Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Betriebsübergang: Informationspflichten
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 8 AZR 1116/06
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 31.01.2008
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Darmstadt
Hessisches Landesarbeitsgericht
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT


8 AZR 1116/06
16 Sa 2222/05
Hes­si­sches
Lan­des­ar­beits­ge­richt

 

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am

31. Ja­nu­ar 2008

UR­TEIL

Di­ede­rich, Ur­kunds­be­am­tin

der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Kläger, Be­ru­fungskläger und Re­vi­si­onskläger,

pp.

Be­klag­te, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Ach­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf Grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 31. Ja­nu­ar 2008 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Hauck, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Böck und Brein­lin­ger so­wie die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Morsch und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter von Schuck­mann für Recht er­kannt:


Die Re­vi­si­on des Klägers ge­gen das Ur­teil des Hes­si­schen Lan­des­ar­beits­ge­richts vom 31. Ju­li 2006 - 16 Sa 2222/05 - wird zurück­ge­wie­sen.

- 2 -

Der Kläger hat die Kos­ten der Re­vi­si­on zu tra­gen.


Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch des Klägers. 


Der Kläger war seit 2. März 1992 als Spe­zi­al­fach­ar­bei­ter bei der Be­klag­ten und de­ren Rechts­vorgänge­rin­nen beschäftigt. Die Be­klag­te un­ter­hielt in S ei­nen Be­trieb zur Her­stel­lung von Fer­tig­bau­tei­len. Ab dem Jah­re 2003 be­trieb sie we­gen de­fi­zitärer Ent­wick­lung der Fer­tigteil­her­stel­lung die Veräußerung des S Be­trie­bes. Nach­dem Über­nah­me­ver­hand­lun­gen mit der M G GmbH (im Fol­gen­den: M G) und der fin­ni­schen Un­ter­neh­mens­grup­pe C er­folg­los ge­blie­ben wa­ren, führ­te die Be­klag­te im Mai 2004 Gespräche mit dem Be­triebs­rat über ei­ne Sch­ließung des Wer­kes in S. Im Zu­ge die­ser Ver­hand­lun­gen lei­te­te die Be­klag­te dem Be­triebs­rat den Ent­wurf ei­nes So­zi­al­pla­nes zu, der auch die Gründung ei­ner Beschäfti­gungs­ge­sell­schaft vor­sah. Nach die­sem So­zi­al­plan hätte dem Kläger im Fal­le ei­ner be­triebs­be­ding­ten Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses ei­ne Ab­fin­dung iHv. 10.042,20 Eu­ro zu­ge­stan­den. Gleich­zei­tig schal­te­te die Be­klag­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ein.


Am 17. Mai 2004 fand ei­ne Be­spre­chung zwi­schen Mit­glie­dern des Be­triebs­ra­tes, der Bun­des­agen­tur für Ar­beit und der Beschäfti­gungs­ge­sell­schaft statt. Ge­gen Mit­tag die­ses Ta­ges erklärten Ver­tre­ter der Be­klag­ten dem Be­triebs­rat, dass ein Käufer für das S Werk ge­fun­den wor­den sei, wel­cher die Ar­beitsplätze er­hal­ten wer­de. Ver­hand­lun­gen über ei­nen So­zi­al­plan und In­ter­es­sen­aus­gleich sei­en da­her nicht mehr er­for­der­lich. Am sel­ben Ta­ge teil­te die Be­klag­te in ei­ner Be­triebs­ver­samm­lung ih­ren Mit­ar­bei­tern mit, die M G ha­be die Ab­sicht, den Be­trieb in S schnellstmöglich, vor­aus-sicht­lich zum 1. Ju­li 2004 zu über­neh­men.


Am 13. Mai 2004 hat­te die Credit­re­form der Be­klag­ten ei­ne Bo­nitätsaus­kunft bezüglich der M G er­teilt. Die­se be­inhal­te­te ei­nen Bo­nitätsin­dex von 208.


In ei­ner wei­te­ren Be­triebs­ver­samm­lung am 3. Ju­ni 2004 stell­ten Mit­ar­bei­ter der Be­klag­ten zu­sam­men mit dem Haupt­ge­sell­schaf­ter und dem Geschäftsführer der



- 3 -

M G die­ses Un­ter­neh­men vor und teil­ten da­bei mit, dass der Auf­trags­be­stand der M G zur Zeit gut sei und der Be­triebsüber­gang zum 1. Ju­li 2004 er­fol­gen sol­le.


