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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Betriebsrat: Internetzugang
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Akten­zeichen: 9 TaBV 8/08
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 02.09.2008
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Duisburg, Beschluss vom 07.12.2007, 4 BV 104/07
Nachgehend Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14.07.2010, 7 ABR 80/08
   

9 TaBV 8/08

4 BV 104/07
Ar­beits­ge­richt Duis­burg

Verkündet

am 02. Sep­tem­ber 2008

Brühl
Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le

 

LAN­DES­AR­BEITS­GERICHT DÜSSEL­DORF

BESCHLUSS

In dem Be­schluss­ver­fah­ren

un­ter Be­tei­li­gung

1. des Be­triebs­rats der I. D. Außen­stel­le E., vertr. d. d. Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den O. R., G.-X.-Str. 18, E.,

- An­trag­stel­ler, Be­tei­lig­ter zu 1. und Be­schwer­deführer -

Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te: Rechts­anwälte T. u.a.,
V. den M. 12, C.,

2. der I. D. VVaG, ver­tre­ten durch den Vor­stand, C. platz 1, D.,

- Be­tei­lig­ter zu 2. und Be­schwer­de­geg­ner -

Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te: Rechts­anwälte I. u.a.,
H. str. 22, C.,

hat die 9. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf auf die münd­li­che Anhörung vom 27.06.2008
durch die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Lan­des­ar­beits­ge­richt Hein­lein als Vor­sit­zen­de so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Me­der und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Knie­se

b e s c h l o s s e n :

Der Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Duis­burg vom 07.12.2007 – 4 BV 104/07 – wird teil­wei­se ab­geändert und wie folgt neu ge­fasst:

Die An­trags­geg­ne­rin wird ver­pflich­tet, dem An­trag­stel­ler ei­ne nicht auf ein­zel­ne Be­triebs­rats­mit­glie­der be­schränk­te Zu­gangsmöglich­keit zum In­ter­net ein­zu­rich­ten.

 

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Im Übri­gen wer­den die Anträge zurück­ge­wie­sen.

Die wei­ter­ge­hen­de Be­schwer­de wird zurück­ge­wie­sen.

Die Rechts­be­schwer­de wird für bei­de Be­tei­lig­te zu­ge­las­sen.

G r ü n d e :

I.

Die Be­tei­lig­ten strei­ten darüber, ob der Ar­beit­ge­ber (Be­tei­lig­ter zu 2.) al­len Mit­glie­dern des an­trag­stel­len­den Be­triebs­rats den Zu­gang zum In­ter­net zu ermögli­chen und ih­nen ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­zu­rich­ten oder je­den­falls dem Be­triebs­rat ei­nen Zu­gang zum In­ter­net ein­zu­rich­ten hat.

Der Ar­beit­ge­ber ist ein Ver­si­che­rungs­ver­ein auf Ge­gen­sei­tig­keit, der An­trag­stel­ler der für die Außen­stel­le E. er­rich­te­te, aus 5 Mit­glie­dern be­ste­hen­de Be­triebs­rat.

In der Außen­stel­le E. sind ca. 54 Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen beschäftigt, die al­le – ein­sch­ließlich der Be­triebs­rats­mit­glie­der – an ei­nem PC-Ar­beits­platz ar­bei­ten. Zur Nut­zung des PCs am Ar­beits­platz müssen sie sich mit ei­nem Pass­wort ein­log­gen. Über das ein­ge­rich­te­te In­tra­net ist ei­ne be­triebs- und un­ter­neh­mens­in­ter­ne elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on möglich.

Ca. 10 – 12 % der Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen ist es auch ge­stat­tet, das In­ter­net zu nut­zen. Ca. 25 % der Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen ha­ben ei­nen

 

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sog. E-Mail-Ac­count, der zum Ver­sen­den und Emp­fan­gen ex­ter­ner E-Mails ge­eig­net ist. Nach ei­ner Be­triebs­ver­ein­ba­rung und ent­spre­chen­den Richt­li­ni­en, zu de­ren Be­ach­tung sich je­der PC-Nut­zer schrift­lich ver­pflich­tet hat, ist die Nut­zung ei­nes frem­den Pass­wor­tes ver­bo­ten.

