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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Insolvenz des Arbeitgebers, Lohnrückstand
   
Gericht: Bundesgerichtshof
Akten­zeichen: IX ZR 62/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 19.02.2009
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: AG Nordhausen, Entscheidung vom 20.09.2007, 27 C 482/07 LG Mühlhausen, Entscheidung vom 27.03.2008, 1 S 181/07
   

BUN­DES­GERICH­TSHOF

IM NA­MEN DES VOL­KES

UR­TEIL

 

IX ZR 62/08

Verkündet am:

19. Fe­bru­ar 2009

Preuß

Jus­tiz­an­ge­stell­te als

Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

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Der IX. Zi­vil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 19. Fe­bru­ar 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter Dr. Gan­ter und die Rich­ter Rae­bel, Prof. Dr. Kay­ser, Dr. Fi­scher und Grupp

für Recht er­kannt:

Die Re­vi­si­on ge­gen das Ur­teil der 1. Zi­vil­kam­mer des Land­ge­richts Mühl­hau­sen vom 27. März 2008 wird auf Kos­ten des Klägers zurück­ge­wie­sen.

Von Rechts we­gen

 

Tat­be­stand:

Der Kläger ist Ver­wal­ter in dem auf Gläubi­ger­an­trag vom 2. Au­gust 2004 am 14. Ok­to­ber 2004 eröff­ne­ten In­sol­venz­ver­fah­ren über das Vermögen des W. S. (fort­an: Schuld­ner). Die­ser be­trieb un­ter der Fir­ma E. ein Un­ter­neh­men mit ca. 40 Ar­beit­neh­mern. Der Be­klag­te war bei ihm bis Mit­te Au­gust 2004 als Elek­tro­in­stal­la­teur beschäftigt. Ab Herbst 2003 ge­riet der Schuld­ner mit den Lohn- und Ge­halts­zah­lun­gen zu­neh­mend in Rück­stand. Spätes­tens ab Mai 2004 war er zah­lungs­unfähig. Der Be­klag­te er­hielt den rest­li­chen Lohn für den Mo­nat Fe­bru­ar 2004 so­wie an­tei­li­gen Lohn für den Mo­nat März 2004, ins­ge­samt 1.500 €, am 14. Mai 2004, den rest­li­chen Lohn für März 2004 so­wie Lohn für April 2004, ins­ge­samt 2.350,03 €, am 27. Ju­li 2004.

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Der Rechts­vorgänger des Klägers im Amt des In­sol­venz­ver­wal­ters hat bei­de Zah­lun­gen vor dem Ar­beits­ge­richt als kon­gru­en­te De­ckung an­ge­foch­ten. Das Ar­beits­ge­richt hat den Rechts­streit an das Amts­ge­richt ver­wie­sen. Zur Be­gründung hat es un­ter an­de­rem aus­geführt, bei der An­fech­tungs­be­fug­nis han­de­le es sich um ein mit dem Amt des In­sol­venz­ver­wal­ters ver­bun­de­nes ei­genständi­ges Recht. Des­sen Ausübung er­fol­ge nicht in Rechts­nach­fol­ge des Ar­beit­ge­bers, dem ein sol­ches Recht nie zu­ge­stan­den ha­be, son­dern aus­sch­ließlich in der Funk­ti­on des Ver­wal­ters der Gläubi­ger­inter­es­sen. Dar­aus er­ge­be sich die Zuständig­keit der or­dent­li­chen Ge­rich­te. Das Amts­ge­richt hat die An­fech­tung der Zah­lung aus Mai 2004 als un­be­gründet an­ge­se­hen, der Kla­ge hin­sicht­lich der Zah­lung vom 27. Ju­li 2004 hin­ge­gen statt­ge­ge­ben. Ge­gen die­ses Ur­teil hat der Be­klag­te Be­ru­fung ein­ge­legt. Im Be­ru­fungs­ver­fah­ren hat der Kläger sei­ne Kla­ge ergänzend auf die Vor­satz­an­fech­tung gestützt. Das Be­ru­fungs­ge­richt hat die Kla­ge ins­ge­samt ab­ge­wie­sen. Ge­gen die­ses Ur­teil wen­det sich der Kläger mit der zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on.

