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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Eigenkündigung, Arbeitslosengeld: Sperrzeit,
   
Gericht: Hessisches Landessozialgericht
Akten­zeichen: L 9 AL 129/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 29.07.2009
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Sozialgericht Darmstadt
   

Hes­si­sches Lan­des­so­zi­al­ge­richt


L 9 AL 129/08
S 11 AL 363/06 (So­zi­al­ge­richt Darm­stadt)


Verkündet am 18. Ju­ni 2009

SJ.
Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te

als Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

 

Im Na­men des Vol­kes

Ur­teil

In dem Rechts­streit

A.,
A-Straße, A-Stadt,


Kläger und Be­ru­fungskläger,

Pro­zess­be­vollm.: Rechts­anwälte B.,
B-Straße, B-Stadt,

ge­gen

Bun­des­agen­tur für Ar­beit, ver­tre­ten durch das Vor­sit­zen­de Mit­glied der Geschäftsführung der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Hes­sen, Sao­ne­s­traße 2 - 4, 60528 Frank­furt am Main,

Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te,

hat der 9. Se­nat des Hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts in Darm­stadt auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 18. Ju­ni 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­so­zi­al­ge­richt Schöler, die Rich­te­rin am Lan­des­so­zi­al­ge­richt Han­nap­pel, den Rich­ter am Lan­des­so­zi­al­ge­richt Ko­ep­ke so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Pfeif­fer und Schmidt für Recht er­kannt:

I. Auf die Be­ru­fung des Klägers wird das Ur­teil des So­zi­al­ge­richts Darm­stadt vom 15. Mai 2008 geändert. Der Be­scheid der Be­klag­ten vom 11. Sep­tem­ber 2006 in der Ge­stalt des Wi­der­spruchs­be­schei­des vom 16. Ok­to­ber 2006 und des Ände­rungs­be­schei­des vom 12. Au­gust 2008 wird in vol­lem Um­fang auf­ge­ho­ben. Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, dem Kläger Ar­beits­lo­sen­geld auch für die Zeit vom 4. Ju­li 2006 bis zum 11. Au­gust 2006 zu gewähren.

II. Die Be­klag­te hat die außer­ge­richt­li­chen Kos­ten des Klägers für bei­de In­stan­zen zu er­stat­ten.

III. Die Re­vi­si­on wird nicht zu­ge­las­sen.


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Tat­be­stand


Es geht in vor­lie­gen­dem Rechts­streit um den Ein­tritt ei­ner Sperr­zeit we­gen Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses ab 1. Ju­li 2006 noch im Um­fang von sechs Wo­chen.