Zu den Per­so­nen, die ei­nen In­ter­net­zu­gang ha­ben, gehört der Scha­denaußen­stel­len­lei­ter, Herr H.. Die­ser nutzt das In­ter­net, um sich über be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che The­men zu in­for­mie­ren und auf Vor­stel­lun­gen des Be­triebs­rats ein­zu­ge­hen. So hat­te der Be­triebs­rat die Teil­nah­me von 2 Be­triebs­rats­mit­glie­dern an ei­ner Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tung in Ham­burg be­schlos­sen. Herr H. stellt dar­auf­hin mit­tels des In­ter­nets fest, dass ei­ne in­halts­glei­che Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tung zur sel­ben Zeit in Düssel­dorf an­ge­bo­ten wur­de und schlug vor, dass die Be­triebs­rats­mit­glie­der an die­ser Ver­an­stal­tung teil­neh­men. Auch der Vor­sit­zen­de des Be­triebs­rats und sein Stell­ver­tre­ter ha­ben je­weils ei­nen Zu­gang zum In­ter­net und ei­nen E-Mail-Ac­count. Der Ar­beit­ge­ber räumt dem Be­triebs­rat auch die Möglich­keit ein, an­stel­le des Vor­sit­zen­den und sei­nes Ver­tre­ters zwei an­de­re Mit­glie­der für die Ein­rich­tung der In­ter­net­zugänge und E-Mail-Ac­counts zu be­nen­nen.

Mit Schrei­ben vom 30.08.2007 an den Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten des Be­triebs­rats hat der Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­te des Ar­beit­ge­bers die Auf­fas­sung ver­tre­ten, es sei für die Be­triebs­rats­ar­beit aus­rei­chend, wenn der Be­triebs­rat über die durch den Ar­beit­ge­ber zur Verfügung ge­stell­ten elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­onsmöglich­kei­ten verfüge. Auf die wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Schrei­bens wird Be­zug ge­nom­men (Bl. 20 und 21 d. A.).

Dar­auf­hin hat der Be­triebs­rat das vor­lie­gen­de Be­schluss­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Er hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, je­des sei­ner Mit­glie­der müsse sich im In­ter­net über be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Fra­gen in­for­mie­ren und per E-Mail nach

 

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außen, et­wa mit Re­fe­ren­ten von Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen, kom­mu­ni­zie­ren können.

Er hat be­an­tragt,

1. die An­trags­geg­ne­rin zu ver­pflich­ten, al­len or­dent­li­chen Mit­glie­dern des An­trag­stel­lers un­ter Kos­ten­tra­gung den Zu­gang zum In­ter­net zu ermögli­chen,

2. die An­trags­geg­ne­rin zu ver­pflich­ten, al­len or­dent­li­chen Mit­glie­dern des An­trag­stel­lers un­ter Kos­ten­tra­gung ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­zu­rich­ten,

3. der An­trags­geg­ne­rin auf­zu­ge­ben, es zu un­ter­las­sen, den An­trag­stel­ler da­durch, dass sie nicht al­len or­dent­li­chen Be­triebs­rats­mit­glie­dern den In­ter­net­zu­gang ermöglicht, in sei­ner Ar­beit als Be­triebs­rat zu be­hin­dern,

4. der An­trags­geg­ne­rin auf­zu­ge­ben, es zu un­ter­las­sen, den An­trag­stel­ler in sei­ner Ar­beit als Be­triebs­rat da­durch zu be­hin­dern, dass sie nicht al­len or­dent­li­chen Be­triebs­rats­mit­glie­dern ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­rich­tet,

5. für je­den Fall der Zu­wi­der­hand­lung ge­gen die Ver­pflich­tung aus Nr. 3 und 4. der An­trags­geg­ne­rin ein Ord­nungs­geld an­zu­dro­hen in Höhe von 10.000,-- €,

6. die An­trags­geg­ne­rin zu ver­pflich­ten, dem An­trag­stel­ler zwei nicht auf ein­zel­ne Be­triebs­rats­mit­glie­der, und in­so­weit per­so­nen­be­zo­gen, be­schränk­te Zu­gangsmöglich­kei­ten zum In­ter­net ein­zu­rich­ten.

Der Ar­beit­ge­ber hat be­an­tragt,

die Anträge zurück­zu­wei­sen.

