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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Betriebsübergang, Kündigung: Betriebsbedingt, Aufhebungsvertrag, Abwicklungsvertrag
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 8 AZR 357/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 23.07.2009
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht München, 5. Oktober 2007, Az: 34 Ca 18389/06, Teilurteil Landesarbeitsgericht München 4. Kammer, 17. April 2008, Az: 4 Sa 1063/07, Urteil
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


8 AZR 357/08
4 Sa 1063/07
Lan­des­ar­beits­ge­richt

München

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

23. Ju­li 2009

UR­TEIL

Met­ze, Ur­kunds­be­am­ter

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Kläger, Be­ru­fungs­be­klag­ter, Be­ru­fungskläger, Re­vi­si­onskläger und Re­vi­si­ons­be­klag­ter,

pp.

Be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin, Be­ru­fungs­be­klag­te, Re­vi­si­ons­be­klag­te und Re­vi­si­onskläge­rin,

hat der Ach­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf Grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 23. Ju­li 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Hauck, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Böck und Brein­lin­ger
 


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so­wie die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Döring und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Hen­ni­ger für Recht er­kannt:

Auf die Re­vi­si­on der Be­klag­ten wird das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts München vom 17. April 2008 - 4 Sa 1063/07 - in­so­weit auf­ge­ho­ben, als es die Be­ru­fung der Be­klag­ten ge­gen das Teil­ur­teil des Ar­beits­ge­richts München vom 5. Ok­to­ber 2007 - 34 Ca 18389/06 - zurück­ge­wie­sen hat.

Auf die Be­ru­fung der Be­klag­ten wird das Teil­ur­teil des Ar­beits­ge­richts München vom 5. Ok­to­ber 2007 - 34 Ca 18389/06 - teil­wei­se ab­geändert. Die Kla­ge auf Fest­stel­lung, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en über den 30. Sep­tem­ber 2005 hin­aus fort­be­steht, wird ab­ge­wie­sen.

Die Re­vi­si­on des Klägers wird zurück­ge­wie­sen.

Der Kläger hat die Kos­ten der Be­ru­fung und der Re­vi­si­on zu tra­gen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand


Die Par­tei­en strei­ten darüber, ob zwi­schen ih­nen über den 30. Sep­tem­ber 2005 hin­aus ein Ar­beits­verhält­nis be­steht und ob die Be­klag­te ver­pflich­tet ist, den Kläger zu un­veränder­ten Ar­beits­be­din­gun­gen wei­ter­zu­beschäfti­gen.


Der Kläger war seit 15. Ja­nu­ar 2001 bei der Be­klag­ten als Kon­struk­teur beschäftigt, zu­letzt im Be­reich „Com MD (Mo­bi­le De­vices)“. Auf­grund ei­nes Ver­tra­ges vom 6. Ju­ni 2005 mit der BenQ Cor­po­ra­ti­on (Sitz in Tai­wan) über­trug die Be­klag­te mit Wir­kung vom 30. Sep­tem­ber 2005 die Vermögens­ge­genstände die­ses Geschäfts­be­rei­ches in Deutsch­land im We­ge der Ein­zel­rechtsüber­tra­gung („As­set Deal“) auf die BenQ Mo­bi­le GmbH & Co. OHG (im Fol­gen­den: BenQ Mo­bi­le OHG). Die­se Ge­sell­schaft wur­de mit Ge­sell­schafts­ver­trag vom 30. Au­gust 2005 ge­gründet. Ge­sell­schaf­ter wa­ren die BenQ Mo­bi­le Ma­na­ge-
 


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ment GmbH und die BenQ Wire­less GmbH. Am 16. Sep­tem­ber 2005 wur­de die BenQ Mo­bi­le OHG in das Han­dels­re­gis­ter beim Amts­ge­richt München ein­ge­tra­gen. Die bei­den Ge­sell­schaf­ter der BenQ Mo­bi­le OHG verfügten über ein Stamm­ka­pi­tal von je­weils 25.000,00 Eu­ro. Im Zu­sam­men­hang mit der Über­tra­gung der Vermögens­ge­genstände von der Be­klag­ten auf die BenQ Mo­bi­le OHG zahl­te die Be­klag­te an die BenQ Cor­po­ra­ti­on ei­nen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag.


Die Be­klag­te in­for­mier­te mit Schrei­ben vom 29. Au­gust 2005 die Mit­ar­bei­ter des Geschäfts­be­rei­ches „Com MD“ (Mo­bi­le De­vices) über die „Über­tra­gung der Ak­ti­vitäten“ die­ses „Geschäfts­ge­bie­tes“. Die­ses Schrei­ben hat fol­gen­den Wort­laut:

Über­gang Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses


Sehr ge­ehr­ter Herr ...,


wie Ih­nen be­reits durch ver­schie­de­ne Mit­ar­bei­ter­in­for­ma­tio­nen be­kannt ist, wer­den un­se­re Ak­ti­vitäten des Geschäfts­ge­bie­tes Com MD (Mo­bi­le De­vices) zum 01.10.2005 in die BenQ Mo­bi­le GmbH & Co. OHG (im Fol­gen­den: BenQ Mo­bi­le) über­tra­gen.


BenQ ist ein welt­weit führen­der An­bie­ter von Con­su­mer-Elec­tro­nic-Pro­duk­ten, wie bei­spiels­wei­se LCD-Bild­schir­men, Note­book-Com­pu­tern, Ka­me­ras und Scan­nern. Und im Han­dy­geschäft wird BenQ Mo­bi­le in den nächs­ten Jah­ren zu ei­nem führen­den glo­ba­len An­bie­ter.

In sei­nem asia­ti­schen Hei­mat­markt zählt BenQ schon heu­te zu den am schnells­ten wach­sen­den An­bie­tern im Han­dy­seg­ment. Durch den Zu­sam­men­schluss mit Sie­mens kann BenQ sei­ne ehr­gei­zi­gen in­ter­na­tio­na­len Ex­pan­si­ons­pläne um­set­zen. Sie­mens bie­tet BenQ ei­ne glo­ba­le Or­ga­ni­sa­ti­on mit führen­den Markt­po­si­tio­nen in West- und Ost­eu­ro­pa so­wie im Wachs­tums­markt La­tein­ame­ri­ka. Zu­dem erhält BenQ durch den Kauf ei­nen star­ken, welt­weit be­kann­ten Mar­ken­na­men, Mo­bil­te­le­fon­tech­no­lo­gie und Soft­ware­kom­pe­tenz so­wie glo­ba­len Zu­gang zu der brei­ten Kun­den­ba­sis von Sie­mens. Da­ne­ben be­kommt BenQ ei­nen auf drei Kon­ti­nen­ten her­vor­ra­gend eta­blier­ten Fer­ti­gungs­ver­bund von Sie­mens.