Der 1968 ge­bo­re­ne Kläger war von Ju­ni 2000 bis März 2006 bei der C. D. AG als Om­ni­bus­fah­rer beschäftigt. Sei­nen An­trag auf Ar­beits­lo­sen­geld vom 1. April 2006 hat­te die Be­klag­te ab­ge­lehnt, da der Kläger bis ein­sch­ließlich 14. April 2006 noch ei­nen Ur­laubs­an­spruch ge­habt ha­be und ab 15. April 2006 wie­der in ei­nem Ver­si­che­rungs­pflicht­verhält­nis ste­he.
Am 12. Mai 2006 kündig­te die E. F. GmbH (G.) auf Wunsch des Klägers das seit 15. April 2006 be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis zum 31. Mai 2006. Der Kläger wur­de an­sch­ließend je­doch wie­der ein­ge­stellt. Mit Schrei­ben vom 15. Ju­ni 2006 kündig­te der Kläger das Ar­beits­verhält­nis zum 1. Ju­li 2006.
Am 19. Ju­ni 2006 frag­te der Kläger im Rah­men ei­ner persönli­chen Vor­spra­che bei der Be­klag­ten an, ob ei­ne Ei­genkündi­gung ei­ne Sperr­zeit zur Fol­ge ha­be; der Ar­beit­ge­ber ha­be den Lohn für Mai 2006 noch nicht ge­zahlt. Der Lohn war dann am 20. Ju­ni 2006 über­wie­sen wor­den. Im Rah­men ei­nes Kon­tak­tes am 22. Ju­ni 2006 gab der Kläger er­neut an, dass er kündi­gen wol­le und wur­de von ei­ner Mit­ar­bei­te­rin der Be­klag­ten auf die Möglich­keit ei­ner Sperr­zeit hin­ge­wie­sen.
Der Kläger mel­de­te sich so­dann zum 4. Ju­li 2006 ar­beits­los und be­an­trag­te Ar­beits­lo­sen­geld. In der Anhörung (we­gen ei­ner evtl. Sperr­zeit) gab der Kläger an, er ha­be trotz mehr­fa­cher Nach­fra­ge kei­nen schrift­li­chen Ar­beits­ver­trag er­hal­ten, er sei auf pünkt­li­che Ge­halts­zah­lun­gen an­ge­wie­sen und nicht 3 Wo­chen später, die Ru­he­zei­ten sei­en nicht ein­ge­hal­ten wor­den. Er brau­che ei­ne Stel­le, die ihm Si­cher­heit ge­be. Lt. ei­nem Ak­ten­ver­merk vom 11. Sep­tem­ber 2006 (Te­le­fo­nat mit dem Zeu­gen E. F.) sei der Kläger mit der Auf­ga­be völlig über­for­dert ge­we­sen, der Kläger ha­be mehr­mals gekündigt und sei im­mer wie­der ein­ge­stellt wor­den. Die drit­te Kündi­gung sei dann als endgültig an­ge­se­hen wor­den. Die Ge­halts­ab­rech­nung sei zum 15. des Fol­ge­mo­nats er­folgt, im Ju­ni 2006 ein paar Ta­ge später. Hätte der Kläger nicht gekündigt, wäre er früher oder später we­gen Nich­t­eig­nung ent­las­sen wor­den.
Mit Be­scheid vom 11. Sep­tem­ber 2006 stell­te die Be­klag­te fest, dass in der Zeit vom 1. Ju­li 2006 bis zum 22. Sep­tem­ber 2006 ei­ne Sperr­zeit ein­ge­tre­ten ist. Der Kläger ha­be sein Beschäfti­gungs­verhält­nis bei G. durch ei­ge­ne Kündi­gung selbst gelöst. Das Vor­lie­gen ei­nes wich­ti­gen Grun­des sei nicht er­kenn­bar. Der An­spruch auf Ar­beits­lo­sen­geld min­de­re sich um ein Vier­tel der An­spruchs­dau­er ent­spre­chend um
 