 

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Er hat vor­ge­tra­gen, an­ge­sichts der un­ter­neh­mens­wei­ten Kom­mu­ni­ka­ti­onsmöglich­keit über das In­tra­net sei es be­reits zwei­fel­haft, ob über­haupt ei­ne Er­for­der­lich­keit für die gewähr­ten Zugänge zum In­ter­net ge­ge­ben sei. Sein An­ge­bot an den Be­triebs­rat sei ein frei­wil­li­ges An­ge­bot. Aus dem Vor­brin­gen des Be­triebs­rats er­ge­be sich nicht, dass er oh­ne wei­te­re In­ter­net­zugänge und ex­ter­ne E-Mail-Ac­counts sei­ne ge­setz­li­chen Auf­ga­ben ver­nachlässi­gen müsse. Zu be-rück­sich­ti­gen sei auch, dass für die Einräum­ung wei­te­rer Zugänge und ex­ter­ner E-Mail-Ac­counts ein zusätz­li­cher fi­nan­zi­el­ler und ad­mi­nis­tra­ti­ver Auf­wand er­for­der­lich sei. Denn es müss­ten ent­spre­chen­de Per­so­nal­ka­pa­zitäten be­reit ge­hal­ten wer­den. Kos­ten ver­ur­sach­ten auch die er­for­der­li­chen Li­zen­zen und Soft­ware­pa­ke­te. Im Übri­gen erhöhe je­der Zu­gang zum In­ter­net die Ge­fahr, dass Vi­ren etc. in das Netz­werk ein­drin­gen könn­ten.

Das Ar­beits­ge­richt Duis­burg hat durch Be­schluss vom 07.12.2007, auf des­sen In­halt Be­zug ge­nom­men wird, die Anträge zurück­ge­wie­sen.

Ge­gen den ihm am 07.01.2008 zu­ge­stell­ten Be­schluss hat der Be­triebs­rat mit ei­nem am 25.01.2008 bei dem Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz Be­schwer­de ein­ge­legt und die­se – nach Verlänge­rung der Be­schwer­de­be­gründungs­frist bis zum 07.04.2008 – mit ei­nem am 07.04.2008 bei dem Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz be­gründet.

Der Be­triebs­rat be­an­tragt,

den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Duis­burg vom 07.12.2007 – 4 BV 104/07 – ab­zuändern und

1. die An­trags- und Be­schwer­de­geg­ne­rin zu ver­pflich­ten, al­len or­dent­li­chen Mit­glie­dern des An­trag­stel­lers und Be­schwer­deführers un­ter Kos­ten­tra­gung den Zu­gang zum In­ter­net zu ermögli­chen;

 

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2. die An­trags- und Be­schwer­de­geg­ne­rin zu ver­pflich­ten, al­len or­dent­li­chen Mit­glie­dern des An­trag­stel­lers und Be­schwer­deführers un­ter Kos­ten­tra­gung ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­zu­rich­ten;

3. der An­trags- und Be­schwer­de­geg­ne­rin auf­zu­ge­ben, es zu un­ter­las­sen, den An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer, da­durch dass sie nicht al­len or­dent­li­chen Be­triebs­rats­mit­glie­dern den In­ter­net­zu­gang ermöglicht, in sei­ner Ar­beit als Be­triebs­rat zu be­hin­dern;

4. der An­trags- und Be­schwer­de­geg­ne­rin auf­zu­ge­ben, es zu un­ter­las­sen, den An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer in sei­ner Ar­beit als Be­triebs­rat da­durch zu be­hin­dern, dass sie nicht al­len or­dent­li­chen Be­triebs­rats­mit­glie­dern ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­rich­tet;

5. für je­den Fall der Zu­wi­der­hand­lung ge­gen die Ver­pflich­tung aus Nr. 3 und Nr. 4 der An­trags- und Be­schwer­de­geg­ne­rin ein Ord­nungs­geld an­zu­dro­hen in Höhe von 10.000,-- €;

6. hilfs­wei­se die An­trags- und Be­schwer­de­geg­ne­rin zu ver­pflich­ten, dem An­trag­stel­ler und Be­schwer­deführer ei­ne nicht auf ein­zel­ne Be­triebs­rats­mit­glie­der be­schränk­te Zu­gangsmöglich­keit zum In­ter­net ein­zu­rich­ten.

Der Ar­beit­ge­ber be­an­tragt,

die Be­schwer­de zurück­zu­wei­sen.

We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens der Be­tei­lig­ten wird auf die Schriftsätze und den sons­ti­gen Ak­ten­in­halt Be­zug ge­nom­men.

 

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II.

Die Be­schwer­de ist zulässig (§§ 87 Abs. 1, 89 Abs. 1 und 2, 87 Abs. 2, 66 Abs. 1, 64 Abs. 6 ArbGG, 519, 520 Abs. 3 ZPO), und zu ei­nem Teil be­gründet. Über­wie­gend ist sie al­ler­dings un­be­gründet.