Die Über­tra­gung des Geschäfts­ge­bie­tes er­folgt auf Grund ei­nes Kauf­ver­trags im We­ge der Ein­zel­rechts­nach­fol­ge auf BenQ Mo­bi­le. Mit die­sem Be­triebsüber­gang wird gem. § 613a BGB BenQ Mo­bi­le Ihr neu­er Ar­beit­ge­ber, der in

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al­le Rech­te und Pflich­ten Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Sie­mens AG ein­tritt. Es wird al­so anläss­lich des Be­triebsüber­gangs - so­fern nicht in der Über­lei­tungs­ver­ein­ba­rung an­de­re Re­ge­lun­gen ge­trof­fen sind - un­verändert mit BenQ Mo­bi­le fort­geführt (ins­be­son­de­re kei­ne Verände­run­gen bei dem je­wei­li­gen Ein­kom­mens­sys­tem, Al­ters­ver­sor­gung, Ju­biläums­re­ge­lung, Dienst­zeit­re­ge­lung). Eben­so gel­ten die je­wei­li­gen Ta­rif­verträge (ein­sch­ließlich des Ergänzungs­ta­rif­ver­trags B/K) gem. § 613a BGB wei­ter.


Die Höhe und Zu­sam­men­set­zung des bis­he­ri­gen Ein­kom­mens bleibt eben­so wie ei­ne be­ste­hen­de frei­wil­li­ge, wi­der­ruf­li­che Son­der­zu­la­ge anläss­lich des Be­triebsüber­gangs un­verändert.


Im Ein­zel­nen gilt für Sie die bei­lie­gen­de, mit dem Ge­samt­be­triebs­rat der Sie­mens AG ver­ein­bar­te Re­ge­lung zur Über­lei­tung der Beschäfti­gungs­be­din­gun­gen (Über­lei­tungs­ver­ein­ba­rung), die Be­stand­teil die­ses Schrei­bens ist.


Die be­ste­hen­den Ge­samt­be­triebs­ver­ein­ba­run­gen und ört­li­chen Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen gel­ten bis zu ei­ner even­tu­el­len Neu­re­ge­lung wei­ter, so­fern in der Über­lei­tungs­ver­ein­ba­rung nichts Ab­wei­chen­des ge­re­gelt ist.


BenQ Mo­bi­le haf­tet ab dem Zeit­punkt des Be­triebsüber­gangs un­be­schränkt für al­le, auch die rückständi­gen Ansprüche aus dem Ar­beits­verhält­nis.

Zusätz­lich haf­tet die Sie­mens AG für sol­che Ver­pflich­tun­gen, die vor dem Be­triebsüber­gang ent­stan­den sind und spätes­tens ein Jahr da­nach fällig wer­den; so­weit sie nach dem 1.10.2005 fällig wer­den, haf­tet sie nur zeit­an­tei­lig.

Ei­ne Kündi­gung we­gen des Be­triebsüber­gangs ist ge­setz­lich gem. § 613a Abs. 4 BGB aus­ge­schlos­sen; das Recht zu Kündi­gun­gen aus an­de­ren Gründen bleibt un­berührt.


Sie wer­den auch nach dem 1.10.2005 durch Ih­ren bis­he­ri­gen Be­triebs­rat wei­ter be­treut; an den Stand­or­ten in U, B und M / G Stras­se gilt dies so­lan­ge, bis durch Neu­wah­len ei­ge­ne Be­triebs­rats­gre­mi­en gewählt sind, längs­tens bis zum 31.1.2006.


Für den Stand­ort K wur­de der ört­li­che Be­triebs­rat in­for­miert, dass an die­sem Stand­ort auf­grund von Pro­duk­ti­vitäts­stei­ge­run­gen in der Fer­ti­gung der Ab­bau von ca. 340 Mit­ar­bei­tern im Be­reich der Lohn­grup­pen 2 bis 7 ge­plant ist.
 


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Dem Über­gang Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses auf BenQ Mo­bi­le können Sie nach § 613 a Abs. 6 BGB schrift­lich wi­der­spre­chen. Ihr Wi­der­spruch hätte zur Fol­ge, dass Ihr Ar­beits­verhält­nis nicht auf BenQ Mo­bi­le über­geht. Wir möch­ten Sie je­doch bit­ten, von die­sem Recht nur nach sorgfälti­ger Abwägung Ge­brauch zu ma­chen, denn Ihr Wi­der­spruch si­chert Ih­nen kei­nen Ar­beits­platz bei der Sie­mens AG, da die Com MD - Ak­ti­vitäten vollständig auf BenQ Mo­bi­le über­tra­gen wer­den und da­mit die­se Ar­beitsplätze bei der Sie­mens AG ent­fal­len, so dass es letzt­lich zu be­triebs­be­ding­ten Be­en­di­gun­gen des Ar­beits­verhält­nis­ses kom­men kann.
Soll­ten Sie trotz die­ser Über­le­gun­gen den­noch wi­der­spre­chen wol­len, bit­ten wir dar­um, Ih­ren et­wai­gen Wi­der­spruch un­verzüglich, je­doch spätes­tens in­ner­halb von 1 Mo­nat nach Zu­gang die­ses Schrei­bens schrift­lich an Herrn R B, Com HR CG, M

oder an

Herrn Dr. V E, M

zu rich­ten.

Für Fra­gen steht Ih­nen Ih­re Per­so­nal­or­ga­ni­sa­ti­on ger­ne zur Verfügung.

Wir würden uns freu­en, wenn Sie mit glei­chem Ar­beits­ein­satz und ho­her Mo­ti­va­ti­on Ih­re Ar­beit bei BenQ Mo­bi­le wei­terführen und wünschen Ih­nen wei­ter­hin viel Er­folg.

...“

Der Kläger wi­der­sprach dem Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf die BenQ Mo­bi­le OHG zunächst nicht. Am 9. Au­gust 2006 schloss er mit die­ser ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag zum 31. Ok­to­ber 2006. Als Ab­fin­dung soll­te er 62.000,00 Eu­ro er­hal­ten.

Nach­dem die BenQ Mo­bi­le OHG am 29. Sep­tem­ber 2006 ei­nen An­trag auf Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens ge­stellt hat­te, wur­de die­ses zum 1. Ja­nu­ar 2007 eröff­net. Der Kläger wi­der­sprach mit Schrei­ben sei­nes an­walt­li­chen Ver­tre­ters vom 22. De­zem­ber 2006 ge­genüber der Be­klag­ten „dem Be­triebsüber­gang“ un­ter Be­ru­fung auf die Feh­ler­haf­tig­keit sei­ner Un­ter­rich­tung über den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses.


