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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Betriebsrat: Beratungskosten, Betriebsänderung, Einigungsstelle
   
Gericht: Landesarbeitsgericht München
Akten­zeichen: 2 TaBV 121/09
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 24.06.2010
   
Leit­sätze:

Nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le für ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich kann der Be­triebs­rat ei­nen Be­ra­ter nicht mehr nach § 111 S. 2 Be­trVG hin­zu­zie­hen. Hierfür ist viel­mehr ei­ne Ver­ein­ba­rung mit dem Ar­beit­ge­ber er­for­der­lich (§ 80 Abs. 3 Be­trVG).

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht München, Urteil vom 11.11.2009, 34 BV 53/09
   

2 TaBV 121/09

34 BV 53/09

(ArbG München)

 

Verkündet am:

24.06.2010


Sou­li
Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le


Lan­des­ar­beits­ge­richt München


Im Na­men des Vol­kes


BESCHLUSS


In dem Be­schluss­ver­fah­ren

 

mit den Be­tei­lig­ten


1. A.
A-Straße, A-Stadt


- An­trag­stel­ler und Be­tei­lig­ter zu 1 und Be­schwer­deführer -


Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te:
Rechts­anwälte B.

B-Straße, B-Stadt


2. Fir­ma C.
C-Straße, C-heim


- Be­tei­lig­te zu 2 -


Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te:
Rechts­anwälte D.

D-Straße, B-Stadt

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hat die 2. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts München auf Grund der münd­li­chen Anhörung vom 10. Ju­ni 2010 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Waitz und die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Prei­bisch und Schild


für Recht er­kannt:


1. Die Be­schwer­de des Ge­samt­be­triebs­rats ge­gen den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts München vom 11.11.2009 – 34 BV 53/09 – wird zurück­ge­wie­sen.


2. Die Rechts­be­schwer­de wird zu­ge­las­sen.


Gründe:


I.


Die Be­tei­lig­ten strei­ten über die Ver­pflich­tung der Ar­beit­ge­be­rin (Be­tei­lig­te zu 2), den bei ihr ge­bil­de­ten Ge­samt­be­triebs­rat (An­trag­stel­ler) von Be­ra­ter­kos­ten frei­zu­stel­len.


Die Ar­beit­ge­be­rin un­ter­rich­te­te den Wirt­schafts­aus­schuss am 27.5.2008 über ein Kon­zept zur Kos­ten­ein­spa­rung und ei­ne für Ok­to­ber 2008 ge­plan­te Be­triebsände­rung. Am 11.6.2008 in­for­mier­te der da­ma­li­ge Geschäftsführer den An­trag­stel­ler mit ei­ner 70 Sei­ten um­fas­sen­den Power-Point-Präsen­ta­ti­on (Bl. 78 ff d.A.) über den Um­fang und die Fol­gen der ge­plan­ten Be­triebsände­rung. In der Fol­ge­zeit ver­wei­ger­te der An­trag­stel­ler die Auf­nah­me von Ver­hand­lun­gen über die ge­plan­te Be­triebsände­rung und mach­te ei­ne Ter-mins­ver­ein­ba­rung von der Über­mitt­lung ei­nes de­tail­lier­ten In­ter­es­sen­aus­gleichs­ent­wurfs abhängig. Dar­auf­hin leg­te die Ar­beit­ge­be­rin am 17.7.2008 dem An­trag­stel­ler ei­nen ers­ten Ent­wurf ei­nes In­ter­es­sen­aus­gleichs vor (Bl. 16 ff d.A.).

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Der An­trag­stel­ler fass­te in sei­ner Sit­zung vom 23.7.2008 fol­gen­den Be­schluss (s. Pro­to­koll Bl. 26 d.A.):


2.3. Be­schluss­fas­sung: Be­ra­ter auf der Ba­sis § 111 Be­trVG und § 92 a

Der GBR be­sch­ließt, das pp., Köln, als Be­ra­ter im Sin­ne des § 111 Be­trVG und des § 92 a zur Un­terstützung des GBRs bei der Be­ra­tung der AGin und zur Er­ar­bei­tung al­ter­na­ti­ver Vor­schläge zur Kos­ten­ein­spa­rung und Ef­fi­zi­enz-stei­ge­rung im Zu­sam­men­hang mit den von der AGin vor­ge­stell­ten Maßnah­men hin­zu­zu­zie­hen. Ein­ver­neh­men ist nicht her­zu­stel­len. Der GBR setzt die AGin über die­sen Be­schluss in Kennt­nis und er­bit­tet die Zu­sa­ge zur Kos­tenüber­nah­me.