Zu Recht hat das Ar­beits­ge­richt die Anträge zu 1. – 5. zurück­ge­wie­sen. Der in der Be­ru­fungs­in­stanz auf ei­ne Zu­gangsmöglich­keit des Be­triebs­rats zum In­ter­net be­schränk­te Hilfs­an­trag hat je­doch Er­folg.

1. Die Anträge sind in vol­lem Um­fang zulässig.

Sie bedürfen al­ler­dings der Aus­le­gung. Mit den Anträgen zu 1. und 2. be­gehrt der Be­triebs­rat, dass al­len sei­nen or­dent­li­chen Mit­glie­dern an ih­ren PC-Ar­beitsplätzen der Zu­gang zum In­ter­net ermöglicht wird und ih­nen ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­ge­rich­tet wer­den. Da ei­ner­seits dem Vor­sit­zen­den des Be­triebs­rats und sei­nem Stell­ver­tre­ter be­reits ge­stat­tet ist, an ih­ren PC-Ar­beitsplätzen das In­ter­net zu nut­zen und am ex­ter­nen E-Mail-Ver­kehr teil­zu­neh­men und an­de­rer­seits der An­trag auf die or­dent­li­chen Mit­glie­der des Be­triebs­rats be­schränkt ist, be­deu­tet dies kon­kret, dass dem Ar­beit­ge­ber auf­ge­ge­ben wer­den soll, für 3 wei­te­re Be­triebs­rats­mit­glie­der an ih­ren PC-Ar­beitsplätzen ei­nen In­ter­net­zu­gang her­zu­stel­len und ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­zu­rich­ten. Da­ge­gen ist der Hilfs­an­trag da­hin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass der Be­triebs­rat mit die­sem An­trag den Zu­gang zum In­ter­net für sich be­gehrt. Bei Zu­grun­de­le­gung die­ser Aus­le­gung sind die Anträge hin­rei­chend be­stimmt (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO).

 

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2. Die Anträge zu 1. – 5. sind un­be­gründet.

a) Nach § 40 Abs. 2 Be­trVG hat der Ar­beit­ge­ber für die Sit­zun­gen, die Sprech­stun­den und die lau­fen­de Geschäftsführung des Be­triebs­rats in er­for­der­li­chem Um­fang Räume, sach­li­che Mit­tel, In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik so­wie Büro­per­so­nal zur Verfügung zu stel­len. § 40 Abs. 2 Be­trVG be­gründet für den Sach­auf­wand und das Büro­per­so­nal zu­guns­ten des Be­triebs­rats ei­nen An­spruch auf Na­tu­ral­leis­tung (BAG vom 09.06.1999, AP Nr. 66 zu § 40 Be­trVG 1972). Während § 37 Be­trVG Rech­te ein­zel­ner Be­triebs­rats­mit­glie­der auf Frei­stel­lung von ih­rer be­ruf­li­chen Tätig­keit und Teil­nah­me an Schu­lungs- und Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen be­gründet, han­delt es sich bei dem in § 40 Abs. 2 Be­trVG ge­re­gel­ten An­spruch auf Be­reit­stel­lung von Sach­mit­teln ein­sch­ließlich In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik um ei­nen An­spruch des Be­triebs­rats.

Die­ser kann von dem Ar­beit­ge­ber nicht ver­lan­gen, dass er den 3 wei­te­ren Mit­glie­dern des Be­triebs­rats ei­nen In­ter­net­zu­gang über den von ih­nen an ih­rem Ar­beits­platz ge­nutz­ten PC ermöglicht und ih­nen dort ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­rich­tet. Nach der Recht­spre­chung des BAG ist un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des ein­zel­nen Falls an­hand der kon­kre­ten Verhält­nis­se des Be­triebs zu be­stim­men, wel­che Sach­mit­tel der Ar­beit­ge­ber dem Be­triebs­rat in er­for­der­li­chem Um­fang zur Verfügung zu stel­len hat. Da­bei hat der Ar­beit­ge­ber grundsätz­lich ein Aus­wahl­recht. Ihm bleibt es al­ler­dings nicht über­las­sen, die Art des Sach­mit­tels für die Geschäftsführung des Be­triebs­rats zu be­stim­men. Über des­sen Er­for­der­lich­keit ent­schei­det der Be­triebs­rat, der sei­ne Geschäfte ei­genständig und ei­gen­ver­ant­wort­lich führt (BAG vom 03.09.2003, AP Nr. 78 zu § 40 Be­trVG 1972).