 

Ent­schei­dungs­gründe:

Die zulässi­ge Re­vi­si­on ist un­be­gründet.

I.

In ver­fah­rens­recht­li­cher Hin­sicht ist der Se­nat an den von den Vor­in­stan­zen an­ge­nom­me­nen Rechts­weg zu den or­dent­li­chen Ge­rich­ten gemäß § 17a Abs. 5 GVG ge­bun­den (vgl. BGH, Be­schl. v. 29. Ju­li 2004 - III ZB 2/04, NJW-RR 2005, 142, 143; Hk-ZPO/Rath­mann, 2. Aufl. § 17a GVG Rn. 17; Zöl-

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ler/Lücke­mann, ZPO 27. Aufl. § 17a GVG Rn. 18). Er hat des­halb nicht nach­zu­prüfen, ob die Vor­in­stan­zen ih­re Zuständig­keit mit Recht an­ge­nom­men ha­ben.

II.

1. Ge­gen­stand des Re­vi­si­ons­ver­fah­rens ist der vom Kläger er­ho­be­ne in­sol­venz­recht­li­che Rück­gewähran­spruch (§ 143 In­sO), so­weit er auf die Zah­lung des Schuld­ners vom 27. Ju­li 2004 gestützt wird. Hier­zu meint das Be­ru­fungs­ge­richt: Der An­fech­tungs­tat­be­stand der kon­gru­en­ten De­ckung (§ 130 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 In­sO) lie­ge nicht vor. Er er­for­de­re ne­ben den hier ge­ge­be­nen ob­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen, dass dem An­fech­tungs­geg­ner bei Er­halt der Leis­tung die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners be­kannt ge­we­sen sei. Un­mit­tel­ba­re po­si­ti­ve Kennt­nis ha­be der Be­klag­te un­strei­tig nicht ge­habt. An ei­ner po­si­ti­ven Kennt­nis von Umständen, die zwin­gend auf die Zah­lungs­unfähig­keit schließen ließen (§ 130 Abs. 2 In­sO), feh­le es eben­falls.

Hierfür genüge al­ler­dings die Kennt­nis von Tat­sa­chen, an wel­che die Be­rufs- und Geschäfts­krei­se des An­fech­tungs­geg­ners mit ih­rer Ver­kehrser­fah­rung die Er­war­tung knüpften, der Schuld­ner wer­de sei­ne fälli­gen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen nicht er­brin­gen können. Wich­ti­ges In­diz für die Zah­lungs­unfähig­keit sei die Zah­lungs­ein­stel­lung. Sie ma­che die Zah­lungs­unfähig­keit nach außen er­kenn­bar. Die­se sei dem An­fech­tungs­geg­ner be­kannt, wenn er wis­se, dass ein Schuld­ner von sei­nen als fällig ein­ge­for­der­ten Geld­schul­den ei­nen nicht un­we­sent­li­chen Teil nicht erfüllen könne und auch kei­ne kon­kre­te Aus­sicht be­ste­he, hierfür aus­rei­chen­de Geld­mit­tel in den nächs­ten drei Wo­chen zu er­lan­gen.