Der Kläger meint, er sei auch noch im De­zem­ber 2006 be­rech­tigt ge­we­sen, dem Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zu wi­der­spre­chen, weil die
 


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ein­mo­na­ti­ge Wi­der­spruchs­frist des § 613a Abs. 6 Satz 1 BGB durch die Un­ter­rich­tung der Be­klag­ten über den Be­triebsüber­gang nicht in Gang ge­setzt wor­den sei. Die­se Un­ter­rich­tung ha­be nämlich nicht den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB ent­spro­chen. So sei er ins­be­son­de­re nicht über den Fir­men­sitz, die Adres­se der Be­triebs­er­wer­be­rin und den Grund des Be­triebsüber­gangs un­ter­rich­tet wor­den. Auch sei in dem Un­ter­rich­tungs­schrei­ben aus­drück­lich auf die wirt­schaft­li­che Po­tenz der BenQ (Tai­wan) ab­ge­stellt wor­den, oh­ne dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die­se nicht die Ar­beit­ge­be­rin war und die persönlich haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter sei­ner neu­en Ar­beit­ge­be­rin nur mit ei­nem Stamm­ka­pi­tal von je­weils 25.000,00 Eu­ro aus­ge­stat­tet ge­we­sen sei­en. Da­durch sei der Ein­druck er­weckt wor­den, ihm stünde auch nach Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ein wirt­schaft­lich ähn­lich star­ker Ar­beit­ge­ber wie bis­her zur Verfügung. Die Kon­zern­mut­ter BenQ Cor­po­ra­ti­on, Tai­wan, sei aber nicht ver­pflich­tet ge­we­sen, dem Be­triebs­er­wer­ber BenQ Mo­bi­le OHG fi­nan­zi­ell bei­zu­ste­hen.


Der Kläger hat - so­weit der Rechts­streit in die Re­vi­si­ons­in­stanz ge­langt ist - be­an­tragt,

1. es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en über den 30. Sep­tem­ber 2005 hin­aus fort­be­steht,

und

2. die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, den Kläger als Kon­struk­teur zu un­veränder­ten Be­din­gun­gen am Stand­ort M wei­ter­zu­beschäfti­gen.

Die Be­klag­te hat Kla­ge­ab­wei­sung be­an­tragt.

Sie ist der An­sicht, den Kläger mit Schrei­ben vom 29. Au­gust 2005 ord­nungs­gemäß nach § 613a Abs. 5 BGB über den be­ab­sich­tig­ten Be­triebsüber­gang un­ter­rich­tet zu ha­ben. Des­halb sei der Wi­der­spruch des Klägers mit Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2006 we­gen Ab­laufs der ein­mo­na­ti­gen Wi­der­spruchs­frist ver­spätet. Auf je­den Fall sei das Recht zum Wi­der­spruch aber ver­wirkt. Auch ha­be der Kläger durch den Ab­schluss des Auf­he­bungs­ver­tra­ges mit der BenQ Mo­bi­le OHG auf sein Wi­der­spruchs­recht ver­zich­tet.
 


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Das Ar­beits­ge­richt hat mit Teil­ur­teil der Fest­stel­lungs­kla­ge statt­ge­ge­ben und die Kla­ge auf Wei­ter­beschäfti­gung ab­ge­wie­sen. Über gel­tend ge­mach­te Vergütungs­ansprüche des Klägers hat es nicht ent­schie­den. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat so­wohl die Be­ru­fung des Klägers als auch die der Be­klag­ten zurück­ge­wie­sen und die Re­vi­si­on zu­ge­las­sen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Be­ru­fung der Be­klag­ten als zulässig be­trach­tet. Ent­ge­gen der An­sicht des Klägers sei die­se nicht des­halb un­zulässig, weil die Be­ru­fungs­schrift nur von ei­nem der bei­den in der Un­ter­schrifts­zei­le an­geführ­ten Rechts­anwälte, nämlich durch die Rechts­anwältin Dr. S, un­ter­zeich­net sei.


Mit sei­ner Re­vi­si­on ver­folgt der Kläger sei­nen An­trag auf Wei­ter­beschäfti­gung wei­ter, während die Be­klag­te mit ih­rer Re­vi­si­on die Ab­wei­sung des Fest­stel­lungs­an­tra­ges be­gehrt.


Ent­schei­dungs­gründe

Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ist be­gründet, die­je­ni­ge des Klägers je­doch nicht. Zwi­schen den Par­tei­en be­steht über den 30. Sep­tem­ber 2005 hin­aus kein Ar­beits­verhält­nis mehr. Die­ses war gem. § 613a Abs. 1 BGB auf die BenQ Mo­bi­le OHG über­ge­gan­gen. Der vom Kläger am 22. De­zem­ber 2006 ge­gen den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses erklärte Wi­der­spruch ist we­gen Ver­wir­kung un­wirk­sam.


A. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sei­ne Ent­schei­dung im We­sent­li­chen wie folgt be­gründet:

I. Die Be­ru­fung der Be­klag­ten sei zulässig. Der Be­ru­fungs­ein­le­gungs­schrift­satz vom 22. No­vem­ber 2007 ha­be den An­for­de­run­gen des § 519 Abs. 4 iVm. § 103 Nr. 6 ZPO genügt. Es sei unschädlich, dass der Schrift­satz nicht von dem in der Un­ter­schrifts­leis­te mit auf­geführ­ten Rechts­an­walt Dr. M mit­un­ter­zeich­net wor­den sei und dass die Un­ter­schrift der Rechts­anwältin Dr. S kei­nen Ver­tre­tungs­zu­satz auf­wei­se. Der Be­ru­fungs­schrift­satz der Be­klag­ten sei von zwei pos­tu­la­ti­onsfähi­gen Rechts­anwälten ver­fasst/ver­ant­wor­tet, ob­wohl er nur
 


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von Dr. S, un­ter­zeich­net wor­den sei. Die­se ha­be im Zwei­fel die al­lei­ni­ge, vol­le Ver­ant­wor­tung für den In­halt des Be­ru­fungs­schrift­sat­zes über­nom­men. Bei der Kanz­lei der Be­klag­ten­ver­tre­ter han­de­le es sich um ei­ne Part­ner­schafts­ge­sell­schaft, die als sol­che als Pro­zess- oder Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te be­auf­tragt wer­den könne und in die­sem Fal­le durch ih­re Part­ner und Ver­tre­ter han­de­le. Auch da­mit sei oh­ne wei­te­res von der Pos­tu­la­ti­onsfähig­keit und al­lei­ni­gen Un­ter­zeich­nungs­be­fug­nis und so­mit wirk­sa­men Be­ru­fungs­ein­le­gung durch die Rechts­anwältin Dr. S aus­zu­ge­hen.


