Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Urlaubsabgeltung
   
Gericht: Verwaltungsgericht Frankfurt
Akten­zeichen: 9 K 836/10.F
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 25.06.2010
   
Leit­sätze:

1. Die RL 2003/88/EG (ju­ris: EGRL 88/2003) fin­det auch auf Be­am­ten­verhält­nis­se An­wen­dung.

2. Der An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung aus Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG (ju­ris: EGRL 88/2003) steht auch Be­am­tin­nen und Be­am­ten zu, die aus ih­rem Be­am­ten­verhält­nis aus­ge­schie­den sind und ge­hin­dert wa­ren, ih­ren Ur­laub in An­spruch zu neh­men.

3. Die Ab­gel­tungs­re­ge­lung in Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG (ju­ris: EGRL 88/2003) er­fasst den ge­sam­ten nach na­tio­na­lem Recht zu gewähren­den Jah­res­ur­laub, im Be­am­ten­recht den ge­sam­ten Er­ho­lungs­ur­laub und nicht nur den nach Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG (ju­ris: EGRL 88/2003) zu gewähren­den Min­des­t­ur­laub im Um­fang von 4 Wo­chen. Das gilt auch für Frei­stel­lungs­ansprüche im Zu­sam­men­hang mit un­re­gelmäßiger Ar­beits­zeit­ein­tei­lung, da in­so­weit die Ur­laubs­be­rech­nung be­ein­flusst wird.

4. Vor­la­ge an den EuGH zur Aus­le­gung der RL 2003/88/EG (ju­ris: EGRL 88/2003) in Be­zug auf Be­am­ten­verhält­nis­se.

Vor­ins­tan­zen:
   

VG Frank­furt am Main, 25.06.2010 - 9 K 836/10.F

 

Te­nor:

Das Ver­fah­ren wird aus­ge­setzt, um ei­ne Vor­ab­ent­schei­dung des Ge­richts­hofs der Eu­ropäischen Uni­on zu den nach­fol­gen­den Fra­gen her­bei­zuführen.

1. Gilt Art. 7 RL 2003/88/EG auch für Be­am­ten­verhält­nis­se?

2. Er­fasst Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG auch Ansprüche auf Jah­res- bzw. Er­ho­lungs­ur­laub, so­weit das na­tio­na­le Recht ei­nen der­ar­ti­gen An­spruch für mehr als 4 Wo­chen be­gründet?

3. Un­ter­fal­len Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG auch sol­che Frei­stel­lungs­ansprüche, die nach na­tio­na­lem Recht auf­grund un­re­gelmäßiger Ar­beits­zeit­ver­tei­lung zum Aus­gleich für Fei­er­ta­ge zusätz­lich zum Jah­res- bzw. Er­ho­lungs­ur­laub gewährt wer­den?

4. Kann ein in den Ru­he­stand ge­tre­te­ner Be­am­ter ei­nen An­spruch auf Ab­gel­tung von Er­ho­lungs- bzw. Jah­res­ur­laub un­mit­tel­bar auf Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG stützen, wenn er aus Krank­heits­gründen kei­nen Dienst ge­leis­tet hat und des­halb nicht in der La­ge war, sei­nen Ur­laub in der Form der Frei­stel­lung vom Dienst in An­spruch zu neh­men?

5. Kann ei­nem sol­chen Ab­gel­tungs­an­spruch der im na­tio­na­len Recht an­ge­ord­ne­te vor­zei­ti­ge Ver­fall des Ur­laubs­an­spruchs zu­min­dest teil­wei­se ent­ge­gen ge­hal­ten wer­den?

6. Er­streckt sich der Um­fang des durch Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG be­gründe­ten Ab­gel­tungs­an­spruchs nur auf den durch Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG gewähr­leis­te­ten Min­des­t­ur­laub von 4 Wo­chen, oder er­streckt sich der Ab­gel­tungs­an­spruch darüber hin­aus auch auf die im na­tio­na­len Recht zusätz­lich vor­ge­se­he­nen Ur­laubs­ansprüche? Gehören zu die­sen er­wei­ter­ten Ur­laubs­ansprüchen auch sol­che, bei de­nen sich der An­spruch auf Frei­stel­lung nur aus ei­ner be­son­de­ren Ar­beits­zeit­ver­tei­lung er­gibt?

 

Gründe

I

- 2 -

Der am XX 1949 ge­bo­re­ne Kläger wur­de am 1. Ok­to­ber 1970 von der Be­klag­ten un­ter Be­ru­fung in das Be­am­ten­verhält­nis auf Pro­be zum Feu­er­wehr­mann zur An­stel­lung er­nannt. Er ver­blieb nach er­folg­rei­cher Ab­le­gung der Lauf­bahn­prüfung als Be­am­ter im Feu­er­wehr­dienst und wur­de am 20. De­zem­ber 1989 zum Haupt­brand­meis­ter ( Be­sol­dungs­grup­pe A 9 BBe­sO) er­nannt.

Ab dem 12. Ju­ni 2007 war der Kläger durch­ge­hend we­gen Krank­heit dienst­unfähig. Mit Ab­lauf des Mo­nats Au­gust 2009 trat der Kläger nach dem Er­rei­chen der für Feu­er­wehr­be­am­te gel­ten­den Al­ters­gren­ze (Voll­endung des 60. Le­bens­jah­res) in den Ru­he­stand und be­zieht seit­dem Ver­sor­gungs­bezüge in Höhe von der­zeit mo­nat­lich 2.463,24 €. (Bl. 360 der Per­so­nal­ak­te).

Auf­grund der von der Fünf­ta­ge­wo­che ab­wei­chend fest­ge­setz­ten re­gelmäßigen wöchent­li­chen Ar­beits­zeit für Feu­er­wehr­be­am­te bei der Be­klag­ten be­trug der An­spruch des Klägers auf Jah­res­ur­laub in den Jah­ren 2007 bis 2009 je­weils 26 Ta­ge (Schich­ten). Zusätz­lich wur­de den Be­am­ten des mitt­le­ren feu­er­wehr­tech­ni­schen Diens­tes, d. h. auch dem die­sem Dienst zu­gehöri­gen Kläger, ein Wo­chen­fei­er­tags­aus­gleich in St­un­den gewährt für je­ne Fei­er­ta­ge, die im je­wei­li­gen Ka­len­der­jahr auf ei­nen Wo­chen­tag fal­len und an de­nen Be­am­te des nicht­tech­ni­schen Ver­wal­tungs­diens­tes folg­lich dienst­frei ha­ben. Auf­grund ei­ner ge­son­der­ten städti­schen Re­ge­lung sind auch der 24. De­zem­ber und 31. De­zem­ber ei­nes Jah­res wie Wo­chen­fei­er­ta­ge zu be­wer­ten, so­fern sie auf ei­nen Wo­chen­tag fal­len. Dar­aus er­rech­ne­te sich für die Jah­re 2007 und 2008 ein wei­te­rer Frei­stel­lungs­an­spruch des Klägers in Höhe von je­weils 9 Schich­ten, für das Jahr 2009 von 8 Schich­ten.