Die Be­klag­te, die H C AG, die M G und die F GmbH & Co. KG (im Fol­gen­den: F KG) schlos­sen am 9. Ju­ni 2004 ei­nen no­ta­ri­el­len Ver­trag, in wel­chem die Veräußerung des der Be­klag­ten gehören­den Grundstücks, auf dem sich das S Werk be­fin­det, nebst An­la­ge­vermögen für 1,5 Mio. Eu­ro an die F KG ver­ein­bart wur­de. Die übri­gen An­la­ge­tei­le des Wer­kes, wie Ma­schi­nen und Scha­lun­gen so­wie die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Be­triebs­stof­fen und Halb­fer­tig­pro­duk­te wur­den von der Be­klag­ten zum Preis von 1,00 Eu­ro an die M G über­las­sen. Als Aus­gleich für die in­fol­ge des Be­triebsüber­g­an­ges ent­ste­hen­den Kos­ten ver­pflich­te­te sich die Be­klag­te zur Zah­lung von 500.000,00 Eu­ro an die M G.

Mit gleich­lau­ten­dem Schrei­ben vom 16. Ju­ni 2004 un­ter­rich­te­te die Be­klag­te die Beschäftig­ten, dar­un­ter auch den Kläger, über den be­vor­ste­hen­den Be­triebsüber­gang. Die­ses Schrei­ben ist auch im Na­men der M G un­ter­zeich­net und lau­tet - so­weit hier von In­ter­es­se -:


„wie Ih­nen be­reits mit­ge­teilt wur­de, ha­ben sich die Un­ter­neh­mens­lei­tun­gen der H C AG und der M G GmbH ent­schlos­sen, den Be­trieb Nie­der­las­sung Lo­gis­tik/S an die M G GmbH zu über­tra­gen. Die Über­tra­gung er­folgt im Rah­men ei­nes Be­triebsüber­gangs gemäß § 613a BGB.

Der Be­triebsüber­gang fin­det am 01.07.2004 statt. Die M G GmbH wird al­le vom Be­triebsüber­gang be­trof­fe­nen Ar­beits­verhält­nis­se über­neh­men. Da­zu gehört auch das mit Ih­nen be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis.


Die M G GmbH tritt in die sich dar­aus er­ge­ben­den Rech­te und Pflich­ten ein. Ih­re ar­beits­ver­trag­li­chen Rech­te und Pflich­ten gel­ten da­her grundsätz­lich un­verändert fort. Im Ein­zel­nen gilt Fol­gen­des:

Die M G GmbH ist nicht ta­rif­ge­bun­den. Die bis­lang gel­ten­den ta­rif­ver­trag­li­chen Rech­te und Pflich­ten wer­den über­nom­men so wie sie zum Zeit­punkt des Be­triebsüber­gangs be­ste­hen und gel­ten wie ar­beits­ver­trag­li­che Vor­schrif­ten wei­ter. Für die Dau­er von ei­nem Jahr, ge­rech­net ab dem Zeit­punkt des Be­triebsüber­gangs, können die­se nicht zu Ih­rem Nach­teil geändert wer­den. Auch nach Ab­lauf die­ses Jah­res gel­ten die ar­beits­ver­trag­li­chen Be­stim­mun­gen wei­ter. Ei­ne Ände­rung die­ser Be­stim­mun­gen ist nur un­ter den­sel­ben ar­beits­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen möglich, die auch für Ihr Ar­beits­verhält­nis mit der H C AG gel­ten.

Die bis­lang gel­ten­den Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen fin­den eben­falls wei­ter An­wen­dung, es sei denn es sind re­ge­lungs­glei­che Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen bei der M G GmbH vor­han­den. Da­nach
 


- 4 -

wer­den Sie durch die Per­so­nal­or­ga­ni­sa­ti­on der M G GmbH be­treut.

So wie der Be­triebs­rat im Werk S be­steht, bleibt er nach dem Be­triebsüber­gang bis zum En­de der Wahl­pe­ri­ode (April 2006) als An­sprech­part­ner be­ste­hen, je­doch oh­ne die ge­setz­li­chen Rech­te und Pflich­ten ei­nes Be­triebs­ra­tes.

Die M G GmbH haf­tet ge­genüber den über­ge­hen­den Mit­ar­bei­tern ab dem Zeit­punkt des Be­triebsüber­gangs un­ein­ge­schränkt für al­le, auch rückständi­ge Ansprüche aus dem Ar­beits­verhält­nis. Die H C AG haf­tet ne­ben der M G GmbH wei­ter für sol­che Ver­pflich­tun­gen, die vor dem Be­triebsüber­gang ent­stan­den und fällig ge­wor­den sind oder vor Ab­lauf ei­nes Jah­res da­nach fällig wer­den; so­weit die­se Ansprüche nach dem Zeit­punkt des Be­triebsüber­gangs fällig wer­den, haf­tet die H C AG je­doch nur zeit­an­tei­lig.


Die bei der H C AG un­un­ter­bro­chen ver­brach­ten bzw. an-er­kann­ten Dienst­zei­ten gel­ten als Dienst­zeit der M G GmbH. Aus den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben zum Be­triebsüber­gang folgt des Wei­te­ren, dass die M G GmbH an­stel­le der H C AG in die be­ste­hen­den Al­ters­ver­sor­gungs­zu­sa­gen ein­tritt. Die H C AG und die M G GmbH wer­den Ih­nen hier­zu je­doch ei­ne an­de­re be­son­de­re Re­ge­lung an­bie­ten.