II. Die Be­ru­fung der Be­klag­ten sei je­doch un­be­gründet, weil das Ar­beits­verhält­nis des Klägers we­gen ei­nes wirk­sa­men Wi­der­spruchs nicht auf die BenQ Mo­bi­le OHG über­ge­gan­gen sei. Der Wi­der­spruch des Klägers vom 22. De­zem­ber 2006 sei nicht ver­spätet ge­we­sen, weil die ein­mo­na­ti­ge Wi­der­spruchs­frist des § 613a Abs. 6 Satz 1 BGB auf­grund ei­ner nicht den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB genügen­den Un­ter­rich­tung durch die Be­klag­te über den be­ab­sich­tig­ten Be­triebsüber­gang nicht in Gang ge­setzt wor­den sei. So ent­hal­te das Un­ter­rich­tungs­schrei­ben vom 29. Au­gust 2005 nicht die An­schrift der Be­triebsüber­neh­me­rin. Außer­dem feh­le es an der An­ga­be des Grun­des für den Über­gang (§ 613a Abs. 5 Nr. 2 BGB). Letzt­lich ent­hal­te das Schrei­ben auch kei­ne aus­rei­chen­den In­for­ma­tio­nen über die recht­li­chen, wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Fol­gen des Be­triebsüber­gangs für die Ar­beit­neh­mer (§ 613a Abs. 5 Nr. 3 BGB).

Das Wi­der­spruchs­recht des Klägers sei nicht ver­wirkt oder ent­spre­chend § 144 BGB als aus­ge­schlos­sen an­zu­se­hen. Es könne of­fen­blei­ben, ab wann das für die An­nah­me ei­ner Ver­wir­kung er­for­der­li­che Zeit­mo­ment zu lau­fen be­gin­ne, weil es selbst bei der An­nah­me der Erfüllung des Zeit­mo­ments am Um­stands­mo­ment feh­le. So er­ge­be sich ein sol­ches we­der aus der Wei­ter­ar­beit des Klägers bei der BenQ Mo­bi­le OHG noch dar­aus, dass ihm von die­ser am 1. Ja­nu­ar 2006 ei­ne Ge­halts­erhöhung gewährt wor­den sei. Dass der Kläger durch den Ab­schluss des Auf­he­bungs­ver­tra­ges mit der BenQ Mo­bi­le OHG ge­genüber der Be­klag­ten zum Aus­druck ge­bracht ha­be, sich endgültig (auch) aus den Rechts­be­zie­hun­gen mit ihr zu lösen, sei nicht an­zu­neh­men. Dies
 


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würde vor­aus­set­zen, dass der Kläger in Kennt­nis vom Be­ste­hen sei­nes Wi­der­spruchs­rechts ge­han­delt hätte und er da­von hätte aus­ge­hen müssen, die Be­klag­te wer­de Kennt­nis von sei­ner ver­trag­li­chen Aus­schei­dens­re­ge­lung mit der BenQ Mo­bi­le OHG er­hal­ten oder be­reits ha­ben. An die­sen bei­den Vor­aus­set­zun­gen feh­le es. Aus den glei­chen Gründen sei auch das Wi­der­spruchs­recht des Klägers nicht in ent­spre­chen­der An­wen­dung des § 144 BGB aus­ge­schlos­sen.


III. Die Be­ru­fung des Klägers ha­be des­halb kei­nen Er­folg, weil ihm bis zur Rechts­kraft des Ur­teils über den Fort­be­stand sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses mit der Be­klag­ten ge­gen die­se kein Wei­ter­beschäfti­gungs­an­spruch zu­ste­he.


B. Die Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts hält ei­ner re­vi­si­ons­recht­li­chen Über­prüfung nicht stand.

I. Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ist be­gründet. 


1. Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ist nicht be­reits des­halb un­be­gründet, weil ih­re Be­ru­fung un­zulässig war.


a) Die Zulässig­keit der Be­ru­fung gehört zu den im Re­vi­si­ons­ver­fah­ren zu prüfen­den Pro­zess­fort­set­zungs­vor­aus­set­zun­gen. Gleichgültig, ob der Re­vi­si­onskläger oder der Re­vi­si­ons­be­klag­te die Be­ru­fung ein­ge­legt hat, muss das Re­vi­si­ons­ge­richt prüfen, ob die in den Vor­in­stan­zen ein­ge­leg­ten Rechts­mit­tel ord­nungs­gemäß wa­ren.

Zu­tref­fend hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt die Be­ru­fung der Be­klag­ten als zulässig an­ge­se­hen. Im ar­beits­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren müssen Be­ru­fungs- und Be­ru­fungs­be­gründungs­schrift­satz von ei­nem nach § 11 Abs. 2 ArbGG (in der bis 30. Ju­ni 2008 gel­ten­den Fas­sung, § 11 Abs. 4 ArbGG in der ab 1. Ju­li 2008 gel­ten­den Fas­sung) pos­tu­la­ti­onsfähi­gen Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten hand­schrift­lich und ei­genhändig un­ter­zeich­net sein. Fehlt es hier­an, ist die Be­ru­fung un­zulässig (st. Rspr., vgl. Se­nat 27. Ok­to­ber 2005 - 8 AZR 546/03 - mwN, AP ArbGG 1979 § 12a Nr. 13 = EzA TVG § 4 Aus­schluss­fris­ten Nr. 180).
 


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Die ei­genhändi­ge Un­ter­schrift soll dem Nach­weis die­nen, dass die Be­ru­fung von ei­ner Per­son, die nach dem Ar­beits­ge­richts­ge­setz befähigt und be­fugt ist, Pro­zess­hand­lun­gen vor­zu­neh­men, in ei­ge­ner Ver­ant­wor­tung ein­ge­legt bzw. be­gründet wor­den ist (st. Rspr., vgl. BAG 11. Au­gust 1987 - 7 AZB 17/87 - mwN, AP ZPO § 518 Nr. 54).


b) Im Streit­fal­le hat­te die Rechts­anwältin Dr. S, ei­ne nach § 11 Abs. 2 ArbGG (in der bis 30. Ju­ni 2008 gel­ten­den Fas­sung) pos­tu­la­ti­onsfähi­ge Pro­zess­be­vollmäch­tig­te, die Be­ru­fungs­schrift vom 22. No­vem­ber 2007 un­ter-zeich­net. Sie war Ver­tre­te­rin iSd. § 7 Abs. 4 Satz 2 PartGG der Part­ner­ge­sell­schaft G, wel­che als Pro­zess­be­vollmäch­tig­te der Be­klag­ten (§ 7 Abs. 4 Satz 1 PartGG) auf­ge­tre­ten war.


