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Po­li­zei-Pro­test ge­gen län­ge­re Le­bens­ar­beits­zeit

Re­gie­rung von Bran­den­burg will das Pen­si­ons­al­ter für Be­am­te auf 67 Jah­re her­auf­set­zen: Auch die be­son­de­re Al­ters­gren­ze von 60 Jah­ren für Po­li­zei­voll­zugs­be­am­te soll weg­fal­len

08.08.2012. (dpa) - Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) hat zum Pro­test ge­gen die Plä­ne der bran­den­bur­gi­schen Lan­des­re­gie­rung auf­ge­ru­fen, das Pen­si­ons­al­ter für Be­am­te auf 67 Jah­re her­auf­zu­set­zen.

Am Mitt­woch­nach­mit­tag woll­ten rund 200 Be­schäf­tig­te in Pots­dam de­mons­trie­ren, kün­dig­te die GdP an. Die bis­he­ri­ge «Be­son­de­re Al­ters­gren­ze» für Po­li­zei­voll­zugs­be­am­te von 60 Jah­ren gel­te «aus gu­ten Grün­den». Mit der An­he­bung des Pen­si­ons­al­ters stel­le sich das Land Bran­den­burg «bun­des­weit an die Spit­ze der Lis­te der Schä­big­kei­ten ge­gen­über der Po­li­zei», kri­ti­sier­te die Ge­werk­schaft.

Dem Auf­ruf zum Wi­der­stand schloss sich am Mitt­woch auch der Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter (BDK) an, der von «wahn­wit­zi­gen Plä­nen» der rot-ro­ten Ko­ali­ti­on sprach. Sie müss­ten so­fort vom Tisch. Statt­des­sen soll­te die Re­gie­rung den Dia­log mit den Ge­werk­schaf­ten su­chen, sag­te der Lan­des­vor­sit­zen­de Wolf­gang Bauch. Es wer­de ge­nau be­ob­ach­tet, ob die­se sich auf ih­re Für­sor­ge­pflicht be­sin­ne, in­dem sie die be­son­de­ren Be­las­tun­gen be­stimm­ter Be­rufs­grup­pen ernst neh­me oder wei­ter «nach Guts­her­ren­art agie­re».

Mit ih­rem Vor­stoß wol­le das Land of­fen­sicht­lich die er­kenn­bar ne­ga­ti­ven Fol­gen des Per­so­nal­ab­baus und der Ar­beits­ver­dich­tung bei der Po­li­zei aus­glei­chen. Der BDK reg­te an, die Ver­län­ge­rung der Le­bens­ar­beits­zeit auf frei­wil­li­ger Ba­sis zu er­mög­li­chen und bot da­zu Ge­sprä­che an.

In­nen­mi­nis­ter Diet­mar Wo­id­ke (SPD) war im Mai vom Ka­bi­nett be­auf­tragt wor­den, ei­ne Ver­än­de­rung des Lan­des­be­am­ten­ge­set­zes vor­zu­be­rei­ten. Ge­plant ist, die Re­gel­ar­beits­zeit schritt­wei­se von 2014 bis 2029 von der­zeit 65 auf 67 Le­bens­jah­re an­zu­he­ben. Die­se Al­ters­gren­ze soll künf­tig auch für Po­li­zei­be­am­te gel­ten, die der­zeit be­reits mit 60 Jah­ren in Pen­si­on ge­hen, hieß es. Aus­nah­men kön­ne es für Be­am­te im Wech­sel­schicht­dienst und in Spe­zi­al­ein­hei­ten ge­ben.

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Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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