(Rechts­mei­nung bei RA S. ein­ge­holt: ′§ 92 a hält § 111 nicht auf′)


Mit ei­ner E-Mail vom 29.7.2008 (Bl. 272 d.A.) in­for­mier­te die Vor­sit­zen­de des Ge­samt­be­triebs­rats das pp. über die­sen Be­schluss so­wie darüber, dass ei­ne Kos­tenüber­nah­me­erklärung der Ar­beit­ge­be­rin noch nicht er­teilt sei. Sie bat dar­um, dem Ge­samt­be­triebs­rat in­so­weit ent­ge­gen zu kom­men, dass zwei Ter­mi­ne im Au­gust re­ser­viert wer­den.

Eben­falls mit E-Mail vom 29.7.2008 (Bl. 118 d.A.) in­for­mier­te der An­trag­stel­ler die Ar­beit­ge­be­rin von sei­nem Be­schluss vom 23.7.2008 und teil­te mit, das pp. wer­de nach Vor­lie­gen der Kos­tenüber­nah­me­erklärung ein schrift­li­ches An­ge­bot ein­rei­chen. Ein sol­ches An­ge­bot über ei­ne be­triebs­wirt­schaft­li­che Be­ra­tung er­stell­te das pp. am 6.8.2008 (Bl. 30 ff d.A.). Der An­trag­stel­ler lei­te­te das An­ge­bot mit E-Mail vom 7.8.2008 an die Ar­beit­ge­be­rin wei­ter mit der Bit­te um ei­ne Kos­tenüber­nah­me­erklärung (Bl. 28 f d.A.). Die Ar­beit­ge­be­rin lehn­te die Kos­tenüber­nah­me ab.


Am 12.8.2008 be­an­trag­te sie beim Ar­beits­ge­richt die Ein­set­zung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le zum Ab­schluss ei­nes In­ter­es­sen­aus­gleichs für die be­ab­sich­tig­te Be­triebsände­rung mit dem Ar­gu­ment, die Ver­hand­lun­gen mit dem Ge­samt­be­triebs­rat über den In­ter­es­sen­aus­gleich sei­en ge­schei­tert, da die­ser sich seit knapp zwei Mo­na­ten wei­ge­re, ei­nen Ter­min zur Be­ra­tung mit der Ar­beit­ge­be­rin zu ver­ein­ba­ren.

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Am 19.8.2008 teil­te der An­trag­stel­ler der Ar­beit­ge­be­rin er­neut sei­nen am 23.7.2008 ge­fass­ten Be­schluss mit und erklärte, dass er das pp. nun­mehr auf­ge­for­dert ha­be, un­verzüglich als Be­ra­ter gemäß § 111 Be­trVG tätig zu wer­den (Bl. 36 d.A.).


Mit Be­schluss vom 17.9.2008 setz­te das Ar­beits­ge­richt die von der Ar­beit­ge­be­rin be­an¬trag­te Ei­ni­gungs­stel­le ein (Bl. 134 ff d.A.). Am 19.9.2008 er­teil­te die Vor­sit­zen­de des Ge­samt­be­triebs­rats dem pp. wie von die­sem gewünscht ei­nen Auf­trag in schrift­li­cher Form und be­zog sich auf den Be­schluss vom 23.7.2008 so­wie auf das An­ge­bot des pp.s vom 6.8.2008 (Bl. 27 d.A.). Am 9.10.2008 ver­ein­bar­te ein Mit­ar­bei­ter des pp.s mit dem Geschäftsführer der Ar­beit­ge­be­rin ei­nen Gesprächs­ter­min. Vom 29.10. bis 4.11.2008 führ­ten Mit­ar­bei­ter des pp.s nach vor­he­ri­ger Ter­mins­ab­spra­che mit ins­ge­samt neun Gesprächs­part­nern In­ter­views für ei­ne Be­stands­auf­nah­me.

Die Ei­ni­gungs­stel­le über den In­ter­es­sen­aus­gleich tag­te erst­mals am 1.12.2008.


Am 10.12.2008 stell­te das pp. dem An­trag­stel­ler für den Zeit­raum 8.10.2008 bis De­zem­ber 2008 ei­ne Rech­nung über € 62.655,19 in­cl. Mehr­wert­steu­er (Bl. 45 d.A.). Die Ar­beit­ge­be­rin wei­ger­te sich, die Kos­ten zu über­neh­men.
Am 30.1.2009 schlos­sen die Be­triebs­par­tei­en ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich über die Be­triebsände­rung.
Am 29.1.2009 er­stell­te das pp. ei­ne ab­sch­ließen­de Rech­nung über € 8.032,50 in­cl. Mehr­wert­steu­er (Bl. 57 d.A.). Bis zum Ab­schluss des erst­in­stanz­li­chen Ver­fah­rens wur­den der Ar­beit­ge­be­rin kei­ne schrift­li­chen Er­geb­nis­se des pp.s vor­ge­legt.


