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Urteile zum Arbeitsrecht
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Schlag­worte: Leitender Angestellter
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 7 ABR 2/08
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 25.03.2009
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Landesarbeitsgericht Hamm, Beschluss vom 09.11.2007, 10 TaBV 81/07
Arbeitsgericht Bocholt, Beschluss vom 29.06.2007, 1 BV 1707
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

7 ABR 2/08
10 TaBV 81/07
Lan­des­ar­beits­ge­richt

Hamm

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

25. März 2009

BESCHLUSS

Schie­ge, Ur­kunds­be­am­ter

der Geschäfts­stel­le

In dem Be­schluss­ver­fah­ren

mit den Be­tei­lig­ten


1.

An­trag­stel­ler, Be­schwer­deführer und Rechts­be­schwer­deführer,

2.

hat der Sieb­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der Be­ra­tung vom 25. März 2009 durch den Vi­ze­präsi­den­ten des Bun­des­ar­beits­ge­richts Dörner, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gräfl, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Koch so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Be­cher und Busch für Recht er­kannt:



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Auf die Rechts­be­schwer­de des Be­triebs­rats wird der Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm vom 9. No­vem­ber 2007 - 10 TaBV 81/07 - auf­ge­ho­ben.


Die Sa­che wird zur neu­en Anhörung und Ent­schei­dung an das Lan­des­ar­beits­ge­richt zurück­ver­wie­sen.

Von Rechts we­gen!

Gründe

A. Die Be­tei­lig­ten strei­ten darüber, ob der Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung der zu 2) be­tei­lig­ten Ar­beit­ge­be­rin lei­ten­der An­ge­stell­ter ist und darüber, ob die Ar­beit­ge­be­rin des­sen Beschäfti­gung zu un­ter­las­sen hat, weil der an­trag­stel­len­de Be­triebs­rat sei­ner Ein­stel­lung nicht zu­ge­stimmt hat.


Die Ar­beit­ge­be­rin ist ei­ne Ge­nos­sen­schafts­bank mit ca. 440 Mit­ar­bei­tern. Ih­re Re­vi­si­ons­ab­tei­lung verfügt über 6,5 Stel­len so­wie die Stel­le ei­nes Lei­ters der Re­vi­si­on, die im Jahr 2005 neu ge­schaf­fen wur­de.

In der Stel­len­aus­schrei­bung vom März 2005 für die zu be­set­zen­de Stel­le des Lei­ters der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung heißt es ua.:

„Ih­re Auf­ga­ben ... Ih­re Auf­ga­be um­fasst die selbständi­ge und ri­si­ko­ori­en­tier­te Pla­nung, Steue­rung und Über­wa­chung der Ord­nungsmäßig­keits- und Ab­lauf­prüfun­gen al­ler Geschäfts­fel­der (ein­schl. Kre­dit). In die­ser Schlüssel­funk­ti­on neh­men Sie für Vor­stand und Mit­ar­bei­ter ei­ne wich­ti­ge Be­ra­tungs­funk­ti­on ein. Wir er­war­ten von Ih­nen wich­ti­ge Im­pul­se zur An­pas­sung der Kon­troll- und Si­che­rungs­sys­te­me an ak­tu­el­le und zukünf­ti­ge An­for­de­run­gen.

...

Ihr Pro­fil ... In Ih­rem Selbst­bild ver­ste­hen Sie sich als in­ter­ner Un­ter­neh­mens­be­ra­ter und sind da­her nicht nur ana­ly­tisch und kon­zep­tio­nell be­gabt, son­dern auch über­zeu­gend in Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mo­de­ra­ti­on. Hier­durch sind

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Sie so­wohl ak­zep­tier­ter Gesprächs­part­ner als auch mo­ti­vie­ren­de Führungs­kraft.“

Am 25. Au­gust 2005 schloss die Be­klag­te mit dem Be­wer­ber R ei­nen Ar­beits­ver­trag, des­sen § 1 lau­tet:

„(1) Der Mit­ar­bei­ter wird als Lei­ter Ge­samt­re­vi­si­on mit Wir­kung vom 01.01.2006 an­ge­stellt. Er ist lei­ten­der An­ge­stell­ter der Bank.
Der Lei­ter Ge­samt­re­vi­si­on hat die or­ga­ni­sa­to­ri­sche und per­so­nel­le Ver­ant­wor­tung für den ge­sam­ten Be­reich.

Er ver­ant­wor­tet die Ein­hal­tung der Funk­ti­onsfähig­keit, Wirk­sam­keit, Wirt­schaft­lich­keit und An­ge­mes­sen­heit des in­ter­nen Kon­troll­sys­tems, stellt ei­ne ef­fi­zi­en­te Prüfung des Ri­si­ko­ma­nage­ment- und -con­trol­ling­s­ys­tems ein­sch­ließlich des Be­richts­we­sens si­cher.

(2) Der Mit­ar­bei­ter ist dem Vor­stand un­mit­tel­bar un­ter­stellt und be­rich­tet di­rekt. Er ist wei­sungs­be­fugt ge­genüber den Mit­ar­bei­tern sei­ner Ab­tei­lung und be­rech­tigt, sie nach vor­he­ri­ger Ab­stim­mung mit dem Vor­stand ein­zu­stel­len und zu ent­las­sen.

(3) Die dem Mit­ar­bei­ter über­tra­ge­ne Stel­lung ist mit Hand­lungs­voll­macht im Sin­ne des § 54 HGB aus-ge­stat­tet. In­ner­halb ei­nes Zeit­raums von sechs Mo­na­ten nach Ein­tritt in das Un­ter­neh­men wird der Mit­ar­bei­ter zum Pro­ku­ris­ten der Bank be­stellt. Er ist dann zur Ver­tre­tung der Bank zu­sam­men mit ei­nem Vor­stand oder ei­nem an­de­ren Pro­ku­ris­ten oder ei­nem Hand­lungs­be­vollmäch­tig­ten be­rech­tigt.