Die Be­tei­lig­ten ge­hen im Hin­blick auf die­se Re­ge­lun­gen da­von aus, dass dem Kläger für das Jahr 2007 ein Ge­samt­ur­laubs- und Frei­stel­lungs­an­spruch von 31 Ta­gen, für das Jahr 2008 von 35 Ta­gen und für das Jahr 2009 von 34 Ta­gen zu­stand. Da­von hat der Kläger le­dig­lich 14 Ta­ge während des Jah­res 2007 in An­spruch ge­nom­men. In der Sum­me ver­blieb ein un­erfüll­ter Ur­laubs- und Frei­stel­lungs­an­spruch von 86 Ta­gen, was nach den vom Kläger nicht an­ge­zwei­fel­ten Be­rech­nun­gen der Be­klag­ten ei­nen Be­trag von 16.821,60 € brut­to er­gibt.

Am 7. De­zem­ber 2009 be­an­trag­te der Kläger die Aus­zah­lung des Rest­ur­laubs im Um­fang von 86 Dienst­schich­ten (Bl. 22 d. A.).

Mit Be­scheid vom 17. De­zem­ber 2009 (Bl. 23 f. d. A.) lehn­te die Be­klag­te den An­trag ab, da ei­ne Geld­ab­fin­dung für nicht gewähr­ten oder nicht ge­nom­me­nen (Rest-)Er­ho­lungs­ur­laub im Be­am­ten­recht nicht vor­ge­se­hen sei.

Am 15. Ja­nu­ar 2010 er­hob der Kläger Wi­der­spruch und ver­wies zur Be­gründung (Bl. 34 d. A.) auf die Ent­schei­dung des EuGH zur RL 2003/88/EG (NZA 2009, 135) so­wie die ihm fol­gen­de Ent­schei­dung des BAG (NZA 2009, 538 [BAG 24.03.2009 - 9 AZR 983/07] ).

Mit Wi­der­spruchs­be­scheid vom 3. März 2010 (Bl. 26-33 d. A.), zu­ge­stellt am 8. März 2010, wies die Be­klag­te den Wi­der­spruch zurück.

Mit sei­ner am 7. April 2010 er­ho­be­nen Kla­ge ver­folgt der Kläger sein Be­geh­ren auf Ur­laubs­ab­gel­tung im Um­fang von 86 Ta­gen wei­ter und be­zieht sich auf die be­reits ge­nann­te Recht­spre­chung des EuGH zur Ur­laubs­ab­gel­tung in den Fällen, in de­nen der Ur­laub krank­heits­be­dingt nicht ge­nom­men wer­den konn­te.

Die Be­klag­te tritt der Kla­ge ent­ge­gen, weil das Be­am­ten­recht im Un­ter­schied zum Ar­beits­recht kei­ne Ab­gel­tung von Ur­laubs­ansprüchen zu­las­se. Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG könne auf Be­am­te nicht an­ge­wandt wer­den. Auch stel­le ei­ne Ruh­stands­ver­set­zung kei­ne Be­en­di­gung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses i. S. d. Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG dar.

II

- 3 -

Die Kla­ge ist zulässig, ins­be­son­de­re frist­ge­recht nach der Durchführung des be­am­ten­recht­lich be­son­ders vor­ge­schrie­be­nen Vor­ver­fah­rens ( § 54 Abs. 2 Be­am­tStG ) er­ho­ben wor­den.

Das im Kla­ge­an­trag for­mu­lier­te Zah­lungs­be­geh­ren ist der­zeit zwar noch un­be­stimmt. Die Be­klag­te hat je­doch den Um­fang des Zah­lungs­an­spruch vor­ge­rech­net, so­dass in ei­nem späte­ren Sta­di­um des Ver­fah­rens die not­wen­di­ge Be­stimmt­heit des Kla­ge­an­trags noch her­ge­stellt und zur Grund­la­ge des Ur­teils ge­macht wer­den kann.

Das Ver­fah­ren ist ent­spre­chend § 94 Vw­GO aus­zu­set­zen, um gemäß Art. 267 AEUV ei­ne Vor­ab­ent­schei­dung des Ge­richts­hofs der Eu­ropäischen Uni­on zur Aus­le­gung von Art. 7 RL 2003/88/EG her­bei­zuführen.

Auf den Kläger fin­den auf­grund sei­nes – frühe­ren – Be­am­ten­sta­tus die ar­beits­recht­li­chen Be­stim­mun­gen des Bun­des­ur­laubs­ge­set­zes kei­ne An­wen­dung, das in § 7 Abs. 4 vor­sieht, dass Ur­laub, der we­gen der Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses nicht ge­nom­men wer­den kann, ab­zu­gel­ten ist. Die Ansprüche auf Er­ho­lungs­ur­laub sind statt­des­sen für Be­am­tin­nen und Be­am­te ei­genständig ge­re­gelt. Im Bun­des­land Hes­sen gilt § 106 Hes­si­sches Be­am­ten­ge­setz (HBG), der –aus­zugs­wei­se - fol­gen­den Wort­laut hat:

„(1) Dem Be­am­ten steht alljähr­lich ein Er­ho­lungs­ur­laub un­ter Fort­gewährung der Be­sol­dung zu. Leh­rer an öffent­li­chen Schu­len ha­ben den Er­ho­lungs­ur­laub während der Schul­fe­ri­en, wis­sen­schaft­li­ches und künst­le­ri­sches Per­so­nal an den Hoch­schu­len des Lan­des mit Lehr­auf­ga­ben während der Se­mes­ter­fe­ri­en zu neh­men.

(2) Das Nähe­re re­gelt die Lan­des­re­gie­rung durch Rechts­ver­ord­nung. Sie be­stimmt ins­be­son­de­re

1.den Be­ginn und das En­de des Ur­laubs­jah­res,

2.das Ent­ste­hen und Erlöschen des Ur­laubs­an­spruchs,

3.die Dau­er des jähr­li­chen Er­ho­lungs­ur­laubs, die nach dem Le­bens­al­ter fest­zu­set­zen ist,

4.die Vor­aus­set­zun­gen, un­ter de­nen ein Zu­satz­ur­laub zu gewähren ist und des­sen Höhe,

5.die Vor­aus­set­zun­gen, un­ter de­nen ein Son­der­ur­laub gewährt wer­den kann, des­sen Höhe und An­rech­nung auf den Er­ho­lungs­ur­laub,

6.die Vor­aus­set­zun­gen, un­ter de­nen ei­ne Dienst­be­frei­ung zu er­tei­len ist oder er­teilt wer­den kann,

7.ob und in­wie­weit in den Fällen der Nr. 5 und 6 die Be­sol­dung zu be­las­sen ist.