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90 Ta­ge. Mit wei­te­rem – hier nicht streit­be­fan­ge­nem Be­scheid – hat die Be­klag­te nach § 37b SGB 3 ei­ne einwöchi­ge Sperr­zeit fest­ge­stellt, die zeit­lich an die streit­be­fan­ge­ne Sperr­zeit an­schloss.
Ge­gen den erst­ge­nann­ten Be­scheid hat der Kläger am 27. Sep­tem­ber 2006 Wi­der­spruch ein­ge­legt und vor­ge­tra­gen, der Ar­beit­ge­ber ha­be das Ar­beits­verhält­nis mit Schrei­ben vom 12. Mai 2006 frist­gemäß zum 31. Mai 2006 gekündigt. Sei­ne ei­ge­ne späte­re Kündi­gung zum 1. Ju­li 2006 sei da­mit un­wirk­sam. Im Ju­ni 2006 ha­be er nur noch aus­hilfs­wei­se ge­ar­bei­tet.
Mit Wi­der­spruchs­be­scheid vom 16. Ok­to­ber 2006 hat die Be­klag­te den Wi­der­spruch zurück­ge­wie­sen und un­ter an­de­rem aus­geführt, nach Abwägung der In­ter­es­sen des Klägers mit den In­ter­es­sen der Bei­trags­zah­ler sei es dem Kläger zu­mut­bar ge­we­sen, das Beschäfti­gungs­verhält­nis zu­min­dest bis zum Be­ginn ei­ner Dau­er­beschäfti­gung bei ei­nem an­de­ren Ar­beit­ge­ber fort­zu­set­zen.
Am 16. No­vem­ber 2006 hat der Kläger Kla­ge er­ho­ben. Er hat un­ter an­de­rem vor­ge­tra­gen, der Ar­beit­ge­ber ha­be sei­ne Zu­sa­ge nicht ein­ge­hal­ten, ei­nen schrift­li­chen Ar­beits­ver­trag zu ma­chen, er ha­be auch an den Wo­chen­en­den ar­bei­ten müssen und ha­be erst abends zwi­schen 20 und 23 Uhr von sei­nem Chef er­fah­ren, wann er am nächs­ten Tag zur Ar­beit zu er­schei­nen ha­be. Er ha­be auch ganz un­ter­schied­li­che Rou­ten fah­ren müssen. Er ha­be re­gelmäßig sei­nen Lohn erst zu spät er­hal­ten, be­son­ders spät im Ju­ni 2006. Er sei auch auf­ge­for­dert wor­den, mit meh­re­ren Fahr­ten­schrei­ber­schei­ben zu ar­bei­ten, da­mit Über­schrei­tun­gen der Lenk­zei­ten nicht auf­fie­len. Der Kläger hat ein­zel­ne Fo­to­ko­pi­en von Fahr­ten­schrei­ber­schei­ben vor­ge­legt.
Die Be­klag­te hat un­ter an­de­rem vor­ge­tra­gen, ein wich­ti­ger Grund für ei­ne Kündi­gung könne im Zah­lungs­ver­zug über länge­re Zeit oder bei wie­der­hol­tem Ver­zug vor­lie­gen. Ar­beits­verträge könn­ten auch form­frei ge­schlos­sen wer­den und auch das Nach­weis­ge­setz schrei­be nur vor, dass der Ar­beit­neh­mer ei­nen An­spruch ge­gen den Ar­beit­ge­ber ha­be, die nie­der­ge­leg­ten Ar­beits­be­din­gun­gen in Schrift­form aus­zuhändi­gen. Das So­zi­al­ge­richt hat im Ter­min am 15. Mai 2008 den Kläger an­gehört und den In­ha­ber von G. – E. F. - als Zeu­gen ver­nom­men.
Mit Ur­teil vom 15. Mai 2008 hat es die an­ge­foch­te­nen Be­schei­de geändert, die Sperr­zeit auf sechs Wo­chen her­ab­ge­setzt und die Kla­ge im Übri­gen ab­ge­wie­sen. In der Be­gründung hat es aus­geführt, der Kläger ha­be oh­ne wich­ti­gen Grund sein Ar­beits­verhält­nis gelöst und da­durch zu­min­dest grob fahrlässig die Ar­beits­lo­sig­keit her­bei­geführt. We­der der feh­len­de schrift­li­che Ar­beits­ver­trag, noch die ein­ma­lig ver­späte­te Lohn­zah­lung für Mai 2006, noch die kurz­fris­tig mit­ge­teil­ten Ar­beitseinsätze stell­ten ei­nen wich­ti­gen Grund dar. Die Ar­beit ha­be vom je­wei­li­gen Fah­rer ei­ne ho­he Fle­xi­bi­lität ge­for­dert. Es sei auch zu berück­sich­ti­gen, dass das Ar­beits­verhält­nis