(4) Der Mit­ar­bei­ter nimmt an Sit­zun­gen der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung teil.“

Mit Schrei­ben vom 26. Au­gust 2005 un­ter­rich­te­te die Ar­beit­ge­be­rin den Be­triebs­rat un­ter Be­zug­nah­me auf § 105 Be­trVG von der be­ab­sich­tig­ten Ein­stel­lung. Mit Schrei­ben vom 30. Au­gust 2005 wi­der­sprach der Be­triebs­rat der Ein­stel­lung. Seit dem 1. Ja­nu­ar 2006 ist R als Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung tätig. Die Ar­beit­ge­be­rin er­teil­te ihm Pro­ku­ra.

Dem Mit­ar­bei­ter R ob­liegt es, den Rah­men ei­nes vor­ge­ge­be­nen Prüf

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plans aus­zufüllen und die Schwer­punk­te der Prüfung fest­zu­le­gen. Da­bei hat er sich an den Vor­ga­ben der Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BA­Fin) zu ori­en­tie­ren. Im Übri­gen hat der Ar­beit­neh­mer R fol­gen­de Auf­ga­ben wahr­zu­neh­men:

• Mit­wir­kung bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Kre­dit­stra­te­gie der Bank
• Be­ob­ach­tung und Be­wer­tung der Ent­wick­lung des Markt­um­fel­des und der Markt­po­ten­tia­le
• Be­ur­tei­lung der Ri­si­ko­si­tua­ti­on der Bank
• Er­ar­bei­tung der Maßnah­men zur Ri­si­ko­steue­rung auf Port­fo­lio- und Ein­zel­en­ga­ge­ment­ebe­ne
• Mit­wir­kung bei Vor­la­gen zur Ände­rung/An­pas­sung der Kre­dit­ri­si­ko­stra­te­gie
• Teil­nah­me und Mit­wir­kung an der Fest­le­gung der Bank­stra­te­gie und, dar­auf auf­bau­end, der ge­ne­rel­len Ri­si­ko­stra­te­gie
• Teil­nah­me an der Um­set­zung der stra­te­gi­schen Er­for­der­nis­se zu den Be­rei­chen „Ope­ra­tio­nel­le Ri­si-ken“ und „Li­qui­ditäts­ri­si­ken“
• Er­stel­lung ei­ner Über­sicht al­ler An­for­de­run­gen mit ak­tu­el­len Sta­tus­be­rich­ten zur Ab­lei­tung der er­for­der­li­chen Ent­schei­dun­gen/und Zu­ord­nung der Zuständig­kei­ten
• Pro­jekt­lei­tung bei di­ver­sen Pro­jek­ten, u. a. bei dem Pro­jekt „Vier Wände“ (Pri­vat­fi­nan­zie­rungs­op­ti­mie­rung, etc.)“
 

Der Mit­ar­bei­ter R ist Mit­glied der sog. er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung. Die­se be­steht aus vier Vor­stands­mit­glie­dern und acht wei­te­ren Mit­ar­bei­tern, dar­un­ter ein Pro­ku­rist und drei Bank­di­rek­to­ren. Die er­wei­ter­te Geschäfts­lei­tung trifft sich in re­gelmäßigen Sit­zun­gen, um stra­te­gi­sche Pläne zu ent­wi­ckeln und die­se in Pro­jekt­grup­pen zu ver­tie­fen. Ei­ne die­ser Pro­jekt­grup­pen ge­stal­te­te un­ter Lei­tung des Mit­ar­bei­ters R die Kre­dit­pro­zes­se der Ar­beit­ge­be­rin um. Außer­dem wur­de der Ar­beit­neh­mer R zum Mit­glied des Kre­dit­aus­schus­ses der Ar­beit­ge­be­rin mit be­ra­ten­der Wir­kung be­stellt. Er hat in ei­nem Fall über die Ein­stel­lung ei­ner Mit­ar­bei­te­rin ent­schie­den.


Mit der am 24. Ja­nu­ar 2006 beim Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen An­trags­schrift hat der Be­triebs­rat gel­tend ge­macht, die Ar­beit­ge­be­rin ha­be sein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 99 Abs. 1 Be­trVG bei der Ein­stel­lung des Mit-
 


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ar­bei­ters R miss­ach­tet. Die Ein­stel­lung ha­be nur mit sei­ner Zu­stim­mung er­fol­gen dürfen. Der Mit­ar­bei­ter R sein kein lei­ten­der An­ge­stell­ter. Des­halb ha­be die Beschäfti­gung des Ar­beit­neh­mers R zu un­ter­blei­ben.

Der Be­triebs­rat hat be­an­tragt, 


die Ar­beit­ge­be­rin zu ver­pflich­ten, die Beschäfti­gung des Ar­beit­neh­mers R zu un­ter­las­sen und der Ar­beit­ge­be­rin für je­den Tag der Zu­wi­der­hand­lung ein Zwangs­geld in Höhe von 250,00 Eu­ro an­zu­dro­hen.

Die Ar­beit­ge­be­rin hat die Zurück­wei­sung des An­trags be­an­tragt. 


Das Ar­beits­ge­richt hat den An­trag zurück­ge­wie­sen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die hier­ge­gen ge­rich­te­te Be­schwer­de des Be­triebs­rats zurück­ge­wie­sen. Mit der Rechts­be­schwer­de ver­folgt der Be­triebs­rat sei­nen An­trag wei­ter. Die Ar­beit­ge­be­rin be­an­tragt die Zurück­wei­sung der Rechts­be­schwer­de.


B. Die Rechts­be­schwer­de ist be­gründet und führt zur Auf­he­bung des an­ge­foch­te­nen Be­schlus­ses und zur Zurück­ver­wei­sung des Ver­fah­rens an das Lan­des­ar­beits­ge­richt. Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt ge­ge­be­nen Be­gründung kann der An­trag des Be­triebs­rats nicht zurück­ge­wie­sen wer­den. Der Se­nat kann al­ler­dings nicht ab­sch­ließend ent­schei­den, ob der An­trag be­gründet ist. Da­zu be­darf es wei­te­rer tatsäch­li­cher Fest­stel­lun­gen sei­tens des Lan­des­ar­beits­ge­richts.