(3) ...

(4) ...“

Seit dem 1.4.2009 gilt darüber hin­aus § 44 Be­am­ten­sta­tus­ge­setz . Er lau­tet:

„Be­am­tin­nen und Be­am­ten steht jähr­li­cher Er­ho­lungs­ur­laub un­ter Fort­gewährung der Bezüge zu.“

- 4 -

Der Um­fang des jähr­li­chen Ur­laubs­an­spruchs er­gibt sich aus der Hes­si­schen Ur­laubs­ver­ord­nung(HUrl­VO), die – so­weit re­le­vant – fol­gen­den Wort­laut

hat: „§ 1 Gel­tungs­be­reich

(1) Die Ver­ord­nung gilt für die Be­am­tin­nen und Be­am­ten des Lan­des, der Ge­mein­den, der Ge­mein­de­verbände und der sons­ti­gen der Auf­sicht des Lan­des un­ter­ste­hen­den Körper­schaf­ten, An­stal­ten und Stif­tun­gen des öffent­li­chen Rechts.

(2) § 16 gilt für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der in Abs. 1 ge­nann­ten Dienst­her­ren ent­spre­chend; güns­ti­ge­re ta­rif­recht­li­che Re­ge­lun­gen blei­ben un­berührt.
§ 2 Ur­laubs­jahr
Ur­laubs­jahr ist das Ka­len­der­jahr.
§ 5 Ur­laubs­dau­er

(1) Der Ur­laubs­an­spruch rich­tet sich nach dem Le­bens­al­ter, das im Lau­fe des Ka­len­der­jah­res er­reicht wird. Er beträgt bei ei­nem Le­bens­al­ter von

bis zu 30 Jah­ren 26 Ar­beits­ta­ge,
über 30 bis 40 Jah­ren 29 Ar­beits­ta­ge,
über 40 bis 50 Jah­ren  30 Ar­beits­ta­ge,
über 50 Jah­ren 33 Ar­beits­ta­ge,

wenn die re­gelmäßige Ar­beits­zeit auf fünf Ar­beits­ta­ge in der Ka­len­der­wo­che ver­teilt ist.

(2) Ist die wöchent­li­che Ar­beits­zeit im Durch­schnitt des Ur­laubs­jah­res auf mehr als fünf Ar­beits­ta­ge in der Ka­len­der­wo­che ver­teilt, so erhöht sich der Ur­laub für je­den zusätz­li­chen Ar­beits­tag im Ur­laubs­jahr um ein Zwei­hun­dert­sech­zig­s­tel des Ur­laubs nach Abs. 1 und ei­nes et­wai­gen Zu­satz­ur­laubs. Ist die wöchent­li­che Ar­beits­zeit im Durch­schnitt des Ur­laubs­jah­res auf we­ni­ger als fünf Ar­beits­ta­ge ver­teilt, so ver­min­dert sich der Ur­laub für je­den zusätz­li­chen ar­beits­frei­en Tag im Ur­laubs­jahr um ein Zwei­hun­dert­sech­zig­s­tel des Ur­laubs nach Abs. 1 und ei­nes et­wai­gen Zu­satz­ur­laubs. Ein Zu­satz­ur­laub für Schicht­dienst (§ 14) bleibt in den Fällen des Satz 1 und 2 un­berück­sich­tigt. In Ver­wal­tun­gen, in de­nen die Ver­tei­lung der re­gelmäßigen wöchent­li­chen Ar­beits­zeit häufig wech­selt, kann die obers­te Dienst­behörde oder die von ihr be­stimm­te Stel­le ei­ne ab­wei­chen­de Be­rech­nungs­wei­se zu­las­sen. Ändert sich die Ver­tei­lung der wöchent­li­chen Ar­beits­zeit, so ist bei der Ur­laubs­be­rech­nung die Zahl der Ar­beits­ta­ge zu­grun­de zu le­gen, die sich er­ge­ben würde, wenn die für die Zeit des Ur­laubs maßge­ben­de Ver­tei­lung der Ar­beits­zeit für das gan­ze Ur­laubs­jahr gel­ten würde; dies gilt auch für Ur­laubs­ansprüche aus dem vor­an­ge­gan­ge­nen Ur­laubs­jahr und Rest­ur­laub. Ver­bleibt nach der Be­rech­nung des Ur­laubs ein hal­ber Ur­laubs­tag oder mehr, so wird auf ei­nen vol­len Ur­laubs­tag auf­ge­run­det; ein ge­rin­ge­rer Bruch­teil bleibt un­berück­sich­tigt.

(3) Ar­beits­ta­ge im Sin­ne die­ser Ver­ord­nung sind al­le Ka­len­der­ta­ge, an de­nen nach der maßgeb­li­chen Ar­beits­zeit­re­ge­lung Dienst zu leis­ten ist. En­det ei­ne Dienst­schicht nicht an dem Ka­len­der­tag, an dem sie be­gon­nen hat, gilt als Ar­beits­tag der Ka­len­der­tag, an dem sie be­gon­nen hat. Auf ei­nen Werk­tag fal­len­de ge­setz­li­che Fei­er­ta­ge, für die kein Frei­zeit­aus­gleich gewährt wird, gel­ten nicht als Ar­beits­ta­ge.

- 5 -

(4) Die Dienst­stel­le kann den Er­ho­lungs­ur­laub ein­sch­ließlich ei­nes et­wai­gen Zu­satz­ur­laubs nach St­un­den be­rech­nen, wo­bei je­der Ur­laubs­tag mit ei­nem Fünf­tel der je­wei­li­gen re­gelmäßigen wöchent­li­chen Ar­beits­zeit an­ge­setzt wird.

§ 8 Teil­ur­laub

(1) Be­ginnt oder en­det das Be­am­ten­verhält­nis im Lau­fe des Ur­laubs­jah­res, steht Be­am­tin­nen und Be­am­ten für je­den vol­len Mo­nat der Dienst­zu­gehörig­keit ein Zwölf­tel des Jah­res­ur­laubs zu. En­det das Be­am­ten­verhält­nis we­gen Er­rei­chens der ge­setz­li­chen Al­ters­gren­ze, so beträgt der Ur­laubs­an­spruch sechs Zwölf­tel, wenn das Be­am­ten­verhält­nis in der ers­ten Hälf­te des Ur­laubs­jah­res en­det, und zwölf Zwölf­tel, wenn das Be­am­ten­verhält­nis in der zwei­ten Hälf­te en­det.