Der An­trag­stel­ler ist der Auf­fas­sung, er ha­be ei­nen An­spruch auf Frei­stel­lung von den Gut­ach­ter­kos­ten nach § 111 Satz 2 Be­trVG i.V.m. § 40 Abs. 1 Be­trVG. Die Be­ra­tung durch das pp. sei durch den Be­schluss vom 23.7.2008 ge­deckt. Die Ar­beit­ge­be­rin ver­hal­te sich rechts­miss­bräuch­lich und wi­dersprüchlich, wenn sie die Kos­tenüber­nah­me ab­leh­ne, ob­wohl sie sich in der Zu­sam­men­ar­beit mit dem pp. zunächst ko­ope­ra­tiv ge­zeigt ha­be. Die Be­auf­tra­gung die­ses In­sti­tuts sei vor Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le er­folgt und er­for­der­lich ge­we­sen. Erst­in­stanz­lich hat der An­trag­stel­ler vor­ge­tra­gen, das pp. ha­be

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münd­lich Aus­kunft er­teilt. Es ha­be sich um ei­ne Be­stands­auf­nah­me der Si­tua­ti­on ge­han­delt. Zu ei­ner Er­ar­bei­tung der für den Ge­samt­be­triebs­rat mögli­chen Zie­le in ei­ner Schluss­ar­beit sei es nicht mehr ge­kom­men.
Da­ge­gen hat die Ar­beit­ge­be­rin schon erst­in­stanz­lich die Auf­fas­sung ver­tre­ten, ei­ne Ver­pflich­tung zur Kos­ten­er­stat­tung be­ste­he nicht. § 111 Satz 2 Be­trVG gel­te nur für ei­ne Be­auf­tra­gung ei­nes Be­ra­ters vor Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le. Die Kos­ten in Höhe von € 70.687,69 sei­en er­kenn­bar nicht er­for­der­lich i.S.v. § 40 Be­trVG ge­we­sen. Außer­dem sei die Be­auf­tra­gung des pp.s nicht durch ei­nen den An­for­de­run­gen der §§ 111 Satz 2, 40 Abs. 1 Be­trVG genügen­den Be­schluss ge­deckt ge­we­sen. Nicht die Ar­beit­ge­be­rin ha­be sich treu­wid­rig ver­hal­ten, son­dern das Ver­hal­ten des An­trag­stel­lers, die Kos­tenüber­nah­me durch un­zulässi­gen Druck zu er­zwin­gen, wi­der­spre­che dem Grund­satz der ver­trau­ens­vol­len Zu­sam­men­ar­beit.


Mit Be­schluss vom 11.11.2009 hat das Ar­beits­ge­richt den An­trag des Ge­samt­be­triebs­rats, ihn von Gut­ach­ter­kos­ten in Höhe von ins­ge­samt € 70.687,69 nebst Zin­sen frei­zu­stel­len, zurück­ge­wie­sen. Der gel­tend ge­mach­te Frei­stel­lungs­an­spruch be­ste­he nur bei ei­ner Not­wen­dig­keit der Be­auf­tra­gung des pp.s nach § 40 Abs. 1 Be­trVG. Maßge­bend sei, ob der Be­triebs­rat die Kos­ten bei pflicht­gemäßer Be­ur­tei­lung der ob­jek­ti­ven Sach­la­ge für er­for­der­lich hal­ten durf­te. Bei Zu­grun­de­le­gung die­ser Maßstäbe sei die Hin­zu­zie­hung ei­nes Be­ra­ters nach § 111 Satz 2 Be­trVG in der vom Ge­samt­be­triebs­rat gewähl­ten und durch­geführ­ten Form nicht not­wen­dig ge­we­sen. Sei­ne pau­scha­le Be­schluss­fas­sung las­se noch kei­ne kon­kre­te Be­ra­tungs­rich­tung bzw. mögli­che Fra­gen­kom­ple­xe er­ken­nen. Dem­ent­spre­chend sei das Be­ra­tungs­an­ge­bot des pp.s vom 6.8.2008 of­fen ge­hal­ten ge­we­sen. Vor dem 19.9.2008 sei noch kein ver­bind­li­cher Auf­trag zu­stan­de ge­kom­men. Der Zeit­punkt der Be­auf­tra­gung so­wie der In­halt der so­dann er­brach­ten Leis­tung sei­en bei der Be­ur­tei­lung der Not­wen­dig­keit i.S.v. § 40 Be­trVG zu berück­sich­ti­gen. Die In­ter­views vom 29.10. bis 4.11.2008 sei­en nicht not­wen­dig ge­we­sen.