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ins­ge­samt nur 2 1/2 Mo­na­te ge­dau­ert ha­be und der Kläger zunächst im Li­ni­en­ver­kehr ein­ge­setzt ge­we­sen sei. Es sei dem Kläger zu­mut­bar ge­we­sen, zunächst die wei­te­re Ent­wick­lung ab­zu­war­ten oder sich ein An­schluss­ar­beits­verhält­nis zu su­chen. Ei­ne 12-wöchi­ge Sperr­zeit be­deu­te je­doch ei­ne be­son­de­re Härte gemäß § 144 Abs. 3 Nr. 2 So­zi­al­ge­setz­buch Drit­tes Buch (SGB 3), da ins­be­son­de­re die Über­for­de­rungs­si­tua­ti­on des Klägers zu berück­sich­ti­gen sei.
Ge­gen das am 16. Ju­li 2008 zu­ge­stell­te Ur­teil hat der Kläger am 4. Au­gust 2008 Be­ru­fung ein­ge­legt.
Der Kläger wie­der­holt und ver­tieft sein bis­he­ri­ges Vor­brin­gen und trägt ergänzend vor, das So­zi­al­ge­richt ver­ken­ne, dass der Ar­beit­ge­ber sich bei sei­nen kurz­fris­ti­gen Ar­beits­an­ord­nun­gen im Be­reich des § 12 Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG) be­we­ge. Es han­de­le sich um Ar­beit auf Ab­ruf, denn es sei nicht nur um die Fra­ge ge­gan­gen, wo­hin er, der Kläger, am nächs­ten Tag ha­be fah­ren sol­len, son­dern auch, ob und wie lan­ge er über­haupt zum Ein­satz ge­kom­men sei. Dann sei er aber nur zur Ar­beits­leis­tung ver­pflich­tet, wenn der Ar­beit­ge­ber ihm die La­ge sei­ner Ar­beits­zeit je­weils min­des­tens vier Ta­ge im Vor­aus mit­ge­teilt ha­be. Al­ler­dings wer­de der Be­klag­ten zu­ge­stimmt, dass sich der Kläger in ei­nem un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis in Voll­zeit be­fun­den ha­be. Al­ler­dings sei § 12 Tz­B­fG auch auf das vor­lie­gen­de Ar­beits­verhält­nis an­wend­bar. Wer auf Ab­ruf mit­ge­teilt be­kom­me, ob er über­haupt, wann und wo er ar­bei­ten dürfe, sei nicht voll­zeit­beschäftigt. Wer un­ter Ver­s­toß ge­gen die Re­ge­lun­gen des Ar­beits­zeit­ge­set­zes bzw. der vor­ge­schrie­be­nen Ru­he­zei­ten für Be­rufs­kraft­fah­rer ein­ge­setzt wer­den sol­le, ver­lie­re sei­nen Ar­beits­platz nicht schuld­haft, wenn er sich dem wi­der­set­ze.
Im Ter­min am 18. Ju­ni 2009 hat der Kläger – persönlich an­gehört – fer­ner un­ter an­de­rem vor­ge­tra­gen, der Chef ha­be ihn dar­auf hin­ge­wie­sen, dass er not­falls mit zwei Ta­cho­schei­ben ar­bei­ten müsse, wenn er mit sei­nen Lenk- und Ru­he­zei­ten nicht hin­kom­me. Er ha­be dies auch ge­tan, könne es aber nicht be­wei­sen. Sei­ne be­son­de­ren Schwie­rig­kei­ten hätten dar­in be­stan­den, dass er ver­schie­de­ne – in­ein­an­der ver­schach­tel­te – Fahr­ten ha­be durchführen müssen. Die Ko­or­di­nie­rung die­ser Fahr­ten un­ter Berück­sich­ti­gung der knap­pen Zeit hätte ihn über­for­dert. Das Fah­ren selbst ha­be ihn nicht über­for­dert. Er hätte das Gefühl ge­habt, dass er mit Ar­beit voll­ge­stopft wor­den sei und, wenn es dann gar nicht mehr ge­gan­gen sei, hätten die Kol­le­gen – durch den Chef ver­mit­telt – ihm ein­zel­ne Fahr­ten ab­ge­nom­men. Er sei auch nur am An­fang, als er für zwei Wo­chen ei­ne be­stimm­te Stre­cke ge­fah­ren ha­be, rich­tig ein­ge­wie­sen wor­den. Das sei nicht so schlimm ge­we­sen. Später sei es dann al­ler­dings schlim­mer ge­wor­den, als dann die gan­zen Schul­fahr­ten nach außer­halb ge­we­sen sei­en.

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Der Kläger be­an­tragt,
das Ur­teil des So­zi­al­ge­richts Darm­stadt vom 15. Mai 2008 zu ändern und den Be­scheid der Be­klag­ten vom 11. Sep­tem­ber 2006 in der Ge­stalt des Wi­der­spruchs­be­schei­des vom 16. Ok­to­ber 2006 so­wie des Ände­rungs­be­schei­des vom 12. Au­gust 2008 in vol­lem Um­fang auf­zu­he­ben und die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, ihm Ar­beits­lo­sen­geld auch für die Zeit vom 1. Ju­li 2006 bis zum 11. Au­gust 2006 in ge­setz­li­chem Um­fang zu gewähren.

Die Be­klag­te be­an­tragt,
die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen.

