Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Kündigungsschutzklage
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 2 AZR 722/06
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 06.09.2007
   
Leit­sätze: Der oh­ne Ge­gen­leis­tung erklärte, for­mu­larmäßige Ver­zicht des Ar­beit­neh­mers auf die Er­he­bung ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge stellt ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung iSv. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB dar.
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 21.06.2005, 8 Ca 263/04
Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, urteil vom 19.07.2006, 2 Sa 123/05
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


2 AZR 722/06
2 Sa 123/05
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Ba­den-Würt­tem­berg

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am
6. Sep­tem­ber 2007

UR­TEIL

Schmidt, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Be­klag­te, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­onskläge­rin,

pp.

Kläge­rin, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Zwei­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf Grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 6. Sep­tem­ber 2007 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Prof. Dr. Rost, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Bröhl und Schmitz-Scho­le­mann so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Dr. Sieg und Löll­gen für Recht er­kannt:
 


- 2 -

Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ba­den-Würt­tem­berg vom 19. Ju­li 2006 - 2 Sa 123/05 - wird auf Kos­ten der Be­klag­ten zurück­ge­wie­sen.


Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Wirk­sam­keit zwei­er frist­lo­ser und ei­ner hilfs­wei­sen or­dent­li­chen Kündi­gung.

Die Kläge­rin war seit 1998 bei dem be­klag­ten Dro­ge­rie­un­ter­neh­men als Verkäufe­r­in/Kas­sie­re­rin an­ge­stellt. Sie war zu­letzt mit 10 Wo­chen­stun­den in ei­ner Ver­kaufs­stel­le in D ein­ge­setzt bei ei­ner mo­nat­li­chen Brut­to­vergütung iHv. 456,00 Eu­ro.

Am 16. April 2004 wur­de fest­ge­stellt, dass die Ta­ges­ein­nah­men der Ver­kaufs­stel­le vom 14./15. April 2004 iHv. 4.375,00 Eu­ro ver­schwun­den wa­ren. Der ge­naue Zeit­punkt konn­te nicht er­mit­telt wer­den. Die Ta­ges­ein­nah­men wer­den in ei­nem Tre­sor ver­wahrt. Je­de der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen der Ver­kaufs­stel­le hat ab­wech­selnd den Tre­sor­schlüssel für ei­nen ge­wis­sen Zeit­raum im Be­sitz, die Kläge­rin zu­letzt vom 15. April abends bis zum 16. April um 8.45 Uhr. Da trotz ei­ner länge­ren Be­fra­gung der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen der Tat­her­gang nicht auf­geklärt wer­den konn­te, kündig­te die Be­klag­te die Ar­beits­verhält­nis­se al­ler drei Mit­ar­bei­te­rin­nen am 16. April 2004 frist­los. Die Kündi­gung wur­de ge­genüber der Kläge­rin auf ei­nem For­mu­lar aus­ge­spro­chen, das zusätz­lich fol­gen­den Pas­sus enthält:


„Kündi­gung ak­zep­tiert und mit Un­ter­schrift bestätigt. Auf Kla­ge ge­gen die Kündi­gung wird ver­zich­tet.“


Die Kläge­rin un­ter­zeich­ne­te das For­mu­lar an der für den Mit­ar­bei­ter vor­ge­se­he­nen Stel­le. Dar­un­ter wur­de es von der Be­klag­ten durch die Ver­kaufs- und Be­zirks­lei­tung eben­falls un­ter­zeich­net. Mit Schrei­ben vom 19. April 2004 kündig­te die Be­klag­te noch­mals frist­los, hilfs­wei­se or­dent­lich zum 31. Ju­li 2004.

Die Kläge­rin hat ge­gen al­le Kündi­gun­gen Kündi­gungs­schutz­kla­ge er­ho­ben. Sie hat jeg­li­che Ver­ant­wor­tung für das Ver­schwin­den der Ta­ges­ein­nah­men be­strit­ten. Es lie­ge auch kein hin­rei­chen­der Ver­dacht vor. Die Kündi­gung vom 16. April 2004 sei


- 3 -

schon man­gels ord­nungs­gemäßer Schrift­form un­wirk­sam, da die Un­ter­schrift der kündi­gungs­be­rech­tig­ten Ver­kaufs­lei­te­rin nicht un­mit­tel­bar an die Kündi­gungs­erklärung an­sch­ließe. Der Kla­ge­ver­zicht ver­s­toße im Übri­gen ge­gen §§ 305 ff. BGB we­gen un­an­ge­mes­se­ner Be­nach­tei­li­gung. Sch­ließlich hat die Kläge­rin den Ver­zicht auch gem. § 123 BGB we­gen wi­der­recht­li­cher Dro­hung an­ge­foch­ten.

Die Kläge­rin hat - so­weit von In­ter­es­se - zu­letzt be­an­tragt: 


1. Es wird fest­ge­stellt, dass die frist­lo­se Kündi­gung vom 16. April 2004, zu­ge­gan­gen am 16. April 2004, rechts­un­wirk­sam ist.


2. Es wird fest­ge­stellt, dass die or­dent­li­che Kündi­gung vom 19. April 2004, zu­ge­gan­gen am 23. April 2004, rechts­un­wirk­sam ist.


3. Es wird fest­ge­stellt, dass die frist­lo­se Kündi­gung vom 19. April 2004, zu­ge­gan­gen am 23. April 2004, rechts­un­wirk­sam ist.

Die Be­klag­te hat Kla­ge­ab­wei­sung be­an­tragt. Sie hat den Kla­ge­ver­zicht als wirk­sam an­ge­se­hen. Ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung gem. § 307 BGB lie­ge nicht vor. Es sei auch kei­ne un­zulässi­ge Dro­hung aus­ge­spro­chen wor­den. Je­den­falls lie­ge ein hin­rei­chen­der Grund für ei­ne Ver­dachtskündi­gung vor. Es sei ihr nicht zu­zu­mu­ten, mit den drei Mit­ar­bei­te­rin­nen, von de­nen ei­ne die Gel­der ent­wen­det ha­ben müsse, wei­ter zu­sam­men­zu­ar­bei­ten.

Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge we­gen des Kla­ge­ver­zichts ab­ge­wie­sen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat ihr auf die Be­ru­fung der Kläge­rin in vol­lem Um­fang statt­ge­ge­ben. Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on er­strebt die Be­klag­te die Wie­der­her­stel­lung des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils, während die Kläge­rin Zurück­wei­sung der Re­vi­si­on be­an­tragt.


Ent­schei­dungs­gründe

Die Re­vi­si­on der Be­klag­ten ist un­be­gründet. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zu Recht er­kannt, dass die Kla­ge nicht we­gen wirk­sa­men Kla­ge­ver­zichts ab­zu­wei­sen ist und die streit­ge­genständ­li­chen Kündi­gun­gen vom 16. April 2004 und 19. April 2004 rechts­un­wirk­sam sind.


- 4 -

A. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sei­ne Ent­schei­dun­gen - kurz zu­sam­men­ge­fasst - wie folgt be­gründet: Der Kla­ge­ver­zicht bezüglich der Kündi­gung vom 16. April 2004 sei un­wirk­sam, weil die for­mu­larmäßige Ver­zichts­erklärung ei­ner In­halts­kon­trol­le gem. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB un­ter­lie­ge und oh­ne kom­pen­sa­to­ri­sche Ge­gen­leis­tung der Be­klag­ten ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung der Kläge­rin dar­stel­le. Die Vor­aus­set­zun­gen ei­ner be­gründe­ten - außer­or­dent­li­chen wie or­dent­li­chen - Ver­dachtskündi­gung sei­en gleich­falls nicht ge­ge­ben. Den Vor­trag der Be­klag­ten un­ter­stellt, dass nie­mand sonst als die drei Mit­ar­bei­te­rin­nen ei­nen Tre­sor­schlüssel ge­habt ha­be, be­ste­he für die Täter­schaft der Kläge­rin le­dig­lich ein Ver­dachts­grad von 33,3 %. Dies recht­fer­ti­ge ei­ne Ver­dachtskündi­gung nicht.


B. Die­sen Ausführun­gen folgt der Se­nat im Er­geb­nis und in wei­ten Tei­len der Be­gründung. Die zulässi­ge Kündi­gungs­schutz­kla­ge ist be­gründet.

I. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat durch Aus­le­gung des Kla­ge­an­trags un­ter Berück­sich­ti­gung der Kla­ge­be­gründung zu Recht an­ge­nom­men, dass es sich trotz der et­was miss­verständ­li­chen For­mu­lie­rung der Anträge in den Vor­in­stan­zen le­dig­lich um Kündi­gungs­schutz­anträge han­delt.

II. Die Kla­ge ist auch be­gründet. Die Kläge­rin hat auf ihr Recht, ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge ge­gen die Kündi­gung vom 16. April 2004 zu er­he­ben, nicht wirk­sam ver­zich­tet. Zu Recht hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt eben­falls an­ge­nom­men, dass die Kündi­gung vom 16. April 2004 den An­for­de­run­gen an ei­ne außer­or­dent­li­che Ver­dachtskündi­gung nicht genügt.


1. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zu­tref­fend er­kannt, dass die Kläge­rin auf ihr Recht, ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge ge­gen die Kündi­gung vom 16. April 2004 zu er­he­ben, nicht wirk­sam ver­zich­tet hat. Zwar ist der Ver­zicht auf die Er­he­bung ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge nach Aus­spruch der Kündi­gung zulässig. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Ver­ein­ba­rung auch zu­tref­fend als form­ge­rech­ten Kla­ge­ver­zichts­ver­trag an­ge­se­hen. Die­ser Kla­ge­ver­zichts­ver­trag be­nach­tei­ligt die Kläge­rin aber iSv. § 307 Abs. 1 BGB un­an­ge­mes­sen und ist des­halb un­wirk­sam.

a) Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (grund­le­gend Se­nat 3. Mai 1979 - 2 AZR 679/77 - BA­GE 32, 6, zu II 2 a der Gründe) und der über­wie­gen­den Auf­fas­sung in der Li­te­ra­tur (v. Ho­y­nin­gen-Hue­ne/Linck KSchG 14. Aufl. § 1 Rn. 15 ff.; KR-Fried­rich 8. Aufl. § 4 KSchG Rn. 297; Stahl­ha­cke/Preis/Vos­sen-Preis


- 5 -

Kündi­gung und Kündi­gungs­schutz im Ar­beits­verhält­nis 9. Aufl. Rn. 1253) kann ein Ar­beit­neh­mer nach Aus­spruch der Kündi­gung durch den Ar­beit­ge­ber auf die Er­he­bung oder Durchführung ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge ver­zich­ten.


Die Zulässig­keit ei­nes sol­chen Ver­zichts er­gibt sich be­reits dar­aus, dass das Kündi­gungs­schutz­ge­setz im Ge­gen­satz zu an­de­ren Ge­set­zen, die ei­nen Ver­zicht auf be­stimm­te Rech­te für un­zulässig erklären (vgl. § 4 Abs. 4 TVG, § 13 Abs. 1 Satz 3 BUrlG, § 12 EFZG, § 77 Abs. 4 Be­trVG), kei­ne Re­ge­lung ge­trof­fen hat, die dem Ar­beit­neh­mer den Ver­zicht auf den Kündi­gungs­schutz un­ter­sagt. Hin­zu kommt, dass der Ar­beit­neh­mer aus Rechts­gründen nicht ge­hal­ten ist, ei­ne ihm aus­ge­spro­che­ne schrift­li­che Kündi­gung mit der Kündi­gungs­schutz­kla­ge an­zu­grei­fen, son­dern untätig blei­ben und die Kündi­gung hin­neh­men kann mit der Fol­ge, dass die­se wirk­sam wird (§ 7 KSchG). Vor al­lem ist der Ar­beit­neh­mer be­rech­tigt, sein Ar­beits­verhält­nis je­der­zeit durch Auf­he­bungs­ver­trag zu be­en­den (Se­nat 3. Mai 1979 - 2 AZR 679/77 - BA­GE 32, 6, zu II 2 a der Gründe; 19. April 2007 - 2 AZR 208/06 -, zu B I 2 a der Gründe).

b) Die Ver­ein­ba­rung „Kündi­gung ak­zep­tiert und mit Un­ter­schrift bestätigt, auf Kla­ge ge­gen die Kündi­gung wird ver­zich­tet“ im Kündi­gungs­schrei­ben vom 16. April 2004 stellt ei­ne All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung iSv. § 305 Abs. 1 BGB dar.

