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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Arbeitszeit, Lenkzeit
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 6 AZR 374/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 19.11.2009
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 05.09.2007, 86 Ca 8349/07
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 27.02.2008, 24 Sa 2086/07
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


6 AZR 374/08
24 Sa 2086/07
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Ber­lin-Bran­den­burg

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am
19. No­vem­ber 2009

UR­TEIL

Gaßmann, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­onskläge­rin,

pp.

Kläger, Be­ru­fungs­be­klag­ter und Re­vi­si­ons­be­klag­ter,


hat der Sechs­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 19. No­vem­ber 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Fi­scher­mei­er, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Brühler, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Spel­ge so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Hoff­mann und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Jer­chel für Recht er­kannt:
 


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1. Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 27. Fe­bru­ar 2008 - 24 Sa 2086/07 - wird zurück­ge­wie­sen.


2. Die Be­klag­te hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Aus­wir­kung von Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb auf die ta­rif­lich ge­re­gel­te An­rech­nung ei­nes Teils der Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen auf die Ar­beits­zeit.

Der Kläger ist als Bus­fah­rer bei der Be­klag­ten beschäftigt. Auf das Ar­beits­verhält­nis fin­det auf­grund ein­zel­ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­rung seit dem 1. Sep­tem­ber 2005 der Ta­rif­ver­trag zur Re­ge­lung der Ar­beits­be­din­gun­gen bei den Nah­ver­kehrs­be­trie­ben im Land Ber­lin (TV-N Ber­lin) An­wen­dung. Dar­in heißt es ua.:

„§ 9 - Be­son­de­re Ar­beits­be­din­gun­gen bei Ein­satz als Om­ni­bus­fah­rer, U-Bahn­fah­rer, Straßen­bahn­fah­rer und Trieb­fahr­zeugführer


(1) Die Dienst­schicht um­fasst die Ar­beits­zeit, die Pau­sen und Un­ter­bre­chun­gen bei Dienst­tei­lun­gen. Sie kann bis zu 12 St­un­den, bei Dienst­tei­lun­gen bis zu 14 St­un­den be­tra­gen und darf 5 St­un­den nicht un­ter­schrei­ten. Die dienst­planmäßige tägli­che Ar­beits­zeit darf 8 1/2 St­un­den, bei ma­xi­mal 20 % der Diens­te je Tur­nus­art 9 St­un­den in der Dienst­schicht nicht über­stei­gen.


Pro­to­kollerklärung zu Abs. 1:


Zur Ar­beits­zeit zählen ins­be­son­de­re Lenk­zei­ten, Vor­be­rei­tungs-und Ab­schluss­zei­ten so­wie be­trieb­lich ver­an­lass­te We­ge­zei­ten.

(2) Es sind fol­gen­de Pau­sen­re­ge­lun­gen an­zu­wen­den:
 

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1. Block­pau­sen-Re­ge­lung


Gewährung von Pau­sen, de­ren Dau­er min­des­tens 15 zu­sam­menhängen­de Mi­nu­ten um­fasst und die frei von je­der dienst­li­chen Tätig­keit sind. Der 50 Mi­nu­ten über­stei­gen­de An­teil der Ge­samt­dau­er der Block­pau­sen je Dienst wird in die Ar­beits­zeit ein­ge­rech­net.

2. Sechs­tel-Re­ge­lung

Die nach dem Ar­beits­zeit­ge­setz oder nach der Fahr­per­so­nal­ver­ord­nung zu gewähren­de Pau­se kann durch Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen ab­ge­gol­ten wer­den, wenn de­ren Ge­samt­dau­er min­des­tens ein Sechs­tel der im Dienst- und Fahr­plan vor­ge­se­he­nen Lenk­zeit beträgt. Im Fahr­plan aus­ge­wie­se­ne Hal­te­zei­ten zur An­schluss­si­che­rung gel­ten nicht als Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen. Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen un­ter acht Mi­nu­ten wer­den bei der Be­rech­nung der Ge­samt­dau­er nicht berück­sich­tigt, wo­bei die Ge­samt­dau­er min­des­tens die Dau­er der ge­setz­lich vor-ge­schrie­be­nen Ru­he­pau­sen er­rei­chen muss.