We­gen wei­te­rer Ein­zel­hei­ten des erst­in­stanz­li­chen Sach- und Streit­stan­des so­wie der Be­gründung des Ar­beits­ge­richts wird auf den an­ge­foch­te­nen Be­schluss Be­zug ge­nom­men.

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Ge­gen die­sen den Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten des An­trag­stel­lers am 25.11.2009 zu­ge­stell­ten Be­schluss rich­tet sich die Be­schwer­de des Ge­samt­be­triebs­rats vom 18.12.2009, die am 25.1.2010 be­gründet wor­den ist.

Der An­trag­stel­ler hält die Auf­fas­sung des Ar­beits­ge­richts, es läge kein ord­nungs­gemäßer Be­schluss über die Be­auf­tra­gung des pp.s vor, da die Be­schluss­fas­sung pau­schal sei und kei­ne kon­kre­te Be­ra­tungs­rich­tung er­ken­nen las­se, für nicht nach­voll­zieh­bar. Das Ar­beits­ge­richt ver­ken­ne den Zweck ei­ner Be­ra­tung nach § 111 Satz 2 Be­trVG. Durch die Neu­fas­sung die­ser Be­stim­mung ha­be der Be­triebs­rat in die La­ge ver­setzt wer­den sol­len, die Aus­wir­kun­gen ei­ner ge­plan­ten Be­triebsände­rung rasch zu er­fas­sen und in kur­zer Zeit mit Hil­fe ex­ter­nen Sach­ver­stands fun­dier­te Al­ter­na­tiv­vor­schläge vor al­lem für ei­ne Beschäfti­gungs­si­che­rung so recht­zei­tig zu er­ar­bei­ten, dass er auf die Ent­schei­dung des Ar­beit­ge­bers noch Ein­fluss neh­men kann. Hier­zu gehöre auch ei­ne Be­ra­tung in be­triebs­wirt­schaft­li­chen Fra­gen. Dem Ge­samt­be­triebs­rat sei­en während der ge­sam­ten Zeit In­for­ma­tio­nen über die ge­plan­te Be­triebsände­rung über­las­sen wor­den, die er man­gels be­triebs­wirt­schaft­li­chen Sach­ver­stands nicht ver­stan­den ha­be. Da­her sei es not­wen­dig ge­we­sen, dass ihm während des ge­sam­ten Zeit­raums ein Sach­verständi­ger zur Sei­te stand. Oh­ne die Be­ra­tung sei er nicht in der La­ge ge­we­sen, die Aus­wir­kun­gen der ge­plan­ten Be­triebsände­rung zu ver­ste­hen und ggf. Al­ter­na­tiv­vor­schläge zu er­ar­bei­ten. Er ha­be die Be­auf­tra­gung des pp.s nach Abwägung al­ler ge­bo­te­nen Umstände für er­for­der­lich und an­ge­mes­sen hal­ten dürfen. Das pp. sei be­reits am 29.7.2008 be­auf­tragt wor­den, denn an die­sem Tag ha­be der An­trag­stel­ler dem pp. sei­nen Be­schluss mit­ge­teilt und ver­sucht, ers­te Ter­min zu ar­ran­gie­ren. Bei der späte­ren schrift­li­chen Be­auf­tra­gung ha­be es sich um ei­ne rei­ne Vor­beu­gungs­maßnah­me ge­han­delt. Aber auch wenn man von ei­ner Be­auf­tra­gung am 19.9.2008 aus­ge­he, sei ei­ne Be­ra­tung er­for­der­lich und von § 111 Satz 2 Be­trVG ge­deckt ge­we­sen. Die­se Be­stim­mung ent­hal­te kei­ne Ein­schränkung, dass ab ei­nem be­stimm­ten Zeit­punkt ei­ne Be­ra­tung nicht mehr er­for­der­lich ist. Ge­gen ei­ne sol­che Ein­schränkung sprächen auch Sinn und Zweck des Be­ra­tungs­rechts. Die Ei­ni­gungs­stel­len­ver­hand­lun­gen würden die vor­he­ri­gen Ver­hand­lun­gen zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat fort­set­zen. Die Be­ra­tungs­kos­ten sei­en an­ge­mes­sen. Sie hätten ca. 1 % der durch den Stel­len­ab­bau ent­stan­de­nen Kos­ten be­tra­gen (Ab­fin­dungs­sum­me € 12 Mio). Am 7.1.2009 ha­be das pp. dem An­trag­stel­ler ein übe­r­ar­bei­te­tes Zwi­schen­gut­ach­ten über­sandt (Bl. 435 ff d.A.).