Nach § 305 Abs. 1 BGB sind All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen al­le für ei­ne Viel­zahl von Verträgen vor­for­mu­lier­ten Ver­trags­be­din­gun­gen, die ei­ne Ver­trags­par­tei (Ver­wen­der) der an­de­ren Ver­trags­par­tei bei Ab­schluss des Ver­trags stellt. Aus dem In­halt und der äußeren Ge­stal­tung der in ei­nem Ver­trag ver­wen­de­ten Be­din­gun­gen kann sich ein vom Ver­wen­der zu wi­der­le­gen­der An­schein dafür er­ge­ben, dass sie zur Mehr­fach­ver­wen­dung for­mu­liert wor­den sind (BGH 24. No­vem­ber 2005 - VII ZR 87/04 - WM 2006, 247, zu II 2 a aa der Gründe). Ver­trags­be­din­gun­gen sind für ei­ne Viel­zahl von Verträgen be­reits dann vor­for­mu­liert, wenn ih­re drei­ma­li­ge Ver­wen­dung be­ab­sich­tigt ist (BAG 1. März 2006 - 5 AZR 363/05 - BA­GE 117, 155, zu II 2 a der Gründe; BGH 11. De­zem­ber 2003 - VII ZR 31/03 - NJW 2004, 1454, zu II 1 a der Gründe).

All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen lie­gen nach § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB nicht vor, so­weit die Ver­trags­be­din­gun­gen zwi­schen den Ver­trags­par­tei­en im Ein­zel­nen aus­ge­han­delt sind. „Aus­han­deln“ iSv. § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB be­deu­tet mehr als ver­han­deln. Es genügt nicht, dass der Ver­trags­in­halt le­dig­lich erläutert oder erörtert wird und den Vor­stel­lun­gen des Ver­trags­part­ners ent­spricht. „Aus­ge­han­delt“ iSv. § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB ist ei­ne Ver­trags­be­din­gung nur, wenn der Ver­wen­der die be-
 


- 6 -

tref­fen­de Klau­sel in­halt­lich ernst­haft zur Dis­po­si­ti­on stellt und dem Ver­hand­lungs­part­ner Ge­stal­tungs­frei­heit zur Wah­rung ei­ge­ner In­ter­es­sen einräumt mit der rea­len Möglich­keit, die in­halt­li­che Aus­ge­stal­tung der Ver­trags­be­din­gun­gen zu be­ein­flus­sen. Das setzt vor­aus, dass sich der Ver­wen­der deut­lich und ernst­haft zu gewünsch­ten Ände­run­gen der zu tref­fen­den Ver­ein­ba­rung be­reit erklärt (BAG 27. Ju­li 2005 - 7 AZR 486/04 - BA­GE 115, 274, zu B II 1 b bb (2) der Gründe; zu § 310 Abs. 3 Nr. 2 BGB: 25. Mai 2005 - 5 AZR 572/04 - BA­GE 115, 19, zu VII 2 der Gründe; BGH 3. No­vem­ber 1999 - VIII ZR 269/98 - BGHZ 143, 104, zu II 2 b aa der Gründe).


Ge­mes­sen hier­an, stellt der von der Be­klag­ten ver­wand­te Pas­sus ei­ne All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung iSv. § 305 Abs. 1 BGB dar. Be­reits die äußere Er­schei­nungs­form be­gründet ei­ne tatsächli­che Ver­mu­tung dafür, dass der Pas­sus von der Be­klag­ten vor­for­mu­liert und sei­ne Ver­wen­dung er­kenn­bar für ei­ne Viel­zahl von Fällen vor­ge­se­hen war und von der Be­klag­ten bei Aus­spruch von außer­or­dent­li­chen Kündi­gun­gen ge­ne­rell ge­nutzt wird.

So­weit die Re­vi­si­on un­ter Be­ru­fung auf das Ur­teil des Se­nats vom 27. No­vem­ber 2003 (- 2 AZR 135/03 - BA­GE 109, 22, zu B IV 1 der Gründe) die Auf­fas­sung ver­tritt, es lägen kei­ne All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen vor, weil die Kläge­rin und die für die Be­klag­te han­deln­de stell­ver­tre­ten­de Ver­kaufs­lei­te­rin den Kla­ge­ver­zicht in­di­vi­du­ell aus­ge­han­delt hätten, über­zeugt dies nicht. Zum ei­nen han­delt es sich bei den Ausführun­gen in der Re­vi­si­ons­be­gründung um neu­en, in der Re­vi­si­ons­in­stanz grundsätz­lich un­zulässi­gen Sach­vor­trag. Selbst bei Berück­sich­ti­gung des von der Be­klag­ten ge­hal­te­nen neu­en Sach­vor­trags ergäbe sich kein an­de­res Er­geb­nis. Die Be­klag­te be­schränkt sich dar­auf dar­zu­le­gen, dass der Kläge­rin die Trag­wei­te der Un­ter­schrift deut­lich vor Au­gen geführt wur­de. Dass die Kläge­rin be­stim­men­den Ein­fluss auf die in­halt­li­che Aus­ge­stal­tung der Ver­trags­klau­sel hat­te, trägt die Be­klag­te selbst nicht vor.


c) Die Ver­ein­ba­rung „Kündi­gung ak­zep­tiert und mit Un­ter­schrift bestätigt, auf Kla­ge ge­gen die Kündi­gung wird ver­zich­tet“ ist Ver­trags­be­stand­teil ge­wor­den. Dem steht § 305c Abs. 1 BGB nicht ent­ge­gen.