Kündi­gun­gen we­gen des Be­triebsüber­gangs sind un­zulässig. Kündi­gun­gen aus an­de­ren Gründen blei­ben da­ge­gen un­berührt.


Sie können dem Über­gang Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses in­ner­halb von ei­nem Mo­nat nach Zu­gang die­ses Schrei­bens bei Ih­rer bis­her zuständi­gen Per­so­nal­ab­tei­lung schrift­lich wi­der­spre­chen. Bit­te tei­len Sie uns in die­sem Fall die für Ih­ren Wi­der­spruch maßgeb­li­chen Gründe mit. Äußern Sie sich in­ner­halb die­ser Frist nicht, gilt Ih­re Zu­stim­mung zum Über­gang Ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses als er­teilt.


Sei­tens der H C AG wer­den Sie vor­sorg­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­se im Fal­le ei­nes Wi­der­spruchs ge­zwun­gen wäre, Ih­nen nach Maßga­be des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes ggf. be­triebs­be­dingt zu kündi­gen. Wir bit­ten Sie, dies bei Ih­ren Über­le­gun­gen zu berück­sich­ti­gen.“

Der Kläger wi­der­sprach eben­so wie die übri­gen Ar­beit­neh­mer dem Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses nicht.

Ab 1. Ju­li 2004 über­nahm die M G die Lei­tung des Be­trie­bes in S. Mit Be­schluss vom 30. März 2005 eröff­ne­te das Amts­ge­richt Mar­burg das In­sol­venz­ver­fah­ren über das Vermögen der M G.


Der In­sol­venz­ver­wal­ter kündig­te das Ar­beits­verhält­nis des Klägers mit Schrei­ben vom 30. März 2005 zum 30. Ju­ni 2005. Ge­gen die­se Kündi­gung er­hob der Kläger



- 5 -

Kündi­gungs­schutz­kla­ge vor dem Ar­beits­ge­richt Darm­stadt. Die­ser Rechts­streit wur­de durch ei­nen ge­richt­li­chen Ver­gleich vom 17. Au­gust 2005 be­en­det. In die­sem Ver­gleich ei­nig­ten sich der Kläger und der In­sol­venz­ver­wal­ter auf die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses auf Grund or­dent­li­cher be­triebs­be­ding­ter Kündi­gung zum 30. Ju­ni 2005 und auf die Zah­lung ei­ner Ab­fin­dung iHv. 2.306,00 Eu­ro. Die­se Ab­fin­dung soll­te auf et­wai­ge zukünf­ti­ge So­zi­al­plan­ansprüche des Klägers an­ge­rech­net wer­den.


Der Kläger ver­langt von der Be­klag­ten Scha­dens­er­satz we­gen der Be­en­di­gung sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses. Er macht gel­tend, die Be­klag­te ha­be ihn im Vor­feld des Be­triebsüber­g­an­ges nicht hin­rei­chend über die Bo­nität der M G un­ter­rich­tet. Sie hätte über die Auskünf­te durch die Credit­re­form hin­aus wei­te­re In­for­ma­tio­nen über die fi­nan­zi­el­le und wirt­schaft­li­che La­ge die­ses Un­ter­neh­mens ein­ho­len müssen. Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der M G im Jah­re 2004 ha­be ge­zeigt, dass die Zah­len im Jah­res­ab­schluss 2003 nicht zu­tref­fend ge­we­sen sei­en. Außer­dem sei­en durch die von der Be­klag­ten mit der M G und der F KG ge­trof­fe­ne Ver­ein­ba­rung die Im­mo­bi­li­en und die Ma­schi­nen des S Wer­kes der Ver­wer­tung ent­zo­gen wor­den. Bei Kennt­nis der tatsächli­chen wirt­schaft­li­chen La­ge der M G und der ver­ein­bar­ten Über­tra­gung des Grund­vermögens auf die F KG hätte er dem Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf die M G wi­der­spro­chen.


Der Kläger ver­langt von der Be­klag­ten die Zah­lung von 10.042,20 Eu­ro als Scha­dens­er­satz. Er macht gel­tend, dass ihm die­ser Be­trag als Ab­fin­dung zu­ge­stan­den hätte, wenn der vor­be­rei­te­te So­zi­al­plan we­gen Sch­ließung des Be­trie­bes in S zu­stan­de ge­kom­men wäre.

Der Kläger hat be­an­tragt, 


die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn 10.042,20 Eu­ro nebst Zin­sen iHv. 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 23. Au­gust 2005 zu zah­len.


Die Be­klag­te hat Kla­ge­ab­wei­sung be­an­tragt. 