 

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Der Ge­samt­be­triebs­rat stellt fol­gen­de Anträge:


1. Der Be­schluss des Ar­beits­ge­richts München vom 11.11.2009, Az. 34 BV 53/09 wird auf­ge­ho­ben.


2. Die An­trags­geg­ne­rin wird ver­pflich­tet, den An­trag­stel­ler von der Über­nah­me der Gut­ach­ter­kos­ten des pp.s gemäß Rech­nung vom 10.12.2008 in Höhe von € 62.655,19 nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 19.12.2008 frei­zu­stel­len.


3. Die An­trags­geg­ne­rin wird ver­pflich­tet, den An­trag­stel­ler von der Über­nah­me der Gut­ach­ter­kos­ten des pp.s gemäß Rech­nung vom 29.1.2009 in Höhe von € 8.032,50 nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 19.2.2009 frei­zu­stel­len.


Die Ar­beit­ge­be­rin be­an­tragt,


die Be­schwer­de zurück­zu­wei­sen.


Sie hält den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts für zu­tref­fend. Es lie­ge schon ein un­genügen­der Be­schluss des Ge­samt­be­triebs­rats vor. Der Be­schluss vom 23.7.2008 knüpfe nicht an ei­nen kon­kre­ten Be­ra­tungs­be­darf an und be­gren­ze die späte­re Hin­zu­zie­hung des Be­ra­ters nicht auf das er­for­der­li­che Maß. Viel­mehr ha­be der Ge­samt­be­triebs­rat sei­ner Vor­sit­zen­den bzw. dem Be­ra­ter freie Hand zur Ent­schei­dung über In­halt, Art und Form der Be­ra­tung ge­ge­ben. Außer­dem ha­be der Ge­samt­be­triebs­rat die bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen bei sei­ner Be­schluss­fas­sung nicht aus­rei­chend ge­gen­ein­an­der ab­ge­wo­gen. Er sei nicht hin­rei­chend über das pp. und Art und Um­fang der mögli­chen Be­ra­tung in­for­miert ge­we­sen, um de­ren Nut­zen be­wer­ten zu können. Viel­mehr ha­be er sei­ner Vor­sit­zen­den ins Blaue hin­ein ge­stat­tet, ei­ne Ver­bind­lich­keit über € 100.000,-- ein­zu­ge­hen.


Das Ar­beits­ge­richt ha­be zu Recht an­ge­nom­men, dass vor dem 19.9.2008 kein wirk­sa­mer Ver­trag zwi­schen dem Ge­samt­be­triebs­rat und dem pp. zu­stan­de ge­kom­men sei. Je­den­falls sei die Hin­zu­zie­hung des pp.s nicht er­for­der­lich ge­we­sen. Bei sei­ner Be­schluss­fas-

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sung am 23.7.2008 ha­be der Ge­samt­be­triebs­rat den un­mit­tel­ba­ren Be­ginn der Be­ra­tung nicht für er­for­der­lich ge­hal­ten. Dies er­ge­be sich aus dem Pro­to­koll der Be­schluss­fas­sung und dar­aus, dass die Vor­sit­zen­de des Ge­samt­be­triebs­rats zunächst die Fra­ge der Kos­tenüber­nah­me klären soll­te. Es ha­be sich um ei­nen Vor­rats­be­schluss ge­han­delt. Auch am 19.9.2008 sei die Be­auf­tra­gung des In­sti­tuts nicht er­for­der­lich ge­we­sen, denn zu die­sem Zeit­punkt sei be­reits die Ei­ni­gungs­stel­le ein­ge­setzt ge­we­sen. Der Ge­samt­be­triebs­rat ha­be nicht da­mit rech­nen können, dass Be­ra­tungs­leis­tun­gen noch in die Ver­hand­lun­gen der Ei­ni­gungs­stel­le ein­ge­bracht wer­den können. Außer­dem sei – wie in ers­ter In­stanz aus­geführt – die Be­ra­tung erst nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le von § 111 Be­trVG nicht er­fasst. Sch­ließlich sei nicht nach­voll­zieh­bar, ob der be­haup­te­te Zah­lungs­an­spruch des pp.s über € 70.687,69 be­ste­he.


We­gen wei­te­rer Ein­zel­hei­ten des Sach­vor­trags der Be­tei­lig­ten im Be­schwer­de­ver­fah­ren wird auf die Be­schwer­de­be­gründung vom 25.1.2010, die Be­schwer­de­er­wi­de­rung vom 21.5.2010 so­wie die Sit­zungs­nie­der­schrift vom 10.6.2010 Be­zug ge­nom­men.