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Dem Be­klag­ten sei­en in­des bei Ge­samt­schau al­ler Umstände En­de Ju­li 2004 kei­ne aus­rei­chen­den Tat­sa­chen be­kannt ge­we­sen, die zwin­gend auf die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners schließen ließen. Die dem Be­klag­ten be­kann­ten Lohnrückstände - auch die­je­ni­gen ge­genüber den übri­gen Beschäftig­ten - sei­en al­lein kein hin­rei­chen­des In­diz, wenn dem Ar­beit­neh­mer die Grund­la­ge für die Be­ur­tei­lung feh­le, ob die Ansprüche ei­nen we­sent­li­chen Teil der fälli­gen Ver­bind­lich­kei­ten aus­mach­ten. Träten bei Lohn­zah­lun­gen Verzöge­run­gen ein, könn­ten Ar­beit­neh­mer zunächst von vorüber­ge­hen­den Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten oder Zah­lungs­sto­ckun­gen aus­ge­hen. Dies kom­me auch dem Be­klag­ten zu­gu­te. Wei­te­re Umstände, die ein an­de­res Bild ergäben, sei­en im Streit­fall nicht hin­zu­ge­tre­ten. Von den übri­gen Ver­bind­lich­kei­ten des Schuld­ners, wie sie aus der von dem Kläger im An­fech­tungs­pro­zess ein­ge­reich­ten For­de­rungs­auf­stel­lung er­sicht­lich sei­en, ha­be der Be­klag­te kei­ne Kennt­nis ge­habt.
Die von dem Kläger in den Pro­zess ein­geführ­ten Pres­se­veröffent­li­chun­gen von Ju­ni 2004 erwähn­ten die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners nicht aus­drück­lich. In dem Ar­ti­kel vom 3. Ju­ni 2004 wer­de nur we­gen aus­ste­hen­der Zah­lun­gen ei­nes wich­ti­gen Auf­trag­ge­bers, der Kran­ken­haus­stif­tung "St. J. ", pau­schal von ei­ner Gefähr­dung von Ar­beitsplätzen un­ter an­de­rem in dem Un­ter­neh­men des Schuld­ners ge­spro­chen. In der Pres­se­veröffent­li­chung vom 10. Ju­ni 2004 wer­de so­dann von ei­ner "Teillösung" durch Zah­lung ei­ner Li­qui­ditätshil­fe so­wie an­gekündig­ter be­schleu­nig­ter Prüfung der Schluss­rech­nung durch die Kran­ken­haus­stif­tung be­rich­tet. In dem Ar­ti­kel vom 11. Ju­ni 2004 sei dann da­von die Re­de ge­we­sen, dass die Mit­ar­bei­ter des Schuld­ners vor­erst "auf­at­men" könn­ten, weil es ei­ne Zwi­schenlösung ge­be. Bis zum Zeit­punkt der an­ge­foch­te­nen Zah­lung ha­be es kei­ne wei­te­ren Pres­se­mit­tei­lun­gen mehr ge­ge­ben, so dass die Pres­se­be­richt­er­stat­tung ins­ge­samt

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nicht den Schluss recht­fer­ti­ge, die an­gekündig­te Zwi­schenlösung ha­be sich zer­schla­gen.

Ei­ne Er­kun­di­gungs­pflicht tref­fe den Be­klag­ten, der als Elek­tro­in­stal­la­teur kei­nen Ein­blick in die Geschäfts­un­ter­la­gen des Schuld­ners ge­habt ha­be, nicht. So­weit der Kläger be­haup­tet, der Be­klag­te ha­be auf­grund sei­ner Teil­nah­me an den wöchent­li­chen Ar­beits­be­ra­tun­gen "über die Si­tua­ti­on Be­scheid" ge­wusst, feh­le es an ei­nem für ei­ne Be­weis­auf­nah­me ge­eig­ne­ten kon­kre­ten Vor­trag, wel­che In­for­ma­tio­nen der Schuld­ner bei die­ser Ge­le­gen­heit an die Ar­beit­neh­mer wei­ter­ge­ge­ben ha­be. Die bloße Be­haup­tung, dass dort die wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on mit den Ar­beit­neh­mern "dis­ku­tiert" wor­den sei, rei­che als Grund­la­ge für die Ver­neh­mung der an­ge­bo­te­nen Zeu­gen nicht aus.

Für ei­ne An­fech­tung der Lohn­zah­lun­gen nach § 133 Abs. 1 In­sO feh­le es be­reits an ei­nem Vor­trag zu dem Be­nach­tei­li­gungs­vor­satz des Schuld­ners und der Kennt­nis des Be­klag­ten.