I. Der An­trag ist zulässig. Es han­delt sich um ei­nen An­trag nach § 101 Satz 1 Be­trVG, mit dem der Be­triebs­rat die Auf­he­bung der per­so­nel­len Maßnah­me der Ein­stel­lung des Mit­ar­bei­ters R be­gehrt. Dies er­gibt die Aus­le­gung des An­trags un­ter Berück­sich­ti­gung der An­trags­be­gründung. Der Be­triebs­rat be­an­sprucht da­nach bei der Ein­stel­lung des Mit­ar­bei­ters R ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 99 Abs. 1 Satz 1 Be­trVG, da die­ser nicht lei­ten­der An­ge­stell­ter iSv. § 5 Abs. 3 Be­trVG sei. We­gen der feh­len­den Zu­stim­mung zu der Ein­stel­lung dürfe die Ar­beit­ge­be­rin den Mit­ar­bei­ter R nicht beschäfti­gen. Da­mit ver­folgt der Be­triebs­rat ei­nen An­spruch nach § 101 Satz 1 Be­trVG.

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II. Der Se­nat kann nicht ab­sch­ließend ent­schei­den, ob der Auf­he­bungs­an­trag be­gründet ist. Das hängt nach § 101 Satz 1 Be­trVG da­von ab, ob die Ein­stel­lung des Mit­ar­bei­ters R der Zu­stim­mung des Be­triebs­rats nach § 101 Satz 1 Be­trVG be­durf­te oder ob die­se ent­behr­lich war, weil der Mit­ar­bei­ter R lei­ten­der An­ge­stell­ter iSv. § 5 Abs. 3 Be­trVG ist, für den § 99 Abs. 1 Be­trVG nicht gilt (§ 5 Abs. 3 Satz 1 Be­trVG). Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zu Un­recht an­ge­nom­men, dass der Ar­beit­neh­mer R lei­ten­der An­ge­stell­ter nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG ist. Die Vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG lie­gen eben­falls nicht vor. Der Se­nat kann je­doch nicht be­ur­tei­len, ob der Mit­ar­bei­ter R die Vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG erfüllt. Da­zu sind wei­te­re tatsächli­che Fest­stel­lun­gen sei­tens des Lan­des­ar­beits­ge­richts er­for­der­lich.

1. Der Ar­beit­neh­mer R ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts nicht nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG lei­ten­der An­ge­stell­ter. Ihm wur­de zwar Pro­ku­ra er­teilt. Al­lein dies genügt für den Sta­tus ei­nes lei­ten­den An­ge­stell­ten je­doch nicht. Da­zu ist viel­mehr er­for­der­lich, dass das Auf­ga­ben­ge­biet, das der Pro­ku­ra zu­grun­de liegt, im Verhält­nis zum Ar­beit­ge­ber nicht un­be­deu­tend ist. Dar­an fehlt es bei dem dem Ar­beit­neh­mer R ob­lie­gen­den Tätig­keits­be­reich als Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung und als Mit­glied der sog. er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung. Für die Er­le­di­gung die­ser Auf­ga­ben ist die Pro­ku­ra nicht von sach­li­cher Be­deu­tung. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt bei sei­ner Würdi­gung ver­kannt.

a) Nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG ist lei­ten­der An­ge­stell­ter, wer nach Ar­beits­ver­trag und Stel­lung im Un­ter­neh­men oder im Be­trieb Ge­ne­ral­voll­macht oder Pro­ku­ra hat und die Pro­ku­ra auch im Verhält­nis zum Ar­beit­ge­ber nicht un­be­deu­tend ist. Das funk­ti­ons­be­zo­ge­ne Merk­mal der auch im Verhält­nis zum Ar­beit­ge­ber nicht un­be­deu­ten­den Pro­ku­ra ist da­hin zu ver­ste­hen, dass das der Pro­ku­ra zu­grun­de lie­gen­de Auf­ga­ben­ge­biet nicht un­be­deu­tend sein darf (BAG 11. Ja­nu­ar 1995 - 7 ABR 33/94 - zu B I 3 a der Gründe, BA­GE 79, 80 = AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 55 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 58). Aus­schlag­ge­bend für die Zu­ord­nung ei­nes Pro­ku­ris­ten zum Per­so­nen­kreis der lei­ten­den An­ge­stell­ten
 


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iSv. § 5 Abs. 3 Be­trVG sind da­her nicht nur die mit der Pro­ku­ra ver­bun­de­nen for­mel­len und um­fas­sen­den Ver­tre­tungs­be­fug­nis­se im Außen­verhält­nis, son­dern auch die da­mit ver­bun­de­nen un­ter­neh­me­ri­schen Auf­ga­ben, um de­ret­wil­len dem Ar­beit­neh­mer die Pro­ku­ra ver­lie­hen wor­den ist. Die­se un­ter­neh­me­ri­schen Auf­ga­ben dürfen nach Sinn und Zweck des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG nicht von ei­ner un­ter­ge­ord­ne­ten Be­deu­tung sein, weil es sonst an dem vom Ge­setz­ge­ber für den Per­so­nen­kreis der lei­ten­den An­ge­stell­ten an­ge­nom­me­nen In­ter­es­sen­ge­gen­satz zum Be­triebs­rat feh­len würde (vgl. BT-Drucks. VI/2729 S. 11). Als lei­ten­der An­ge­stell­ter muss ein Pro­ku­rist un­ter­neh­me­ri­sche Führungs­auf­ga­ben wahr­neh­men (BAG 11. Ja­nu­ar 1995 - 7 ABR 33/94 - zu B I 3 c der Gründe, aaO; 22. Fe­bru­ar 1994 - 7 ABR 32/93 - zu B III 2 der Gründe). Ob dies der Fall ist, be­stimmt sich nach den für die Zu­ord­nung nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG ent­wi­ckel­ten Grundsätzen (BAG 11. Ja­nu­ar 1995 - 7 ABR 33/94 - zu B I 3 c der Gründe, aaO). Die dem Pro­ku­ris­ten ob­lie­gen­den un­ter­neh­me­ri­schen Führungs­auf­ga­ben dürfen sich aber - an­ders als bei lei­ten­den An­ge­stell­ten nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG - nicht in der Wahr­neh­mung sog. St­abs­funk­tio­nen erschöpfen. In ei­ner St­abs­funk­ti­on erfüllt der lei­ten­de An­ge­stell­te ei­ne un­ter­neh­me­ri­sche be­deut­sa­me Auf­ga­be da­durch, dass er pla­nend und be­ra­tend tätig wird und kraft sei­nes be­son­de­ren Sach­ver­stan­des un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dun­gen auf ei­ne Wei­se vor­be­rei­tet, die es der ei­gent­li­chen Un­ter­neh­mensführung nicht mehr ge­stat­tet, an sei­nen Vor­schlägen vor­bei­zu­ge­hen (BAG 5. März 1974 - 1 ABR 19/73 - zu III 2 c der Gründe, BA­GE 26, 36 = AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 1 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 7). Denn auf­grund weit­rei­chen­der tech­ni­scher, wirt­schaft­li­cher und so­zia­ler Verände­run­gen ist der ei­gent­li­che Ar­beit­ge­ber kaum mehr in der La­ge, sämt­li­che Un­ter­neh­mer­funk­tio­nen selbst aus­zuüben. Es be­darf der ge­ziel­ten Vor­be­rei­tung durch be­son­ders qua­li­fi­zier­te Per­so­nen, die Sach­ver­hal­te struk­tu­rie­ren, Pro­ble­me ana­ly­sie­ren und dar­auf auf­bau­end Vor­schläge un­ter­brei­ten und da­mit die un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung maßgeb­lich be­stim­men. Auf die­se Wei­se er­lan­gen sie ei­nen er­heb­li­chen Ein­fluss auf die Führung des Un­ter­neh­mens (BAG 19. No­vem­ber 1974 - 1 ABR 20/73 - zu III 2 a der Gründe, BA­GE 26, 345 = AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 2). Das recht-
 