(2) Der Jah­res­ur­laub ver­min­dert sich für je­den vol­len Ka­len­der­mo­nat

1.ei­ner Be­ur­lau­bung oh­ne Be­sol­dung oder

2.ei­ner Frei­stel­lung vom Dienst in den Fällen des § 1 Abs. 3 Satz 1 der Hes­si­schen Ar­beits­zeit­ver­ord­nung vom 13. De­zem­ber 2003 (GVBl. I S. 326) und im Block­mo­dell der Al­ters­teil­zeit

um ein Zwölf­tel. Ha­ben Be­am­tin­nen oder Be­am­te den ih­nen zu­ste­hen­den Er­ho­lungs­ur­laub vor Be­ginn ei­ner Be­ur­lau­bung oh­ne Be­sol­dung nicht oder nicht vollständig er­hal­ten, so ist der Rest­ur­laub nach dem En­de der Be­ur­lau­bung oh­ne Be­sol­dung dem Er­ho­lungs­ur­laub des lau­fen­den Ur­laubs­jah­res hin­zu­zufügen. Ha­ben Be­am­tin­nen oder Be­am­te vor Be­ginn ei­ner Be­ur­lau­bung oh­ne Be­sol­dung mehr Er­ho­lungs­ur­laub er­hal­ten, als ih­nen nach Satz 1 zu­steht, so ist der ih­nen nach dem En­de der Be­ur­lau­bung oh­ne Be­sol­dung zu­ste­hen­de Er­ho­lungs­ur­laub um den zu­viel gewähr­ten Er­ho­lungs­ur­laub zu kürzen.

(3) Abs. 2 Satz 1 gilt nicht, wenn Be­am­tin­nen und Be­am­te während ei­ner El­tern­zeit bei ih­rem Dienst­herrn ei­ne Teil­zeit­beschäfti­gung im Be­am­ten­verhält­nis ausüben.

(4) Be­ur­laub­te Be­am­tin­nen und Be­am­te, die oh­ne Un­ter­bre­chung für min­des­tens drei Mo­na­te Ur­laubs- oder Krank­heits­ver­tre­tun­gen über­neh­men, er­hal­ten für je­den vol­len Mo­nat der Dienst­leis­tung ein Zwölf­tel des Ur­laubs nach § 5 Abs. 1.

(5) Bruch­tei­le von Ur­laubs­ta­gen wer­den auf vol­le Ta­ge auf­ge­run­det, je­doch nur ein­mal im Ka­len­der­jahr.

§ 9 Tei­lung und Über­tra­gung

(1) Der Er­ho­lungs­ur­laub kann ge­teilt gewährt wer­den, so­weit da­durch der Ur­laubs­zweck nicht gefähr­det wird.

(2) Der Ur­laub soll grundsätz­lich im Ur­laubs­jahr ge­nom­men wer­den. Ur­laub, der nicht in­ner­halb von neun Mo­na­ten nach dem En­de des Ur­laubs­jah­res an­ge­tre­ten wor­den ist, verfällt.

(3) Läuft die War­te­zeit erst im Lau­fe des fol­gen­den Ka­len­der­jah­res ab, so verfällt der Ur­laub erst am En­de die­ses Ka­len­der­jah­res.“

Nach Maßga­be die­ser Be­stim­mun­gen er­rech­net sich für den Kläger der im Tat­be­stand an­ge­ge­be­ne Ur­laubs­an­spruch, da die ergänzen­den Frei­stel­lun­gen für die ge­setz­li­chen Fei­er­ta­ge, die auf ei­nen Wo­chen­ar­beits­tag fal­len, nach § 5 Abs. 3 HUrl­VO von der Be­klag­ten zu­recht in die Be­rech­nung des Ur­laubs­an­spruchs ein­be­zo­gen wur­den. Aus § 8 Abs. 1 S. 2 HUrl­VO er­gibt sich, dass dem Kläger trotz sei­nes Über­tritts in den Ru­he­stand be­reits mit Ab­lauf des Mo­nats Au­gust 2009 ein un­gekürz­ter An­spruch auf den vol­len Er­ho­lungs­ur­laub zu­steht.

- 5 -

Für den Über­tritt in den Ru­he­stand ist § 25 Be­am­tStG maßge­bend. Er lau­tet:

„Be­am­tin­nen auf Le­bens­zeit und Be­am­te auf Le­bens­zeit tre­ten nach Er­rei­chen der Al­ters­gren­ze in den Ru­he­stand.“

Der Über­tritt in den Ru­he­stand führt nach § 21 Nr. 4 Be­am­tStG zur Be­en­di­gung des Be­am­ten­verhält­nis­ses. Die Vor­schrift lau­tet:

„Das Be­am­ten­verhält­nis en­det durch

1. Ent­las­sung,

2. Ver­lust der Be­am­ten­rech­te,

3. Ent­fer­nung aus dem Be­am­ten­verhält­nis nach den Dis­zi­plinar­ge­set­zen oder

4. Ein­tritt oder Ver­set­zung in den Ru­he­stand.“

Der Zeit­punkt des Ru­he­stands­be­ginns er­gibt sich aus § 50 Abs. 1 HBG. Die Re­ge­lung lau­tet in Abs.

1:

„Die Be­am­ten auf Le­bens­zeit tre­ten mit dem En­de des Mo­nats, in dem sie das fünf­und­sech­zigs­te Le­bens­jahr voll­endet ha­ben (Al­ters­gren­ze), in den Ru­he­stand.“

Für Be­am­tin­nen und Be­am­te der Be­rufs­feu­er­weh­ren wie den Kläger tritt an die Stel­le der Voll­endung des 65. Le­bens­jah­res – der­zeit - die Voll­endung des 60. Le­bens­jah­res. § 197 Abs. 1 HBG ord­net in­so­weit die ent­spre­chen­de Gel­tung von § 194 HBG an, in des­sen Abs. 1 die Al­ters­gren­ze für Po­li­zei­voll­zugs­be­am­te auf die Voll­endung des 60. Le­bens­jah­res fest­ge­legt ist.