Die Be­klag­te trägt vor, der Kläger ha­be in ei­nem un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis in Voll­zeit ge­stan­den, so dass das Tz­B­fG kei­ne An­wen­dung fin­de. Wenn der Kläger we­gen ei­nes zusätz­li­chen Ar­beits­be­darfs länger als ver­ein­bart ge­ar­bei­tet hätte, hätte es sich da­bei um die Leis­tung von Über­stun­den ge­han­delt. Ein Ver­s­toß des Ar­beit­ge­bers ge­gen das Nach­weis­ge­setz hätte al­lein des­sen Haf­tung auf Scha­dens­er­satz zur Fol­ge ge­habt. Ein der­art schwe­rer Ver­s­toß, wie ihn die Recht­spre­chung für die ob­jek­ti­ve Un­zu­mut­bar­keit der Fort­set­zung ei­nes Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses an­neh­me, sei nicht ge­ge­ben. Im Übri­gen ha­be der Ar­beit­ge­ber dar­ge­legt, dass sich die schrift­li­che Fi­xie­rung des Ar­beits­ver­tra­ges als schwie­rig her­aus­ge­stellt ha­be we­gen der häufi­gen durch den Kläger ver­an­lass­ten Kündi­gun­gen.

Die Be­klag­te hat mit Be­scheid vom 12. Au­gust 2008 die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung um­ge­setzt und die Sperr­zeit auf die Zeit vom 1. Ju­li bis zum 11. Au­gust 2006 fest­ge­setzt. Die Min­de­rung des An­spruchs auf Ar­beits­lo­sen­geld wur­de auf 42 Ta­ge fest­ge­setzt. Mit wei­te­rem – hier nicht streit­be­fan­ge­nen – Be­scheid vom 12. Au­gust 2008 hat die Be­klag­te die nach § 37b SGB 3 fest­ge­setz­te einwöchi­ge Sperr­zeit ver­legt auf die Zeit vom 12. Au­gust bis 18. Au­gust 2006. Mit wei­te­rem Ände­rungs­be­scheid vom 12. Au­gust 2008 hat die Be­klag­te dem Kläger Ar­beits­lo­sen­geld be­wil­ligt für die Zeit ab 19. Au­gust 2006.

We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens der Be­tei­lig­ten wird ergänzend auf den In­halt der Ge­richts- und Ver­wal­tungs­ak­ten Be­zug ge­nom­men.

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Ent­schei­dungs­gründe


Die form- und frist­ge­recht (§ 151 So­zi­al­ge­richts­ge­setz - SGG) so­wie auch an­sons­ten statt­haf­te (§§ 143, 144 Abs. 1 Satz 2 SGG) Be­ru­fung des Klägers ist zulässig. Ins­be­son­de­re ist der Be­schwer­de­wert gemäß § 144 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGG (in der ab 1. April 2008 gel­ten­den Fas­sung) von über 750 € er­reicht, da in der Be­ru­fungs­in­stanz noch 42 Ta­ge (6 Wo­chen) Ar­beits­lo­sen­geld á 32,16 € (1.350,72 €) im Streit sind.

Die zulässi­ge Be­ru­fung ist auch im We­sent­li­chen be­gründet. Le­dig­lich der Leis­tungs­an­trag hin­sicht­lich der Zeit vom 1. bis 3. Ju­li 2006 konn­te kei­nen Er­folg ha­ben, da der Kläger sich erst am 4. Ju­li 2006 ar­beits­los ge­mel­det und Ar­beits­lo­sen­geld be­an­tragt hat, § 122 SGB 3. Es ist da­bei unschädlich, dass der Aus­spruch „im Übri­gen wird die Be­ru­fung zurück­ge­wie­sen“ im Te­nor fehlt, da die Fra­ge des Be­ginns des gel­tend ge­mach­ten An­spruchs Ge­gen­stand der münd­li­chen Ver­hand­lung und auch der Be­ra­tung des er­ken­nen­den Se­na­tes war.
Nach Be­ja­hung der be­son­de­ren Härte durch das an­ge­foch­te­ne Ur­teil ist Streit­ge­gen­stand des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens nur noch ei­ne Sperr­zeit von 6 Wo­chen (1. Ju­li bis 11. Au­gust 2006) bzw. ein ent­spre­chend gel­tend ge­mach­ter Leis­tungs­an­spruch.