 

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Die Ent­schei­dung des Be­triebs­rats über die Er­for­der­lich­keit des ver­lang­ten Sach­mit­tels un­ter­liegt der ar­beits­ge­richt­li­chen Kon­trol­le. Die­se ist auf die Prüfung be­schränkt, ob das ver­lang­te Sach­mit­tel auf­grund der kon­kre­ten be­trieb­li­chen Si­tua­ti­on der Er­le­di­gung der ge­setz­li­chen Auf­ga­ben des Be­triebs­rats dient und der Be­triebs­rat bei sei­ner Ent­schei­dung nicht nur die In­ter­es­sen der Be­leg­schaft berück­sich­tigt, son­dern auch be­rech­tig­ten In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers Rech­nung ge­tra­gen hat. Da­bei steht dem Be­triebs­rat im Rah­men der In­ter­es­sen­abwägung ein Be­ur­tei­lungs­spiel­raum zu. Das Ge­richt kann die Ent­schei­dung des Be­triebs­rats nicht durch sei­ne ei­ge­ne er­set­zen (BAG vom 03.09.2003, a. a. O.).

Da § 40 Abs. 2 Be­trVG die In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik aus­drück­lich in den An­spruch des Be­triebs­rats ein­sch­ließt, gehört zu den zur Verfügung zu stel­len­den Sach­mit­teln grundsätz­lich auch ein An­schluss an das In­ter­net und die Ermögli­chung ex­ter­ner E-Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on. Der Ar­beit­ge­ber hat je­doch ein Aus­wahl­recht bei den be­reit zu stel­len­den Sach­mit­teln. Des­halb folgt aus ei­nem An­spruch des Be­triebs­rats auf Ermögli­chung ei­nes In­ter­net­zu­gangs und ex­ter­ner E-Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on noch nicht oh­ne wei­te­res, dass der Ar­beit­ge­ber je­dem ein­zel­nen Be­triebs­rats­mit­glied an sei­nem PC-Ar­beits­platz ei­nen In­ter­net-zu­gang und ei­nen ex­ter­nen E-Mail-Ac­count ein­rich­ten muss. In Be­tracht kommt auch, dass er dem Be­triebs­rat statt­des­sen in des­sen Räum­en ei­nen PC mit In­ter­net­an­schluss und ex­ter­ner E-Mail-Adres­se zur Verfügung stellt. Es un­ter­liegt der Ent­schei­dung des Ar­beit­ge­bers, wel­che der bei­den in Be­tracht kom­men­den Möglich­kei­ten er auswählt, es sei denn, es ist für die Ar­beit des Be­triebs­rats er­for­der­lich, dass je­des ein­zel­ne Mit­glied an sei­nem PC-Ar­beits­platz ei­nen In­ter­net­zu­gang erhält und ihm ei­ne ex­ter­ne E-Mail-Adres­se ein­ge­rich­tet wird (vgl. zur Er­for­der­lich­keit, je­dem Be­triebs­rats­mit­glied die wich­tigs­ten ar­beits­recht­li­chen Ge­set­zes­tex­te zu über­las­sen BAG vom 24.01.1996, AP Nr. 52 zu § 40 Be­trVG 1972). Im vor­lie­gen­den Streit­fall hat der Be­triebs­rat nichts da­zu vor­ge­tra­gen, dass er un­ter Berück­sich­ti­gung der In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers und der Be­leg­schaft für sich ins­ge­samt 5 In­ter­net­an­schlüsse und ex­ter­ne E-

 

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Mail-Ac­counts für er­for­der­lich hal­ten darf. Des­halb kann auch das Be­schwer­de­ge­richt hier­von nicht aus­ge­hen.

b) Sind aber die Anträge zu 1. und 2. un­be­gründet, können auch die Anträge zu 3. – 5. kei­nen Er­folg ha­ben. Da der Ar­beit­ge­ber nicht ver­pflich­tet ist, al­len or­dent­li­chen Be­triebs­rats­mit­glie­dern den In­ter­net­zu­gang zu ermögli­chen und ih­nen ex­ter­ne E-Mail-Adres­sen ein­zu­rich­ten, schei­det ei­ne Be­hin­de­rung der Ar­beit des Be­triebs­rats schon aus die­sem Grund aus.