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fer­tigt, so­weit die tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 3 Be­trVG erfüllt sind, ih­re Zu­ord­nung zum Kreis der lei­ten­den An­ge­stell­ten. Der un­ter­neh­me­ri­sche Ein­fluss von An­ge­stell­ten in St­abs­funk­tio­nen ist auf das In­nen­verhält­nis zum Un­ter­neh­mer be­schränkt. Sie üben kei­ne Auf­ga­ben aus, die re­gelmäßig ei­nem Pro­ku­ris­ten kraft ge­setz­li­cher Ver­tre­tungs­macht (§ 49 HGB) vor­be­hal­ten sind. Ih­ren Ent­schei­dun­gen kommt im Ge­gen­satz zu den­je­ni­gen ei­nes An­ge­stell­ten in sog. „Li­ni­en­funk­tio­nen“ kei­ne un­mit­tel­ba­re Außen­wir­kung zu. Für ih­re Auf­ga­ben hat die Pro­ku­ra - eben­so wie bei Ti­tu­lar­pro­ku­ris­ten - kei­ne sach­li­che Be­deu­tung. Das schließt es aus, sie als lei­ten­de An­ge­stell­te iSd. § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG an­zu­er­ken­nen (BAG 11. Ja­nu­ar 1995 - 7 ABR 33/94 - zu B I 3 c der Gründe, BA­GE 79, 80 = AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 55 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 58). An­ge­stell­te in St­abs­funk­tio­nen sind da­her den lei­ten­den An­ge­stell­ten nicht schon we­gen ih­rer Pro­ku­ra nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG zu­ge­ord­net. Sie können al­ler­dings - bei Vor­lie­gen der ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen - lei­ten­de An­ge­stell­te nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG sein (vgl. hier­zu Wlotz­ke Anm. zu BAG AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 55).

b) Nach die­sen Grundsätzen ist der Ar­beit­neh­mer R ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts nicht lei­ten­der An­ge­stell­ter nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG.


Bei der Ge­samt­be­wer­tung der für die Cha­rak­te­ri­sie­rung ei­nes lei­ten­den An­ge­stell­ten maßge­ben­den Merk­ma­le steht dem Ge­richt der Tat­sa­chen­in­stanz ein Be­ur­tei­lungs­spiel­raum zu. Die Würdi­gung des Be­schwer­de­ge­richts ist in der Rechts­be­schwer­de­instanz nur dar­auf­hin über­prüfbar, ob der Sach­ver­halt feh­ler­frei fest­ge­stellt wur­de, die Be­wer­tungs­maßstäbe nicht ver­kannt sind und die Ge­samtwürdi­gung al­ler maßgeb­li­chen Punk­te ver­tret­bar er­scheint (vgl. zur Re­vi­si­on BAG 6. De­zem­ber 2001 - 2 AZR 733/00 - zu B II 3 a dd der Gründe mwN, AP ZPO § 263 Nr. 3 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 65). Die­ser ein­ge­schränk­ten Über­prüfung hält die Würdi­gung des Lan­des­ar­beits­ge­richts nicht stand. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat bei sei­ner Be­ur­tei­lung über­se­hen, dass der Ar­beit­neh­mer R als Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung aus­sch­ließlich Stabs-
 


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funk­tio­nen wahr­nimmt und dass dies den Sta­tus ei­nes lei­ten­den An­ge­stell­ten nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG nicht be­gründen kann.


aa) Der Ar­beit­neh­mer R hat nach § 1 Abs. 1 des Ar­beits­ver­trags als Lei­ter Ge­samt­re­vi­si­on „die or­ga­ni­sa­to­ri­sche und per­so­nel­le Ver­ant­wor­tung für den ge­sam­ten Be­reich. Er ver­ant­wor­tet die Ein­hal­tung der Funk­ti­onsfähig­keit, Wirk­sam­keit, Wirt­schaft­lich­keit und An­ge­mes­sen­heit des in­ter­nen Kon­troll­sys­tems, stellt ei­ne ef­fi­zi­en­te Prüfung des Ri­si­ko­ma­nage­ment- und -con­trol­ling­s­ys­tems ein­sch­ließlich des Be­richts­we­sens si­cher“. Nach der Stel­len­aus­schrei­bung vom März 2005 gehören zu den Auf­ga­ben­ge­bie­ten des Lei­ters Ge­samt­re­vi­si­on die selbständi­ge und ri­si­ko­ori­en­tier­te Pla­nung, Steue­rung und Über­wa­chung der Ord­nungsmäßig­keits- und Ab­lauf­prüfung al­ler Geschäfts­fel­der. Außer­dem wer­den Im­pul­se zur An­pas­sung der Kon­troll- und Si­che­rungs­sys­te­me an ak­tu­el­le und zukünf­ti­ge An­for­de­run­gen er­war­tet. Die Auf­ga­be wird als wich­ti­ge Be­ra­tungs­funk­ti­on für den Vor­stand und die Mit­ar­bei­ter be­schrie­ben. Die Funk­ti­on wird als die­je­ni­ge ei­nes in­ter­nen Un­ter­neh­mens­be­ra­ters ver­stan­den. Die­sen Tätig­keits­be­rei­chen lie­gen rein be­triebs­in­ter­ne Auf­ga­ben­stel­lun­gen oh­ne un­mit­tel­ba­re Außen­wir­kung zu­grun­de. Die dem Ar­beit­neh­mer R über­tra­ge­ne Lei­tung der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung ist da­her kei­ne Auf­ga­be, die re­gelmäßig ei­nem Pro­ku­ris­ten kraft ge­setz­li­cher Ver­tre­tungs­macht vor­be­hal­ten ist. Für die­se Tätig­keit hat die Pro­ku­ra kei­ne sach­li­che Be­deu­tung.