So­fern bei Om­ni­bus­fah­rern Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen von we­ni­ger als zehn Mi­nu­ten berück­sich­tigt wer­den, soll­te der ent­spre­chen­de Dienst we­nigs­tens ei­ne Lenk­zeit­un­ter­bre­chung von min­des­tens 15 Mi­nu­ten Dau­er ent­hal­ten.


Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen wer­den bis zur Dau­er von 10 Mi­nu­ten in die Ar­beits­zeit ein­ge­rech­net. Die Sum­me der An­tei­le der Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen, die größer als 10 Mi­nu­ten sind, zu­sam­men je­doch höchs­tens 50 Mi­nu­ten, wer­den nicht in die Ar­beits­zeit ein­ge­rech­net. Die hier­nach un­be­zahlt blei­ben­den Lenk­zeit­un­ter­bre­chungs­an­tei­le wer­den grundsätz­lich vor der Ab­fahrt von der End­stel­le gewährt.

In­ner­halb ei­nes Diens­tes darf nur ei­ne der ge­nann­ten Pau­sen­re­ge­lun­gen zur An­wen­dung kom­men.

...

(5) Für die Vor­be­rei­tungs- und Ab­schluss­zei­ten wird die not­wen­di­ge Zeit in die Ar­beits­zeit ein­ge­rech­net und im Dienst­plan aus­ge­wie­sen.

...

(8) Für Über­schrei­tun­gen der dienst­planmäßigen tägli­chen Ar­beits­zeit in­fol­ge von Fahr­zeug­ver­spätun­gen erhält der Ar­beit­neh­mer ei­ne ent­spre­chen­de Gut­schrift auf dem Kurz­zeit­kon­to (§ 10 Abs. 4).
 


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§ 10 - Ar­beits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung

...

(4) Für al­le Ar­beit­neh­mer wird ein Ar­beits­zeit­kon­to (Kurz­zeit­kon­to) ein­ge­rich­tet. Das Kurz­zeit­kon­to ist ein Ar­beit­neh­mer-Kon­to, auf dem Ab­wei­chun­gen der tatsächlich ge­leis­te­ten Ar­beits­zeit von der re­gelmäßigen wöchent­li­chen Ar­beits­zeit bzw. dienst­planmäßigen Ar­beits­zeit mit dem Ziel sal­diert wer­den, die­se fort­lau­fend zurück­zuführen. Das Kurz­zeit­kon­to ist höchs­tens mit ei­nem Zeit­gut­ha­ben von 78 St­un­den bzw. mit ei­ner Zeit­schuld von bis zu 78 St­un­den zu führen.


Das Kurz­zeit­kon­to ist je­weils spätes­tens nach ei­nem Zeit­raum von ei­nem Jahr aus­zu­glei­chen.

(5) Auf das Kurz­zeit­kon­to können auf Wunsch des Ar­beit­neh­mers u.a. ge­bucht wer­den:

...

c) Zeit­gut­schrif­ten für Fahr­zeug­ver­spätun­gen (§ 9 Abs. 8) bzw. Dienst an frei­en Ta­gen (§ 9 Abs. 9),
...


...“

Gem. § 11 Nr. 13.2.3 der bei der Be­klag­ten gel­ten­den Be­triebs­ord­nung Kraft­ver­kehr müssen die Bus­fah­rer der Be­klag­ten nach Ein­tref­fen an der Be­triebs­hal­te­stel­le (End­hal­te­stel­le) die An­kunfts- und Ab­fahrts­zeit im Fahrt­be­richt ein­tra­gen, die Fest­stell­brem­se betäti­gen so­wie die Be­schil­de­rung für die nächs­te Fahrt vor­neh­men. Bei Hal­te­zei­ten über zwei Mi­nu­ten müssen sie zusätz­lich wei­te­re Auf­ga­ben erfüllen, ins­be­son­de­re Ver­schmut­zun­gen, Beschädi­gun­gen und Fund­sa­chen fest­stel­len, das Fahr­zeug von Grob­schmutz säubern so­wie ggf. Ein­stie­ge bzw. Aus­stie­ge ab­fe­gen.