Sie be­haup­tet, ih­ren In­for­ma­ti­ons­ver­pflich­tun­gen ge­genüber dem Kläger nach­ge­kom­men zu sein. Die M G ha­be sich vor dem Be­triebsüber­gang nicht in in­sol­venz­recht­lich re­le­van­ten wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten be­fun­den. Dies er­ge­be sich be­reits aus der Bo­nitätsaus­kunft der Credit­re­form vom 13. Mai 2004. Auch ha­be sich ihr zuständi­ger Be­reichs­lei­ter im Rah­men ei­ner Werks­be­sich­ti­gung bei der M G von der sehr gu­ten Beschäfti­gungs­la­ge und der Aus­las­tung der Fer­ti­gung über­zeu­gen können. Außer­dem müsse sich der Kläger auf ei­ne et­wai­ge Scha­dens­er­satz­for­de­rung


- 6 -

die Vergütung an­rech­nen las­sen, die er von der M G er­hal­ten ha­be so­wie die auf Grund des ge­richt­li­chen Ver­glei­ches ge­zahl­te Ab­fin­dung.

Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Die Be­ru­fung des Klägers hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt zurück­ge­wie­sen und die Re­vi­si­on zu­ge­las­sen. Mit die­ser ver­folgt der Kläger sein Kla­ge­be­geh­ren wei­ter, während die Be­klag­te die Zurück­wei­sung der Re­vi­si­on be­an­tragt.

Ent­schei­dungs­gründe


Die Re­vi­si­on des Klägers ist un­be­gründet. Ihm steht der gel­tend ge­mach­te Scha­dens­er­satz­an­spruch nicht zu.

Ent­ge­gen der An­sicht des Lan­des­ar­beits­ge­richts ist der Kläger aber über den be­vor­ste­hen­den Be­triebsüber­gang nicht ord­nungs­gemäß iSd. § 613a Abs. 5 BGB un­ter­rich­tet wor­den. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge da­her mit ei­ner un­zu­tref­fen­den Be­gründung ab­ge­wie­sen.

A. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sei­ne Ent­schei­dung im We­sent­li­chen wie folgt be­gründet:


I. Dem Kläger ste­he kein Scha­dens­er­satz­an­spruch ge­gen die Be­klag­te gem. §§ 280, 613a Abs. 5 BGB we­gen der Ver­let­zung der Un­ter­rich­tungs­pflicht zu.


Die­se sei ih­rer In­for­ma­ti­ons­pflicht nach § 613a Abs. 5 BGB ge­genüber ih­ren Beschäftig­ten nach­ge­kom­men. We­der der Be­triebs­veräußerer noch der Be­triebs­er­wer­ber sei­en ver­pflich­tet, die Ar­beit­neh­mer um­fas­send über die wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on des Be­triebs­er­wer­bers ein­sch­ließlich der Einschätzun­gen der zukünf­ti­gen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung zu un­ter­rich­ten. Die Be­klag­te ha­be eben­so we­nig wie die M G zum Zeit­punkt des Be­triebsüber­g­an­ges Kennt­nis über Li­qui­ditäts­schwie­rig­kei­ten oder ei­ne be­vor­ste­hen­de In­sol­venz der M G be­ses­sen. Es ha­be auch kei­ne Ver­pflich­tung be­stan­den, die Beschäftig­ten darüber zu in­for­mie­ren, dass das Be­triebs­grundstück und das An­la­ge­vermögen an die F KG und nicht an die M G veräußert wor­den sei­en.


Die Be­klag­te ha­be den Kläger auch nicht vorsätz­lich sit­ten­wid­rig geschädigt oder durch die Vor­spie­ge­lung fal­scher Tat­sa­chen zum Un­ter­las­sen ei­nes Wi­der­spru­ches ge­gen den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf die M G ver­an­lasst.

- 7 -

Auch wenn man annähme, die Be­klag­te ha­be ih­rer In­for­ma­ti­ons­pflicht nach § 613a Abs. 5 BGB nicht in vol­lem Um­fan­ge Genüge ge­tan, stel­le der vom Kläger gel­tend ge­mach­te Scha­den kei­nen Vermögens­nach­teil dar, den die Ein­hal­tung der In­for­ma­ti­ons­ver­pflich­tung des § 613a Abs. 5 BGB ver­hin­dern sol­le.


II. Man­gels Vor­lie­gens ei­ner Be­triebsände­rung schei­de ein An­spruch des Klägers auf ei­nen Nach­teils­aus­gleich nach § 113 Abs. 3 Be­trVG we­gen des feh­len­den Ver­su­ches ei­nes In­ter­es­sen­aus­gleichs mit dem Be­triebs­rat aus. Bei dem Be­triebsüber­gang ha­be es sich um kei­ne Be­triebsände­rung iSd. § 111 Be­trVG ge­han­delt. Der Wech­sel des Be­triebs­in­ha­bers stel­le nur dann ei­ne Be­triebsände­rung dar, wenn er mit ei­ner Ände­rung der be­trieb­li­chen Struk­tu­ren oder er­heb­li­chen or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ände­run­gen ver­bun­den sei. Dies sei vor­lie­gend je­doch nicht der Fall ge­we­sen. Auch die Veräußerung des Be­triebs­grundstückes und des An­la­ge­vermögens nicht an die M G, son­dern an die F KG ha­be nicht zu ei­ner Verände­rung der be­trieb­li­chen Struk­tur oder zu ei­ner or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ände­rung des Be­trie­bes geführt.