Ent­ge­gen der An­sicht des Klägers ist mit dem Lan­des­ar­beits­ge­richt da­von aus­zu­ge­hen, dass Rechts­anwältin Dr. S die in­halt­li­che Ver­ant­wor­tung für die Be­ru­fungs­schrift über­neh­men woll­te. Ge­gen­tei­li­ges kann nicht al­lein dar­aus ge­fol­gert wer­den, dass in der Kopf­zei­le des Be­ru­fungs­schrift­sat­zes ne­ben Dr. S auch Dr. M auf­geführt ist und dass die­ser den Schrift­satz nicht un­ter­zeich­net hat, ob­wohl in der Un­ter­schrifts­zei­le sein Na­me ma­schi­nen­schrift­lich an­ge­ge­ben ist. Re­gelmäßig ist nämlich da­von aus­zu­ge­hen, dass ein Pro­zess­be­vollmäch­tig­ter mit sei­ner Un­ter­schrift auch für den In­halt ei­nes be­stim­men­den Schrift­sat­zes (§ 519 Abs. 4 iVm. § 130 Nr. 6 ZPO) die Ver­ant­wor­tung über­nimmt. Der Sinn ei­ner sol­chen Un­ter­zeich­nung ist es, dass der Un­ter­zeich­ner für den In­halt des von ihm un­ter­zeich­ne­ten Schriftstücks „ge­ra­de steht“. Des­halb reicht das äußere Merk­mal der Un­ter­schrift des Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten für die Erfüllung des Un­ter­schrifts­er­for­der­nis­ses des § 130 Nr. 6 iVm. § 519 Abs. 4 ZPO re­gelmäßig aus, oh­ne dass ein darüber hin­aus­ge­hen­der Nach­weis zu for­dern wäre (vgl. BAG 11. Au­gust 1987 - 7 AZB 17/87 - AP ZPO § 518 Nr. 54).


Da­von ist auch vor­lie­gend aus­zu­ge­hen. Al­lein der Um­stand, dass der auf der Be­ru­fungs­schrift vom 22. No­vem­ber 2007 so­wohl im Brief­kopf als auch in der Un­ter­schrifts­zei­le erwähn­te Rechts­an­walt Dr. M den Schrift­satz nicht un­ter­zeich­net hat, stellt kein zwin­gen­des In­diz dafür dar, dass die Rechts-


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anwältin Dr. S die Ver­ant­wor­tung für die Ein­le­gung der Be­ru­fung nicht über-neh­men woll­te.

2. Die Kla­ge auf Fest­stel­lung, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en über den 30. Sep­tem­ber 2005 hin­aus fort­be­steht, ist un­be­gründet.


a) In ei­ner Rei­he von gleich­ge­la­ger­ten Fällen hat der Se­nat ent­schie­den, dass das Un­ter­rich­tungs­schrei­ben der Be­klag­ten vom 29. Au­gust 2005 über den be­ab­sich­tig­ten Be­triebsüber­gang auf die BenQ Mo­bi­le OHG den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB nicht genügt (vgl. Se­nat 23. Ju­li 2009 - 8 AZR 538/08 -, - 8 AZR 539/08 -, - 8 AZR 540/08 -, - 8 AZR 541/08 - und - 8 AZR 558/08 - mit ein­ge­hen­der Be­gründung).


b) Die un­zuläng­li­che Un­ter­rich­tung durch die Be­klag­te hat­te die ein­mo­na­ti­ge Wi­der­spruchs­frist für den Kläger (§ 613a Abs. 6 Satz 1 BGB) nicht in Lauf ge­setzt (st. Rspr. vgl. Se­nat 22. Ja­nu­ar 2009 - 8 AZR 808/07 - mwN, AP BGB § 613a Un­ter­rich­tung Nr. 4).

c) Das Recht des Klägers zum Wi­der­spruch war zum Zeit­punkt sei­ner Ausübung am 22. De­zem­ber 2006 je­doch ver­wirkt.

aa) Der Se­nat hat be­reits mehr­mals ent­schie­den, dass das Wi­der­spruchs­recht des Ar­beit­neh­mers ver­wir­ken kann (vgl. zB Se­nat 24. Ju­li 2008 - 8 AZR 175/07 - AP BGB § 613a Nr. 347).


Die Ver­wir­kung ist ein Son­der­fall der un­zulässi­gen Rechts­ausübung (§ 242 BGB). Mit der Ver­wir­kung wird die il­loy­al ver­späte­te Gel­tend­ma­chung von Rech­ten aus­ge­schlos­sen. Sie dient dem Ver­trau­ens­schutz und ver­folgt nicht den Zweck, den Schuld­ner stets dann von sei­ner Ver­pflich­tung zu be­frei­en, wenn des­sen Gläubi­ger länge­re Zeit sei­ne Rech­te nicht gel­tend ge­macht hat (Zeit­mo­ment). Der Be­rech­tig­te muss viel­mehr un­ter Umständen untätig ge­blie­ben sein, die den Ein­druck er­weckt ha­ben, dass er sein Recht nicht mehr gel­tend ma­chen wol­le, so dass der Ver­pflich­te­te sich dar­auf ein­stel­len durf­te, nicht mehr in An­spruch ge­nom­men zu wer­den (Um­stands­mo­ment). Hier­bei muss das Er­for­der­nis des Ver­trau­ens­schut­zes auf Sei­ten des Ver­pflich­te­ten das


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In­ter­es­se des Be­rech­tig­ten der­art über­wie­gen, dass ihm die Erfüllung des An­spruchs nicht mehr zu­zu­mu­ten ist.

Schon nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vor dem In­kraft­tre­ten des § 613a Abs. 5 und 6 BGB konn­te das Wi­der­spruchs­recht we­gen Ver­wir­kung aus­ge­schlos­sen sein. An die­ser Recht­spre­chung hat der Se­nat im Ein­klang mit der herr­schen­den Auf­fas­sung im Schrift­tum auch nach der neu­en Rechts­la­ge fest­ge­hal­ten. Die Tat­sa­che, dass der Ge­setz­ge­ber ei­ne Wi­der­spruchs­frist ein­geführt hat, schließt ei­ne An­wen­dung der all­ge­mei­nen Grundsätze nicht aus, weil je­des Recht nur un­ter Berück­sich­ti­gung der Grundsätze von Treu und Glau­ben aus­geübt wer­den kann (Se­nat 15. Fe­bru­ar 2007 - 8 AZR 431/06 - mwN, BA­GE 121, 289 = AP BGB § 613a Nr. 320 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 64).