Nach § 144 Abs. 1 Satz 1 SGB 3 (i.d.F. des 3. Ge­set­zes für mo­der­ne Dienst­leis­tun­gen am Ar­beits­markt vom 23. De­zem­ber 2003, BGBl. I s. 2848) ruht der An­spruch für die Dau­er ei­ner Sperr­zeit, wenn der Ar­beit­neh­mer sich ver­si­che­rungs­wid­rig ver­hal­ten hat, oh­ne dafür ei­nen wich­ti­gen Grund zu ha­ben. Ver­si­che­rungs­wid­ri­ges Ver­hal­ten liegt gemäß § 144 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB 3 vor, wenn der Ar­beits­lo­se das Beschäfti­gungs­verhält­nis gelöst oder durch ar­beits­ver­trags­wid­ri­ges Ver­hal­ten An­lass für die Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses ge­ge­ben und da­durch vorsätz­lich oder grob fahrlässig die Ar­beits­lo­sig­keit her­bei­geführt hat (Sperr­zeit bei Ar­beits­auf­ga­be). Gemäß § 144 Abs. 3 Satz 1 SGB 3 beträgt die Dau­er der Sperr­zeit bei Ar­beits­auf­ga­be 12 Wo­chen. Der Kläger hat das Beschäfti­gungs­verhält­nis da­durch gelöst, dass er den Ar­beits­ver­trag selbst gekündigt hat. Ent­schei­dend ist da­bei die letz­te – schließlich zur Auflösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses führen­de – Kündi­gung des Klägers. Die frühe­ren Kündi­gun­gen des Ar­beit­ge­bers (un­abhängig da­von, ob mit oder oh­ne Wunsch des Klägers aus­ge­spro­chen) sind oh­ne Be­deu­tung, da je­weils durch Ver­ein­ba­rung des Klägers und des Ar­beit­ge­bers das Ar­beits­verhält­nis fort­ge­setzt wur­de. Der Kläger hat durch die Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses sei­ne Ar­beits­lo­sig­keit auch zu­min­dest grob fahrlässig her­bei­geführt. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts (BSG) führt der Ar­beit­neh­mer mit ei­ner Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses sei­ne