Nach § 305c Abs. 1 BGB wer­den Be­stim­mun­gen in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen, die nach den Umständen, ins­be­son­de­re nach dem äußeren Er­schei­nungs­bild des Ver­trags so un­gewöhn­lich sind, dass der Ver­trags­part­ner des Ver­wen­ders mit ih­nen nicht zu rech­nen braucht, nicht Ver­trags­be­stand­teil. We­der er­for­der­lich noch genügend ist es, wenn ei­ne Be­stim­mung in­halt­lich un­bil­lig ist (Ul­mer in

- 7 -

Ul­mer/Brand­ner/Hen­sen AGB-Recht 10. Aufl. § 305c BGB Rn. 12). Das Über­ra­schungs­mo­ment kann sich auch aus dem un­gewöhn­li­chen äußeren Zu­schnitt ei­ner Klau­sel oder ih­rer Un­ter­brin­gung an un­er­war­te­ter Stel­le er­ge­ben (BAG 31. Au­gust 2005 - 5 AZR 545/04 - BA­GE 115, 372, zu I 5 b bb (1) der Gründe; 15. Fe­bru­ar 2007 - 6 AZR 286/06 - AP BGB § 620 Auf­he­bungs­ver­trag Nr. 35 = EzA BGB 2002 § 611 Auf­he­bungs­ver­trag Nr. 6, zu II 1 der Gründe).


Die­se Vor­aus­set­zun­gen können hier nicht an­ge­nom­men wer­den, denn nach dem Er­schei­nungs­bild der Kündi­gung und der in ihr auch ent­hal­te­nen Kla­ge­ver­zichts­ver­ein­ba­rung stellt die­se kei­ne Über­ra­schungs­klau­sel dar. Der Pas­sus ist vom übri­gen Text deut­lich ab­ge­setzt und enthält er­kenn­bar ei­ne ei­genständi­ge Re­ge­lung. Dies wird da­durch un­ter­stri­chen, dass nicht auch noch der Er­halt der Kündi­gung als sol­cher bestätigt wer­den soll, son­dern viel­mehr erklärt wird, die Kündi­gung wer­de ak­zep­tiert, dies wer­de mit der Un­ter­schrift bestätigt und auf ei­ne Kla­ge ge­gen die Kündi­gung wer­de ver­zich­tet.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Re­vi­si­on steht ei­ner An­wen­dung des Rechts der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen nach §§ 305 ff. BGB vor­lie­gend auch die Re­ge­lung des § 310 Abs. 4 Satz 2 BGB nicht ent­ge­gen. Die Re­vi­si­on legt nicht dar, wel­che Be­son­der­hei­ten des Ar­beits­rechts ih­rer Auf­fas­sung nach ei­ner An­wen­dung der §§ 305 ff. BGB auf den for­mu­larmäßigen Kla­ge­ver­zichts­ver­trag ent­ge­gen­ste­hen sol­len. Sol­che sind auch nicht er­kenn­bar. Die pau­schal und in­halts­leer oh­ne Be­gründung an­geführ­ten Schlag­wor­te der Rechts­si­cher­heit und Rechts­klar­heit hel­fen nicht wei­ter. Dem Ar­beit­ge­ber­in­ter­es­se nach als­bal­di­ger Rechts­si­cher­heit und Rechts­klar­heit ist be­reits durch die Einführung der ge­ne­rel­len Drei-Wo­chen-Frist des § 4 Satz 1 KSchG Rech­nung ge­tra­gen. Es ist nicht zu ver­ken­nen, dass der Ar­beit­ge­ber auch schon vor­her ein In­ter­es­se dar­an ha­ben kann zu wis­sen, ob die Kündi­gung das Ar­beits­verhält­nis rechts­wirk­sam be­en­den wird, wo­zu auch ein Kla­ge­ver­zicht die­nen kann. Ei­ne Be­son­der­heit des Ar­beits­rechts, die bei der An­wen­dung der §§ 305 ff. BGB zu berück-sich­ti­gen ist, liegt dar­in je­doch nicht. Die Re­vi­si­on möch­te letzt­lich den un­zu­tref­fen­den An­schein er­we­cken, das Lan­des­ar­beits­ge­richt hätte ei­nen Kla­ge­ver­zicht nach Aus­spruch der Kündi­gung ge­ne­rell für un­wirk­sam an­ge­se­hen.


d) Die Aus­le­gung des Lan­des­ar­beits­ge­richts, die Ver­ein­ba­rung „Kündi­gung ak­zep­tiert und mit Un­ter­schrift bestätigt, auf Kla­ge ge­gen die Kündi­gung wird ver­zich­tet“ stel­le ei­nen Kla­ge­ver­zichts­ver­trag dar, ist zu­tref­fend und be­geg­net kei­nen recht­li­chen Be­den­ken.

- 8 -

Das Re­vi­si­ons­ge­richt hat die Aus­le­gung All­ge­mei­ner Geschäfts­be­din­gun­gen selbständig nach den Grundsätzen der Aus­le­gung von Nor­men vor­zu­neh­men. All-ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen sind nach ih­rem ob­jek­ti­ven In­halt und ty­pi­schen Sinn ein­heit­lich so aus­zu­le­gen, wie sie von verständi­gen und red­li­chen Ver­trags­part­nern un­ter Abwägung der In­ter­es­sen der nor­ma­ler­wei­se be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se ver­stan­den wer­den, wo­bei die Verständ­nismöglich­kei­ten des durch­schnitt­li­chen Ver­trags­part­ners des Ver­wen­ders zu­grun­de zu le­gen sind (BAG 31. Au­gust 2005 - 5 AZR 545/04 - BA­GE 115, 372, zu II 2 b der Gründe; 9. No­vem­ber 2005 - 5 AZR 128/05 - BA­GE 116, 185, zu II 2 a der Gründe; BGH 21. Sep­tem­ber 2005 - VIII ZR 284/04 - NJW 2005, 3567, zu II 1 a aa der Gründe mwN).