Die Richt­li­nie 2001/23/EG des Ra­tes vom 12. März 2001 zur An­glei­chung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über die Wah­rung von Ansprüchen der Ar­beit­neh­mer beim Über­gang von Un­ter­neh­men, Be­trie­ben oder Un­ter­neh­mens- oder Be­triebs­tei­len führe nicht da­zu, dass bei eu­ro­pa­rechts­kon­for­mer Aus­le­gung des § 111 Be­trVG ein Be­triebsüber­gang stets als Be­triebsände­rung an­zu­se­hen sei.

B. Die Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts er­weist sich zwar im Er­geb­nis, nicht je­doch in der Be­gründung als zu­tref­fend.

I. Ent­ge­gen der An­sicht des Lan­des­ar­beits­ge­richts ent­sprach die Un­ter­rich­tung des Klägers im Schrei­ben der Be­klag­ten und der M G vom 16. Ju­ni 2004 über den ge­plan­ten Be­triebsüber­gang am 1. Ju­li 2004 nicht den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB. Dem Kläger ist durch die­se un­zu­rei­chen­de Un­ter­rich­tung je­doch der gel­tend ge­mach­te Scha­den nicht ent­stan­den.

1. Im Fal­le ei­nes Be­triebsüber­g­an­ges ist der Ar­beit­neh­mer so zu in­for­mie­ren, dass die­ser sich über die Per­son des Über­neh­mers und über die in § 613a Abs. 5 BGB ge­nann­ten Umstände ein Bild ma­chen kann. Er soll durch die Un­ter­rich­tung ei­ne aus­rei­chen­de Wis­sens­grund­la­ge für die Ausübung oder Nicht­ausübung sei­nes Wi­der­rufs­rech­tes er­hal­ten (BT-Drucks. 14/7760 S. 19). So soll ins­be­son­de­re dem Ar­beit­neh­mer auch die Möglich­keit eröff­net wer­den, sich wei­ter­ge­hend zu er­kun­di­gen und


- 8 -

ge­ge­be­nen­falls be­ra­ten zu las­sen und dann auf die­ser Grund­la­ge über ei­nen Wi­der­spruch ge­gen den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zu ent­schei­den (vgl. Se­nat 24. Mai 2005 - 8 AZR 398/04 - BA­GE 114, 374 = AP BGB § 613a Nr. 284 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 35; AnwK-ArbR/Hauck BGB § 613a Rn. 181; Worz­al­la NZA 2002, 353, 356).


Da­bei hat sich der In­halt der Un­ter­rich­tung nach dem Kennt­nis­stand des Veräußerers und des Er­wer­bers zum Zeit­punkt der Un­ter­rich­tung zu rich­ten (st. Rspr.; vgl. Se­nat 14. De­zem­ber 2006 - 8 AZR 763/05 - AP BGB § 613a Nr. 318 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 63 mwN). Ob ei­ne er­folg­te Un­ter­rich­tung den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB ent­spro­chen hat, un­ter­liegt der ge­richt­li­chen Über­prüfung. Genügt die Un­ter­rich­tung zunächst for­mal den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB und ist sie nicht of­fen­sicht­lich feh­ler­haft, ist es Sa­che des Ar­beit­neh­mers, ei­nen be­haup­te­ten Man­gel näher dar­zu­le­gen. Hier­zu ist er im Rah­men ei­ner ab­ge­stuf­ten Dar­le­gungs­last nach § 138 Abs. 3 ZPO ver­pflich­tet. Dem bis­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber und/oder dem neu­en In­ha­ber - je nach­dem, wer die Un­ter­rich­tung vor­ge­nom­men hat - ob­liegt dann die Dar­le­gungs- und Be­weis­last für die ord­nungs­gemäße Erfüllung der Un­ter­rich­tungs­pflicht, in­dem mit ent­spre­chen­den Dar­le­gun­gen und Be­weis­an­ge­bo­ten die Einwände des Ar­beit­neh­mers ent­kräftet wer­den (Se­nat 14. De­zem­ber 2006 - 8 AZR 763/05 - aaO).

2. Der Kläger rügt, die durch die Be­klag­te und die M G er­folg­te Un­ter­rich­tung ent­spre­che des­halb nicht den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 BGB, weil sie kei­ne aus­rei­chen­den An­ga­ben zur wirt­schaft­li­chen La­ge der Be­triebsüber­neh­me­rin, der M G, ent­hal­te und kei­nen Hin­weis auf die ge­plan­te Auf­spal­tung des Be­triebs­vermögens.