Die Kam­mer geht da­von aus, dass die RL 2003/88/EG auf­grund ih­rer in Art. 1 Abs. 4 vor­ge­nom­me­nen Ver­wei­sung auf die RL 89/391/EWG nicht nur auf Beschäftig­te im Ar­beits­verhält­nis, son­dern eben­so auf öffent­lich-recht­li­che Dienst­verhält­nis­se ein­sch­ließlich der öffent­lich-recht­li­chen Be­am­ten­verhält­nis­se an­zu­wen­den ist. Nach § 3 Abs. 1 Be­am­tStG ste­hen Be­am­tin­nen und Be­am­te zu ih­rem Dienst­herrn in ei­nem öffent­lich-recht­li­chen Dienst- und Treue­verhält­nis (Be­am­ten­verhält­nis). Die Kam­mer nimmt in­so­weit auf das Ur­teil des EuGH v. 14. 7. 2005 - C-52/04 (NZA 2005, 921, 922 Rn. 38 ff., 52 –„Per­so­nal­rat der Feu­er­wehr Ham­burg“) Be­zug, in dem der EuGH da­von aus­ge­gan­gen ist, dass die Re­ge­lun­gen der RL 2003/88/EG zur Höchst­ar­beits­zeit auf Be­am­ten­verhält­nis­se An­wen­dung fin­den. Das muss nach Auf­fas­sung der Kam­mer auch für Art. 7 RL 2003/88/EG un­ein­ge­schränkt gel­ten.

Dar­an schließt sich die Fra­ge an, ob durch Art. 7 RL 2003/88/EG nur ein jähr­li­cher Ur­laubs­an­spruch von 4 Wo­chen geschützt wird, oder ob sich die ge­nann­te Re­ge­lung, ins­be­son­de­re ihr Abs. 2 auch auf Ur­laubs­ansprüche be­zieht, die im na­tio­na­len Recht über die uni­ons­recht­lich vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­dau­er von 4 Wo­chen hin­aus gewährt wer­den, wie z. B. in Hes­sen für le­bensälte­re Be­am­tin­nen und Be­am­te im Um­fang von 33 Ar­beits­ta­gen, die sich hier für den Kläger auf 26 Schich­ten/Ta­ge um­rech­nen. Ergänzend ist in­so­weit auch klärungs­bedürf­tig, ob der Schutz des Art. 7 RL 2003/88/EG auch die wei­te­ren Mo­da­litäten der Ur­laubs­be­rech­nung er­fasst, die vor­lie­gend die Ein­be­zie­hung der auf Werk­ta­ge ent­fal­len­den Wo­chen­fei­er­ta­ge er­fas­sen.

Das BAG ver­tritt zu § 7 BUrlG die Auf­fas­sung, dass nur der durch Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG vor­ge­se­he­ne Min­des­t­ur­laub von der Recht­spre­chung des EuGH zur man­geln­den Ver­fall­bar­keit ei­nes Ur­laubs­an­spruchs bei krank­heits­be­ding­ter Unmöglich­keit sei­ner In­an­spruch­nah­me er­fasst wird ( BAG U. v. 24. 3. 2009 - 9 AZR 983/07 – NZA 2009, 538). Die Kam­mer möch­te dem nicht fol­gen, son­dern al­le wei­ter­ge­hen­den im na­tio­na­len Recht vor­ge­se­he­nen Ansprüche auf Jah­res­ur­laub, d. h. den sei­nem Zweck nach auch zur Er­ho­lung be­stimm­ten Ur­laub in die

- 6 -

Gewähr­leis­tun­gen des Art. 7 RL 2003/88/EG ein­be­zie­hen, da die RL nur ei­nen Min­dest­stan­dard fest­legt, aber kei­ne Höchst­be­din­gun­gen.

Die Kam­mer geht im An­schluss an das Ur­teil des EuGH vom 20.1.2009 (Rs. C-350/06 und C-520/06 – NZA 209, 135 –„Schultz-Hoff u.a.“) da­von aus, dass die Re­ge­lung in § 9 HUrl­VO ei­nen Ver­fall des kläge­ri­schen An­spruchs auf Er­ho­lungs­ur­laub nicht be­gründen kann, da der Kläger aus Krank­heits­gründen dienst­unfähig war und des­halb kei­nen Ur­laub neh­men konn­te. Da­her ste­hen dem Kläger auch die Ur­laubs­ansprüche seit dem Jahr 2007 zu, oh­ne dass dem § 9 HUrl­VO ent­ge­gen­steht. Das gilt nach Auf­fas­sung der Kam­mer nicht nur im Um­fang von 4 Wo­chen, dem Min­dest­an­spruch nach Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG , son­dern auch für die zusätz­li­chen Ta­ge, de­ren Grund­la­ge sich aus § 5 HUrl­VO er­gibt.

Darüber hin­aus ist die Kam­mer der Auf­fas­sung, dass dem Kläger ent­spre­chend den Ausführun­gen des EuGH in sei­nem Ur­teil vom 20.1.2009 un­mit­tel­bar auf­grund des Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG ein An­spruch auf Ab­gel­tung der aus Krank­heits­gründen nicht ge­nom­me­nen Ur­laubs­ta­ge zu­steht. Zwar kennt das Be­am­ten­recht kei­nen § 7 Abs.4 BUrlG ver­gleich­ba­ren, für Beschäftig­te im Ar­beits­verhält­nis vor­ge­se­he­nen Ab­gel­tungs­an­spruch. In die­sem Fall muss je­doch un­mit­tel­bar auf die An­spruchs­grund­la­ge des Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG zurück­ge­grif­fen wer­den, um den Vor­rang des Uni­ons­rechts zu wah­ren.

Der Kläger ist nach § 25 Be­am­tStG i. V. m. § 50 Abs. 1, § 194 Abs. 1, § 197 Abs. 1 S. 1 HBG nach Er­rei­chen der Al­ters­gren­ze kraft Ge­set­zes in den Ru­he­stand ge­tre­ten. Da­mit hat sein Be­am­ten­verhält­nis nach § 21 Nr. 4 Be­am­tStG ge­en­det. Die­se Art der Be­en­di­gung stellt nach Auf­fas­sung der Kam­mer auch ei­ne Be­en­di­gung i. S .d. Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG dar, da das an­stel­le des ak­ti­ven Be­am­ten­verhält­nis­ses ent­ste­hen­de Ru­he­stands­verhält­nis in sei­nem Haupt­zweck auf die Zah­lung der Ver­sor­gungs­bezüge des Klägers ge­rich­tet ist, kei­ne Dienst­leis­tungs­pflicht des Klägers mehr zum In­halt hat und auch des­halb kei­ne Fort­set­zung des frühe­ren Be­am­ten­verhält­nis­ses dar­stellt. Im Übri­gen kann es für die in Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG ge­nann­te Be­en­di­gung ei­nes Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses nicht auf den Grund der Be­en­di­gung an­kom­men. Maßge­bend kann al­lein sein, dass das den An­spruch auf Jah­res­ur­laub be­gründen­de Beschäfti­gungs­verhält­nis ge­en­det hat und Ur­laubs­ansprüche un­erfüll­bar ge­blie­ben sind, un­abhängig da­von, ob der frühe­re Ar­beit­ge­ber oder Dienst­herr mit Rück­sicht auf die­ses frühe­re Beschäfti­gungs­verhält­nis Ver­sor­gungs-, Be­triebs­ren­ten­leis­tun­gen oder der­glei­chen gewährt.