Die Erklärung, auf Kündi­gungs­schutz zu ver­zich­ten, kann je nach La­ge des Falls ein Auf­he­bungs­ver­trag, ein Ver­gleich, ein Kla­ge­ver­zichts­ver­trag oder ein ver­trag­li­ches Kla­gerück­nah­me­ver­spre­chen sein, so­fern ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge be­reits rechtshängig ist (Stahl­ha­cke/Preis/Vos­sen-Preis Kündi­gung und Kündi­gungs­schutz im Ar­beits­verhält­nis 9. Aufl. Rn. 1254). Die Erklärung „Kündi­gung ak­zep­tiert und mit Un­ter­schrift bestätigt, auf Kla­ge ge­gen die Kündi­gung wird ver­zich­tet“ stellt hier ei­nen Kla­ge­ver­zichts­ver­trag dar, denn mit die­ser Ver­ein­ba­rung soll­te die Kläge­rin ver­trag­lich ver­pflich­tet sein, ge­gen die ihr ge­genüber mit glei­chem Schrei­ben erklärte außer­or­dent­li­che Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses kei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge zu er­he­ben, son­dern auf de­ren Er­he­bung zu ver­zich­ten und die Be­klag­te woll­te die­sen Ver­zicht auch an­neh­men. Die For­mu­la­r­erklärung stell­te dem­ge­genüber kei­nen Auf­he­bungs­ver­trag dar. Die ver­trag­li­che Re­ge­lung soll­te nicht selbständig zur Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses der Par­tei­en führen, son­dern „le­dig­lich“ die Rechts­wirk­sam­keit der Kündi­gung außer Streit stel­len. Für die An­nah­me ei­nes ei­genständi­gen Be­en­di­gungs­tat­be­stan­des be­ste­hen auf Grund­la­ge der Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts kei­ne An­halts­punk­te (vgl. zu ei­ner sol­chen Kon­stel­la­ti­on et­wa Se­nat 19. April 2007 - 2 AZR 208/06 -).

e) Der nach Zu­gang der Kündi­gungs­erklärung der Be­klag­ten von der Kläge­rin erklärte Ver­zicht auf die Er­he­bung ei­ner Kla­ge ge­gen die Kündi­gung ist un­wirk­sam. Der for­mu­larmäßige Ver­zicht auf ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge hält nach In­kraft­tre­ten des Ge­set­zes zur Mo­der­ni­sie­rung des Schuld­rechts am 1. Ja­nu­ar 2002 und der da­durch er­folg­ten Ein­be­zie­hung des Ar­beits­rechts in die AGB-Kon­trol­le ei­ner In­halts­kon­trol­le nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht stand. Oh­ne kom­pen­sa­to­ri­sche Ge­gen-
 


- 9 -

leis­tung des Ar­beit­ge­bers stellt ein sol­cher Kla­ge­ver­zicht ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des Ar­beit­neh­mers dar.

aa) Nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB gel­ten § 307 Abs. 1 und 2 so­wie §§ 308 und 309 BGB nur für Be­stim­mun­gen in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen, durch die von Rechts­vor­schrif­ten ab­wei­chen­de oder die­se ergänzen­de Re­ge­lun­gen ver­ein­bart wer­den. Der von der Kläge­rin erklärte Ver­zicht auf die Er­he­bung ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge stellt ei­ne Be­stim­mung dar, durch die von der ge­setz­li­chen Re­ge­lung Ab­wei­chen­des ver­ein­bart wird.

Nach § 4 Satz 1 KSchG muss ein Ar­beit­neh­mer, der gel­tend ma­chen will, dass ei­ne Kündi­gung so­zi­al un­ge­recht­fer­tigt oder aus an­de­ren Gründen rechts­un­wirk­sam ist, in­ner­halb von drei Wo­chen nach Zu­gang der schrift­li­chen Kündi­gung Kla­ge beim Ar­beits­ge­richt auf Fest­stel­lung er­he­ben, dass das Ar­beits­verhält­nis durch die Kündi­gung nicht auf­gelöst wor­den ist. Nach § 13 Abs. 1 Satz 2 KSchG kann die Rechts­wirk­sam­keit ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung nur nach Maßga­be des § 4 Satz 1 KSchG und §§ 5 bis 7 KSchG gel­tend ge­macht wer­den.

Der von der Kläge­rin erklärte Ver­zicht, ei­ne Kla­ge ge­gen die Kündi­gung vom 16. April 2004 zu er­he­ben, weicht von der ge­setz­li­chen Re­ge­lung des § 4 Satz 1 KSchG und § 13 Abs. 1 Satz 2 KSchG ab, in­dem der Kläge­rin die Drei-Wo­chen-Frist vollständig ge­nom­men wird.

bb) Nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB sind Be­stim­mun­gen in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen un­wirk­sam, wenn sie den Ver­trags­part­ner ent­ge­gen Treu und Glau­ben un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­li­gen. Ei­ne for­mu­larmäßige Ver­trags­be­stim­mung ist un­an­ge­mes­sen, wenn der Ver­wen­der durch ein­sei­ti­ge Ver­trags­ge­stal­tung miss­bräuch­lich ei­ge­ne In­ter­es­sen auf Kos­ten sei­nes Ver­trags­part­ners durch­zu­set­zen ver­sucht, oh­ne auch des­sen Be­lan­ge hin­rei­chend zu berück­sich­ti­gen und ihm ei­nen an-ge­mes­se­nen Aus­gleich zu gewähren. Die ty­pi­schen In­ter­es­sen der Ver­trags­part­ner sind un­ter be­son­de­rer Berück­sich­ti­gung grund­recht­lich geschütz­ter Rechts­po­si­tio­nen wech­sel­sei­tig zu be­wer­ten. Die Un­an­ge­mes­sen­heit rich­tet sich nach ei­nem ge­ne­rel­len ty­pi­sie­ren­den, vom Ein­zel­fall los­gelösten Maßstab un­ter Berück­sich­ti­gung von Ge­gen-stand, Zweck und Ei­gen­art des je­wei­li­gen Geschäfts in­ner­halb der be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se (BAG 10. Ja­nu­ar 2007 - 5 AZR 84/06 - AP BGB § 611 Ru­hen des Ar­beits­verhält­nis­ses Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 16, zu I 2 c cc (1) der Gründe; 11. April 2006 - 9 AZR 557/05 - AP BGB § 307 Nr. 17 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 5, zu


- 10 -

A I 2 b bb (2.1) der Gründe mwN). Ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung ist im Zwei­fel an­zu­neh­men, wenn ei­ne Be­stim­mung mit we­sent­li­chen Grund­ge­dan­ken der ge­setz­li­chen Re­ge­lung, von der ab­ge­wi­chen wird, nicht zu ver­ein­ba­ren ist oder we­sent­li­che Rech­te oder Pflich­ten, die sich aus der Na­tur des Ver­trags er­ge­ben, so ein­schränkt, dass die Er­rei­chung des Ver­trags­zwecks gefähr­det ist (§ 307 Abs. 2 BGB).

cc) Ge­mes­sen hier­an stellt der for­mu­larmäßige Ver­zicht auf die Er­he­bung ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge oh­ne Ge­gen­leis­tung ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung iSv. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB dar.