An­ge­sichts der ge­setz­li­chen Re­ge­lung kann hin­sicht­lich des Zeit­mo­ments nicht auf ei­ne fest­ste­hen­de Mo­nats­frist, bei­spiels­wei­se von sechs Mo­na­ten ab­ge­stellt wer­den. Im Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren sind nämlich Vor­schläge auf Auf­nah­me ei­ner ge­ne­rel­len Höchst­frist von drei (BR-Drucks. 831/1/01 S. 2) bzw. sechs Mo­na­ten (BT-Drucks. 14/8128 S. 4) nicht auf­ge­grif­fen wor­den. Ab­zu­stel­len ist viel­mehr auf die kon­kre­ten Umstände des Ein­zel­falls (Se­nat 15. Fe­bru­ar 2007 - 8 AZR 431/06 - BA­GE 121, 289 = AP BGB § 613a Nr. 320 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 64). Da­bei ist, wie der Se­nat be­reits zur Ver­wir­kung der Gel­tend­ma­chung ei­nes Be­triebsüber­gangs (27. Ja­nu­ar 2000 - 8 AZR 106/99 -) aus­geführt hat, da­von aus­zu­ge­hen, dass bei schwie­ri­gen Sach­ver­hal­ten die Rech­te des Ar­beit­neh­mers erst nach länge­rer Untätig­keit ver­wir­ken können. Außer­dem ist die Länge des Zeit­ab­laufs in Wech­sel­wir­kung zu dem eben­falls er­for­der­li­chen Um­stands­mo­ment zu set­zen. Je stärker das ge­setz­te Ver­trau­en oder die Umstände, die ei­ne Gel­tend­ma­chung für den An­spruchs­geg­ner un­zu­mut­bar ma­chen, sind, des­to schnel­ler kann ein An­spruch ver­wir­ken. Es müssen letzt­lich be­son­de­re Ver­hal­tens­wei­sen so­wohl des Be­rech­tig­ten als auch des Ver­pflich­te­ten vor­lie­gen, die es recht­fer­ti­gen, die späte Gel­tend­ma­chung des Rechts als mit Treu und Glau­ben un­ver­ein­bar und für den Ver­pflich­te­ten als un­zu­mut­bar an­zu­se­hen (Se­nat 15. Fe­bru­ar 2007 - 8 AZR 431/06 - mwN aaO).

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bb) Die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ver­wir­kung lie­gen im Streit­fal­le vor. 


(1) Die Be­ur­tei­lung der Fra­ge, ob ein Recht ver­wirkt ist, ob­liegt zwar grundsätz­lich den Tat­sa­chen­ge­rich­ten, die den ih­nen zur Be­gründung des Ver­wir­kungs­ein­wan­des vor­ge­tra­ge­nen Sach­ver­halt ei­gen­ver­ant­wort­lich zu würdi­gen ha­ben (vgl. BAG 17. Ja­nu­ar 2007 - 7 AZR 23/06 - EzAÜG AÜG § 10 Fik­ti­on Nr. 116). Vom Re­vi­si­ons­ge­richt ist das Be­ru­fungs­ur­teil je­doch dar­auf zu über­prüfen, ob das Tat­sa­chen­ge­richt die von der Recht­spre­chung ent­wi­ckel­ten recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen der Ver­wir­kung be­ach­tet so­wie al­le er­heb­li­chen Ge­sichts­punk­te berück­sich­tigt hat und ob die Be­wer­tung die­ser Ge­sichts­punk­te von den ge­trof­fe­nen tatsächli­chen Fest­stel­lun­gen ge­tra­gen wird (vgl. BAG 12. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 747/06 - mwN, EzA BGB 2002 § 242 Ver­wir­kung Nr. 1).


(2) Vor­lie­gend ist dem Lan­des­ar­beits­ge­richt ein - auch re­vi­si­ons­recht­lich zu be­ach­ten­der - Rechts­feh­ler un­ter­lau­fen. Es hat nämlich die Vor­aus­set­zun­gen für das Vor­lie­gen des Um­stands­mo­ments, wel­ches zu­sam­men mit dem Zeit­mo­ment zur Ver­wir­kung des Wi­der­spruchs­rechts führen kann, ver­kannt.


(3) Das Zeit­mo­ment ist erfüllt. 


Die Frist für das für die Ver­wir­kung maßgeb­li­che Zeit­mo­ment be­ginnt nicht erst mit der um­fas­sen­den Un­ter­rich­tung des Ar­beit­neh­mers über den Be­triebsüber­gang und sei­ne Fol­gen zu lau­fen (vgl. Se­nat 27. No­vem­ber 2008 - 8 AZR 174/07 - NZA 2009, 552). Da­mit setzt auch nicht erst die Kennt­nis des Ar­beit­neh­mers von der Feh­ler­haf­tig­keit der Un­ter­rich­tung die Frist für die Be­ur­tei­lung des Vor­lie­gens des Zeit­mo­ments in Lauf. Bei dem Zeit­mo­ment han­delt es sich nicht um ei­ne ge­setz­li­che, ge­richt­li­che oder ver­trag­lich vor­ge­schrie­be­ne Frist, für wel­che be­stimm­te An­fangs- und End­zeit­punk­te gel­ten, die in den §§ 186 ff. BGB ge­re­gelt sind. Viel­mehr hat bei der Prüfung, ob ein Recht ver­wirkt ist, ei­ne Ge­samt­be­trach­tung statt­zu­fin­den, bei der das Zeit- und das Um­stands­mo­ment zu berück­sich­ti­gen und in Re­la­ti­on zu set­zen sind.


Er­folgt die Prüfung ent­spre­chend die­sen Grundsätzen, so ist es nicht ge­bo­ten, ähn­lich wie bei ge­setz­li­chen, ge­richt­li­chen oder ver­trag­li­chen Fris­ten
 


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für das so ge­nann­te Zeit­mo­ment ei­nen be­stimm­ten Frist­be­ginn, wie et­wa die Kennt­nis des Be­rech­tig­ten von be­stimm­ten Tat­sa­chen fest­zu­le­gen. Viel­mehr ist dar­auf ab­zu­stel­len, ob der Ver­pflich­te­te auf­grund des Zeit­ab­laufs, in dem der Be­rech­tig­te sein Recht nicht aus­geübt hat, und den Umständen des Ein­zel­falls, zu de­nen auch der je­wei­li­ge In­for­ma­ti­ons­stand des Be­rech­tig­ten gehört, dar­auf ver­trau­en durf­te, der Be­rech­tig­te wer­de sein Recht nicht mehr gel­tend ma­chen. Grundsätz­lich ist der ge­sam­te Zeit­ab­lauf seit der Rechts­ent­ste­hung von Be­deu­tung, im Fal­le der Be­klag­ten je­den­falls der Zeit­raum ab En­de Sep­tem­ber 2005, weil zu die­sem Zeit­punkt die aus ih­rer Sicht durch ihr Un­ter­rich­tungs­schrei­ben vom 29. Au­gust 2005 in Gang ge­setz­te ge­setz­li­che ein­mo­na­ti­ge Wi­der­spruchs­frist (§ 613a Abs. 6 Satz 1 BGB) für den Kläger ab­lief.


