Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gramm soll Flücht­lin­ge fit fürs Hand­werk ma­chen

Bund und Hand­werk wol­len die Ein­glie­de­rung von meh­re­ren tau­send Flücht­lin­gen in den Ar­beits­markt vor­an­trei­ben: Pro­ble­ma­tisch könn­te ein noch un­ge­klär­ter Asyl­sta­tus et­li­cher Kan­di­da­ten für ei­ne sol­che Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve sein

06.02.2016. (dpa) - Rund 10.000 jun­ge Flücht­lin­ge sol­len in den nächs­ten bei­den Jah­ren mit ei­nem Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gramm für die Aus­bil­dung im Hand­werk fit ge­macht wer­den.

Die Bun­des­re­gie­rung stellt da­für 20 Mil­lio­nen Eu­ro zur Ver­fü­gung, wie Bil­dungs­mi­nis­te­rin Jo­han­na Wan­ka (CDU) am Frei­tag in Ber­lin er­läu­ter­te.

Ihr Haus ar­bei­te zu die­sem Zweck eng mit der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) und dem Zen­tral­ver­band des Hand­werks (ZdH) zu­sam­men.

Wan­ka be­ton­te: "Ich möch­te, dass in die­sem Pro­gramm jun­ge Frau­en be­son­ders an­ge­spro­chen und auch ge­för­dert wer­den."

Hand­werks­prä­si­dent Hans Pe­ter Woll­sei­fer sag­te, trotz 17.000 of­fe­ner Stel­len in den Hand­werks­be­trie­ben im Vor­jahr wür­den qua­li­fi­zier­te Be­wer­ber be­nö­tigt: "Wir brau­chen kei­ne Schub­kar­ren­schie­ber, wir brau­chen Fach­kräf­te." In den 550 Bil­dungs­stät­ten des Hand­werks könn­ten vie­le Flücht­lin­ge ent­spre­chend vor­be­rei­tet wer­den. Al­ler­dings bräuch­ten die Be­triebs­in­ha­ber "kei­ne zu­sätz­li­chen bü­ro­kra­ti­schen Hür­den und auch kei­ne emo­tio­na­len", et­wa im Fal­le ei­nes nicht ge­klär­ten Asyl­sta­tus.

Auch BA-Chef Frank-Jür­gen Wei­se sag­te, wich­tig sei ei­ne ra­sche Fest­stel­lung die­ses Sta­tus, denn: "Wer nicht an­er­kannt ist, wird nicht ein­ge­stellt." Die Qua­li­fi­zie­rungs­in­itia­ti­ve sieht vor, dass die Bun­des­agen­tur zu­nächst Qua­li­fi­ka­tio­nen und Sprach­kennt­nis­se mit In­ter­views und Pro­be­ar­bei­ten sich­tet, um ei­ne Vor­aus­wahl tref­fen zu kön­nen. Das Mi­nis­te­ri­um be­rei­tet Be­wer­ber in über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dungs­stät­ten vor, spä­ter über­nimmt dann das Hand­werk.

Wei­se er­klär­te, es kön­ne schwie­rig wer­den, ge­ra­de auch im Schrift­li­chen die not­wen­di­gen Sprach­kennt­nis­se zu ver­mit­teln. Zu­dem müs­se den Flücht­lin­gen ver­mit­telt wer­den, wie wert­voll ei­ne Aus­bil­dung im Hand­werk sei, auch wenn sich dort zu­nächst nicht so viel Geld ver­die­nen las­se wie in an­de­ren Jobs. Hand­werks­prä­si­dent Woll­sei­fer hofft, dass die Ab­bre­cher­quo­ten durch die in dem Pro­gramm vor­ge­se­he­ne ge­ziel­te Vor­be­rei­tung auf ei­ne Leh­re ge­drückt wer­den.

Die Qua­li­fi­zie­rungs­in­itia­ti­ve zielt auf Asyl­be­rech­tig­te und an­er­kann­te Flücht­lin­ge, aber auch auf Ge­dul­de­te. Sie soll­ten un­ter 25 Jah­re alt sein und ei­nen In­te­gra­ti­ons­kurs des Bun­des­am­tes für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) so­wie das BA-Pro­gramm "Per­spek­ti­ven für jun­ge Flücht­lin­ge" durch­lau­fen ha­ben. Wan­ka will sich be­mü­hen, die Ar­beits­markt­per­spek­ti­ven für jun­ge Flücht­lin­ge über 21 Jah­ren auch ge­setz­lich zu ver­bes­sern.

Die stell­ver­tre­ten­de DGB-Vor­sit­zen­de El­ke Han­nack kri­ti­sier­te, die Initia­ti­ve grei­fe viel zu kurz. "Für die In­te­gra­ti­on in Aus­bil­dung brau­chen wir kei­ne In­sel­lö­sun­gen für ein­zel­ne Wirt­schafts­zwei­ge." Not­wen­dig sei­en An­ge­bo­te, die Ein­hei­mi­schen und Ge­flüch­te­ten of­fen­ste­hen müs­sen. "Ei­ne Bil­dungs­kon­kur­renz zwi­schen Ein­hei­mi­schen und Flücht­lin­gen dür­fen wir nicht zu­las­sen."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. September 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880