Ein for­mu­larmäßiger Ver­zicht auf ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge ist nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB voll über­prüfbar (ErfK/Preis 7. Aufl. §§ 305 - 310 BGB Rn. 74b). Es han­delt sich bei dem Kla­ge­ver­zicht nicht um die Haupt­ab­re­de ei­nes selbständi­gen Ver­trags, die nach § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB nur auf Trans­pa­renz kon­trol­lier­bar wäre (vgl. Se­nat 27. No­vem­ber 2003 - 2 AZR 135/03 - BA­GE 109, 22). Der bloße Ver­zicht des Ar­beit­neh­mers auf ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge oh­ne kom­pen­sa­to­ri­sche Ge­gen­leis­tung stellt le­dig­lich ei­ne Ne­ben­ab­re­de zu dem ursprüng­li­chen Ar­beits­ver­trag dar, nicht aber die Haupt­leis­tung aus ei­nem ge­son­dert ab­ge­schlos­se­nen Ver­trag.


Die un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung ist al­ler­dings nicht schon nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB im Zwei­fel zu ver­mu­ten. Es kann nicht an­ge­nom­men wer­den, dass ein Kla­ge­ver­zicht nach Zu­gang ei­ner Kündi­gung als sol­cher mit we­sent­li­chen Grund­ge­dan­ken des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes nicht zu ver­ein­ba­ren ist, denn nach der Recht­spre­chung des Se­nats ist ein Ver­zicht auf die Er­he­bung ei­ner Kündi­gungs-schutz­kla­ge ge­ra­de auch während des Ab­laufs der Drei-Wo­chen-Frist des § 4 Satz 1 KSchG zulässig (3. Mai 1979 - 2 AZR 679/77 - BA­GE 32, 6, zu II 2 a der Gründe; 19. April 2007 - 2 AZR 208/06 -, zu B I 2 b der Gründe).

Die un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des Ar­beit­neh­mers, der for­mu­larmäßig auf die Er­he­bung ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge ver­zich­tet, liegt aber in dem Ver­such des Ar­beit­ge­bers, sei­ne Rechts­po­si­ti­on oh­ne Rück­sicht auf die In­ter­es­sen des Ar­beit­neh­mers zu ver­bes­sern, in­dem er dem Ar­beit­neh­mer die Möglich­keit ei­ner ge­richt­li­chen Über­prüfung der Kündi­gung ent­zieht. Die Be­lan­ge des Ar­beit­neh­mers wer­den nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt, da die­sem durch den Ver­zicht oh­ne je­de Ge­gen­leis­tung das Recht ei­ner ge­richt­li­chen Über­prüfung der Kündi­gung ge­nom­men wird. In die­sem Zu­sam­men­hang kann nicht un­berück­sich­tigt blei­ben, dass im Rah­men der ar­beit­ge­ber­sei­tig ver­an­lass­ten Be­en­di­gung von Ar­beits­verhält­nis­sen auch der Grund­rechts­schutz des Ar­beit­neh­mers aus Art. 12 Abs. 1 GG nicht leer­lau­fen darf. Oh­ne ei­ne
 


- 11 -

Kom­pen­sa­ti­on für den Ver­zicht auf den ei­gent­lich be­ste­hen­den ge­setz­li­chen Kündi­gungs­schutz be­nach­tei­ligt der Kla­ge­ver­zicht den Ar­beit­neh­mer re­gelmäßig un­an­ge­mes­sen iSv. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB. Der rei­ne Kla­ge­ver­zicht oh­ne je­de ar­beit­ge­ber­sei­ti­ge Kom­pen­sa­ti­on (et­wa in Be­zug auf den Be­en­di­gungs­zeit­punkt, die Be­en­di­gungs­art, Zah­lung ei­ner Ent­las­sungs­entschädi­gung, Ver­zicht auf ei­ge­ne Er­satz­ansprüche, etc.) ist un­an­ge­mes­sen (so auch APS/Dörner 3. Aufl. § 1 KSchG Rn. 15; ErfK/Preis §§ 305 - 310 BGB Rn. 74b; v. Ho­y­nin­gen-Hue­ne/Linck § 1 Rn. 35; HWK/ Quecke 2. Aufl. Vor § 1 KSchG Rn. 29; KR-Fried­rich § 4 KSchG Rn. 311a; Rei­ne­cke DB 2002, 583 [586]; Stahl­ha­cke/Preis/Vos­sen-Preis Rn. 1255; LAG Schles­wig-Hol­stein 24. Sep­tem­ber 2003 - 3 Sa 6/03 - NZA-RR 2004, 74, zu III 2 b der Gründe; LAG Ham­burg 29. April 2004 - 1 Sa 47/03 - NZA-RR 2005, 151, zu 3 der Gründe).


Mit ei­nem Ver­zicht be­gibt sich der gekündig­te Ar­beit­neh­mer je­der Möglich­keit, die Rechts­wirk­sam­keit der Be­en­di­gung sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses durch die Ar­beit­ge­berkündi­gung ge­richt­lich über­prüfen zu las­sen. Die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses zu dem in der Kündi­gung ge­nann­ten Zeit­punkt steht da­mit fest. Der Ar­beit­ge­ber dem­ge­genüber, der ein be­son­de­res In­ter­es­se an der bal­di­gen Her­beiführung von Rechts­si­cher­heit hin­sicht­lich der von ihm aus­ge­spro­che­nen Kündi­gung hat, muss bei ei­nem in­ner­halb der Drei-Wo­chen-Frist des § 4 Satz 1 KSchG erklärten Kla­ge­ver­zicht den Ab­lauf der Kla­ge­frist nicht mehr ab­war­ten, son­dern kann be­reits zu­vor da­von aus­ge­hen, dass sei­ne Kündi­gung das Ar­beits­verhält­nis rechts­wirk­sam be­en­det hat bzw. be­en­den wird. Durch den wirk­sam erklärten Kla­ge­ver­zicht kann er sei­ne wei­te­ren Dis­po­si­tio­nen tref­fen, oh­ne die Un­si­cher­heit hin­sicht­lich der Wirk­sam­keit sei­ner Kündi­gung am En­de ei­nes mögli­cher­wei­se langjähri­gen Pro­zes­ses zu fürch­ten.