Zwi­schen dem 21. Ja­nu­ar 2007 und dem 19. April 2007 verlänger­ten sich die im Dienst­plan für den Kläger vor­ge­se­he­nen Lenk­zei­ten auf­grund von Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb um ins­ge­samt 223 Mi­nu­ten. Für die­se dem Um­fang nach un­strei­ti­gen Zei­ten be­gehrt der Kläger ei­ne Gut­schrift auf dem für ihn geführ­ten Kurz­zeit­kon­to.


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Der Kläger hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, bei Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb sei die Lenk­zeit­un­ter­bre­chung erst ab Ein­tref­fen an der vor­ge­se­he­nen Hal­te­stel­le zu berück­sich­ti­gen. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin stel­le auf die Ist- und nicht die Soll-An­kunfts­zeit ab.


Der Kläger hat be­an­tragt 


fest­zu­stel­len, dass er im Zeit­raum vom 21. Ja­nu­ar 2007 bis 19. April 2007 223 Mi­nu­ten Ar­beits­zeit über die dienst-planmäßige Ar­beits­zeit hin­aus ge­leis­tet hat, für die er An­spruch auf Zeit­gut­schrift auf dem Kurz­zeit­kon­to hat.

Die Be­klag­te hat zur Be­gründung ih­res Klag­ab­wei­sungs­an­trags vor­ge­tra­gen, für die An­rech­nung der Lenk­zeit als Ar­beits­zeit sei al­lein die dienst-planmäßig ein­ge­plan­te Lenk­zeit­un­ter­bre­chung maßgeb­lich. Dass er­ge­be sich aus dem Zu­sam­men­hang mit der Sechs­tel-Re­ge­lung für die Gewährung von Pau­sen in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 1 TV-N Ber­lin. Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en hätten ei­ne Pau­sen­re­ge­lung tref­fen wol­len, nicht aber ei­ne Re­ge­lung über die Vergütung ge­plan­ter, an sich ar­beits­frei­er Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen. Die Ta­rif­be­stim­mung über die An­er­ken­nung der ers­ten zehn Mi­nu­ten ei­ner Lenk­zeit­un­ter­bre­chung als Ar­beits­zeit sei als Pau­scha­li­sie­rung für even­tu­el­le Ver­spätun­gen oder Ar­bei­ten nach An­kunft an der Hal­te­stel­le bis zu zehn Mi­nu­ten ge­dacht. Sie de­cke Ver­spätun­gen vergütungs­recht­lich ab. Dies er­ge­be sich aus der Ta­rif­ge­schich­te. Die vom Kläger ver­tre­te­ne Auf­fas­sung führe zu ei­ner dop­pel­ten Be­zah­lung der Lenk­zeit­un­ter­bre­chung. Die­se Aus­le­gung sei auch we­sent­lich prak­ti­ka­bler, da sie nicht zu ei­ner Spitz­ab­rech­nung der Ver­spätungs­zei­ten führe.

Die Vor­in­stan­zen ha­ben der Kla­ge statt­ge­ge­ben.

Ent­schei­dungs­gründe


Die Re­vi­si­on ist un­be­gründet. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat dem Kläger zu Recht ei­nen An­spruch auf Zeit­gut­schrift auf dem von der Be­klag­ten ge-
 


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führ­ten Kurz­zeit­kon­to für die Verlänge­rung der im Dienst­plan vor­ge­se­he­nen Lenk­zei­ten auf­grund von Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb zu­er­kannt.

I. Die Fest­stel­lungs­kla­ge ist zulässig. Die Be­klag­te führt für den Kläger ein Zeit­kon­to, auf dem die be­gehr­te Gut­schrift noch er­fol­gen kann (Se­nat 22. Ja­nu­ar 2009 - 6 AZR 78/08 - EzA BGB 2002 § 616 Nr. 1).