bb) Die Zu­gehörig­keit des Ar­beit­neh­mers R zur sog. er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung ge­bie­tet kei­ne an­de­re Be­ur­tei­lung.

Nach den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts tref­fen sich die Mit­glie­der der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung zu re­gelmäßigen Sit­zun­gen, um stra­te­gi­sche Pläne zu ent­wi­ckeln und die­se in Pro­jekt­grup­pen zu ver­tie­fen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat wei­ter fest­ge­stellt, dass der Ar­beit­neh­mer R als Mit­glied die­ses Gre­mi­ums in Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren An­ge­stell­ten maß-geb­li­chen Ein­fluss auf stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen der Bank nimmt. Mit sei­nem Stimm­recht in die­sem Gre­mi­um sei er - so das Lan­des­ar­beits­ge­richt - we­sent­lich an den un­ter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dun­gen der Ar­beit­ge­be­rin
 


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be­tei­ligt. Da­mit tref­fe er in stra­te­gi­schen Fra­gen, wie zB der Um­ge­stal­tung der Kre­dit­pro­zes­se, Ent­schei­dun­gen, die für den Be­stand der Ar­beit­ge­be­rin von Be­deu­tung sei­en. Er neh­me an der Um­set­zung von stra­te­gi­schen Er­for­der­nis­sen zu den Be­rei­chen „ope­ra­tio­nel­le Ri­si­ken“ und „Li­qui­ditäts­ri­si­ken“ teil. Er sei bei di­ver­sen Pro­jek­ten lei­tend tätig ge­we­sen. Un­ter sei­ner Lei­tung sei­en im Rah­men ei­nes Pro­jekts Kre­dit­pro­zes­se re­for­miert und völlig um­ge­stal­tet wor­den. Die Auf­ga­ben in der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung sei­en für den Be­stand und die Ent­wick­lung der Bank von zen­tra­ler Be­deu­tung. Da­mit tref­fe auch der Ar­beit­neh­mer R selbständig un­ter­neh­me­ri­sche Führungs­ent­schei­dun­gen oder be­ein­flus­se sie zu­min­dest maßgeb­lich mit.

Bei die­ser Be­ur­tei­lung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt über­se­hen, dass auch die­se - we­nig kon­kret be­schrie­be­nen - Tätig­kei­ten rein bank­in­ter­nen Cha­rak­ter be­sit­zen und nicht er­sicht­lich ist, dass die dem Ar­beit­neh­mer R ver­lie­he­ne Pro­ku­ra für die Wahr­neh­mung die­ser Auf­ga­ben von sach­li­cher Be­deu­tung sein könn­te. Zur Ent­wick­lung un­ter­neh­me­ri­scher Stra­te­gi­en in­ner­halb ei­ner Bank be­darf es kei­ner Pro­ku­ra. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat nicht fest­ge­stellt, dass der Ar­beit­neh­mer R als Mit­glied der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung nicht nur un­ter­neh­mens­in­tern, son­dern mit un­mit­tel­ba­rer Außen­wir­kung tätig wird.

2. Der Rechts­feh­ler des Lan­des­ar­beits­ge­richts führt zur Auf­he­bung der an­ge­foch­te­nen Ent­schei­dung und zur Zurück­ver­wei­sung des Ver­fah­rens an das Lan­des­ar­beits­ge­richt. Der Se­nat ist an ei­ner ab­sch­ließen­den Sach­ent­schei­dung ge­hin­dert. Der Ar­beit­neh­mer R ist zwar auch nicht nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG lei­ten­der An­ge­stell­ter. Auf der Grund­la­ge der bis­he­ri­gen tatsächli­chen Fest­stel­lun­gen kann aber nicht be­ur­teilt wer­den, ob der Ar­beit­neh­mer R die Vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG erfüllt.


a) Der Ar­beit­neh­mer R ist nicht nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG lei­ten­der An­ge­stell­ter.

aa) Nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG ist lei­ten­der An­ge­stell­ter, wer nach Ar­beits­ver­trag und Stel­lung im Un­ter­neh­men oder im Be­trieb zur selbständi­gen