II.


Die Be­schwer­de ist un­be­gründet, weil das Ar­beits­ge­richt den An­trag zu Recht zurück­ge­wie­sen hat. Die Ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Ge­samt­be­triebs­rat und dem pp. über die Be­ra­tung kam erst am 19.9.2008 und da­mit nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le zu­stan­de. Zu die­sem Zeit­punkt konn­te ein Be­ra­ter nicht mehr gemäß § 111 Satz 2 Be­trVG hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Ei­ne Hin­zu­zie­hung hätte nur nach Ver­ein­ba­rung mit der Ar­beit­ge­be­rin er­fol­gen können (§ 80 Abs. 3 Be­trVG).


1. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ge­samt­be­triebs­rats er­folg­te die Be­auf­tra­gung des pp.s nicht be­reits am 29.7.2008. Die Mit­tei­lung der Be­schluss­fas­sung des Ge­samt­be­triebs­rats und die Bit­te im Schrei­ben der Ge­samt­be­triebs­rats­vor­sit­zen­den vom 29.7.2008, im Au­gust zwei Ter­mi­ne zu re­ser­vie­ren, brin­gen den Wil­len, ei­ne ver­bind­li­che Ver­ein­ba­rung ab­zu­sch­ließen, nicht zum Aus­druck. Viel­mehr wird aus dem fol­gen­den Ab­satz deut-

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lich, dass der Be­ginn der Tätig­keit des In­sti­tuts von ei­ner Kos­tenüber­nah­me­erklärung der Ar­beit­ge­be­rin abhängen soll­te (...“um bald zu be­gin­nen“). Dies ist so zu ver­ste­hen, dass bis zu ei­ner Ent­schei­dung über die Kos­ten­tra­gung kei­ne zu vergüten­den Leis­tun­gen er­bracht wer­den soll­ten. Bei ei­nem be­reits zu­stan­de ge­kom­me­nen Auf­trag hätte der Ge­samt­be­triebs­rat nicht um ein Ent­ge­gen­kom­men bei der Re­ser­vie­rung von zwei Ter­mi­nen im Au­gust bit­ten müssen. Auch in­halt­lich ist das Schrei­ben vom 29.7.2008 kein Ver­trags­an­ge­bot, denn es macht kei­ne Aus­sa­gen zu den für ei­nen Auf­trag we­sent­li­chen Fra­gen, ins­be­son­de­re den Be­ra­tungs­um­fang und die Vergütung. Ein an­nah­mefähi­ges An­ge­bot wur­de erst am 6.8.2008 vom pp. ab­ge­ge­ben. Der An­trag­stel­ler nahm die­ses An­ge­bot nicht vor dem 19.9.2008 an.


Erst im Schrei­ben vom 19.9.2008 er­teil­te der Ge­samt­be­triebs­rat den Auf­trag an das pp.. Der von die­sem geäußer­te Wunsch nach ei­ner schrift­li­chen Auf­trags­er­tei­lung und die Er­tei­lung des Auf­trags in schrift­li­cher Form durch die Vor­sit­zen­de des Ge­samt­be­triebs­rats am 19.9.2008 deu­ten im Übri­gen dar­auf hin, dass bei­de Be­tei­lig­te nicht von ei­nem be­reits ge­schlos­se­nen Ver­trag aus­gin­gen.


2. Nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le am 17.9.2008 konn­te der An­trag­stel­ler ei­nen Be­ra­ter nicht mehr nach § 111 Satz 2 Be­trVG hin­zu­zie­hen. Die­se Re­ge­lung gilt nämlich für das Sta­di­um der Be­ra­tun­gen zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat nach § 111 Satz 1 Be­trVG, nicht da­ge­gen für das Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren nach § 112 Abs. 3 Be­trVG (Oet­ker NZA 2002, 465 und GK-Be­trVG, § 111 Rn. 204; Moll/Lie­bers MAH Ar­beits­recht § 53 Rn 126).