II. Die Kla­ge ist be­gründet. Die An­rech­nung der ers­ten zehn Mi­nu­ten ei­ner Lenk­zeit­un­ter­bre­chung auf die Ar­beits­zeit gem. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin be­ginnt erst mit der Be­en­di­gung der tatsächli­chen Lenktätig­keit. Der Kläger hat des­halb An­spruch auf ei­ne Zeit­gut­schrift von 223 Mi­nu­ten auf sein Kurz­zeit­kon­to gem. § 9 Abs. 8 iVm. § 10 Abs. 4 TV-N Ber­lin we­gen der Verkürzung der ein­ge­plan­ten Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen in­fol­ge von Ver­spätun­gen der von ihm ge­fah­re­nen Bus­se zwi­schen dem 21. Ja­nu­ar 2007 und dem 19. April 2007.

1. In § 9 Abs. 2 Ziff. 1 und 2 TV-N Ber­lin ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en, wie sich aus dem Ein­lei­tungs­satz und dem Schluss­satz die­ses Ab­sat­zes er­gibt, Pau­sen­re­ge­lun­gen ge­trof­fen. Gem. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin sind Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen bis zur Dau­er von zehn Mi­nu­ten in die Ar­beits­zeit ein­zu­rech­nen. Un­ge­ach­tet ih­rer Ein­bet­tung in ei­ne ar­beits­schutz­recht­li­che Re­ge­lung be­trifft die­se Ta­rif­norm die Vergütung; da­nach sind die ge­nann­ten Zei­ten als Ar­beits­zeit zu vergüten (Se­nat 17. Ju­li 2008 - 6 AZR 602/07 - Rn. 19, AP BMT-G-O § 4 Nr. 1).


2. Mit der Re­ge­lung in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 TV-N Ber­lin ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en an § 1 Abs. 3 Ziff. 2 der Ver­ord­nung zur Durchführung des Fahr­per­so­nal­ge­set­zes (Fahr­per­so­nal­ver­ord­nung - FPersV) in der bei Ab­schluss des TV-N Ber­lin am 31. Au­gust 2005 maßgeb­li­chen Fas­sung vom 27. Ju­ni 2005 an­ge­knüpft. Da­nach wa­ren für Fah­rer von Kraf­tom­ni­bus­sen im Li­ni­en­ver­kehr im Nah­ver­kehr un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen in Ab­wei­chung von Art. 7 der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 3820/85 als Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen auch Ar­beits­un­ter­bre­chun­gen aus­rei­chend. In § 1 Abs. 3 Ziff. 2 der FPersV in der nun­mehr maßgeb­li­chen Fas­sung vom 22. Ja­nu­ar 2008 sind le­dig­lich re­dak­tio­nel­le Ände-

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run­gen er­folgt. Ins­be­son­de­re ist der Be­griff „Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen“ durch die Be­zeich­nung „Fahrt­un­ter­bre­chun­gen“ er­setzt wor­den.

Der Be­griff „Lenk­zeit­un­ter­bre­chung“ ist da­mit den ein­schlägi­gen eu­ro­pa­recht­li­chen und na­tio­nal­staat­li­chen Ar­beits­schutz­re­ge­lun­gen ent­nom­men. Ver­wen­den Ta­rif­ver­trags­par­tei­en ei­nen Be­griff der Rechts­ter­mi­no­lo­gie mit ei­ner be­stimm­ten vor­ge­ge­be­nen Be­deu­tung, ist da­von aus­zu­ge­hen, dass sie ihn in sei­ner all­ge­mein gülti­gen Be­deu­tung an­ge­wen­det wis­sen wol­len, wenn sich dem Ta­rif­ver­trag nichts an­de­res ent­neh­men lässt (Se­nat 20. Mai 1999 - 6 AZR 451/97 - BA­GE 91, 358, 363). Un­ter ei­ner „Lenk­zeit­un­ter­bre­chung“ ist dem­nach eben­so wie un­ter der nun­mehr in Art. 7 der Ver­ord­nung Nr. 561/2006/EG und in § 1 Abs. 3 FPersV ver­wen­de­ten Be­zeich­nung „Fahrt­un­ter­bre­chung“ ein Zeit­raum zu ver­ste­hen, in dem der Bus­fah­rer kei­ne Fahrtätig­keit aus­zuüben und kei­ne an­de­ren Ar­bei­ten aus­zuführen hat, son­dern den er aus­sch­ließlich zur Er­ho­lung nut­zen kann (vgl. Art. 4 Buchst. d der Ver­ord­nung (EG) Nr. 561/2006 des Eu­ropäischen Par­la­ments und des Ra­tes vom 15. März 2006 zur Har­mo­ni­sie­rung be­stimm­ter So­zi­al­vor­schrif­ten im Straßen­ver­kehr und zur Ände­rung der Ver­ord­nun­gen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Ra­tes so­wie zur Auf­he­bung der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 3820/85 des Ra­tes [ABl. EU Nr. L 102 vom 11. April 2006 S. 1]; BAG 18. No­vem­ber 2008 - 9 AZR 737/07 - Rn. 13, AP Arb­ZG § 2 Nr. 3 = EzA EG-Ver­trag 1999 Ver­ord­nung 561/2006 Nr. 1).