Der Kläger hat sein Wi­der­spruchs­recht erst über 14 1/2 Mo­na­te nach dem voll­zo­ge­nen Be­triebsüber­gang am 1. Ok­to­ber 2005 aus­geübt, nämlich mit Schrei­ben vom 22. De­zem­ber 2006. Vor Ab­lauf ei­nes Mo­nats nach der Un­ter­rich­tung in Schrift­form muss der Ar­beit­ge­ber we­gen der in § 613a Abs. 6 Satz 1 BGB nor­mier­ten Mo­nats­frist mit ei­nem Wi­der­spruch des Ar­beit­neh­mers rech­nen. Durch die Un­ter­rich­tung über den Be­triebsüber­gang gibt der Ar­beit­ge­ber grundsätz­lich zu er­ken­nen, dass er mit die­ser die Wi­der­spruchs­frist von ei­nem Mo­nat in Gang set­zen will und nach Frist­ab­lauf die Erklärung von Wi­dersprüchen nicht mehr er­war­tet (Se­nat 24. Ju­li 2008 - 8 AZR 166/07 -; 24. Ju­li 2008 - 8 AZR 1020/06 -).

Dies gilt auch, wenn die Un­ter­rich­tung un­vollständig oder feh­ler­haft war. Der Zeit­raum von über 15 1/2 Mo­na­ten zwi­schen der Un­ter­rich­tung über den Be­triebsüber­gang und der Erklärung des Wi­der­spruchs und von über 14 1/2 Mo­na­ten nach Ab­lauf der ge­setz­li­chen Wi­der­spruchs­frist ist nach der Recht­spre­chung des Se­nats grundsätz­lich ge­eig­net, das Vor­lie­gen des Zeit­mo­ments zu be­ja­hen (vgl. Se­nat 24. Ju­li 2008 - 8 AZR 175/07 - AP BGB § 613a Nr. 347) und erfüllt im Streit­fal­le ins­be­son­de­re auch des­halb das Zeit­mo­ment, weil der Kläger durch den Ab­schluss sei­nes Auf­he­bungs­ver­tra­ges mit der BenQ Mo­bi­le OHG ein be­son­ders ge­wich­ti­ges Um­stands­mo­ment ge­setzt hat­te (vgl. un­ten).



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(4) Der Kläger hat durch sein Ver­hal­ten, ins­be­son­de­re durch den Ab­schluss des Auf­he­bungs­ver­tra­ges mit der BenQ Mo­bi­le OHG am 9. Au­gust 2006 das Um­stands­mo­ment ver­wirk­licht.


Das Um­stands­mo­ment ist erfüllt, wenn der Ar­beit­ge­ber da­von aus­ge­hen durf­te, der Wi­der­spruch wer­de nicht mehr aus­geübt. Dies ist dann der Fall, wenn er auf­grund des Ver­hal­tens des Ar­beit­neh­mers an­neh­men durf­te, die­ser ha­be den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf den Be­triebs­er­wer­ber und die­sen da­mit als sei­nen neu­en Ar­beit­ge­ber ak­zep­tiert (vgl. Se­nat 27. No­vem­ber 2008 - 8 AZR 188/07 -; 21. Au­gust 2008 - 8 AZR 407/07 - AP BGB § 613a Nr. 348). Dies ist re­gelmäßig dann der Fall, wenn der Ar­beit­neh­mer über den Be­stand sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ge­genüber dem Be­triebs­er­wer­ber dis­po­niert hat (vgl. Se­nat 27. No­vem­ber 2008 - 8 AZR 174/07 - NZA 2009, 552; 20. März 2008 - 8 AZR 1016/06 - NZA 2008, 1354).


Al­lein der Um­stand, dass der Ar­beit­neh­mer (zunächst) wi­der­spruchs­los beim Be­triebs­er­wer­ber wei­ter­ar­bei­tet und von die­sem die Ar­beits­vergütung ent­ge­gen­nimmt, stellt eben­so we­nig ei­ne Dis­po­si­ti­on über den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses dar (vgl. Se­nat 27. No­vem­ber 2008 - 8 AZR 225/07 -; 24. Ju­li 2008 - 8 AZR 175/07 - AP BGB § 613a Nr. 347) wie Ver­ein­ba­run­gen mit dem Be­triebs­er­wer­ber, durch wel­che ein­zel­ne Ar­beits­be­din­gun­gen, zB Art und Um­fang der zu er­brin­gen­den Ar­beits­leis­tung, Höhe der Ar­beits­vergütung, geändert wer­den. Als Dis­po­si­ti­on über den Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses stel­len sich nur sol­che Ver­ein­ba­run­gen oder Ver­hal­tens­wei­sen des Ar­beit­neh­mers dar, durch wel­che es zu ei­ner Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses kommt, zB Ab­schluss ei­nes Auf­he­bungs­ver­tra­ges (Se­nat 27. No­vem­ber 2008 - 8 AZR 174/07 - NZA 2009, 552) bzw. die Hin­nah­me ei­ner vom Be­triebs­er­wer­ber aus­ge­spro­che­nen Kündi­gung (Se­nat 24. Ju­li 2008 - 8 AZR 175/07 - aaO), oder durch wel­che das Ar­beits­verhält­nis auf ei­ne völlig neue recht­li­che Grund­la­ge ge­stellt wird (zB die Be­gründung ei­nes Al­ters­teil­zeit­ar­beits­verhält­nis­ses).


Auf­grund des Ab­schlus­ses des Auf­he­bungs­ver­tra­ges zwi­schen dem Kläger und der BenQ Mo­bi­le OHG am 9. Au­gust 2006 durf­te die Be­klag­te
 


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da­von aus­ge­hen, der Kläger wer­de sein Wi­der­spruchs­recht nicht mehr ausüben (Erfüllung des Um­stands­mo­ments).

(5) Es ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts un­er­heb­lich, ob und ge­ge­be­nen­falls ab wann die Be­klag­te von dem Ab­schluss des Auf­he­bungs­ver­tra­ges Kennt­nis hat­te.