3. Der Hilfs­an­trag ist be­gründet.

a) Der Be­triebs­rat hat bei sei­ner Prüfung, ob ei­ne be­stimm­te In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik zur Er­le­di­gung sei­ner Auf­ga­ben er­for­der­lich und ihm vom Ar­beit­ge­ber zur Verfügung zu stel­len ist, die In­ter­es­sen der Be­leg­schaft an ei­ner sach­ge­rech­ten Ausübung des Be­triebs­rats­amts ei­ner­seits und be­rech­tig­te In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers an­de­rer­seits, auch so­weit sie auf ei­ne Be­gren­zung der Kos­ten­tra­gungs­pflicht ge­rich­tet sind, ge­gen­ein­an­der ab­zuwägen (BAG vom 16.05.2007, NZA 2007, Sei­te 1117, 1119; BAG vom 23.08.2006, NZA 2007, Sei­te 337, 338; BAG vom 03.09.2003, AP Nr. 79 zu § 40 Be­trVG 1972). Da ihm bei der Prüfung der Er­for­der­lich­keit ein Be­ur­tei­lungs­spiel­raum ein­geräumt ist, be­schränkt sich die ar­beits­ge­richt­li­che Kon­trol­le dar­auf, ob das ver­lang­te Sach­mit­tel auf­grund der kon­kre­ten be­trieb­li­chen Si­tua­ti­on der Er­le­di­gung sei­ner ge­setz­li­chen Auf­ga­ben dient und er bei sei­ner Ent­schei­dung nicht nur die In­ter­es­sen der Be­leg­schaft berück­sich­tigt, son­dern auch be­rech­tig­ten In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers Rech­nung ge­tra­gen hat. Dient das je­wei­li­ge Sach­mit­tel der Er­le­di­gung be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­cher Auf­ga­ben und hält sich die In­ter­es­sen­abwägung des Be­triebs­rats im Rah­men sei­nes Be­ur­tei­lungs­spiel­raums, kann das Ge­richt die Ent­schei­dung des Be­triebs­rats nicht durch sei­ne ei­ge­ne er­set­zen (BAG vom 16.05.2007, 23.08.2006 und 03.09.2003, a. a.

 

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O.). Der Auf­fas­sung des BAG in sei­ner Ent­schei­dung vom 16.05.2007 (a. a. O.), ein Sach­mit­tel sei erst dann er­for­der­lich, wenn oh­ne sei­nen Ein­satz die Wahr­neh­mung an­de­rer Rech­te und Pflich­ten des Be­triebs­rats ver­nachlässigt wer­den müss­te, ver­mag die Be­schwer­de­kam­mer nicht zu fol­gen. We­der der Wort­laut noch der Zweck des Ge­set­zes, zu gewähr­leis­ten, dass dem Be­triebs­rat die für ei­ne ord­nungs­gemäße Er­le­di­gung sei­ner Auf­ga­ben er­for­der­li­che Sach­aus­stat­tung zur Verfügung steht, recht­fer­ti­gen ei­ne der­ar­ti­ge Ein­schränkung (eben­so Ei­se­mann, ErfK, 8. Aufl., § 40 Be­trVG Rdn. 16 und BAG vom 03.09.2003, a. a. O.).

Da­nach kann der Be­triebs­rat ei­nen In­ter­net­zu­gang zwar nicht al­lein des­we­gen ver­lan­gen, weil der Geschäfts­stel­len­lei­ter und der Scha­denaußen­stel­len­lei­ter über ei­nen In­ter­net­zu­gang verfügen. Der er­for­der­li­che Um­fang ei­nes Sach­mit­tels be­stimmt sich nicht aus­sch­ließlich nach dem Aus­stat­tungs­ni­veau des Ar­beit­ge­bers. We­der aus § 40 Abs. 2 Be­trVG noch aus dem Be­nach­tei­li­gungs­ver­bot des § 78 Be­trVG oder aus dem Grund­satz der ver­trau­ens­vol­len Zu­sam-men­ar­beit (§ 2 Be­trVG) folgt die Pflicht des Ar­beit­ge­bers, dem Be­triebs­rat die­sel­ben Sach­mit­tel zur Verfügung zu stel­len, die er selbst be­nutzt. Le­dig­lich so­weit sich die Auf­ga­ben von Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat berühren, et­wa bei der be­trieb­li­chen Mit­wir­kung und Mit­be­stim­mung, kann der Ein­satz mo­der­ner In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik auf Ar­beit­ge­ber­sei­te den er­for­der­li­chen Um­fang der dem Be­triebs­rat zur Verfügung zu stel­len­den Sach­mit­tel be­ein­flus­sen (BAG vom 23.08.2006, a. a. O.). In die­sem Zu­sam­men­hang kann aber auch wie­der­um die Aus­stat­tung des Ar­beit­ge­bers von Be­deu­tung sein. Be­nutzt die­ser et­wa bei Ver­hand­lun­gen mit dem Be­triebs­rat über den Ab­schluss von Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen selbst die Möglich­keit elek­tro­ni­scher Da­ten­ver­ar­bei­tung, so kann es ge­bo­ten sein, dass der Be­triebs­rat eben­falls über die­ses Hilfs­mit­tel verfügt (BAG vom 11.03.1998, AP Nr. 57 zu § 40 Be­trVG 1972). Ist der Ein­satz mo­der­ner Me­di­en im Un­ter­neh­men des Ar­beit­ge­bers üblich, spricht auch dies dafür, dass sich der Be­triebs­rat bei sei­ner Ent­schei­dung für ein be-