3. Von die­sem all­ge­mei­nen ju­ris­ti­schen Be­griffs­verständ­nis aus­ge­hend ist die Re­ge­lung in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin aus­zu­le­gen.


a) Der Ar­beit­ge­ber kann sei­ne Ver­pflich­tung zur Gewährung von Pau­sen gem. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 1 TV-N Ber­lin auch durch Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen erfüllen. Das setzt vor­aus, dass es sich um Lenk­zeit- bzw. Fahrt­un­ter­bre­chun­gen im ar­beits­schutz­recht­li­chen Sin­ne han­delt, der Bus­fah­rer sich al­so während die­ser Zei­ten nicht für Ar­beits­leis­tun­gen be­reit­hal­ten oder ar­bei­ten muss (vgl. Se­nat 17. Ju­li 2008 - 6 AZR 602/07 - Rn. 22, AP BMT-G-O § 4 Nr. 1).
 


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b) Un­strei­tig müssen die Bus­fah­rer der Be­klag­ten nach § 11 Nr. 13.2.3 der Be­triebs­ord­nung Kraft­ver­kehr nach Ein­tref­fen an der Be­triebs­hal­te­stel­le (End­hal­te­stel­le) noch Ar­bei­ten ver­rich­ten, ins­be­son­de­re die An­kunfts- und Ab­fahrts­zeit im Fahrt­be­richt ein­tra­gen und die Fest­stell­brem­se betäti­gen. Bei Hal­te­zei­ten über zwei Mi­nu­ten ist ein Durch­gang durch den Bus er­for­der­lich, in des­sen Fol­ge even­tu­ell Fund­sa­chen fest­zu­stel­len so­wie Ver­schmut­zun­gen und Beschädi­gun­gen fest­zu­stel­len bzw. zu be­sei­ti­gen sind. Da­mit sind die Bus­fah­rer der Be­klag­ten je­den­falls un­mit­tel­bar nach Er­rei­chen der End­hal­te­stel­le nicht vollständig von der Ar­beits­leis­tung be­freit. Die­se Zeit ist da­her kei­ne Fahrt­un­ter­bre­chung in Sin­ne der ein­schlägi­gen ar­beits­schutz­recht­li­chen Be­stim­mun­gen und kann die nach die­sen Be­stim­mun­gen zu er­tei­len­den Fahrt­un­ter­bre­chun­gen nicht er­set­zen (vgl. Se­nat 17. Ju­li 2008 - 6 AZR 602/07 - Rn. 24, AP BMT-G-O § 4 Nr. 1; BAG 29. Ok­to­ber 2002 - 1 AZR 603/01 - BA­GE 103, 197, 201). Bei Be­ginn der Lenk­zeit­un­ter­bre­chung iSv. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin steht noch nicht fest, wann der Bus­fah­rer kei­ner­lei Ar­beits­leis­tung mehr zu er­brin­gen hat, wann al­so die Lenk­zeit- bzw. Fahrt­un­ter­bre­chung im ar­beits­schutz­recht­li­chen Sin­ne tatsächlich be­ginnt und da­mit die Pau­se nach § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 1 Satz 1 TV-N Ber­lin ab­ge­gol­ten wird. Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en ha­ben des­halb mit der Re­ge­lung in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin pau­scha­li­sie­rend fest­ge­legt, dass die ers­ten Mi­nu­ten ei­ner Lenk­zeit­un­ter­bre­chung bis zur Ma­xi­mal­dau­er von zehn Mi­nu­ten (noch) in die Ar­beits­zeit ein­zu­rech­nen sind.