Der An­trag­stel­ler weist zwar zu­tref­fend dar­auf hin, dass das Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren ei­ne Fort­set­zung der vor­he­ri­gen Be­ra­tun­gen über die Be­triebsände­rung zwi­schen den Be­triebs­part­nern ist. Dies be­deu­tet je­doch nicht, dass auch nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le noch die Be­auf­tra­gung ei­nes Be­ra­ters nach § 111 Satz 2 Be­trVG er­fol­gen kann, wo­bei da­hin­ste­hen kann, ob ein be­reits be­auf­trag­ter Be­ra­ter sei­ne Tätig­keit nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le fort­set­zen kann. Wie aus­geführt er­folg­te hier die Be­auf­tra­gung des pp.s erst nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le. Ge­gen die Möglich­keit, nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le ei­nen Be­ra­ter nach § 111 Satz 2 Be­trVG hin­zu­zie­hen, spricht zunächst die Ge­set­zes­sys­te­ma­tik. Die vom An­trag­stel­ler in An­spruch ge­nom­me­ne Be-

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stim­mung steht in § 111 Be­trVG im An­schluss an die Re­ge­lung über die Un­ter­rich­tung des Be­triebs­rats über die ge­plan­te Be­triebsände­rung und die Be­ra­tung zwi­schen den Be­triebs­part­nern. Ei­ni­gungs­stel­len­ver­hand­lun­gen sind da­ge­gen erst in § 112 Abs. 3 Be­trVG ge­re­gelt, und zwar oh­ne dass dort Aus­sa­gen zur Hin­zu­zie­hung ei­nes Be­ra­ters ge­macht wer­den.


Der Ge­set­zes­zweck spricht nicht ent­schei­dend dafür, dass nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le ein Be­ra­ter nach § 111 Satz 2 Be­trVG hin­zu­ge­zo­gen wer­den kann. Die­se Be­stim­mung soll es dem Be­triebs­rat ermögli­chen, ab­wei­chend von dem zeit­auf­wen­di­gen Ver­fah­ren bei der Hin­zu­zie­hung von Sach­verständi­gen nach § 80 Abs. 3 Be­trVG im Fall der Be­triebsände­rung ei­nen Be­ra­ter auch oh­ne vor­he­ri­ge Ver­ein­ba­rung mit dem Ar­beit­ge­ber hin­zu­zu­zie­hen. Da­durch soll der Be­triebs­rat in die La­ge ver­setzt wer­den, die Aus­wir­kun­gen ei­ner ge­plan­ten Be­triebsände­rung rasch zu er­fas­sen und mit Hil­fe ei­nes ex­ter¬nen Sach­ver­stands fun­dier­te Al­ter­na­tiv­vor­schläge vor al­lem für ei­ne Beschäfti­gungs­si­che­rung so recht­zei­tig zu er­ar­bei­ten, dass er auf die Ent­schei­dung des Ar­beit­ge­bers noch Ein­fluss neh­men kann (Bun­des­tags­druck­sa­che 14/5714). Wie aus­geführt sind die Ver­hand­lun­gen vor der Ei­ni­gungs­stel­le die zwei­te Pha­se der Ver­hand­lun­gen über die Be­triebsände­rung. Während der Ver­hand­lun­gen vor der Ei­ni­gungs­stel­le kann zwar durch­aus ein Be­ra­tungs­be­darf des Be­triebs­rats be­ste­hen, er wird al­ler­dings ty­pi­scher­wei­se nicht so eil­bedürf­tig sein wie in der vor­he­ri­gen Pha­se.


Ge­gen ei­ne Hin­zu­zie­hung ei­nes Be­ra­ters nach § 111 Satz 2 Be­trVG nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le spricht der Ge­set­zes­zweck des § 112 Be­trVG, die Ver­hand­lun­gen über die Be­triebsände­rung rasch zu ei­nem Ab­schluss zu brin­gen und dem Ar­beit­ge­ber ei­ne bal­di­ge Durchführung der Be­triebsände­rung zu ermögli­chen. Die Ei­ni­gungs­stel­len­ver­hand­lun­gen müssen nicht mit ei­nem In­ter­es­sen­aus­gleich ab­ge­schlos­sen wer­den, son­dern die Ei­ni­gungs­stel­le kann auch das Schei­tern der Ver­hand­lun­gen fest­stel­len mit der Fol­ge, dass die Be­triebsände­rung durch­geführt wer­den kann. Nach dem Wil­len des Ge­setz­ge­bers können da­mit Ver­hand­lun­gen über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich die Durchführung ei­ner Be­triebsände­rung nur vorüber­ge­hend verzögern. Die­sem Be­schleu­ni­gungs­zweck kann es zu­wi­der lau­fen, wenn der Be­triebs­rat erst nach Ein­set­zung der Ei­ni­gungs­stel­le ei­nen Be­ra­ter hin­zu­zieht und da­vor ei­ne ra­sche Be­ra­tung nicht her­bei­geführt hat.


