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Post­bank-Be­schäf­tig­te star­ten Mon­tag mit un­be­fris­te­ten Streiks

Post­bank-Kun­den könn­ten ab Mon­tag vor ge­schlos­se­nen Fi­lia­len ste­hen: Ver­di kün­digt zu­nächst re­gio­na­le Streiks an. Da­bei soll es aber nicht blei­ben

20.04.2015. (dpa) - Im fest­ge­fah­re­nen Ta­rif­kon­flikt bei der Post­bank be­gin­nen am Mon­tag die ers­ten un­be­fris­te­ten Streiks.

Wie die Ge­werk­schaft Ver­di am Sonn­tag mit­teil­te, ha­ben 94,8 Pro­zent ih­rer Mit­glie­der in der Ur­ab­stim­mung für ei­nen un­be­fris­te­ten Streik ge­stimmt.

Die Streiks star­ten am Mon­tag im Fi­li­al­be­reich Sach­sen, Bran­den­burg und Sach­sen-An­halt so­wie in Tei­len Thü­rin­gens.

"Das wird der ers­te Schwer­punkt sein", sag­te Ver­di-Spre­cher Chris­toph Schmitz der dpa. In den dar­auf­fol­gen­den Ta­gen sol­len die Streiks nach und nach ge­stei­gert und auf ganz Deutsch­land aus­ge­wei­tet wer­den.

Der un­be­fris­te­te Streik wer­de deut­li­che­re Aus­wir­kun­gen ha­ben als die Warn­streiks, be­ton­te Ver­di. "Wir bit­ten die Kun­din­nen und Kun­den der Post­bank um Ver­ständ­nis da­für, dass sie ab der kom­men­den Wo­che viel­fach vor ge­schlos­se­nen Tü­ren der Post­bank-Fi­lia­len ste­hen wer­den."

Hin­ter­grund des Kon­flikts sind aus Sicht von Ver­di feh­len­de An­ge­bo­te zum Kün­di­gungs­schutz und die un­kla­ren Per­spek­ti­ven bei der Toch­ter­ge­sell­schaft der Deut­schen Bank. Spe­ku­la­tio­nen über ei­nen mög­li­chen Ver­kauf oder Teil­ver­kauf be­zie­hungs­wei­se der Plat­zie­rung ei­nes grö­ße­ren Ak­ti­en­pa­ke­tes der Post­bank an der Bör­se ha­ben Be­fürch­tun­gen über ei­nen Stel­len­ab­bau aus­ge­löst.

Zum Kün­di­gungs­schutz sag­te Ver­hand­lungs­füh­rer Chris­toph Meis­ter: "Die Ver­wei­ge­rungs­hal­tung der Ar­beit­ge­ber, ein An­ge­bot zum Kün­di­gungs­schutz vor­zu­le­gen, führt zu ei­ner ho­hen emo­tio­na­len Be­las­tung der Be­schäf­tig­ten in den Un­ter­neh­men und ka­na­li­siert sich in ei­ner gro­ßen Ent­schlos­sen­heit, ei­nen Kün­di­gungs­schutz durch­zu­set­zen. Wir er­war­ten ge­ra­de in der jet­zi­gen Si­tua­ti­on, dass die Deut­sche Bank zu ih­ren Be­schäf­tig­ten steht und die Ver­än­de­run­gen mit ih­nen und nicht ge­gen sie um­setzt. Die­ses Si­gnal der Wert­schät­zung ist längst über­fäl­lig."

Ver­di for­dert des­halb für die über 9000 Mit­ar­bei­ter ei­ne Ver­län­ge­rung des Kün­di­gungs­schut­zes bis 2020 so­wie fünf Pro­zent mehr Ge­halt bei ei­ner Lauf­zeit von 12 Mo­na­ten. Das lehnt der Ar­beit­ge­ber ab.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 26. Oktober 2017

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