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Mit Prak­ti­ka früh an­do­cken: Was bei der Lehr­stel­len­su­che wich­tig ist

Der Aus­bil­dungs­markt ent­wi­ckelt sich für Ju­gend­li­che grund­sätz­lich po­si­tiv, denn der Wirt­schaft geht es gut: Trotz­dem blei­ben vie­le oh­ne Lehr­stel­le. Ex­per­ten er­klä­ren, in wel­chen Be­ru­fen und Re­gio­nen es für Ju­gend­li­che nach wie vor schwie­rig ist

03.11.2016. (dpa) - Das neue Aus­bil­dungs­jahr hat ge­ra­de erst be­gon­nen, da ist der kom­men­de Jahr­gang schon wie­der im Be­wer­bungs­pro­zess.

Und er geht zu ei­nem gu­ten Zeit­punkt auf Lehr­stel­len­su­che: Grund­sätz­lich wächst das An­ge­bot an Aus­bil­dungs­plät­zen, teil­te die Bun­des­ar­beits­agen­tur am Mitt­woch bei der Vor­la­ge ih­rer Lehr­stel­len­bi­lanz mit.

Doch das be­deu­tet nicht, dass für al­le Ju­gend­li­chen die Aus­bil­dungs­platz­su­che zum Selbst­läu­fer wird, sagt Su­san­ne Ei­ke­mei­er von der Bun­des­ar­beits­agen­tur.

Nach wie vor sind ei­ni­ge Aus­bil­dungs­be­ru­fe bei den Ju­gend­li­chen sehr ge­fragt - und dort ist es schwie­rig, ei­nen Platz zu be­kom­men.

Zu den ge­frag­ten Be­ru­fen ge­hö­ren et­wa die Be­rei­che In­nen­ar­chi­tek­tur und Raum­aus­stat­tung, die Büh­nen- und Kos­tüm­bild­ne­rei, das Ver­an­stal­tungs­ma­nage­ment, Ka­me­ra- oder Ton­tech­nik so­wie Me­di­en­be­ru­fe. Hier gibt es häu­fig sehr vie­le Be­wer­ber für die be­gehr­ten Aus­bil­dungs­plät­ze. Wer sich für die­se Be­ru­fe in­ter­es­siert, ver­sucht am bes­ten, be­reits als Schü­ler zum Bei­spiel im Rah­men von Prak­ti­ka an die Un­ter­neh­men an­zu­do­cken, sagt Ei­ke­mei­er.

Auch je nach Re­gi­on ge­be es deut­li­che Un­ter­schie­de, sagt Ei­ke­mei­er. So gibt es zum Bei­spiel in Nord­rhein-West­fa­len und Ber­lin mehr Be­wer­ber als freie Plät­ze. Sind die Chan­cen auf den Wunsch­be­ruf in der Wunsch­re­gi­on schlecht, ist ei­ne Op­ti­on des­halb, in ein an­de­res Bun­des­land mit mehr frei­en Stel­len zu zie­hen.

Wer be­reits im Au­gust oder Sep­tem­ber mit der Aus­bil­dung star­ten woll­te und jetzt noch kei­ne Lehr­stel­le hat, muss noch nicht auf­ge­ben. "Bis En­de des Jah­res ist ein Ein­stieg in die Aus­bil­dung häu­fig noch mög­lich", sagt Mar­kus Kiss, Re­fe­rats­lei­ter Aus­bil­dungs­po­li­tik beim Deut­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK). Da­nach ha­ben Ju­gend­li­che in vie­len Fäl­len in der Be­rufs­schu­le schon sehr viel Un­ter­richts­stoff ver­passt - und Be­trie­be ste­hen ei­ner Ein­stel­lung im lau­fen­den Aus­bil­dungs­jahr skep­tisch ge­gen­über.

Wer jetzt noch kei­ne Stel­le hat, soll­te da­her un­be­dingt in en­gem Aus­tausch mit sei­nem Be­ra­ter bei der Ar­beits­agen­tur blei­ben. An vie­len Or­ten lau­fen mo­men­tan noch die Nach­ver­mitt­lungs­ak­tio­nen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 3. November 2016

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