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Ar­beits­lo­sig­keit je­den­falls dann grob fahrlässig her­bei, wenn er nicht min­des­tens kon­kre­te Aus­sich­ten auf ei­nen An­schluss­ar­beits­platz hat (Ur­teil vom 17. No­vem­ber 2005 – B 11a/11 AL 49/04 R – SozR 4-4300 § 144 Nr. 10 m.w.N.). Der Kläger hat­te kei­ne Aus­sich­ten auf ei­nen An­schluss­ar­beits­platz, so dass zu­min­dest gro­be Fahrlässig­keit zu be­ja­hen ist.
Der Kläger hat­te für die Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses je­doch ei­nen wich­ti­gen Grund. Das BSG kon­kre­ti­siert den un­be­stimm­ten Ge­set­zes­be­griff "wich­ti­ger Grund" in ständi­ger Recht­spre­chung an­hand des Zwecks der Sperr­zeit­re­ge­lung. Sie soll die So­li­dar­ge­mein­schaft vor der In­an­spruch­nah­me durch Leis­tungs­be­rech­tig­te schützen, die den Ein­tritt des ver­si­cher­ten Ri­si­kos Ar­beits­lo­sig­keit selbst her­bei­geführt und zu ver­tre­ten ha­ben oder an der Ein­glie­de­rung in das Er­werbs­le­ben nicht in zu­mut­ba­rer Wei­se mit­wir­ken (vgl. Ur­teil vom 5. No­vem­ber 1998 – B 11 AL 5/98 R – SozR 3-4100 § 119 Nr. 16 m.w.N.). Nach der Ge­set­zes­be­gründung soll ei­ne Sperr­zeit nur dann ein­tre­ten, wenn dem Ar­beit­neh­mer un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­fal­les und un­ter Abwägung sei­ner In­ter­es­sen und der In­ter­es­sen der Ver­si­cher­ten­ge­mein­schaft ein an­de­res Ver­hal­ten zu­ge­mu­tet wer­den kann (BT-Drucks. V/4110 S. 21). Da­bei muss der wich­ti­ge Grund nicht nur die Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses, son­dern ge­ra­de auch den kon­kre­ten Zeit­punkt der Lösung de­cken. In Übe­rein­stim­mung mit den An­ga­ben des Ar­beit­ge­bers (Ak­ten­no­tiz vom 11. Sep­tem­ber 2006 und Zeu­gen­aus­sa­ge im Ter­min vor dem So­zi­al­ge­richt am 15. Mai 2008) und den Fest­stel­lun­gen des So­zi­al­ge­richts geht auch der er­ken­nen­de Se­nat da­von aus, dass der Kläger durch die zu er­le­di­gen­de Ar­beit mit der kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung der Ar­beits­abläufe je­den­falls zum En­de sei­ner Ar­beit und zum Kündi­gungs­zeit­punkt ob­jek­tiv stark über­for­dert war. So gab der Ar­beit­ge­ber am 11. Sep­tem­ber 2006 te­le­fo­nisch ei­ne völli­ge Über­for­de­rung des Klägers an. Da­bei kann die ob­jek­ti­ve Über­for­de­rung des Beschäftig­ten mit ei­ner Ar­beit ei­nen wich­ti­gen Grund zur Lösung sei­nes Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses dar­stel­len (Wink­ler in: Ga­gel, SGB III, An­hang 1 zu § 144 Rd­nr. 76, Stand: Ju­li 2003). Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des So­zi­al­ge­richts sieht auch der er­ken­nen­de Se­nat in ei­ner Über­for­de­rung je­den­falls in der vor­lie­gen­den Art und Schwe­re nicht nur ei­nen Härtetat­be­stand im Sin­ne des § 144 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2b SGB 3, son­dern ei­nen wich­ti­gen Grund. Das Zu­sam­men­spiel ver­schie­de­ner Fak­to­ren setz­te den Kläger so un­ter Druck, dass er den ge­stell­ten An­for­de­run­gen nicht mehr ge­recht wer­den konn­te und des­halb be­rech­tig­ter­wei­se mit Schrei­ben vom 15. Ju­ni zum 1. Ju­li 2006 gekündigt hat. Zu den ge­nann­ten Fak­to­ren gehörte die für den Kläger un­plan­ba­re Frei­zeit, da er erst abends oder in der Nacht (zwi­schen 20 und 23 Uhr) er­fuhr, ob er am nächs­ten Tag zu ar­bei­ten hat­te oder Frei­zeit be­kam, und zwar auch die Wo­chen­en­den ein­ge­schlos­sen. Für die Vor­be­rei­tung sei­ner Fahr­ten hat­te er am Mor­gen le­dig­lich 10 bis 15 Mi­nu­ten Zeit, ob­wohl es sich um – nach