2. Die­se Ausführun­gen hal­ten recht­li­cher Nach­prüfung stand.

a) Aus den Gründen des Ver­kehrs­schut­zes wird der Gläubi­ger der De­ckungs­an­fech­tung nach § 130 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 In­sO erst aus­ge­setzt, wenn er die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners im maßgeb­li­chen Zeit­punkt (§ 140 In­sO) kennt. Dies hat das Be­ru­fungs­ge­richt rechts­feh­ler­frei ver­neint.

aa) Kennt der Gläubi­ger die Zah­lungs­ein­stel­lung, ist gemäß § 17 Abs. 2 Satz 2 In­sO auch sei­ne Kennt­nis der Zah­lungs­unfähig­keit an­zu­neh­men. Denn die dort for­mu­lier­te Ver­mu­tung gilt auch im Rah­men des In­sol­venz­an­fech­tungs-rechts (BGHZ 149, 178, 184; BGH, Urt. v. 12. Ok­to­ber 2006 - IX ZR 228/03, ZIP

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2006, 2222, 2223; Münch­Komm-ZPO/Kirch­hof, 2. Aufl. § 130 Rn. 31). Kennt­nis be­deu­tet im All­ge­mei­nen ein für si­cher ge­hal­te­nes Wis­sen. Der Gläubi­ger kennt die Zah­lungs­unfähig­keit oder die Zah­lungs­ein­stel­lung als kom­ple­xe Rechts­be­grif­fe nur, wenn er die Li­qui­dität oder das Zah­lungs­ver­hal­ten des Schuld­ners we­nigs­tens lai­en­haft be­wer­ten kann. Nach § 130 Abs. 2 In­sO steht der Kennt­nis der Zah­lungs­unfähig­keit oder des Eröff­nungs­an­trags die Kennt­nis von Umständen gleich, die zwin­gend auf die Zah­lungs­unfähig­keit oder den Eröff­nungs­an­trag schließen las­sen. Was mit die­ser Re­ge­lung ge­meint ist, er­sch­ließt sich aus der Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Vor­schrift nur lücken­haft (vgl. BGHZ 149, 178, 185). Si­cher ist nur, dass die­se For­mu­lie­rung, an­ders als noch der Re­gie­rungs­ent­wurf (vgl. BT-Drucks. 12/2443 S. 32), die grob fahrlässi­ge Un­kennt­nis der Zah­lungs­unfähig­keit nicht genügen las­sen will. In dem Be­richt des Rechts­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges heißt es zu der be­schlos­se­nen Fas­sung, im In­ter­es­se der Rechts­si­cher­heit dürfe die An­fecht­bar­keit von Geschäften, bei de­nen der Ver­trags­part­ner des Schuld­ners nichts an­de­res als die ge­schul­de­te Leis­tung er­hal­te, nicht zu weit aus­ge­dehnt wer­den; zu­dem sei der "un­schar­fe Be­griff" der gro­ben Fahrlässig­keit zu ver­mei­den (vgl. BT-Drucks. 12/7302 S. 173 zu § 145 Abs. 1, 2). Vor­aus­ge­setzt wird dem­gemäß, dass der In­sol­venzgläubi­ger die tatsächli­chen Umstände kennt, aus de­nen bei zu­tref­fen­der recht­li­cher Be­wer­tung die Zah­lungs­unfähig­keit zwei­fels­frei folgt. Dann ver­mag er sich nicht mit Er­folg dar­auf zu be­ru­fen, dass er den an sich zwin­gen­den Schluss von den Tat­sa­chen auf den Rechts­be­griff selbst nicht ge­zo­gen ha­be (vgl. BGHZ 149, 178, 185; HK-In­sO/Kreft, 5. Aufl. § 130 Rn. 25; Ja­e­ger/Henckel, In­sO § 130 Rn. 121; FK-In­sO/Dau­ern­heim, 5. Aufl. § 130 Rn. 34).