Auf die Ver­wir­kung darf sich die Be­klag­te be­ru­fen, un­abhängig da­von, ob ihr al­le vom Kläger ver­wirk­lich­ten Um­stands­mo­men­te be­kannt ge­wor­den sind. Bei der Ver­wir­kung des Wi­der­spruchs­rechts im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Be­triebsüber­gang genügt es, dass ei­ner der Ver­pflich­te­ten von den ver­trau­ens­bil­den­den Umständen Kennt­nis hat. Je­den­falls im un­mit­tel­ba­ren Verhält­nis zwi­schen Be­triebs­veräußerer und Be­triebs­er­wer­ber sieht das Ge­setz grundsätz­lich ei­ne ge­mein­sa­me Ver­pflich­tung und Be­rech­ti­gung bei­der aus dem Ar­beits­verhält­nis vor. Dar­aus folgt, dass im­mer dann, wenn sich der Be­triebs­er­wer­ber als neu­er Ar­beit­ge­ber mit Er­folg auf Ver­wir­kungs­umstände be­ru­fen könn­te, die­se auch der Be­triebs­veräußerer als frühe­rer Ar­beit­ge­ber für sich in An­spruch neh­men darf.


Die Un­ter­rich­tungs­pflicht des § 613a Abs. 5 BGB trifft als Ge­samt­schuld­ner so­wohl den bis­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber als auch den neu­en Be­triebs­in­ha­ber. Der von ei­nem Be­triebsüber­gang be­trof­fe­ne Ar­beit­neh­mer er­langt die Fort­dau­er sei­nes Wi­der­spruchs­rechts so­wohl durch In­for­ma­ti­ons­feh­ler des ei­nen wie des an­de­ren. Wenn das Ge­setz in der Fra­ge der In­for­ma­ti­ons­pflicht zum Be­triebsüber­gang den al­ten und neu­en Ar­beit­ge­ber als Ein­heit sieht, legt dies na­he, Be­triebs­veräußerer und Be­triebs­er­wer­ber auch hin­sicht­lich des In­for­ma­ti­ons­stan­des zum Ar­beit­neh­mer­ver­hal­ten ein­heit­lich auf­zu­fas­sen. Auch Art. 3 Abs. 2 der RL 2001/23/EG fin­giert ei­nen glei­chen In­for­ma­ti­ons­stand von Veräußerer und Er­wer­ber über die Rech­te und Pflich­ten der über­ge­gan­ge­nen Ar­beits­verhält­nis­se. Ent­schei­dend kommt hin­zu, dass nach § 613a Abs. 6 Satz 2 BGB der Ar­beit­neh­mer den Wi­der­spruch so­wohl ge­genüber dem bis­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber (Be­triebs­veräußerer) als auch ge­genüber dem neu­en In­ha­ber (Be­triebs­er­wer­ber) erklären darf. Der Wi­der­spruch kann aber nicht ge­genüber dem neu­en Ar­beit­ge­ber ver­wirkt sein, weil die­ser die ein­ge­tre­te­nen
 


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„Umstände“ kennt, ge­genüber dem bis­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber we­gen des­sen Un­kennt­nis je­doch nicht. Für das Schuld­verhält­nis von Be­triebs­veräußerer und Be­triebs­er­wer­ber als Ge­samt­schuld­ner ge­genüber dem Ar­beit­neh­mer als Be­rech­tig­tem ist in § 613a BGB, ins­be­son­de­re in des­sen Abs. 6, „ein an­de­res“ nor­miert (§ 425 Abs. 1 BGB). Neu­er und al­ter Ar­beit­ge­ber dürfen sich wech­sel-sei­tig auf die Kennt­nis des an­de­ren vom Ar­beit­neh­mer­ver­hal­ten be­ru­fen. Ei­ne nach­ge­wie­se­ne Kennt­nis des in An­spruch ge­nom­me­nen Ver­pflich­te­ten von ei­nem be­stimm­ten Ar­beit­neh­mer­ver­hal­ten ist nicht er­for­der­lich, wenn fest­steht, dass die­ses Ver­hal­ten we­nigs­tens dem an­de­ren Ver­pflich­te­ten be­kannt ge­wor­den ist (Se­nat 2. April 2009 - 8 AZR 220/07 -).

d) Die vom Kläger er­ho­be­ne Aufklärungsrüge ist un­be­acht­lich. Ent­ge­gen sei­ner An­sicht ist es oh­ne Be­lang, un­ter wel­chen Umständen es zum Ab­schluss des Auf­he­bungs­ver­tra­ges zwi­schen ihm und der BenQ Mo­bi­le OHG am 9. Au­gust 2006 ge­kom­men ist. Der Kläger hat­te bis zum Zeit­punkt der Erklärung sei­nes Wi­der­spruchs am 22. De­zem­ber 2006 we­der ge­genüber der Be­klag­ten noch der BenQ Mo­bi­le OHG gel­tend ge­macht, der Auf­he­bungs-ver­trag sei - aus wel­chen Gründen auch im­mer - rechts­un­wirk­sam. Da er so­mit am recht­li­chen Be­stand des Auf­he­bungs­ver­tra­ges bis zur Ausübung des Wi­der­spruchs fest­ge­hal­ten hat­te, durf­ten so­wohl die Be­klag­te als auch die BenQ Mo­bi­le OHG da­von aus­ge­hen, der Kläger ha­be über den Be­stand sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses durch Ab­schluss die­ses Auf­he­bungs­ver­tra­ges dis­po­niert. Ob sich aus ei­ner mögli­cher­wei­se durch die BenQ Mo­bi­le OHG ge­genüber dem Kläger be­gan­ge­nen un­er­laub­ten Hand­lung Ansprüche für die­sen er­ge­ben könn­ten, war nicht Ge­gen­stand des vor­lie­gen­den Rechts­streits.


II. Die Re­vi­si­on des Klägers ist un­be­gründet. 


Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge auf Wei­ter­beschäfti­gung im Er­geb­nis zu Recht ab­ge­wie­sen.

Da das Ar­beits­verhält­nis des Klägers mit der Be­klag­ten auf­grund des am 1. Ok­to­ber 2005 er­folg­ten Be­triebsüber­gangs be­en­det wor­den ist, steht ihm ab die­sem Zeit­punkt kein Beschäfti­gungs­an­spruch ge­gen die Be­klag­te mehr zu.

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III. Der Kläger hat nach § 91 Abs. 1, § 97 ZPO die Kos­ten der Be­ru­fung und der Re­vi­si­on zu tra­gen.

Hauck

Böck 

Brein­lin­ger

Döring 

An­dre­as Hen­ni­ger

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