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Ein­stel­lung und Ent­las­sung von im Be­trieb oder in der Be­triebs­ab­tei­lung beschäftig­ten Ar­beit­neh­mern be­rech­tigt ist. Die­se Zu­ord­nungs­kri­te­ri­en be­ru­hen auf der Wer­tung des Ge­setz­ge­bers, nach der ei­ne Ein­stel­lungs- und Ent­las­sungs­be­fug­nis die lei­ten­de Funk­ti­on ei­nes An­ge­stell­ten im Be­trieb oder im Un­ter­neh­men in be­son­de­rer Wei­se zum Aus­druck bringt. Ein­stel­lun­gen und Ent­las­sun­gen sind In­stru­men­te der Per­so­nal­wirt­schaft und da­mit un­ter­neh­me­ri­sche Tätig­keit. Wird die­se Be­fug­nis ei­nem An­ge­stell­ten über­tra­gen, so ist er Re­präsen­tant des Ar­beit­ge­bers ge­genüber dem Be­triebs­rat (BAG 10. Ok­to­ber 2007 - 7 ABR 61/06 - Rn. 12 mwN, AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 72 = EzA Be­trVG 2001 § 5 Nr. 3). Die un­ter­neh­me­ri­sche Auf­ga­ben­stel­lung kann sich aus der Per­so­nal­ver­ant­wor­tung für den Be­reich des ge­sam­ten Un­ter­neh­mens oder als un­ter­neh­me­ri­sche Teil­auf­ga­be auch aus der Per­so­nal­ver­ant­wor­tung für ei­nen Be­trieb oder ei­ne Be­triebs­ab­tei­lung er­ge­ben (BAG 10. Ok­to­ber 2007 - 7 ABR 61/06 - aaO). Es genügt aber nicht je­de Ein­stel­lungs- und Ent­las­sungs­be­fug­nis für die Her­aus­nah­me aus dem persönli­chen An­wen­dungs­be­reich des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes. Die Vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG lie­gen nicht vor bei Ar­beit­neh­mern, de­ren Per­so­nal­kom­pe­ten­zen nur von un­ter­ge­ord­ne­ter Be­deu­tung für den Be­trieb und da­mit auch für das Un­ter­neh­men sind (BAG 10. Ok­to­ber 2007 - 7 ABR 61/06 - Rn. 14, aaO). Die un­ter­neh­me­ri­sche Be­deu­tung der Per­so­nal­ver­ant­wor­tung kann aus der An­zahl der Ar­beit­neh­mer fol­gen, auf die sich die selbständi­ge Ein­stel­lungs-und Ent­las­sungs­be­fug­nis be­zieht (BAG 11. März 1982 - 6 AZR 136/79 - zu B 1 der Gründe, AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 28 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 41). Um­fasst sie nur ei­ne ge­rin­ge An­zahl von Ar­beit­neh­mern, lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG re­gelmäßig nicht vor. Der An­ge­stell­te tritt in die­sem Fall nur in ei­nem un­be­deu­ten­den Um­fang als Re­präsen­tant des Ar­beit­ge­bers ge­genüber dem Be­triebs­rat auf. Die für die Stel­lung ei­nes lei­ten­den An­ge­stell­ten er­for­der­li­che un­ter­neh­me­ri­sche Per­so­nal­ver­ant­wor­tung liegt dann nur vor, wenn die Ein­stel­lungs- und Ent­las­sungs­be­fug­nis ge­ra­de für ei­nen für das Un­ter­neh­mern qua­li­ta­tiv be­deut­sa­men Per­so­nen­kreis be­steht (BAG 10. Ok­to­ber 2007 - 7 ABR 61/06 - Rn. 15, aaO; vgl. zu § 14 Abs. 2 KSchG: 27. Sep­tem­ber 2001 - 2 AZR 176/00 - zu B II 3 c cc
 


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der Gründe, AP KSchG 1969 § 14 Nr. 6 = EzA KSchG § 14 Nr. 6). Die in § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG ge­for­der­te Per­so­nal­kom­pe­tenz muss sich in ei­nem sol­chen Fall des­halb auf Ar­beit­neh­mer er­stre­cken, die ent­we­der hoch­qua­li­fi­zier­te Tätig­kei­ten mit ent­spre­chen­den Ent­schei­dungs­spielräum­en ausüben oder ei­nen für das Un­ter­neh­men her­aus­ge­ho­be­nen Geschäfts­be­reich be­treu­en (BAG 10. Ok­to­ber 2007 - 7 ABR 61/06 - aaO; 16. April 2002 - 1 ABR 23/01 - zu B IV 3 b der Gründe, BA­GE 101, 53 = AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 69 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 66).


Die Ein­stel­lungs- und Ent­las­sungs­be­fug­nis muss nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG so­wohl im In­nen­verhält­nis als auch im Außen­verhält­nis be­ste­hen. An dem Merk­mal der Selbständig­keit fehlt es da­her, wenn der An-ge­stell­te nur im Verhält­nis zu den Ar­beit­neh­mern, nicht aber im In­nen­verhält­nis zu sei­nen Vor­ge­setz­ten be­fugt ist, über Ein­stel­lun­gen und Ent­las­sun­gen zu ent­schei­den. Die Ausübung der Per­so­nal­kom­pe­tenz darf nicht von der Zu­stim­mung ei­ner an­de­ren Per­son abhängig sein (BAG 10. Ok­to­ber 2007 - 7 ABR 61/06 - Rn. 13 mwN, AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 72 = EzA Be­trVG 2001 § 5 Nr. 3; vgl. zu § 14 Abs. 2 KSchG: 27. Sep­tem­ber 2001 - 2 AZR 176/00 - zu B II 3 c dd der Gründe, AP KSchG 1969 § 14 Nr. 6 = EzA KSchG § 14 Nr. 6).


bb) Da­nach ist der Mit­ar­bei­ter R nicht lei­ten­der An­ge­stell­ter nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG. Es fehlt be­reits an der ar­beits­ver­trag­li­chen Be­rech­ti­gung zur selbständi­gen Ein­stel­lung und Ent­las­sung von Ar­beit­neh­mern. Der An-ge­stell­te R ist nach § 1 Abs. 2 des Ar­beits­ver­trags vom 25. Au­gust 2005 zur Ein­stel­lung und Ent­las­sung von Mit­ar­bei­tern sei­ner Ab­tei­lung nur nach vor­he­ri­ger Ab­stim­mung mit dem Vor­stand be­rech­tigt. Da­mit fehlt es an dem in § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG nor­mier­ten Merk­mal der Selbständig­keit. Da die Be­fug­nis zur selbständi­gen Ein­stel­lung und Ent­las­sung nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Be­trVG nach dem Ar­beits­ver­trag be­ste­hen muss, spielt es kei­ne Rol­le, dass der Mit­ar­bei­ter R ei­ne Ar­beit­neh­me­rin für die Re­vi­si­ons­ab­tei­lung ein-ge­stellt hat, oh­ne dies zu­vor mit dem Vor­stand ab­zu­stim­men. Es ist we­der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt fest­ge­stellt noch von der Ar­beit­ge­be­rin vor­ge­tra­gen, dass § 1 Abs. 2 des Ar­beits­ver­trags geändert wur­de.