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Die Kennt­nis ein­zel­ner Tat­sa­chen, die für ei­ne Zah­lungs­ein­stel­lung oder Zah­lungs­unfähig­keit spre­chen, kann des­halb nicht genügen, wenn sie nur die un­ge­wis­se Möglich­keit ei­ner Zah­lungs­unfähig­keit befürch­ten las­sen (vgl. Münch­Komm-In­sO/Kirch­hof, aaO § 130 Rn. 33). Der zwin­gen­de Schluss aus den In­di­ztat­sa­chen auf die Zah­lungs­unfähig­keit kann viel­mehr nur ge­zo­gen wer­den, wenn sich ein red­lich Den­ken­der, der vom Ge­dan­ken auf den ei­ge­nen Vor­teil nicht be­ein­flusst ist, an­ge­sichts der ihm be­kann­ten Tat­sa­chen der Ein­sicht nicht ver­sch­ließen kann, der Schuld­ner sei zah­lungs­unfähig (Ja­e­ger/ Henckel, aaO § 130 Rn. 121; HK-In­sO/Kreft, aaO § 130 Rn. 29; vgl. auch BGHZ 133, 246, 250, zu § 990 BGB). Mi­schen sich in die Vor­stel­lun­gen des Gläubi­gers - wenn­gleich mögli­cher­wei­se irrtümlich - Tat­sa­chen, die bei ei­ner Ge­samt­be­trach­tung den Schluss auf die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners nicht zwin­gend na­he le­gen, fehlt dem Gläubi­ger die ent­spre­chen­de Kennt­nis. Be­wer­tet er hin­ge­gen das ihm vollständig be­kann­te Tat­sa­chen­bild, das ob­jek­tiv die An­nah­me der Zah­lungs­unfähig­keit ge­bie­tet, falsch, kann er sich nicht mit Er­folg dar­auf be­ru­fen, dass er die­sen Schluss nicht ge­zo­gen ha­be (BGHZ 149, 178, 185; Münch­Komm-In­sO/Kirch­hof, aaO § 130 Rn. 34).

bb) Das Be­ru­fungs­ge­richt hat we­der die dem Be­klag­ten be­kann­ten Lohnrückstände noch die der Zah­lung vor­aus­ge­gan­ge­ne Pres­se­be­richt­er­stat­tung für die An­nah­me aus­rei­chen las­sen, der Be­klag­te ha­be Tat­sa­chen ge­kannt, die den Schluss, der Schuld­ner ha­be sich nur im Sta­di­um ei­ner Zah­lungs­sto­ckung be­fun­den, nicht mehr zu­ge­las­sen hätten. Dies hält sich im Rah­men ei­ner tatrich­ter­lich ver­tret­ba­ren Würdi­gung.

(1) Der Be­klag­te kann­te al­ler­dings im Ju­li 2004 die Höhe sei­ner ei­ge­nen For­de­run­gen von meh­re­ren Mo­natslöhnen und wuss­te, dass der Schuld­ner zu­min­dest ge­genüber ei­nem Großteil der übri­gen Beschäftig­ten seit Herbst 2003

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mit der Erfüllung von Lohn- und Ge­halts­zah­lun­gen eben­falls - in un­ter­schied­li­chem Um­fang - in Rück­stand ge­ra­ten war. Nach der Recht­spre­chung des Se­nats, auf die sich die Re­vi­si­on aus­drück­lich be­zieht, deu­tet ge­ra­de die Nicht­zah­lung von Löhnen und So­zi­al­ver­si­che­rungs­beiträgen, die ty­pi­scher­wei­se nur dann nicht bei Fällig­keit aus­ge­gli­chen wer­den, wenn die er­for­der­li­chen Geld­mit­tel hierfür nicht vor­han­den sind, auf die Zah­lungs­unfähig­keit des Un­ter­neh­mens hin (BGHZ 149, 178, 187; BGH, Be­schl. v. 13. Ju­ni 2006 - IX ZB 238/05, ZIP 2006, 1457, 1458; Urt. v. 12. Ok­to­ber 2006 - IX ZR 228/03, aaO S. 2224).