c) Aus dem so ver­stan­de­nen Wort­laut und Zweck der Re­ge­lung in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin er­gibt sich, dass bei ver­späte­ter An­kunft des Bus­fah­rers an der für ei­ne Lenk­zeit­un­ter­bre­chung im ta­rif­li­chen Sin­ne vor­ge­se­he­nen Hal­te­stel­le die ers­ten Mi­nu­ten nach tatsäch­li­cher Be­en­di­gung der Lenktätig­keit bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von zehn Mi­nu­ten in die Ar­beits­zeit ein­zu­rech­nen sind.

Die Be­klag­te will Lenk­zei­ten, die in Ab­wei­chung vom Dienst­plan auf­grund von Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb er­for­der­lich wer­den, als Lenk­zeit­un­ter­bre­chung iSv. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin wer­ten. Fahr-

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tätig­keit während ei­ner Ver­spätung ist je­doch ge­ra­de das Ge­gen­teil ei­ner Lenk­zeit­un­ter­bre­chung im ar­beits­schutz­recht­li­chen Sin­ne. Mit der Ver­wen­dung des fest­ste­hen­den Be­griffs der „Lenk­zeit­un­ter­bre­chung“ ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en zum Aus­druck ge­bracht, dass sich die im Dienst­plan vor­ge­se­he­nen Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen bei Ver­spätun­gen ent­spre­chend verkürzen und die An­rech­nung der ers­ten zehn Mi­nu­ten die­ser Un­ter­bre­chung auf die Ar­beits­zeit erst mit Be­en­di­gung der tatsächli­chen Lenktätig­keit be­gin­nen kann.

d) Der von der Be­klag­ten be­haup­te­te Wil­le der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en, durch die zehn­minüti­ge Pau­scha­le in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin auch Ver­spätun­gen pau­scha­li­sie­rend auf­zu­fan­gen, hat im TV-N Ber­lin kei­nen Nie­der­schlag ge­fun­den.

Aus § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin folgt auch in der Zu­sam­men­schau mit § 9 Abs. 8 TV-N Ber­lin nicht, dass ei­ne Gut­schrift auf das Kurz­zeit­kon­to erst dann er­folgt, wenn am En­de der Dienst­schicht in­fol­ge von Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb die dienst­planmäßige Ar­beits­zeit ein­sch­ließlich der ein­ge­plan­ten Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen über­schrit­ten ist. Zwar ist, wor­auf die Be­klag­te zu Recht hin­weist, je­de ein­ge­plan­te Lenk­zeit­un­ter­bre­chung iSv. § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin im Dienst­plan mit ma­xi­mal zehn Mi­nu­ten als be­zahl­te Ar­beits­zeit berück­sich­tigt. In­so­weit ist sie Be­stand­teil der dienst­planmäßigen tägli­chen Ar­beits­zeit. Dar­aus folgt aber nicht, dass die dienst­planmäßige Ar­beits­zeit erst dann über­schrit­ten und dem Fah­rer ei­ne Gut­schrift nach § 9 Abs. 8 TV-N Ber­lin zu er­tei­len ist, wenn die ein­zel­ne Ver­spätung mehr als zehn Mi­nu­ten beträgt, die ein­ge­plan­te Lenk­zeit­un­ter­bre­chung al­so be­reits durch die Ver­spätung voll „auf­ge­zehrt“ ist. Aus § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin er­gibt sich auf­grund der von den Ta­rif­ver­trags­par­tei­en ver­wen­de­ten Be­griff­lich­kei­ten und der be­trieb­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten viel­mehr im Ge­gen­teil, wie aus­geführt, ihr Wil­le, die ers­ten zehn Mi­nu­ten ei­ner im Dienst­plan berück­sich­tig­ten Lenk­zeit­un­ter­bre­chung erst mit Be­en­di­gung der tatsächli­chen Lenktätig­keit be­gin­nen zu las­sen.
 