2. So­weit das Lan­des­ar­beits­ge­richt an­ge­nom­men hat, die Kündi­gung vom 16. April 2004 er­man­ge­le un­ter dem Ge­sichts­punkt der außer­or­dent­li­chen Ver­dachtskündi­gung ei­nes wich­ti­gen Grun­des, ist die Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts eben­falls nicht zu be­an­stan­den.

a) Gem. § 626 Abs. 1 BGB kann das Ar­beits­verhält­nis aus wich­ti­gem Grund oh­ne Ein­hal­tung ei­ner Kündi­gungs­frist gekündigt wer­den, wenn Tat­sa­chen vor­lie­gen, auf Grund de­rer dem Kündi­gen­den un­ter Berück­sich­ti­gung al­ler Umstände des Ein­zel­falls und un­ter Abwägung der In­ter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum Ab­lauf der Kündi­gungs­frist nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann. Da der in § 626 Abs. 1 BGB ver­wand­te Be­griff des wich­ti­gen Grun­des ein un­be­stimm­ter Rechts­be­griff ist, kann sei­ne An­wen­dung durch die Tat­sa­chen­ge­rich­te im Re­vi­si­ons-
 


- 12 -

ver­fah­ren nur dar­auf über­prüft wer­den, ob das Be­ru­fungs­ge­richt den Rechts­be­griff selbst ver­kannt hat, ob es bei der Un­ter­ord­nung des Sach­ver­halts un­ter die Rechts­nor­men Denk­ge­set­ze oder all­ge­mei­ne Er­fah­rungssätze ver­letzt und ob es al­le vernünf­ti­ger­wei­se in Be­tracht kom­men­den Umstände, die für oder ge­gen die außer­or­dent­li­che Kündi­gung spre­chen, wi­der­spruchs­frei be­ach­tet hat (ständi­ge Recht­spre­chung, statt vie­ler: Se­nat 21. Ju­ni 1995 - 2 ABR 28/94 - BA­GE 80, 185, zu B II 1 der Gründe; 20. Au­gust 1997 - 2 AZR 620/96 - AP BGB § 626 Ver­dacht straf­ba­rer Hand­lung Nr. 27 = EzA BGB § 626 Ver­dacht straf­ba­rer Hand­lung Nr. 7, zu II 1 d der Gründe). Die­sem ein­ge­schränk­ten Prüfungs­maßstab hält die an­ge­foch­te­ne Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts stand.


b) Nach der ständi­gen Se­nats­recht­spre­chung, von der auch das Lan­des­ar­beits­ge­richt aus­geht, kann nicht nur ei­ne er­wie­se­ne Ver­trags­ver­let­zung, son­dern schon der schwer­wie­gen­de Ver­dacht ei­ner straf­ba­ren oder sons­ti­gen Ver­feh­lung ei­nen wich­ti­gen Grund zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung ge­genüber dem verdäch­tig­ten Ar­beit­neh­mer dar­stel­len. § 626 Abs. 1 BGB lässt ei­ne Ver­dachtskündi­gung dann zu, wenn star­ke Ver­dachts­mo­men­te auf ob­jek­ti­ve Tat­sa­chen gründen, wenn die Ver­dachts­mo­men­te ge­eig­net sind, das für die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses er­for­der­li­che Ver­trau­en zu zerstören und wenn der Ar­beit­ge­ber al­le zu­mut­ba­ren An­stren­gun­gen zur Aufklärung des Sach­ver­halts un­ter­nom­men, ins­be­son­de­re dem Ar­beit­neh­mer Ge­le­gen­heit zur Stel­lung­nah­me ge­ge­ben hat (vgl. et­wa Se­nat 14. Sep­tem­ber 1994 - 2 AZR 164/94 - BA­GE 78, 18; 5. April 2001 - 2 AZR 217/00 - AP BGB § 626 Ver­dacht straf­ba­rer Hand­lung Nr. 34 = EzA BGB § 626 Ver­dacht straf­ba­rer Hand­lung Nr. 10, zu II 1 der Gründe).

c) Un­ter An­wen­dung die­ser Grundsätze ist das Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­tref­fend zu dem Er­geb­nis ge­langt, dass die streit­ge­genständ­li­che Kündi­gung nicht ge­recht­fer­tigt ist. Ein wich­ti­ger Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB lag nicht vor. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Re­vi­si­on hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt bei sei­ner Würdi­gung nicht ge­gen Denk­ge­set­ze ver­s­toßen.


Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat an­ge­nom­men, die außer­or­dent­li­che Kündi­gung vom 16. April 2004 sei we­gen des Ver­dachts der Ent­wen­dung der Ta­ges­ein­nah­men der Ver­kaufs­stel­le D vom 14. und 15. April 2004 in Höhe von ins­ge­samt 4.375,00 Eu­ro nicht ge­recht­fer­tigt; der von der Be­klag­ten ge­hal­te­ne Vor­trag sei nicht aus­rei­chend, ei­nen star­ken oder gar drin­gen­den Ver­dacht ge­gen die Kläge­rin we­gen der Ent­wen­dung der Ta­ges­ein­nah­men zu be­gründen. Da die Be­klag­te nicht von ei­ner Mit-

- 13 -


täter­schaft der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen aus­ge­he, die im frag­li­chen Zeit­raum über Zu­griffsmöglich­kei­ten auf den Tre­sor verfügt hätten, son­dern da­von, dass ei­ne der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen al­lein für das Ent­wen­den der Ta­ges­ein­nah­men ver­ant­wort­lich sei, be­ste­he für ei­ne Täter­schaft der Kläge­rin le­dig­lich ei­ne Wahr­schein­lich­keit von ei­nem Drit­tel. Der da­mit zu be­gründen­de Ver­dachts­grad sei we­der ein star­ker noch ein drin­gen­der.