Un­strei­tig ha­ben die Be­klag­te und die M G in ih­rem ge­mein­sa­men Un­ter­rich­tungs­schrei­ben vom 16. Ju­ni 2004 nicht dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Be­klag­te mit Ver­trag vom 9. Ju­ni 2004 mit der M G und der F KG ver­ein­bart hat­te, das der Be­klag­ten gehören­de Grundstück, auf dem sich das S Werk be­fin­det, nebst dem An­la­ge-vermögen an die F KG zu veräußern. Da­mit fehlt es an ei­ner hin­rei­chen­den Un­ter­rich­tung über die wirt­schaft­li­chen Fol­gen des Be­triebsüber­g­an­ges für den Kläger (§ 613a Abs. 5 Nr. 3 BGB).


Aus­ge­hend vom Sinn und Zweck der Un­ter­rich­tung, die dem Ar­beit­neh­mer die Möglich­keit ver­schaf­fen soll, sach­ge­recht über die Ausübung sei­nes Wi­der­spruchs­rech­tes nach § 613a Abs. 6 BGB zu be­fin­den, hätte die Be­klag­te den Kläger darüber un­ter­rich­ten müssen, dass die M G als Be­triebsüber­neh­me­rin nicht auch die im Ei­gen-

- 9 -

tum der Be­klag­ten ste­hen­den Im­mo­bi­li­en mit über­nimmt, son­dern die­se nur im Rah­men ei­ner Ver­ein­ba­rung mit ei­nem Drit­ten nutzt, nämlich der F KG, an wel­che die Be­klag­te das un­be­weg­li­che Be­triebs­vermögen veräußert hat­te. Durch die­se im Zu­sam­men­hang mit dem Be­triebsüber­gang er­folg­te Um­ge­stal­tung der Ei­gen­tums- und Be­sitz­verhält­nis­se bezüglich des S Be­trie­bes wer­den zwar die Rech­te und Pflich­ten aus dem nach § 613a Abs. 1 BGB auf den neu­en Be­triebs­in­ha­ber, die M G, über­ge­hen­den Ar­beits­verhält­nis des Klägers nicht un­mit­tel­bar berührt. § 613a Abs. 5 BGB ge­bie­tet je­doch ei­ne In­for­ma­ti­on des Ar­beit­neh­mers auch über die mit­tel­ba­ren Fol­gen ei­nes Be­triebsüber­g­an­ges, wenn durch die­sen die Rechts­po­si­tio­nen des Ar­beit­neh­mers zwar nicht un­mit­tel­bar be­trof­fen sind, die öko­no­mi­schen Rah­men­be­din­gun­gen des Be­triebsüber­g­an­ges je­doch zu ei­ner so gra­vie­ren­den Gefähr­dung der wirt­schaft­li­chen Ab­si­che­rung der Ar­beit­neh­mer beim neu­en Be­triebs­in­ha­ber führen, dass die­se Gefähr­dung als ein we­sent­li­ches Kri­te­ri­um für ei­nen mögli­chen Wi­der­spruch der Ar­beit­neh­mer ge­gen den Über­gang der Ar­beits­verhält­nis­se an­zu­se­hen ist. Dies ist vor al­lem dann der Fall, wenn die Ar­beits­platz­si­cher­heit beim Be­triebs­er­wer­ber maßgeb­lich be­trof­fen ist (Ka­nia/Jop­pich Per­so­nal­recht im Wan­del - FS für Wolf­die­ter Kütt­ner S. 383).


Grundsätz­lich ist der bis­he­ri­ge Ar­beit­ge­ber nicht ver­pflich­tet, den Ar­beit­neh­mer über die wirt­schaft­li­che und fi­nan­zi­el­le La­ge des Be­triebsüber­neh­mers im Ein­zel­nen zu un­ter­rich­ten, da de­ren Be­ur­tei­lung grundsätz­lich nicht ein­deu­tig an­hand ob­jek­ti­ver Tat­sa­chen er­fol­gen kann, son­dern je­weils im Ein­zel­fal­le ei­ner re­gelmäßig nicht jus­ti­zia­blen Einschätzung der wirt­schaft­li­chen und recht­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten so­wie der künf­ti­gen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung un­ter­liegt. Dies be­deu­tet, dass das wirt­schaft­li­che Po­ten­ti­al des Be­triebs­er­wer­bers im All­ge­mei­nen nicht Ge­gen­stand der In­for­ma­ti­ons­pflicht ist. Ei­ne Un­ter­rich­tung über die wirt­schaft­li­che La­ge des Be­triebs­er­wer­bers kann aber für die Ent­schei­dung des Ar­beit­neh­mers, ob er Wi­der­spruch ge­gen den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ein­le­gen soll, von Be­deu­tung sein, wenn die wirt­schaft­li­che Not­la­ge des Be­triebs­er­wer­bers of­fen­sicht­lich ist, wie zB bei ei­nem be­reits ein­ge­lei­te­ten In­sol­venz­ver­fah­ren (ErfK/Preis 8. Aufl. § 613a BGB Rn. 88; Grau Un­ter­rich­tung und Wi­der­spruchs­recht der Ar­beit­neh­mer bei Be­triebsüber­gang S. 180; Her­genröder RdA 2007, 218, 227; Lin­de­mann/Wol­ter-Roßteut­scher BB 2007, 938, 942).