In der ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung wird da­ge­gen an­ge­nom­men, dass – aus un­ter­schied­li­chen Gründen – Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG je­den­falls in­so­weit nicht auf Be­am­ten­verhält­nis­se an­zu­wen­den sei, wie die Re­ge­lun­gen ei­nen An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung be­gründet. So wird ver­tre­ten, die Ab­gel­tung von Ur­laubs­ansprüchen sei dem Be­am­ten­recht fremd; es han­de­le sich bei der Ur­laubs­gewährung für Be­am­te um ei­ne Kon­kre­ti­sie­rung der Fürsor­ge­pflicht, nicht um die Erfüllung ei­nes ver­trag­li­chen zi­vil­recht­li­chen An­spruchs ( VG Han­no­ver U. v. 29.04.2010 - 13 A 3250/09 – ju­ris).

Das VG Han­no­ver führt un­ter Wie­der­ga­be ei­nes Zi­tats des VG Ko­blenz wei­ter fol­gen­des aus:

„Aus die­sem Ur­teil des EuGH lässt sich für den Kläger je­doch kein An­spruch auf fi­nan­zi­el­le Ab­gel­tung sei­nes Rest­ur­lau­bes her­lei­ten. Ei­ne un­mit­tel­ba­re An­wen­dung der Richt­li­nie 2003/88/EG - so­ge­nann­te Ar­beits­zeit­richt­li­nie - im deut­schen Be­am­ten­recht ist nicht möglich. Dies er­gibt sich zunächst dar­aus, dass es sich um ei­ne Richt­li­nie han­delt, die dem Wort­laut nach al­lein für Ar­beit­neh­mer Gel­tung be­an­sprucht. Auch für den Be­reich des Ar­beits­rechts nimmt das BAG in sei­ner den EuGH-Ur­tei­len nach­fol­gen­den Ent­schei­dung vom 24. März 2009 (9 AZR 983/07 , im Fol­gen­den zi­tiert nach ju­ris) kei­ne un­mit­tel­ba­re Gel­tung der Richt­li­nie man­gels Vor­lie­gens der An­for­de­run­gen von Art. 249 Abs. 3 EGV an, son­dern legt § 7 Abs. 4 BUrlG richt­li­ni­en­kon­form aus. Ei­ne sol­che richt­li­ni­en­kon­for­me Aus­le­gung schei­det im Hin­blick auf die hier streit­ge­genständ­li­che Norm des § 11 Url­VO [Rhein­land-Pfalz] je­doch aus. Denn ei­ne richt­li­ni­en­kon­for­me Aus­le­gung ist nur möglich, so­lan­ge da­durch kei­ne ein­deu­ti­gen Ent­schei­dun­gen des na­tio­na­len

- 7 -

Ge­setz­ge­bers geändert wer­den und da­mit auch die nach deut­schem Ver­fas­sungs­recht ge­ge­be­ne Bin­dung der Ge­rich­te an Recht und Ge­setz im Sin­ne von Art. 20 Abs. 3 GG so­wie das Ge­wal­ten­tei­lungs­prin­zip aus Art. 20 Abs. 2 GG nicht ver­letzt wer­den (vgl. BAG, Ur­teil vom 24. März 2009, 9 AZR 983/07 , Rn 65). An­ders als im Fall von § 7 Abs. 4 BUrlG , in dem das BAG auf­grund der an­geführ­ten EuGH-Ent­schei­dun­gen ei­ne richt­li­ni­en­kon­for­me Aus­le­gung im We­ge der te­leo­lo­gi­schen Re­duk­ti­on vor­neh­men konn­te, schei­det ei­ne sol­che Aus­le­gung von § 11 Url­VO aus, da es hier wie oben dar­ge­legt an ei­ner ver­deck­ten Re­ge­lungslücke fehlt. Auch über Ar­ti­kel 3 Abs. 1 GG lässt sich ei­ne ent­spre­chen­de An­wen­dung auf Be­am­te un­ter Berück­sich­ti­gung der EuGH-Ent­schei­dung nicht be­gründen. So führt der EuGH aus, dass nach der Recht­spre­chung des Ge­richts­ho­fes der An­spruch auf Jah­res­ur­laub und der auf Zah­lung des Ur­laubs­ent­gelts in der Richt­li­nie 2003/88 als zwei As­pek­te ei­nes ein­zi­gen An­spruchs zu be­han­deln sei­en. Durch das Er­for­der­nis der Zah­lung die­ses Ur­laubs­ent­gelts sol­le der Ar­beit­neh­mer während des Jah­res­ur­laubs in ei­ne La­ge ver­setzt wer­den, die in Be­zug auf das Ent­gelt mit den Zei­ten ge­leis­te­ter Ar­beit ver­gleich­bar ist (vgl. Ur­teil vom 20. Ja­nu­ar 2009, Rd­nr. 60, zi­tiert nach ju­ris). Dar­aus fol­ge, dass die fi­nan­zi­el­le Vergütung, auf die ein Ar­beit­neh­mer An­spruch ha­be, der aus von sei­nem Wil­len un­abhängi­gen Gründen nicht in der La­ge war, sei­nen An­spruch auf be­zahl­ten Jah­res­ur­laub vor dem En­de des Ar­beits­verhält­nis­ses aus­zuüben, in der Wei­se zu be­rech­nen sei, dass der Ar­beit­neh­mer so ge­stellt wer­de, als hätte er die­sen An­spruch während der Dau­er sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses aus­geübt (EuGH a.a.O., Rd­nr. 61). Die­se Erwägun­gen sind auf das Be­am­ten­verhält­nis nicht über­trag­bar. In­so­weit ist hin­sicht­lich zusätz­li­cher Zah­lun­gen auf den be­reits an­ge­spro­che­nen Ge­set­zes­vor­be­halt im Be­am­ten­recht zu ver­wei­sen. Auch gilt in­so­weit die struk­tu­rel­le An­ders­ar­tig­keit des Be­am­ten­verhält­nis­ses, die ei­ne Vergütung ein­zel­ner Tätig­kei­ten und so auch ein Ent­gelt für den Ur­laub nicht vor­sieht, son­dern von ei­ner um­fas­sen­den Ein­bin­dung des Be­am­ten in ein Rechts- und Pflicht­verhält­nis aus­geht.“

Rich­tig ist, dass im deut­schen Be­am­ten­recht die Dienst­leis­tungs­pflicht des Be­am­ten und die Be­sol­dungs­pflicht des Dienst­herrn nicht syn­al­lag­ma­tisch mit­ein­an­der ver­knüpft sind und nicht in ei­nem en­gen Ge­gen­sei­tig­keits­verhält­nis ste­hen, wie dies für das Ar­beits­verhält­nis gilt. Gleich­wohl ist auch im Be­sol­dungs­recht vor­ge­se­hen, dass bei un­ent­schul­dig­tem Fern­blei­ben vom Dienst der Ver­lust des auf die ent­spre­chen­den Zei­ten ent­fal­len­den Be­sol­dungs­an­spruchs ein­tritt und vom Dienst­herrn ent­spre­chend fest­zu­stel­len ist ( § 9 BBesG ).