 

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stimm­tes Sach­mit­tel im Rah­men sei­nes Be­ur­tei­lungs­spiel­raums ge­hal­ten hat (BAG vom 01.12.2004, AP Nr. 82 zu § 40 Be­trVG 1972).

Bei Be­ach­tung des dem Be­triebs­rat zu­ste­hen­den Be­ur­tei­lungs­spiel­raums er­gibt sich da­mit, dass der Ar­beit­ge­ber die­sem ei­nen In­ter­net­zu­gang zur Verfügung zu stel­len hat, da der Be­triebs­rat den Zu­gang zum In­ter­net als Mit­tel zur In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung an­ge­sichts der kon­kre­ten be­trieb­li­chen Verhält­nis­se für er­for­der­lich hal­ten darf. Über das In­ter­net kann er sich nicht nur auf dem schnells­ten Weg über die ar­beits- und be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Ent­wick­lung in Ge­setz­ge­bung und Recht­spre­chung un­ter­rich­ten, die von den Ge­setz­ge­bungs­or­ga­nen und Ge­rich­ten im In­ter­net dar­ge­stellt wer­den. Darüber hin­aus kann er sich mit Hil­fe der im In­ter­net zur Verfügung ste­hen­den Such­ma­schi­nen zu ein­zel­nen be­trieb­li­chen Pro­blem­stel­lun­gen um­fas­send in­for­mie­ren, oh­ne auf Zu­falls­fun­de in Zeit­schrif­ten oder Zei­tun­gen, ver­al­te­te Kom­men­tie­run­gen oder länge­re Zeit zurück­lie­gen­de Ge­richts­ent­schei­dun­gen an­ge­wie­sen zu sein (BAG vom 03.09.2003, a. a. O.). Da auch der Scha­denaußen­stel­len­lei­ter das In­ter­net nutzt, um sich über be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Fra­ge­stel­lun­gen zu in­for­mie­ren und auf Be­spre­chun­gen mit dem Be­triebs­rat vor­zu­be­rei­ten, ent­spricht es ei­nem be­rech­tig­ten In­ter­es­se des Be­triebs­rats, des­sen Ar­gu­men­te nach­prüfen und sich von ih­rer Rich­tig­keit über­zeu­gen zu können. Dies kann, so­weit sich der Scha­denaußen­stel­len­lei­ter auf Fund­stel­len im In­ter­net be­zieht, wie es hin­sicht­lich ei­ner Schu­lungs­ver­an­stal­tung un­strei­tig ge­sche­hen ist, sach­ge­rech­net nur er­fol­gen, wenn auch der Be­triebs­rat das In­ter­net nut­zen kann.

Ein In­diz für die Er­for­der­lich­keit des In­ter­net­zu­gangs ist fer­ner, dass der Ar­beit­ge­ber ge­genüber dem Be­triebs­rat in sei­nem Schrei­ben vom 03.08.2007 erklärt hat, er stel­le dem Be­triebs­rat durch die gewähr­ten zwei In­ter­net­an­schlüsse In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik in aus­rei­chen­dem Um­fang zur Verfügung. In dem Schrei­ben hat er nur die Frei­schal­tung zusätz­li­cher An­schlüsse als nicht er­for­der­lich ab­ge­lehnt. Vor Ein­lei­tung des Be­schluss­ver­fah­rens ist der

 