Die­se Recht­spre­chung be­trifft al­ler­dings in­sti­tu­tio­nel­le Gläubi­ger oder Gläubi­ger mit "In­si­der­kennt­nis­sen". Dem­ge­genüber wird der Über­blick ei­nes Ar­beit­neh­mers, ins­be­son­de­re wenn er we­der in der Fi­nanz­buch­hal­tung des Un­ter­neh­mens ein­ge­setzt ist noch Lei­tungs­auf­ga­ben im kaufmänni­schen Be­reich wahr­zu­neh­men hat, in al­ler Re­gel be­grenzt sein und nur Schluss­fol­ge­run­gen all­ge­mei­ner Art wie die­je­ni­ge auf Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten, Zah­lungs­sto­ckun­gen oder ei­ne Ten­denz zum Vermögens­ver­fall zu­las­sen (vgl. Münch­Komm-In­sO/Kirch­hof, aaO § 130 Rn. 35; Bork ZIP 2007, 2337, 2338; a.A. Zwan­zi­ger BB 2007, 42, 45). Die Vor­schrift des § 130 Abs. 2 In­sO ver­langt hin­ge­gen Kennt­nis­se von den kon­kre­ten Umständen, die ein ein­deu­ti­ges Ur­teil über die Li­qui­ditäts­ge­samt­la­ge des Un­ter­neh­mens ermögli­chen. An­dern­falls er­fass­te die Vor­schrift ent­ge­gen dem zu re­spek­tie­ren­den Wil­len des Ge­setz­ge­bers auch Fahrlässig­keitstat­bestände.

Da­nach ver­schaff­te die vom Be­ru­fungs­ge­richt fest­ge­stell­te Kennt­nis von den Lohnrückständen dem Be­klag­ten nicht den er­for­der­li­chen Ge­samtüber­blick über die Li­qui­ditäts- oder Zah­lungs­la­ge des schuld­ne­ri­schen Un­ter­neh­mens. Ins­be­son­de­re war für ihn nicht er­kenn­bar, ob die Lohnrückstände ge­genüber al­len Ar­beit­neh­mern gleich aus­ge­prägt wa­ren und wel­chen An­teil die Lohnrück-

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stände an den ins­ge­samt fälli­gen und ein­ge­for­der­ten Geld­schul­den hat­ten. Dies ist aber für die An­nah­me zwin­gend auf Zah­lungs­unfähig­keit schließen las­sen­der Tat­sa­chen er­for­der­lich, weil der Gläubi­ger wis­sen muss, dass der Schuld­ner von sei­nen als fällig ein­ge­for­der­ten Ver­bind­lich­kei­ten ei­nen nicht un­we­sent­li­chen Teil der­zeit nicht erfüllen kann und auch kei­ne kon­kre­ten Aus­sich­ten hat, hierfür aus­rei­chen­de und ver­wend­ba­re Geld­mit­tel in den nächs­ten drei Wo­chen zu er­lan­gen (vgl. BGHZ 163, 134, 144 f; BGH, Urt. v. 12. Ok­to­ber 2006 - IX ZR 228/03, aaO S. 2223).

Dass der Be­klag­te von rückständi­gen So­zi­al­ver­si­che­rungs­beiträgen wuss­te, hat das Amts­ge­richt nicht fest­stel­len können; Ge­gen­tei­li­ges lässt sich auch dem Be­ru­fungs­ur­teil nicht ent­neh­men. Das Be­ru­fungs­ge­richt erwähnt im Ge­gen­teil den Vor­trag des Be­klag­ten, er sei im maßge­ben­den Zeit­raum als Elek­tro­in­stal­la­teur auf ver­schie­de­nen großen Bau­stel­len un­un­ter­bro­chen ein­ge­setzt ge­we­sen und des­halb von ei­ner gu­ten Auf­trags­la­ge aus­ge­gan­gen. Ma­te­ri­al­lie­fe­run­gen sei­en wie üblich auf Rech­nung er­folgt. Fer­ner sei­en so­gar Neu­ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men wor­den. Die Be­lie­fe­rung auf Rech­nung und die Neu­ein­stel­lun­gen hat der Kläger zwar be­strit­ten. Da­von un­berührt bleibt je­doch, dass der Be­klag­te - et­wa vom Hören­sa­gen - über­zeugt ge­we­sen sein kann, dass es sich so ver­hielt, wie von ihm an­ge­ge­ben. Dass auf den Bau­stel­len im­mer aus­rei­chend Ma­te­ri­al vor­han­den ge­we­sen sei, hat der Kläger nicht in Ab­re­de ge­stellt.