Das OVG Rhein­land-Pfalz führt in sei­nem Ur­teil vom 30.03.2010 (2 A 11321/09 – ju­ris) fol­gen­des aus, um die man­geln­de Be­rech­ti­gung ei­nes Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruchs für Be­am­te zu be­gründen:

„Zwar ist die Vor­schrift [Art. 7 RL 2003/88/EG] da­hin aus­zu­le­gen, dass sie ein­zel­staat­li­chen Rechts­vor­schrif­ten ent­ge­gen­steht, nach de­nen für nicht ge­nom­me­nen Jah­res­ur­laub am En­de des Ar­beits­verhält­nis­ses kei­ne fi­nan­zi­el­le Vergütung ge­zahlt wird, wenn der Ar­beit­neh­mer während des ge­sam­ten Be­zugs-und/oder Über­tra­gungs­zeit­raums krank­ge­schrie­ben war und des­halb sei­nen An­spruch auf be­zahl­ten Jah­res­ur­laub nicht ausüben konn­te (vgl. EuGH, NJW 2009, 495 [498 f.]– Schultz-Hoff u.a.).

In­so­weit ist aber zu berück­sich­ti­gen, dass die Richt­li­nie 2003/88/EG zwar kei­ne aus­drück­li­che Ab­wei­chung von de­ren Art. 7 zulässt. Je­doch bleibt das Recht der Mit­glied­staa­ten, für die Si­cher­heit und den Ge­sund­heits­schutz der Ar­beit­neh­mer güns­ti­ge­re Rechts­vor­schrif­ten an­zu­wen­den, gemäß Art. 15 RL 2003/88/EG un­berührt. Bei den für den Fall ei­ner dienst­unfähi­gen Er­kran­kung gel­ten­den be­am­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten han­delt es sich um sol­cher­art für den Be­am­ten vor­teil­haf­te­re Re­ge­lun­gen. Ihm muss da­her in den Fällen, in de­nen er krank­heits­be­dingt an der In­an­spruch­nah­me des Ur­laubs ge­hin­dert war und die­sen we­gen sei­nes Aus­schei­dens aus dem ak­ti­ven Dienst­verhält­nis auch nicht
nachträglich neh­men konn­te, kein Ab­gel­tungs­an­spruch ein­geräumt wer­den.

- 8 -

Da­bei ist der Ge­genüber­stel­lung der eu­ro­pa­recht­li­chen so­wie der na­tio­na­len Schutz­vor­schrif­ten nicht ei­ne punk­tu­el­le, son­dern ei­ne struk­tu­rel­le Be­trach­tung zu­grun­de zu le­gen. Ein al­lein auf die Fra­ge der nachträgli­chen Ur­laubs­vergütung ab­stel­len­der Ver­gleich ließe an­de­re zu­guns­ten des Be­am­ten in der kon­kre­ten Si­tua­ti­on grei­fen­de güns­ti­ge­re Schutz­maßnah­men un­berück­sich­tigt. Fol­ge des­sen wäre, dass mit der Zu­er­ken­nung ei­nes Ab­gel­tungs­an­spruchs die den Min­dest­stan­dard der Richt­li­nie ins­ge­samt oh­ne­hin über­schrei­ten­de Si­tua­ti­on des Be­am­ten so­wohl ge­genüber den eu­ro­pa­recht­li­chen Vor­ga­ben wie auch im Ver­gleich mit Ar­beit­neh­mern zusätz­lich ver­bes­sert würde.

Der vor­ste­hend wie­der­ge­ge­be­ne Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs lag der Fall ei­nes Ar­beit­neh­mers zu­grun­de, der im letz­ten Jahr vor der Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses durchgängig ar­beits­unfähig er­krankt und des­halb ge­hin­dert war, sei­nen Er­ho­lungs­ur­laub an­zu­tre­ten. Ei­ne der­art lang­fris­ti­ge Krank­schrei­bung führt bei Ar­beit­neh­mern zu nicht un­er­heb­li­chen fi­nan­zi­el­len Ver­lus­ten. Der Lohn­an­spruch ge­gen den Ar­beit­ge­ber en­det gemäß § 3 Abs. 1 Ent­gelt­fort­zah­lungs­ge­setz nach sechs Wo­chen. Nach­fol­gend erhält der Ar­beit­neh­mer gemäß § 44 So­zi­al­ge­setz­buch Fünf­tes Buch – SGB V – le­dig­lich Kran­ken­geld, wel­ches nach § 47 Abs. 1 SGB V nur 70 v.H. des Re­ge­l­ent­gelts beträgt und des­sen Dau­er durch § 48 SGB V be­grenzt ist. In die­ser Si­tua­ti­on soll der Ar­beit­neh­mer, dem zu­dem die krank­heits­be­ding­te Kündi­gung droht, zu­min­dest in fi­nan­zi­el­ler Form in den Ur­laubs­ge­nuss kom­men (vgl. EuGH, NJW 2009, 495 [498 f.] – Schultz-Hoff u.a.). Der Be­am­te hin­ge­gen erhält un­abhängig von der Dau­er der Er­kran­kung die vol­le Be­sol­dung durch sei­nen Dienst­herrn wei­ter­ge­zahlt. Er kann darüber hin­aus nicht we­gen sei­ner Dienst­unfähig­keit ent­las­sen, son­dern al­len­falls in den vor­zei­ti­gen Ru­he­stand ver­setzt wer­den. Auch in die­sem Fall wird je­doch das Be­am­ten­verhält­nis nicht be­en­det und bleibt der Dienst­herr zur Wei­ter­zah­lung der (nun­mehr: Ver­sor­gungs-) Bezüge ver­pflich­tet. An­ders als im Fal­le ei­nes Ar­beit­neh­mers ent­ste­hen da­her we­der für den Dienst­herrn fi­nan­zi­el­le Vor­tei­le durch ein Frei­wer­den von der Ent­gelt­pflicht noch für den Be­am­ten Nach­tei­le in­fol­ge ei­ner Ver­rin­ge­rung der Be­sol­dung. So­mit be­steht kei­ne Not­wen­dig­keit zu de­ren Aus­gleich durch die Gewährung ei­nes Vergütungs­an­spruchs für nicht ge­nom­me­nen Ur­laub (vgl. Plog/Wie­dow, BBG, § 89 Rn. 13a).