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Ar­beit­ge­ber so­mit selbst noch da­von aus­ge­gan­gen, dass der Be­triebs­rat An­spruch auf ei­nen In­ter­net­zu­gang hat, der al­ler­dings durch die In­ter­net­zugänge für zwei Be­triebs­rats­mit­glie­der erfüllt sei. Der Ar­beit­ge­ber hat den Be­triebs­rat mit­hin in sei­ner Auf­fas­sung bestärkt, dass ein In­ter­net­zu­gang zur Er­le­di­gung sei­ner Auf­ga­ben er­for­der­lich ist. Dies durf­te der Be­triebs­rat bei sei­ner Ent­schei­dung, dass er ei­nes In­ter­net­zu­gangs be­darf, berück­sich­ti­gen.

b) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers hat der Ar­beit­ge­ber den An­spruch des Be­triebs­rats nicht erfüllt. Er hat durch die Ermögli­chung von In­ter­net­zugängen für zwei Be­triebs­rats­mit­glie­der den An­spruch viel­mehr nur teil­wei­se erfüllt (BAG vom 08.03.2000 – 7 ABR 73/98 – Ju­ris). Erfüllt wird der An­spruch nur, wenn al­le Mit­glie­der des Be­triebs­rats die Möglich­keit ha­ben, das In­ter­net zu nut­zen.

c) Der Ent­schei­dung des Be­triebs­rats ste­hen schließlich kei­ne be­rech­tig­ten be­trieb­li­chen In­ter­es­sen des Ar­beit­ge­bers ent­ge­gen, ins­be­son­de­re nicht des­sen In­ter­es­se an der Be­gren­zung der Kos­ten­tra­gungs­pflicht. Je­den­falls dann, wenn der Ar­beit­ge­ber sich ent­schei­det, den Be­triebs­rats­mit­glie­dern an ih­rem PC-Ar­beits­platz den Zu­gang zum In­ter­net ein­zuräum­en, ent­ste­hen al­len­falls ge­ringfügi­ge Mehr­kos­ten. Die Per­so­nal­ka­pa­zitäten für die Ein­rich­tung von In­ter­net­zugängen und de­ren Pfle­ge sind oh­ne­hin vor­han­den. Tat­sa­chen, dass er­heb­lich höhe­re Gebühren für Soft­ware­li­zen­zen zu zah­len sind, sind nicht er­sicht­lich und vom Ar­beit­ge­ber auch nicht vor­ge­tra­gen. Sch­ließlich wird die Ge­fahr, dass schädli­che Soft­ware in das Netz­werk ein­dringt, durch die Be­reit­stel­lung von In­ter­net­an­schlüssen für al­le Be­triebs­rats­mit­glie­der nur ge­ringfügig erhöht. Die­ser Ge­fahr kann zu­dem da­durch be­geg­net wer­den, dass der Ar­beit­ge­ber dem Be­triebs­rat in des­sen Räum­en ei­nen In­ter­net­an­schluss zur Verfügung stellt.

 

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4. Die Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de für bei­de Be­tei­lig­te be­ruht auf §§
92 Abs. 1 Satz 2, 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG.

R E C H T S M I T T E L B E L E H R U N G :

Ge­gen die­sen Be­schluss kann von kann von dem Be­triebs­rat und dem Ar­beit­ge­ber

R E C H T S B E S C H W E R D E

ein­ge­legt wer­den.

Die Rechts­be­schwer­de muss

in­ner­halb ei­ner Not­frist* von ei­nem Mo­nat

nach der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Be­schlus­ses schrift­lich beim

Bun­des­ar­beits­ge­richt

Hu­go-Preuß-Platz 1

99084 Er­furt

Fax: 0361 2636 2000

ein­ge­legt wer­den.

Die Rechts­be­schwer­de­schrift muss von ei­nem Be­vollmäch­tig­ten un­ter­zeich­net sein. Als Be­vollmäch­tig­te sind nur zu­ge­las­sen:

 

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1. Rechts­anwälte,
2. Ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der,
3. Ju­ris­ti­sche Per­so­nen, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der in Nr. 2 be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung der Mit­glie­der die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on oder ei­nes an­de­ren Ver­ban­des oder Zu­sam­men­schlus­ses mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet.

In den Fällen der Zif­fern 2 und 3 müssen die Per­so­nen, die die Rechts­be­schwer­de­schrift un­ter­zeich­nen, die Befähi­gung zum Rich­ter­amt ha­ben.

Ei­ne Par­tei die als Be­vollmäch­tig­ter zu­ge­las­sen ist, kann sich selbst ver­tre­ten.

* ei­ne Not­frist ist un­abänder­lich und kann nicht verlängert wer­den.

 

Hein­lein

Me­der

Knie­se

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