Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Pro­gno­se: Min­dest­lohn be­feu­ert Schat­ten­wirt­schaft

Fast vier Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land sol­len vom Min­dest­lohn pro­fi­tie­ren. Ei­ner Pro­gno­se zu­fol­ge be­güns­tigt er aber noch et­was an­de­res: die Schwarz­ar­beit. Die Schat­ten­wirt­schaft dürf­te laut Ex­per­ten da­her 2015 erst­mals seit lan­gem nicht wei­ter zu­rück­ge­hen

04.02.2015. (dpa) - Der seit Ja­nu­ar gel­ten­de Min­dest­lohn er­höht die Schat­ten­wirt­schaft in Deutsch­land ei­ner Stu­die zu­fol­ge in die­sem Jahr um 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro - und ver­hin­dert so erst­mals seit Jah­ren ei­nen wei­te­ren Rück­gang von Schwarz­ar­beit und il­le­ga­ler Be­schäf­ti­gung.

Ihr An­teil am Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) bleibt da­her un­ver­än­dert bei 12,2 Pro­zent, wie aus ei­ner am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten Stu­die des Tü­bin­ger In­sti­tuts für An­ge­wand­te Wirt­schafts­for­schung (IAW) und der Uni­ver­si­tät Linz her­vor­geht.

Dem­nach war der Wert hier­zu­lan­de mit Aus­nah­me des Kri­sen­jahrs 2009 bis­her seit Jah­ren rück­läu­fig.

Ge­werk­schaf­ter war­nen je­doch da­vor, den Mi­ni­mal­lohn zu ver­teu­feln.

"Die ak­tu­el­le Ent­wick­lung ist auch durch den Min­dest­lohn be­dingt", er­klär­te IAW-Di­rek­tor Bern­hard Boock­mann, zu des­sen In­sti­tut als Fir­men­mit­glie­der un­ter an­de­rem der Au­to­bau­er Daim­ler und der Tech­nik­kon­zern Bosch ge­hö­ren. Für sich ge­nom­men hät­ten die ro­bus­te Kon­junk­tur und La­ge auf dem Ar­beits­markt laut der Pro­gno­se für ei­nen Rück­gang der Schat­ten­wirt­schaft ge­sorgt. Mit dem Be­griff wer­den so­wohl Schwarz­ar­beit als auch il­le­ga­le Be­schäf­ti­gung und kri­mi­nel­le Ak­ti­vi­tä­ten wie Heh­le­rei und Be­trug be­zeich­net.

"Über­se­hen wird die star­ke ord­nungs­po­li­ti­sche Funk­ti­on des Min­dest­lohns", be­ton­te al­ler­dings An­ne­lie Bun­ten­bach, Vor­stands­mit­glied des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB) in Ber­lin. "Das Ar­gu­ment Schwarz­ar­beit wird im­mer wie­der miss­braucht, um ge­gen Steu­ern, So­zi­al­ab­ga­ben und hö­he­re Löh­ne zu po­le­mi­sie­ren, da­bei ist der Zu­sam­men­hang kei­nes­falls ein­deu­tig."

Der ge­setz­li­che Min­dest­lohn ist zum neu­en Jahr bun­des­weit ge­star­tet. Nach An­ga­ben des Ar­beits­mi­nis­te­ri­ums sol­len knapp vier Mil­lio­nen Men­schen von der Neu­re­ge­lung pro­fi­tie­ren.

Nach Schät­zung der Ex­per­ten dürf­te tat­säch­lich nur ein ver­gleichs­wei­se klei­ner Teil des Min­dest­lohns durch Schwarz­ar­beit um­gan­gen wer­den. Denn die not­wen­di­gen Lohn­stei­ge­run­gen in den da­für ty­pi­schen Bran­chen lie­gen den Fach­leu­ten zu­fol­ge ins­ge­samt bei et­wa 7 Mil­li­ar­den Eu­ro. Der er­war­te­te An­stieg der Schat­ten­wirt­schaft von 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro durch den Min­dest­lohn ist we­sent­lich ge­rin­ger.

Kri­ti­ker se­hen in ihm den­noch ein "ideo­lo­gi­sches Pres­ti­ge­pro­jekt der SPD". "Der Ein­heits­min­dest­lohn ist ein Son­der­kon­junk­tur­pro­gramm für die Schat­ten­wirt­schaft", er­klär­te et­wa der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche FDP-Lan­des­vor­sit­zen­de Mi­cha­el Theu­rer.

Schwarz ge­ar­bei­tet wird dem IAW zu­fol­ge be­son­ders häu­fig in Gast­stät­ten, Ho­tels so­wie Tei­len der Bau­wirt­schaft. Auch bei per­sön­li­chen Dienst­leis­tun­gen und in der Land­wirt­schaft wer­de ver­gleichs­wei­se häu­fig am Fis­kus vor­bei ver­dient, hieß es.

Mit Blick auf an­de­re Län­der steht die Bun­des­re­pu­blik aber nicht schlecht da: Im Ver­gleich zu an­de­ren OECD-Staa­ten, die sich der De­mo­kra­tie und Markt­wirt­schaft ver­pflich­tet füh­len, liegt Deutsch­land mit sei­ner Schat­ten­wirt­schaft im Mit­tel­feld - ähn­lich wie Frank­reich und skan­di­na­vi­sche Län­der. Düs­te­rer sieht es in den Kri­sen­län­dern Grie­chen­land, Ita­li­en, Por­tu­gal und Spa­ni­en aus. Hier liegt der An­teil der Schat­ten­wirt­schaft am BIP zwi­schen 18 und 22 Pro­zent.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880