Im Streit­fal­le führt die im Zu­sam­men­hang mit dem Be­triebsüber­gang ge­trof­fe­ne Ver­trags­ge­stal­tung da­zu, dass der Be­triebsüber­neh­mer nicht mehr Ei­gentümer des un­be­weg­li­chen An­la­ge­vermögens ist und die­ses dem­zu­fol­ge im Fal­le von
 


- 10 -

wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten des Be­triebs­er­wer­bers nicht mehr als Si­che­rungs­mit­tel für er­for­der­li­che Kre­di­te und im Fal­le ei­ner In­sol­venz nicht mehr als Be­stand­teil der In­sol­venz­mas­se zur Be­frie­di­gung der Gläubi­ger, zu de­nen auch der Kläger zählt, zur Verfügung steht. Da­mit ver­rin­gert sich in­fol­ge des Be­triebsüber­g­an­ges die für die For­de­run­gen des Klägers aus sei­nem Ar­beits­verhält­nis zur Verfügung ste­hen­de Haf­tungs­mas­se in er­heb­li­chem Um­fan­ge. Die­se Tat­sa­che der nicht un­er­heb­li­chen Ver­rin­ge­rung der ver­blei­ben­den Haf­tungs­grund­la­ge stellt ei­nen Um­stand dar, auf des­sen Kennt­nis der Kläger An­spruch hat­te (so auch: Men­ze Das Wi­der­spruchs­recht der Ar­beit­neh­mer beim Be­triebsüber­gang S. 59). Zur Ent­schei­dungs­fin­dung, ob ein Ar­beit­neh­mer ei­nen Wi­der­spruch nach § 613a Abs. 6 BGB er­hebt, ist re­gelmäßig auch die Kennt­nis er­for­der­lich, ob bis­her dem über­ge­hen­den Be­trieb zu­zu­rech­nen­de Vermögens­ge­genstände von er­heb­li­chem Wert, zu de­nen das Grund­vermögen zählt, auf den Be­triebs­er­wer­ber mit über­ge­hen.


Ge­gen ei­ne ent­spre­chen­de Un­ter­rich­tungs­pflicht spricht nicht ein be­rech­tig­tes Ge­heim­hal­tungs­in­ter­es­se des Veräußerers oder Er­wer­bers, weil die neu­en Ei­gen­tums­verhält­nis­se auch durch das Grund­buch pu­bli­ziert wer­den.


Auch der Ge­setz­ge­ber hat die Auf­spal­tung des Be­triebs­vermögens in ei­ne An­la­ge­ge­sell­schaft, wel­che sich im We­sent­li­chen auf die Ver­wal­tung der für die Führung des Be­trie­bes not­wen­di­gen Vermögens­tei­le be­schränkt, und ei­ne Be­triebs­ge­sell­schaft, wel­cher die Vermögens­tei­le bei der Führung des Be­trie­bes zur Nut­zung über­las­sen wer­den, grundsätz­lich als ei­ne Gefähr­dung der Ansprüche der Ar­beit­neh­mer ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber an­ge­se­hen. So be­gründet § 134 Um­wG für den Fall ei­ner Un­ter­neh­mens­auf­spal­tung in ei­ne An­la­ge- und ei­ne Be­triebs­ge­sell­schaft für be­stimm­te For­de­run­gen der Ar­beit­neh­mer der Be­triebs­ge­sell­schaft ei­ne ge­samt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung der Be­triebs- und der An­la­ge­ge­sell­schaft, wenn an den an der Spal­tung be­tei­lig­ten Recht­strägern im We­sent­li­chen die­sel­ben Per­so­nen be­tei­ligt sind. Durch die­se Re­ge­lung soll dem Ar­beit­neh­mer hin­sicht­lich ei­ge­ner Ansprüche ein zusätz­li­cher Schutz ein­geräumt wer­den. Sie be­zweckt, den be­son­de­ren Ge­fah­ren ei­ner Be­triebs­auf­spal­tung zu be­geg­nen (vgl. Re­gE­Be­gr. BR-Drucks. 75/94 zu § 134 Um­wG).