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Außer­dem ist das Be­ra­tungs­bedürf­nis des Be­triebs­rats während des Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­rens ty­pi­scher­wei­se ge­rin­ger als während der zeit­lich vor­an­ge­hen­den Ver­hand­lun­gen zwi­schen Be­triebs­rat und Ar­beit­ge­ber. Zum ei­nen kann der Be­triebs­rat in der Zeit vor dem Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren Er­kennt­nis­se über die Be­triebsände­rung und ih­re Fol­gen er­wer­ben. Zum an­de­ren hat der die Möglich­keit, sach­kun­di­ge Per­so­nen als Mit­glie­der der Ei­ni­gungs­stel­le zu be­nen­nen. Es ist zwar nicht die primäre Auf­ga­be der Ei­ni­gungs­stel­len­mit­glie­der, den Be­triebs­rat zu be­ra­ten. In der Pra­xis fin­det gleich­wohl ei­ne in­ten­si­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen der je­wei­li­gen Be­triebs­par­tei und den von ihr be­nann­ten Mit­glie­dern der Ei­ni­gungs­stel­le statt. Wei­ter kann die Ei­ni­gungs­stel­le ei­nen Sach­verständi­gen hin­zu­zie­hen, des­sen Er­kennt­nis­se dann auch der Be­triebs­rat nut­zen kann.


Sch­ließlich ist die Hin­zu­zie­hung ei­nes Sach­verständi­gen oder Be­ra­ters während der Ei­ni­gungs­stel­len­ver­hand­lun­gen über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich nicht aus­ge­schlos­sen, wenn man die An­wend­bar­keit des § 111 Satz 2 Be­trVG ver­neint. Viel­mehr kann der Be­triebs­rat wie bei der Durchführung sei­ner an­de­ren Auf­ga­ben Sach­verständi­ge nach nähe­rer Ver­ein­ba­rung mit dem Ar­beit­ge­ber hin­zu­zie­hen, so­weit dies zur ord­nungs­gemäßen Erfüllung sei­ner Auf­ga­ben er­for­der­lich ist (§ 80 Abs. 3 Be­trVG). Die­ses Ver­fah­ren kann zwar zeit­auf­wen­dig sein und bie­tet kei­ne Gewähr, dass es vor Ab­schluss der In­ter­es­sen­aus-gleichs­ver­hand­lun­gen tatsächlich zu ei­ner Be­ra­tung des Be­triebs­rats kommt. Häufig wer­den al­ler­dings Ar­beit­ge­ber ei­ner Ver­ein­ba­rung über die Hin­zu­zie­hung ei­nes Sach­verständi­gen schon des­halb auf­ge­schlos­sen ge­genüber­ste­hen, da sie ty­pi­scher­wei­se ein In­ter­es­se an ei­nem bal­di­gen Ab­schluss der Ver­hand­lun­gen über den In­ter­es­sen­aus­gleich ha­ben wer­den.


3. Da das Be­geh­ren des An­trag­stel­lers nicht auf § 111 S. 2 Be­trVG gestützt wer­den
kann, können die wei­te­ren zwi­schen den Be­tei­lig­ten strei­ti­gen Fra­gen of­fen­blei­ben, ins­be­son­de­re ob der Be­ra­tung ein wirk­sa­mer Be­schluss des An­trag­stel­lers zu­grun­de lag, ob die Be­ra­tung er­for­der­lich war und ob die gel­tend ge­mach­ten Kos­ten hin­rei­chend dar­ge­legt wur­den.

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III.


Die­ser Be­schluss ist für die Ar­beit­ge­be­rin un­an­fecht­bar, denn sie ist nicht be­schwert. Die Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de für den An­trag­stel­ler be­ruht auf §§ 92 Abs. 1 Satz 2, 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG.


Rechts­mit­tel­be­leh­rung:


Ge­gen die­sen Be­schluss kann der An­trag­stel­ler Rechts­be­schwer­de ein­le­gen.


Für die Ar­beit­ge­be­rin ist ge­gen die­sen Be­schluss kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.


Die Rechts­be­schwer­de muss in­ner­halb ei­ner Frist von ei­nem Mo­nat ein­ge­legt und in­ner­halb ei­ner Frist von zwei Mo­na­ten be­gründet wer­den.


Bei­de Fris­ten be­gin­nen mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Be­schlus­ses, spätes­tens aber mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung des Be­schlus­ses.


Die Rechts­be­schwer­de muss beim


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Post­an­schrift:
Bun­des­ar­beits­ge­richt

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Fax-Num­mer:
(03 61) 26 36 – 20 00


ein­ge­legt und be­gründet wer­den.


Die Rechts­be­schwer­de­schrift und die Rechts­be­schwer­de­be­gründung müssen von ei­nem Rechts­an­walt un­ter­zeich­net sein.


Waitz 

Prei­bisch 

Schild


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