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Re­al­lohn-Zu­wäch­se con­tra Ta­rif­for­de­run­gen der IG Me­tall

Das IW Köln hat hin­sicht­lich der be­vor­ste­hen­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen in der Me­tall­bran­che auf die ho­hen Re­al­lohn-Zu­wäch­se der letz­ten Jah­re hin­ge­wie­sen.
Ansteigendes Diagramm mit Jahreszahlen, Anstieg, Zuwachs

10.10.2017. (dpa/wie) - Am heu­ti­gen Diens­tag be­rät der Vor­stand der Ge­werk­schaft IG Me­tall über die For­de­run­gen für die kom­men­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen in der Me­tall­bran­che. Im Raum ste­hen For­de­run­gen nach Lohn- und Ge­halts­er­hö­hun­gen von sechs Pro­zent.

Be­reits im Ju­ni hat sich die Ge­werk­schaft dar­auf ge­ei­nigt, bes­se­re Ar­beits­zei­ten für die rund 3,9 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten, u.a. in den deut­schen Schlüs­sel­in­dus­tri­en Au­to und Ma­schi­nen­bau, durch­zu­set­zen (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/172 Ge­werk­schafts­kon­fe­renz der IG Me­tall zum The­ma Ar­beits­zeit).

Kri­tik an mög­li­cher­wei­se über­höh­ten For­de­run­gen der Ge­werk­schaft kam Mit­te Sep­tem­ber von Süd­west-Me­tall-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Peer-Mi­cha­el Dick (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/237 Süd­west-Me­tall be­fürch­tet schwe­re Ta­rif­run­de).

Für die Be­trie­be gab es nun Un­ter­stüt­zung vom ar­beit­ge­ber­na­hen In­sti­tut der deut­schen Wirt­schaft (IW) in Köln. Der Deut­schen Pres­se-Agen­tur liegt ei­ne Ana­ly­se vor, in der das IW in Be­zug auf die Ta­rif­dis­kus­sio­nen auf die ho­hen ta­rif­li­chen Re­al­l­ohn­ge­win­ne der zu­rück­lie­gen­den Jah­re hin­weist.

Dem­nach sei­en die Ta­rif­löh­ne von 2008 bis 2016 im Schnitt jähr­lich um 2,7 Pro­zent ge­stie­gen, die Ef­fek­tiv­löh­ne ein­schließ­lich der Son­der­zu­la­gen und Zu­schlä­ge noch um 2,3 Pro­zent. Ab­züg­lich der In­fla­ti­ons­ra­te von 1,1 Pro­zent blie­be ei­ne jähr­li­che Er­hö­hung der Re­al­löh­ne von durch­schnitt­lich 1,2 Pro­zent. Ins­ge­samt sei­en die die Brut­to­stun­den­löh­ne seit dem Jahr 2000 um 39 Pro­zent ge­stie­gen, wäh­rend die all­ge­mei­ne Preis­stei­ge­rung nur knapp 26 Pro­zent zu­ge­nom­men ha­be.

Das ge­werk­schaft­li­che WSI-Wirt­schafts- und So­zi­al­wis­sen­schaft­li­che In­sti­tut der Hans-Böck­ler-Stif­tung pro­gnos­ti­ziert für das lau­fen­de Jahr ei­nen ge­rin­ge­ren Re­al­lohn­zu­wachs von 0,8 Pro­zent. Das lä­ge an der wie­der an­ge­zo­ge­nen In­fla­ti­on in Deutsch­land. Da­mit lä­ge die Bun­des­re­pu­blik al­ler­dings im­mer noch über dem EU-wei­ten Durch­schnitt.


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Letzte Überarbeitung: 10. Oktober 2017

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