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sei­ner Wahr­neh­mung – recht kom­pli­zier­te in­ein­an­der ver­schach­tel­te Fahr­ten ver­schie­de­ner Grup­pen han­del­te, die zu un­ter­schied­li­chen Zie­len ge­bracht und zwi­schen­durch wie­der ab­ge­holt wer­den muss­ten. Sch­ließlich wa­ren die Fahrt­zei­ten so knapp kal­ku­liert, dass der Kläger bei nicht mögli­cher Ein­hal­tung des vor­ge­ge­be­nen Zeit­plans den Chef zwi­schen­durch bit­ten muss­te, dass er ei­nen an­de­ren Kol­le­gen mit ein­zel­nen Fahr­ten be­auf­trag­te, um ihn – den Kläger – zu ent­las­ten. Zu berück­sich­ti­gen ist schließlich, dass bei sol­chen Be­din­gun­gen auch die Kon­zen­tra­ti­on des Klägers und da­mit die Ver­kehrs­si­cher­heit des mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen be­setz­ten Bus­ses be­ein­träch­tigt wur­den. Bestätigt wird die­ses Er­geb­nis durch die Tat­sa­che, dass der Kläger zu Be­ginn sei­ner Tätig­keit bei G. nach ent­spre­chen­der Ein­wei­sung mit den ge­for­der­ten Li­ni­en­fahr­ten zu­recht kam und die­se Ar­beit nach sei­nen An­ga­ben gern ge­macht hat und auch oh­ne Pro­ble­me hätte wei­ter­ma­chen können.
Zwar steht es nach der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts der un­be­rech­tig­ten Auf­ga­be ei­ner Ar­beit gleich, wenn der Ar­beits­lo­se sei­ne Ar­beits­stel­le aus ei­nem be­rech­tig­ten Grun­de auf­ge­ge­ben hat, oh­ne zu­vor zu des­sen Be­sei­ti­gung ei­nen zu­mut­ba­ren Ver­such un­ter­nom­men zu ha­ben (Ur­teil vom 29. No­vem­ber 1988 – 11/7 RAr 91/87 R – BS­GE 64, 202). Im vor­lie­gen­den Fall hat der Kläger es je­doch zwei­mal nach den (von ihm zunächst er­be­te­nen) Kündi­gun­gen wie­der ver­sucht und der Ar­beit­ge­ber hat ihn wei­ter beschäftigt, je­doch oh­ne dass sich die Ar­beits­be­din­gun­gen für den Kläger we­sent­lich ver­bes­sert hätten.
Nicht aus­schlag­ge­bend, wenn auch für den Kläger zusätz­lich be­las­tend, war die un­re­gelmäßige und be­son­ders im Ju­ni 2006 (für Mai 2006) ver­späte­te Lohn­zah­lung. Hin­sicht­lich der Be­haup­tung über die Nicht­ein­hal­tung der Lenk- und Ru­he­zei­ten fehlt es be­reits an ei­nem schlüssi­gen Vor­trag des Klägers, so dass es in­so­weit auch kei­ner wei­te­ren Er­mitt­lun­gen be­durf­te. Je­den­falls die vom Kläger vor­ge­leg­ten Fahr­ten­schrei­ber­ko­pi­en zei­gen we­der, dass der Kläger am sel­ben Tag mit zwei Schei­ben ge­ar­bei­tet hat, noch, dass an den je­wei­li­gen Ta­gen die Lenk- und Ru­he­zei­ten vom Kläger nicht ein­ge­hal­ten wor­den sind.
So­weit der Kläger sich auf die Re­ge­lun­gen des Tz­B­fG be­ru­fen hat, grei­fen die­se gemäß § 2 Abs. 1 Tz­B­fG be­reits des­halb nicht ein, da der Kläger im Ter­min am 18. Ju­ni 2009 bestätigt hat, dass es sich um ei­ne Voll­zeit­stel­le mit 170 St­un­den im Mo­nat ge­han­delt hat.

Die vom Kläger nicht an­ge­grif­fe­ne und mit dem wei­te­ren (hier nicht an­ge­grif­fe­nen) Ände­rungs­be­scheid vom 12. Au­gust 2008 nach § 37b SGB 3 nachträglich auf die Zeit vom 12. bis 18. Au­gust 2006 fest­ge­setz­te einwöchi­ge Sperr­zeit ist nicht Ge­gen­stand des Ver­fah­rens, wird aber in­di­rekt da­von be­trof­fen, da ih­re La­ge nun­mehr falsch ge­wor­den

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ist. Es wird der Be­klag­ten ob­lie­gen, im Zu­ge der Ausführung des vor­lie­gen­den Ur­teils die­se Sperr­zeit nun­mehr er­neut fest­zu­set­zen, und zwar für die Zeit ab 1. Ju­li 2006 als den Be­ginn der Ar­beits­lo­sig­keit (vgl. Nie­sel in Nie­sel SGB III 4. Aufl. § 144, Rd­nr. 153) und bis zum 7. Ju­li 2006. Als Fol­ge dar­aus ver­liert dann je­doch die vor­lie­gen­de Ver­ur­tei­lung der Be­klag­ten zur Gewährung von Ar­beits­lo­sen­geld ih­re Wir­kung hin­sicht­lich der Zeit vom 4. bis zum 7. Ju­li 2006; auf der an­de­ren Sei­te entfällt die Leis­tungs­ver­sa­gung für die Zeit vom 12. bis zum 18. Au­gust 2006.
Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 193 SGG, wo­bei zu berück­sich­ti­gen war, dass der An­teil des Un­ter­lie­gens für den Kläger (1. bis 3. Ju­li 2006) verhält­nismäßig ge­ring ist (vgl. die Re­ge­lung in § 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) und so­gar die­ser ge­rin­ge An­teil prak­tisch be­deu­tungs­los wird, wenn die Be­klag­te die einwöchi­ge Sperr­zeit auf die Zeit vom 1. bis 7. Ju­li 2006 ver­legt.


Die Re­vi­si­on war nicht zu­zu­las­sen, da die Vor­aus­set­zun­gen des § 160 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 SGG nicht vor­lie­gen.

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