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Im Übri­gen genügt die Per­so­nal­kom­pe­tenz für die In­ha­ber von 6,5 Stel­len der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung, ge­mes­sen an der Ge­samt­zahl von 440 Beschäftig­ten der Bank nicht, um den Sta­tus als lei­ten­der An­ge­stell­ter zu be­gründen. Es ist nicht fest­ge­stellt und auch sonst nicht er­sicht­lich, dass es sich bei den Mit­ar­bei­tern der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung um Ar­beit­neh­mer han­delt, die hoch qua­li­fi­zier­te Tätig­kei­ten mit ent­spre­chen­den Ent­schei­dungs­spielräum­en ausüben oder ei­nen be­son­ders her­aus­ge­ho­be­nen Geschäfts­be­reich be­treu­en.


b) Der Se­nat kann nicht ab­sch­ließend be­ur­tei­len, ob der Ar­beit­neh­mer R nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG lei­ten­der An­ge­stell­ter ist. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt - von sei­nem Stand­punkt aus kon­se­quent - bis­lang nicht ge­prüft. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat le­dig­lich im Rah­men sei­ner Würdi­gung zu § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Be­trVG das Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen von § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG ge­prüft bei der Fra­ge, ob die der Pro­ku­ra zu­grun­de lie­gen­de Tätig­keit im In­nen­verhält­nis zur Ar­beit­ge­be­rin un­be­deu­tend ist. Bei die­ser Würdi­gung ist das Lan­des­ar­beits­ge­richt al­ler­dings da­von aus­ge­gan­gen, dass es im Hin­blick auf die dem Ar­beit­neh­mer R er­teil­te Pro­ku­ra dem Be­triebs-rat ob­le­gen ha­be dar­zu­le­gen, dass dem Ar­beit­neh­mer R kei­ne er­heb­li­chen un­ter­neh­me­ri­schen Be­fug­nis­se zu­ste­hen, und dass es an ent­spre­chen­den Dar­le­gun­gen des Be­triebs­rats feh­le. Ei­ne der­ar­ti­ge Ob­lie­gen­heit des Be­triebs­rats be­steht nicht bei der Prüfung, ob der Mit­ar­bei­ter R lei­ten­der An­ge­stell­ter nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG ist. Da die er­teil­te Pro­ku­ra für die Wahr­neh­mung der Be­fug­nis­se des An­ge­stell­ten R nicht von sach­li­cher Be­deu­tung ist, kann sie auch kein In­diz dafür sein, dass der An­ge­stell­te R Auf­ga­ben iSv. § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG wahr­nimmt. Es ist da­her un­abhängig von der ver­lie­he­nen Pro­ku­ra zu prüfen, ob die Tat­be­stands­merk­ma­le des § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG erfüllt sind. Dies lässt sich auf der Grund­la­ge der bis­he­ri­gen tatrich­ter­li­chen Fest­stel­lun­gen nicht ab­sch­ließend be­ur­tei­len.


aa) Nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG ist lei­ten­der An­ge­stell­ter, wer nach Ar­beits­ver­trag und Stel­lung im Un­ter­neh­men oder im Be­trieb re­gelmäßig sons­ti­ge Auf­ga­ben wahr­nimmt, die für den Be­stand und die Ent­wick­lung des Un­ter­neh­mens oder ei­nes Be­triebs von Be­deu­tung sind und de­ren Erfüllung
 


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be­son­de­re Er­fah­run­gen und Kennt­nis­se vor­aus­setzt, wenn er da­bei ent­we­der die Ent­schei­dun­gen im We­sent­li­chen frei von Wei­sun­gen trifft oder sie maßgeb­lich be­ein­flusst. Dies er­for­dert die Wahr­neh­mung ty­pisch un­ter­neh­me­ri­scher (Teil-)Auf­ga­ben, so dass grundsätz­lich Tätig­kei­ten aus dem Be­reich der wirt­schaft­li­chen, tech­ni­schen, kaufmänni­schen, or­ga­ni­sa­to­ri­schen, per­so­nel­len und wis­sen­schaft­li­chen Lei­tung des Un­ter­neh­mens in Be­tracht kom­men (st. Rspr., vgl. et­wa BAG 29. Ja­nu­ar 1980 - 1 ABR 45/79 - BA­GE 32, 381 = AP Be­trVG 1972 § 5 Nr. 22 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 35). Vor­aus­set­zung für die Wahr­neh­mung ei­ner un­ter­neh­me­ri­schen (Teil-)Auf­ga­be ist, dass dem lei­ten­den An­ge­stell­ten recht­lich und tatsächlich ein ei­ge­ner und er­heb­li­cher Ent­schei­dungs­spiel­raum zur Verfügung steht, dh. er muss mit weit­ge­hen­der Wei­sungs­frei­heit und Selbst­be­stim­mung sei­nen Tätig­keits­be­reich wahr­neh­men und kraft sei­ner lei­ten­den Funk­ti­on maßgeb­li­chen Ein­fluss auf die Un­ter­neh­mensführung ausüben (BAG 6. De­zem­ber 2001 - 2 AZR 733/00 - zu B II 3 a aa der Gründe, AP ZPO § 263 Nr. 3 = EzA Be­trVG 1972 § 5 Nr. 65).

Der nach § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG er­for­der­li­che Ein­fluss auf die Un­ter­neh­mensführung kann dar­in be­ste­hen, dass der lei­ten­de An­ge­stell­te selbst die Ent­schei­dun­gen trifft, aber auch dar­in, dass er kraft sei­ner Schlüssel­po­si­ti­on Vor­aus­set­zun­gen schafft, an de­nen die Un­ter­neh­mens­lei­tung schlech­ter­dings nicht vor­bei­ge­hen kann. Je tie­fer die Ent­schei­dungs­stu­fe in der Un­ter­neh­mens­hier­ar­chie liegt, auf der der An­ge­stell­te un­ter­neh­mens- oder be­triebs­lei­ten­de Auf­ga­ben­stel­lun­gen erfüllt, um so größer ist die Wahr­schein­lich­keit, dass we­sent­li­che un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dungs­spielräume auf den höhe­ren Ent­schei­dungs­stu­fen be­reits ver­braucht wur­den. Von wel­cher De­le­ga­ti­ons­stu­fe ab lei­ten­de An­ge­stell­te im Un­ter­neh­men nicht mehr beschäftigt wer­den, lässt sich nur im je­wei­li­gen Ein­zel­fall be­stim­men. Der maßgeb­li­che Ein­fluss fehlt je­den­falls dann, wenn der An­ge­stell­te nur bei der rei­nen ar­beits­tech­ni­schen, vor­be­stimm­ten Durchführung un­ter­neh­me­ri­scher Ent­schei­dun­gen ein­ge­schal­tet wird, et­wa im Rah­men von Auf­sichts- oder Über­wa­chungs­funk­tio­nen (BAG 6. De­zem­ber 2001 - 2 AZR 733/00 - zu B II 3 a cc der Gründe mwN, aaO).
 