(2) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Re­vi­si­on kommt es auf den un­ter Be­weis ge­stell­ten Ver­lauf der wöchent­li­chen Ar­beits­be­ra­tun­gen im zeit­li­chen Zu­sam­men­hang mit der an­ge­foch­te­nen Lohn­zah­lung nicht an. Der Kläger hat hier­zu in den Tat­sa­chen­in­stan­zen be­haup­tet, aus den Ar­beits­be­ra­tun­gen ha­be der Be­klag­te nicht nur von den beträcht­li­chen Zah­lungsrückständen ge­genüber

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der ge­sam­ten Be­leg­schaft er­fah­ren, son­dern auch Kennt­nis von den Außen-ständen des Schuld­ners von über 1 Mio. € er­hal­ten. Dies kann als wahr un­ter­stellt wer­den. Ei­ne zwei­fels­freie Be­wer­tung da­hin, dass der Schuld­ner sich be­reits im Zu­stand der Zah­lungs­unfähig­keit be­we­ge, ließ die­se An­ga­be aus Sicht des Be­klag­ten nicht zu. Et­was an­de­res gälte et­wa dann, wenn der Schuld­ner auf ei­ner Be­triebs­ver­samm­lung den an­we­sen­den Beschäftig­ten den si­che­ren Ein­druck ver­mit­telt hätte, er sei nicht zah­lungsfähig. Ei­nen der­ar­ti­gen Ver­lauf ei­ner Be­triebs­ver­samm­lung oder Ar­beits­be­ra­tung in An­we­sen­heit des Be­klag­ten hat das Be­ru­fungs­ge­richt nicht fest­zu­stel­len ver­mocht. Dies wird von der Re­vi­si­on in ver­fah­rens­recht­li­cher Hin­sicht nicht gerügt. Ein sol­cher Ver­lauf wäre auch sehr un­gewöhn­lich. Er­fah­rungs­gemäß wird die Un­ter­neh­mens­lei­tung, so­fern sie die Be­leg­schaft nicht auf ei­nen un­mit­tel­bar be­vor­ste­hen­den ei­ge­nen In­sol­venz­an­trag vor­be­rei­ten will, be­strebt sein, trotz der unüber­seh­ba­ren Schwie­rig­kei­ten im Un­ter­neh­men ei­ne po­si­ti­ve Grund­stim­mung zu ver­mit­teln.

(3) Rechts­feh­ler­frei ist auch die wei­te­re Be­gründung des Be­ru­fungs­ge­richts, aus der Pres­se­be­richt­er­stat­tung über die Ab­wick­lung des Bau­vor­ha­bens "Kran­ken­haus­stif­tung" ergäben sich kei­ne Umstände, nach de­nen die Schluss­fol­ge­rung auf die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners zwin­gend sei. Al­ler­dings können, wie das Be­ru­fungs­ge­richt rich­tig ge­se­hen hat, re­dak­tio­nel­le Pres­se­be­rich­te, die kei­ne amt­li­chen Ver­laut­ba­run­gen ent­hal­ten, durch­aus Umstände sein, die den Ver­dacht der Zah­lungs­unfähig­keit be­gründen (BGH, Urt. v. 19. Ju­li 2001 - IX ZR 36/99, ZIP 2001, 1641, 1642). Dies gilt ins­be­son­de­re, wenn nach ih­rem In­halt - bei­spiels­wei­se ei­nem Be­richt über ge­sperr­te Kre­dit­li­ni­en oder vorüber­ge­hen­de Maßnah­men zur Si­che­rung der Kre­di­te der Ban­ken - der not-wen­di­ge kurz­fris­ti­ge Sa­nie­rungs­er­folg des Un­ter­neh­mens in Fra­ge steht. Nach der Recht­spre­chung des Se­nats können der­ar­ti­ge Be­rich­te für ei­nen Großgläubi­ger wie das Fi­nanz­amt oder die So­zi­al­kas­se ei­ne Be­ob­ach­tungs- und Er­kun-

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di­gungs­pflicht auslösen (vgl. BGH, Urt. v. 19. Ju­li 2001 - IX ZR 36/99, aaO S. 1643).

