frank­furt am Main will die NPD auf die Stra­ße ge­hen. Zahl­rei­che lin­ke und kirch­li­che Grup­pen pla­nen Ge­gen­de­mons­tra­tio­nen und Blo­cka­den. Die Stadt Wies­ba­den hat ei­ne ge­plan­te NPD-De­mons­tra­ti­on ver­bo­ten. Er­laubt wur­de aber ei­ne Kund­ge­bung vor dem Bahn­hofs­vor­platz.

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Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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