Darüber hin­aus kann sich der Kläger auch des­halb nicht auf Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG be­ru­fen, weil dem Ur­laubs­an­spruch des Be­am­ten – wie vor­ste­hend dar­ge­legt – kein Vermögens­wert zu­kommt.

Der Ab­fin­dungs­an­spruch nach Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG soll, ver­gleich­bar § 7 Abs. 4 BUrlG , ei­nen et­wai­gen Vermögens­wert er­hal­ten. Die Norm setzt ihn da­her vor­aus, oh­ne ihn zu be­gründen. Auch aus Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG folgt kei­ne Ver­pflich­tung des na­tio­na­len Ge­setz­ge­bers, die Ent­gelt­fort­zah­lung während des Ur­laubs der­art aus­zu­ge­stal­ten, dass sie die­sem Zeit­raum kon­kret zu­ge­ord­net wer­den kann. Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG legt den Mit­glied­staa­ten le­dig­lich hin­sicht­lich des zu er­rei­chen­den Ziels – die Wei­ter­gewährung des Ar­beits­ent­gelts während des Ur­laubs – Ver­pflich­tun­gen auf, überlässt ih­nen je­doch die Art und Wei­se der Durchführung des be­zahl­ten Jah­res­ur­laubs (vgl. EuGH, EuZW 2001, 605 [EuGH 26.06.2001 - C 173/99] [606 ff.] – BEC­TU). Gewähr­leis­tet sein muss le­dig­lich, dass der Ar­beit­neh­mer in die­sem Zeit­raum in Be­zug auf sei­nen Lohn in ei­ne La­ge ver­setzt wird, die mit den Zei­ten ge­leis­te­ter Ar­beit ver­gleich­bar ist, und er über ei­ne tatsächli­che Ru­he­zeit verfügen kann, da­mit ein wirk­sa­mer Schutz sei­ner Si­cher­heit und Ge­sund­heit si­cher­ge­stellt ist (vgl. EuGH, EuZW 2006, 244 [EuGH 16.03.2006 - C 131/04] [246] – Ro­bin­son-Stee­le u.a.). Die­sen An­for­de­run­gen genügt die Ali­men­ta­ti­on der Be­am­ten.

Hin­zu kommt, dass der Be­klag­te auf­grund der Er­kran­kung des Klägers nicht von sei­ner Pflicht zur Fort­zah­lung der Bezüge frei wur­de. Die­ser hat folg­lich die auf den Ur­laubs­zeit­raum ent­fal­len­de Vergütung er­hal­ten und muss­te le­dig­lich –

- 9 -

krank­heits­be­dingt – auf ei­nen Er­ho­lungs­zeit­raum ver­zich­ten. Ein et­wai­ger Vermögens­wert des Ur­laubs könn­te aber, wenn über­haupt, nicht in der Er­ho­lung, son­dern al­lein in der Wei­ter­gewährung des Ar­beits­ein­kom­mens lie­gen. Er­ach­te­te man auch im Be­am­ten­verhält­nis den Ab­gel­tungs­an­spruch als Sur­ro­gat des Ur­laubs, so hätte der Be­klag­te die­sen be­reits erfüllt. Auch in­so­weit gilt, dass der Dienst­herr in­fol­ge der Er­kran­kung und der da­mit ein­her­ge­hen­den Unmöglich­keit der In­an­spruch­nah­me des Ur­laubs kei­nen Vermögens­vor­teil, der Be­am­te kei­nen fi­nan­zi­el­len Nach­teil er­lei­det. Die Gewährung ei­nes Ab­gel­tungs­an­spruchs führ­te des­halb zu ei­ner zusätz­li­chen Begüns­ti­gung des Klägers so­wie ei­ner wei­te­ren Be­las­tung des Be­klag­ten, für die ei­ne sach­li­che Recht­fer­ti­gung nicht er­kenn­bar ist.“

Auch die­sen Erwägun­gen ver­mag die Kam­mer nicht zu fol­gen, da der Frei­stel­lungs­an­spruch des Art. 7 Abs. 1 RL 2003/88/EG ei­nen ei­genständi­gen Wert hat, und die Ab­gel­tung von un­erfüll­bar ge­blie­be­nem Ur­laub in Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG un­abhängig da­von vor­ge­se­hen ist, ob Ur­laubs­ansprüchen nach na­tio­na­lem Recht ein Vermögens­wert zu­kommt. Rich­tig ist zwar, dass für Be­am­tin­nen und Be­am­te der­zeit das Be­sol­dungs­recht so aus­ge­stal­tet ist, dass Krank­heits­zei­ten un­abhängig von ih­rer Dau­er zu kei­ner Kürzung der mo­nat­li­chen Be­sol­dung führen, so­weit nicht von kon­kre­ten Dienst­leis­tun­gen abhängi­ge – be­tragsmäßig nicht son­der­lich ins Ge­wicht fal­len­de - Zu­la­gen be­trof­fen sind. Dem­ge­genüber fin­det bei Beschäftig­ten im Ar­beits­verhält­nis nach länge­rer Er­kran­kung kei­ne Ge­halts­fort­zah­lung mehr durch den Ar­beit­ge­ber statt, so­dass die Be­trof­fe­nen auf Kran­ken­geld­ansprüche ge­gen die ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung be­schränkt sind. Die­sem As­pekt kommt je­doch nach Auf­fas­sung der Kam­mer kei­ne Be­deu­tung zu. Er kann die ein­schränken­de Aus­le­gung des Art. 7 Abs. 2 RL 2003/88/EG nicht be­gründen, so­weit die­se Re­ge­lung zu­gleich in Übe­rein­stim­mung mit Art. 11 des Übe­r­ein­kom­mens Nr. 132 der In­ter­na­tio­na­len Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on ei­nen Ur­laubs­ab­gel­tungs­an­spruch bei Be­en­di­gung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses be­gründet. Die­ses Übe­r­ein­kom­men ist von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ra­ti­fi­ziert wor­den und gehört da­durch zu dem auch für die Länder ver­bind­li­chen Bun­des­recht.

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 9 K 836/10.F  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880