Der­ar­ti­ge Pflich­ten tref­fen den Be­klag­ten als Ar­beit­neh­mer hin­ge­gen nicht. Zum ei­nen gehört er nicht zum Kreis der in­sti­tu­tio­nel­len Gläubi­ger, die schon im fis­ka­li­schen All­ge­mein­in­ter­es­se oder im In­ter­es­se der Ver­si­cher­ten­ge­mein­schaft die wei­te­re Ent­wick­lung ei­nes kri­sen­be­haf­te­ten Un­ter­neh­mens zu ver­fol­gen ha­ben. Zum an­de­ren hat der Se­nat die Er­kun­di­gungs­pflicht in der ge­nann­ten Ent­schei­dung im An­wen­dungs­be­reich des § 10 Abs. 1 Nr. 4 Ge­sO be­jaht. Nach je­ner Vor­schrift reich­te es aus, dass die Zah­lungs­unfähig­keit dem Gläubi­ger den Umständen nach be­kannt sein muss­te. Dies deu­te­te auf gro­be Fahrlässig­keit hin (vgl. Ja­e­ger/Henckel, aaO § 130 Rn. 121; K. Schmidt, In­sol­venz­ge­set­ze 17. Aufl. § 10 Ge­sO Anm. 2d). Ge­genüber die­sem Maßstab enthält § 130 Abs. 2 In­sO erhöhte An­for­de­run­gen, die - je­den­falls für ei­nen außen­ste­hen­den Kleingläubi­ger - je­de Er­kun­di­gungs­pflicht nach Tat­sa­chen aus­sch­ließen (vgl. Münch­Komm-In­sO/Kirch­hof, aaO § 130 Rn. 34).

Die Pres­se­be­rich­te selbst hat das Be­ru­fungs­ge­richt recht­lich un­an­greif­bar gewürdigt. Ins­be­son­de­re der die Be­richts­fol­ge ab­sch­ließen­de Ar­ti­kel vom 11. Ju­ni 2004, nach dem die Ar­beit­neh­mer des Schuld­ners "auf­at­men" könn­ten, weil die von dem Auf­trag­ge­ber in Rech­nung ge­stell­ten zusätz­li­chen Kos­ten von 1,1 Mio. € we­gen der durch ei­nen Drit­ten ver­ur­sach­ten Bau­verzöge­rung mit Hoch­druck ge­prüft würden und aus Ku­lanz vor­ab ei­ne Li­qui­ditäts­bei­hil­fe gewährt wer­de, ließ Raum für die An­nah­me des Be­klag­ten, der nachträgli­che Aus­gleich sei­ner For­de­run­gen sei möglich ge­wor­den, weil die po­si­ti­ve Pro­gno­se des Pres­se­ar­ti­kels ein­ge­tre­ten sei.

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b) Frei von Rechts­feh­lern hat das Be­ru­fungs­ge­richt die An­fech­tung nach § 133 Abs. 1 In­sO ver­neint. In­so­weit fehlt es je­den­falls an der hierfür er­for­der­li­chen Kennt­nis des Be­klag­ten von ei­nem Be­nach­tei­li­gungs­vor­satz des Schuld­ners. Gemäß § 133 Abs. 1 Satz 2 In­sO wird die­se Kennt­nis ver­mu­tet, wenn der An­fech­tungs­geg­ner bei Vor­nah­me der Hand­lung wuss­te, dass die Zah­lungs­unfähig­keit des Schuld­ners droh­te und die Hand­lung die Gläubi­ger be­nach­tei­lig­te. Der Be­klag­te ist je­doch bei Er­halt der Lohn­zah­lung un­wi­der­legt da­von aus­ge­gan­gen, die Kran­ken­haus­stif­tung sei ih­ren Zah­lungs­pflich­ten nach­ge­kom­men, so dass sich die fi­nan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten des Schuld­ners er­le­digt hätten. Die Ver­mu­tungs­re­ge­lung greift un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen nicht ein. Der Be­klag­te hat­te von ei­nem - un­ter­stell­ten - Be­nach­tei­li­gungs­vor­satz des Schuld­ners kei­ne Kennt­nis.

 

Gan­ter 

Rae­bel 

Kay­ser

Fi­scher 

Grupp

 

Vor­in­stan­zen:

AG Nord­hau­sen, Ent­schei­dung vom 20.09.2007 - 27 C 482/07 -

LG Mühl­hau­sen, Ent­schei­dung vom 27.03.2008 - 1 S 181/07 -

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