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Ver­spätun­gen im Bus­be­trieb fal­len al­so in die Ri­si­ko­sphäre der Be­klag­ten. Dies bestätigt die Ent­ste­hungs­ge­schich­te des Ta­rif­ver­trags. Nach dem von der Be­klag­ten vor­ge­leg­ten Son­die­rungs­er­geb­nis mit Stand vom 23. Mai 2003 soll­te zunächst bei Über­schrei­tun­gen der dienst­planmäßigen tägli­chen Ar­beits­zeit in­fol­ge von Fahr­zeug­ver­spätun­gen bis zu 15 Mi­nu­ten kei­ne An­rech­nung auf die Ar­beits­zeit er­fol­gen und erst bei ei­ner Fahr­zeug­ver­spätung von mehr als 15 Mi­nu­ten bis zu ei­ner hal­ben St­un­de und für je­de wei­te­re an­ge­fan­ge­ne hal­be St­un­de ei­ne hal­be St­un­de dem Kurz­zeit­kon­to gut-ge­schrie­ben wer­den. Wenn nun­mehr in § 9 Abs. 8 TV-N Ber­lin un­ein­ge­schränkt ge­re­gelt ist, dass (sämt­li­che) Über­schrei­tun­gen der dienst­planmäßigen tägli­chen Ar­beits­zeit in­fol­ge von Fahr­zeug­ver­spätun­gen als Ar­beits­zeit zu wer­ten und dem Kurz­zeit­kon­to gut­zu­schrei­ben sind, folgt dar­aus, dass es der Be­klag­ten ge­ra­de nicht ge­lun­gen ist, ih­ren Wunsch nach ei­ner Ver­la­ge­rung des aus ge­ringfügi­gen Ver­spätun­gen fol­gen­den Vergütungs­ri­si­kos auf die Ar­beit­neh­mer durch­zu­set­zen. Ei­ne der­ar­ti­ge Ver­la­ge­rung des Vergütungs­ri­si­kos kann des­halb auch nicht ge­gen den Wort­laut des Ta­rif­ver­trags in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin hin­ein­ge­le­sen wer­den. Träfe die Auf­fas­sung der Be­klag­ten zu, müss­te § 9 Abs. 8 TV-N Ber­lin et­wa lau­ten „Für Über­schrei­tun­gen der dienst­planmäßigen tägli­chen Ar­beits­zeit in­fol­ge von Fahr­zeug­ver­spätun­gen, die die nach § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 ein­ge­plan­te Zeit über­stei­gen, erhält der Ar­beit­neh­mer ei­ne ent­spre­chen­de Gut­schrift auf dem Kurz­zeit­kon­to“.


Die Be­klag­te mag bei den Ta­rif­ver­trags­ver­hand­lun­gen die sub­jek­ti­ve Vor­stel­lung ge­habt ha­ben, mit der Re­ge­lung in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 Un­terabs. 3 Satz 1 TV-N Ber­lin auch Ver­spätun­gen im Ma­xi­mal­um­fang von zehn Mi­nu­ten auf­zu­fan­gen. Sub­jek­ti­ve Vor­stel­lun­gen der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en sind je­doch bei der Ta­rif­ver­trags­aus­le­gung, die grundsätz­lich ob­jek­tiv zu er­fol­gen hat (Se­nat 5. Fe­bru­ar 2009 - 6 AZR 114/08 - Rn. 23, EzTöD 100 TVöD-AT § 8 Ruf­be­reit­schafts­ent­gelt Nr. 5), nur zu berück­sich­ti­gen, wenn die­se im Ta­rif­wort­laut Nie­der­schlag ge­fun­den ha­ben (st. Rspr., vgl. nur BAG 23. Fe­bru­ar 1994 - 4 AZR 224/93 - AP TVG § 1 Ta­rif­verträge: Kir­chen Nr. 2 = Ez­BAT BAT §§ 22, 23 F.2 Er­zie­hungs­dienst VergGr. IV b Nr. 2). Dies ist hier nicht der Fall.
 