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bb) Der Se­nat kann auf der Grund­la­ge der bis­he­ri­gen tatsächli­chen Fest­stel­lun­gen nicht ab­sch­ließend ent­schei­den, ob die­se Vor­aus­set­zun­gen bei dem Ar­beit­neh­mer R vor­lie­gen.


Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zwar zu­tref­fend an­ge­nom­men, dass die Un­ter­stel­lung des Ar­beit­neh­mers R un­mit­tel­bar un­ter den Vor­stand grundsätz­lich für die Wahr­neh­mung ei­ner her­aus­ge­ho­be­nen Funk­ti­on spre­chen könn­te. Da­bei ist aber zu berück­sich­ti­gen, dass die Un­ter­stel­lung un­ter die Geschäfts­lei­tung nach AT 4.4 der von dem Bun­des­amt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht auf­ge­stell­ten Min­dest­an­for­de­run­gen an das Ri­si­ko­ma­nage­ment zwin­gend ist. Da­nach ist die in­ter­ne Re­vi­si­on ein In­stru­ment der Geschäfts­lei­tung der Bank und ihr un­ter­stellt. Da­mit ist die Stel­lung des Lei­ters der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung in der Hier­ar­chie­ebe­ne un­ter­halb des Vor­stands der Bank für die Fra­ge, ob mit der Lei­tung der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung her­aus­ge­ho­be­ne un­ter­neh­me­ri­sche Auf­ga­ben ver­bun­den sind, nur ein­ge­schränkt aus­sa­ge­kräftig. Al­ler­dings ist das Lan­des­ar­beits­ge­richt zu Recht da­von aus­ge­gan­gen, dass die Re­vi­si­ons­ab­tei­lung ei­ne für ei­ne Bank we­sent­li­che Auf­ga­be erfüllt. Es mag auch zu­tref­fen, dass der Mit­ar­bei­ter R über be­son­de­re für die Tätig­keit als Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung er­for­der­li­che Kennt­nis­se und Er­fah­run­gen verfügt, und dass er sei­ne Tätig­keit als Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung im We­sent­li­chen frei von Wei­sun­gen wahr-nimmt. Dem steht nicht ent­ge­gen, dass die Prüftätig­keit nach den Vor­ga­ben der Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht durch­zuführen ist. Un­ter­neh­me­ri­sche Tätig­kei­ten iSv. § 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Be­trVG können auch vor­lie­gen, wenn bei der Tätig­keit Vor­ga­ben, ins­be­son­de­re auf­grund von Rechts­vor­schrif­ten, Plänen oder Richt­li­ni­en zu be­ach­ten sind (§ 5 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 letz­ter Halbs. Be­trVG). Die bis­he­ri­gen Fest­stel­lun­gen tra­gen aber nicht die Würdi­gung, dass der Ar­beit­neh­mer R als Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung Ent­schei­dun­gen ver­ant­wor­tet, die für den Be­stand und die Ent­wick­lung der Bank von Be­deu­tung sind. Die Tätig­keit der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung, ins­be­son­de­re die er­stell­ten Prüfbe­rich­te, mögen zwar die Grund­la­ge für un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dun­gen bil­den. Die­se Ent­schei­dun­gen sind aber letzt­lich vom Vor­stand zu tref­fen. Nach den bis­he­ri­gen tatsächli­chen Fest­stel­lun­gen kann nicht be­ur­teilt wer­den, ob und ggf. wel­che für den Be­stand und die Ent­wick­lung der Bank



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be­deut­sa­men kon­kre­ten Ent­schei­dun­gen der Lei­ter der Re­vi­si­ons­ab­tei­lung trifft oder ob, in wel­chen kon­kre­ten Fällen und auf wel­che Wei­se er für die Ent­schei­dungs­fin­dung des Vor­stands Vor­aus­set­zun­gen schafft, an de­nen die­ser nicht vor­bei­ge­hen kann. Die­se Fest­stel­lun­gen sind vom Lan­des­ar­beits­ge­richt nach­zu­ho­len. Da­bei wird das Lan­des­ar­beits­ge­richt den Be­tei­lig­ten, ins-be­son­de­re der Ar­beit­ge­be­rin, die sich auf den Aus­nah­me­tat­be­stand des § 5 Abs. 3 Be­trVG be­ruft, Ge­le­gen­heit zur Ergänzung ih­res bis­lang sehr all­ge­mein ge­hal­te­nen und sich zum Teil in Wer­tun­gen erschöpfen­den Sach­vor­trag zu ge­ben ha­ben.

So­weit das Lan­des­ar­beits­ge­richt an­ge­nom­men hat, der Ar­beit­neh­mer R neh­me als Mit­glied der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung und des Kre­dit­struk­tur­aus­schus­ses re­gelmäßig wei­sungs­frei für den Be­stand und die Ent­wick­lung der Bank be­deut­sa­me un­ter­neh­me­ri­sche Auf­ga­ben wahr, tra­gen die bis­he­ri­gen Tat­sa­chen­fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts sei­ne Würdi­gung nicht. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat bis­lang kei­ne tatsächli­chen Fest­stel­lun­gen zu den der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung kon­kret ob­lie­gen­den Auf­ga­ben und den die­sem Gre­mi­um zu­ste­hen­den Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen im Verhält­nis zum Vor­stand der Bank ge­trof­fen. Außer­dem fehlt es an tatrich­ter­li­chen Fest­stel­lun­gen zu den dem Mit­ar­bei­ter R zu­ste­hen­den kon­kre­ten Be­fug­nis­sen in­ner­halb der er­wei­ter­ten Geschäfts­lei­tung und de­ren Be­deu­tung für den Be­stand und die Ent­wick­lung der Bank. Auch die­se Fest­stel­lun­gen sind vom Lan­des­ar­beits­ge­richt nach­zu­ho­len.


Dörner 

Gräfl 

Koch

Be­cher 

Busch

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