Dem­ge­genüber macht die Re­vi­si­on gel­tend, bei dem vor­lie­gen­den Sach­ver­halt ste­he fest, dass ent­we­der die Kläge­rin oder ei­ne ih­rer bei­den Kol­le­gin­nen oder meh­re­re der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen der Ver­kaufs­stel­le im Zu­sam­men­wir­ken die Ta­ges­ein­nah­men vom 14. und 15. April 2004 un­ter­schla­gen hätten; da­mit sei be­reits der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt an­ge­nom­me­ne Wahr­schein­lich­keits­grad von ei­nem Drit­tel feh­ler­haft er­rech­net. Un­abhängig da­von be­ste­he aber ein kon­kre­ter, auf Tat­sa­chen be­gründe­ter und er­heb­li­cher Ver­dacht, dass die Kläge­rin die Un­ter­schla­gung be­gan­gen ha­be. Es sei ihr nicht zu­zu­mu­ten, mit drei Mit­ar­bei­te­rin­nen zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, von de­nen sie si­cher wis­se, dass ei­ne der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen ein Vermögens­de­likt zu ih­rem Nach­teil be­gan­gen ha­be. Dies zerstöre das Ver­trau­ens­verhält­nis zu al­len drei Mit­ar­bei­te­rin­nen.

Die­se Ein­wen­dun­gen der Re­vi­si­on grei­fen nicht durch. Be­reits der von der Re­vi­si­on gewähl­te An­satz ist un­zu­tref­fend. Die Be­klag­te hat schon in ih­rer Kla­ge­er­wi­de­rung erklärt, für sie sei nicht nach­voll­zieh­bar, wann das Geld ab­han­den ge­kom­men sei und wem die Ver­ant­wor­tung dafür zu­zu­schrei­ben sei. Da­mit lag aus ih­rer Sicht der Ver­dacht vor, dass ent­we­der die Kläge­rin ver­ant­wort­lich für den Ver­lust des Gel­des zeich­ne­te oder aber die an­de­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen, die an dem frag­li­chen Ta­gen Schlüssel­ge­walt hat­ten. Von ei­nem mögli­chen Zu­sam­men­wir­ken der Kläge­rin mit an­de­ren Mit­ar­bei­tern ging die Be­klag­te in den Vor­in­stan­zen selbst nicht aus. Auf Grund wel­cher Tat­sa­chen die Be­klag­te nun­mehr auch die Möglich­keit ei­ner ge­mein­schaft­li­chen Tat­be­ge­hung der drei Mit­ar­bei­te­rin­nen, ggf. in un­ter­schied­li­cher per­so­nel­ler Zu­sam­men­set­zung in Be­tracht zieht, er­sch­ließt sich nicht. Dies er­scheint eher dem Um-stand ge­schul­det, dass die Be­klag­te selbst er­kennt, ei­ne Wahr­schein­lich­keit von ei­nem Drit­tel für die Täter­schaft der Kläge­rin bei da­mit gleich­zei­tig be­ste­hen­der Wahr­schein­lich­keit von zwei Drit­teln für ih­re Un­schuld könne kei­nen star­ken und drin­gen­den Ver­dacht be­gründen.

Oh­ne­hin kann ei­ne Ver­dachtskündi­gung aber nicht mit ma­the­ma­ti­schen Wahr­schein­lich­keits­gra­den und Be­rech­nun­gen be­gründet wer­den. Er­for­der­lich ist, wie
 


- 14 -

der Se­nat be­reits mehr­fach ent­schie­den hat, der auf Tat­sa­chen be­gründe­te drin­gen­de Ver­dacht ei­ner Straf­tat. Die in den Vor­in­stan­zen dafür vor­ge­tra­ge­nen Umstände hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt wi­der­spruchs­frei ge­wer­tet und ist oh­ne Rechts­feh­ler zu dem Schluss ge­kom­men, der Vor­trag der Be­klag­ten könne kei­nen hin­rei­chend drin­gen­den Ver­dacht ge­gen die Kläge­rin be­gründen.


III. Die außer­or­dent­li­che Kündi­gung vom 19. April 2004 ist eben­falls rechts­un­wirk­sam. In­so­weit kann auf die vor­ste­hen­den Ausführun­gen zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung vom 16. April 2004 ver­wie­sen wer­den. Zwar hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt aus­weis­lich der Ent­schei­dungs­gründe die­se außer­or­dent­li­che Kündi­gung nicht ex­pres­sis ver­bis be­schie­den. Es er­gibt sich aber ein­deu­tig, dass das Lan­des­ar­beits­ge­richt auch hin­sicht­lich die­ser Kündi­gung das Vor­lie­gen ei­nes wich­ti­gen Grun­des ver­neint hat. Hier­von geht of­fen­sicht­lich auch die Re­vi­si­on aus.


IV. Zu Recht hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­den, dass auch die hilfs­wei­se erklärte or­dent­lich Kündi­gung vom 19. April 2004 zum 31. Ju­li 2004 das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en nicht be­en­det hat. Die­se Kündi­gung ist so­zi­al un­ge­recht­fer­tigt und da­mit rechts­un­wirk­sam. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat oh­ne er­kenn­ba­re Rechts­feh­ler an­ge­nom­men, der von der Be­klag­ten vor­ge­tra­ge­ne Sach­ver­halt könne auch ei­ne or­dent­li­che Kündi­gung nicht recht­fer­ti­gen. Es kann auch in­so­weit auf die Ausführun­gen zur außer­or­dent­li­chen Ver­dachtskündi­gung ver­wie­sen wer­den.


V. Die Be­klag­te hat die Kos­ten der Re­vi­si­on gem. § 97 Abs. 1 ZPO zu tra­gen. 

Rost 

Bröhl 

Schmitz-Scho­le­mann

Sieg 

F. Löll­gen

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 2 AZR 722/06  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880