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4. Für die Aus­le­gung der Be­klag­ten spricht auch nicht, dass die Re­ge­lung in § 9 Abs. 2 Ziff. 2 TV-N Ber­lin grundsätz­lich und da­mit auch in Un­terabs. 3 Satz 1 von den im Dienst­plan vor­ge­se­he­nen Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen aus­geht. Bei Ver­spätun­gen kann dies da­zu führen, dass Pau­sen nicht mehr in der er­for­der­li­chen Dau­er gewährt wer­den können und des­halb ei­ne Pau­sen­ablösung er­for­der­lich wird, wie es die Be­klag­te in der Dienst­an­wei­sung „Gewährung von un­be­zahl­ten An­tei­len der Lenk­zeit­un­ter­bre­chung laut TV-N“ ge­re­gelt hat. Dies ändert je­doch nichts dar­an, dass die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en durch die Ver­wen­dung des fest­ste­hen­den Be­griffs der „Lenk­zeit­un­ter­bre­chung“ zum Aus­druck ge­bracht ha­ben, dass die An­rech­nung der ers­ten Mi­nu­ten ei­ner ein­ge­plan­ten Lenk­zeit­un­ter­bre­chung auf die Ar­beits­zeit nicht für Zei­ten ei­ner Lenktätig­keit er­fol­gen soll. Dar­aus folgt zwin­gend, dass die­se Be­stim­mung bei Ver­spätun­gen erst mit Still­stand des Fahr­zeu­ges Wir­kung ent­fal­tet, die im Dienst­plan vor­ge­se­he­ne Lenk­zeit­un­ter­bre­chung sich bei Ver­spätun­gen al­so um die Dau­er der Ver­spätung verkürzt.

5. Vor­ste­hen­der Aus­le­gung kann auch nicht mit dem Ar­gu­ment der Be­klag­ten be­geg­net wer­den, da­nach wer­de im Ver­spätungs­fall die in den Dienst­plan ein­ge­plan­te zehn­minüti­ge Lenk­zeit­un­ter­bre­chung dop­pelt als Ar­beits­zeit berück­sich­tigt. Tatsächlich wird die­se Zeit nur ein­mal, nun­mehr je­doch als tatsächli­che Ar­beits­zeit, vergütet. Dar­an schließen sich wei­te­re ma­xi­mal zehn Mi­nu­ten be­zahl­ter Ar­beits­zeit an, die zunächst von der Be­klag­ten als (un­be­zahl­te) Fahrt­un­ter­bre­chung ein­ge­plant wor­den sind. Die Ar­gu­men­ta­ti­on der Be­klag­ten geht von ih­rer An­nah­me aus, dass die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en das Ri­si­ko der Ver­spätung den Ar­beit­neh­mern auf­er­legt ha­ben und die Be­klag­te nur die ers­ten zehn Mi­nu­ten ei­ner ge­plan­ten Lenk­zeit­un­ter­bre­chung zu vergüten hat. Die­se An­nah­me ist - wie aus­geführt - un­zu­tref­fend.

III. Der Kläger ver­langt le­dig­lich für die ers­ten zehn Mi­nu­ten ei­ner ver­spätet be­gon­ne­nen Lenk­zeit­un­ter­bre­chung de­ren Berück­sich­ti­gung als Ar­beits­zeit. Auf die­ser Grund­la­ge ist die Kla­ge­for­de­rung der Höhe nach un­strei­tig. So­weit der Kläger für ein­zel­ne Ta­ge vergütungs­pflich­ti­ge Zei­ten von mehr als zehn Mi­nu­ten
 


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gel­tend macht, han­delt es sich um die Ad­di­ti­on meh­re­rer Ver­spätun­gen an ei­nem Tag.

IV. Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. 


Fi­scher­mei­er 

Brühler 

Spel­ge

Jer­chel 

Hoff­mann

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