Da­mit hält es der Ge­setz­ge­ber für er­for­der­lich, im Fal­le ei­ner Un­ter­neh­mens­auf­spal­tung in ei­ne An­la­ge- und ei­ne Be­triebs­ge­sell­schaft un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen bzgl. be­stimm­ter For­de­run­gen ei­nen be­son­de­ren Schutz für die Ar­beit­neh­mer der Be­triebs­ge­sell­schaft durch die An­ord­nung ei­ner ge­samt­schuld­ne­ri­schen Haf­tung bei­der Ge­sell­schaf­ten zu schaf­fen. In Kennt­nis, dass der Ge­setz­ge­ber Be-

- 11 -

triebs­auf­spal­tun­gen als Ge­fahr für die Durch­setz­bar­keit von Ar­beit­neh­mer­for­de­run­gen an­sieht, ist es fol­ge­rich­tig, dass dann, wenn es zu ei­ner sol­chen Auf­spal­tung im Zu­sam­men­hang mit der Ver­ein­ba­rung über ei­nen Be­triebsüber­gang kommt und ei­ne ge­samt­schuld­ne­ri­sche Haf­tung des neu­en Be­triebs­in­ha­bers und des neu­en Ei­gentümers we­sent­li­cher für die Be­triebsführung not­wen­di­ger Vermögens­tei­le aus­schei­det, der Ar­beit­neh­mer auf die­se, künf­ti­ge For­de­run­gen gefähr­den­de Ver­trags­ge­stal­tung gemäß § 613a Abs. 5 BGB hin­zu­wei­sen ist.

3. Die Be­klag­te hat durch die den An­for­de­run­gen des § 613a Abs. 5 Nr. 3 BGB nicht genügen­de In­for­ma­ti­on des Klägers ih­re Un­ter­rich­tungs­pflicht, wel­che ei­ne Rechts­pflicht dar­stellt (Se­nat 13. Ju­li 2006 - 8 AZR 382/05 - AP BGB § 613a Wi­der­spruch Nr. 1 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 57 mwN), ver­letzt. Da­mit ist die Be­klag­te dem Kläger ge­genüber nach § 280 Abs. 1 BGB zum Er­satz des Scha­dens, den die­ser durch die un­zuläng­li­che Un­ter­rich­tung er­lit­ten hat, ver­pflich­tet. Gem. § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB wird ihr Ver­schul­den ver­mu­tet (Se­nat 13. Ju­li 2006 - 8 AZR 382/05 - aaO).


Der Kläger, der sich auf die nicht vollständi­ge Un­ter­rich­tung be­ruft, kann ver­lan­gen, so ge­stellt zu wer­den, wie er ge­stan­den hätte, wenn er rich­tig und vollständig in­for­miert wor­den wäre. Dafür muss er vor­tra­gen und be­wei­sen, dass ihm in­fol­ge der man­gel­haf­ten Un­ter­rich­tung der gel­tend ge­mach­te Scha­den ent­stan­den ist.


4. Das Vor­brin­gen des Klägers be­gründet den gel­tend ge­mach­ten Scha­dens­er­satz­an­spruch nicht. Er macht gel­tend, er hätte, wenn ihn die Be­klag­te ord­nungs­gemäß nach § 613a Abs. 5 BGB un­ter­rich­tet hätte, von sei­nem Wi­der­spruchs­recht nach § 613a Abs. 6 BGB Ge­brauch ge­macht. Sein Ar­beits­verhält­nis wäre dann nicht gem. § 613a Abs. 1 BGB auf die M G über­ge­gan­gen, so dass er wei­ter­hin Ar­beit­neh­mer der Be­klag­ten ge­blie­ben wäre. Wei­ter meint der Kläger, ihm hätte dann ei­ne Ab­fin­dung aus dem vor­be­rei­te­ten, aber letzt­lich nicht zu­stan­de ge­kom­me­nen So­zi­al­plan zu­ge­stan­den. Die­se ent­gan­ge­ne Ab­fin­dung müsse ihm die Be­klag­te im We­ge des Scha­dens­er­sat­zes gewähren.

Die­ses Vor­brin­gen des Klägers ist nicht schlüssig. Hätte die Be­klag­te den Kläger ord­nungs­gemäß nach § 613a Abs. 5 BGB un­ter­rich­tet und hätte er dem Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf die M G wi­der­spro­chen, so hätte ihm kein An­spruch auf ei­ne Ab­fin­dung aus dem ge­plan­ten, aber nicht zu­stan­de ge­kom­me­nen So­zi­al­plan zu­ge­stan­den. Auch bei ei­ner ord­nungs­gemäßen Un­ter­rich­tung durch die Be­klag­te wäre es nicht zum Ab­schluss des So­zi­al­pla­nes zwi­schen der Be­klag­ten und


- 12 -

ih­rem Be­triebs­rat ge­kom­men. Die un­genügen­de Un­ter­rich­tung des Klägers war folg­lich nicht ursächlich für das Nicht­zu­stan­de­kom­men des So­zi­al­pla­nes. Oh­ne ei­nen wirk­sa­men So­zi­al­plan hätte kein An­spruch des Klägers auf ei­ne So­zi­al­plan­ab­fin­dung ent­ste­hen können. Dass die Be­klag­te dem Kläger im Fal­le ei­nes Wi­der­spru­ches ge­gen den Über­gang sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf die M G ei­ne be­triebs­be­ding­te Kündi­gung aus­ge­spro­chen und ihm dann ei­ne Ab­fin­dung ent­spre­chend den Re­ge­lun­gen im ge­plan­ten, aber nicht ver­ein­bar­ten So­zi­al­plan gewährt hätte, hat der Kläger we­der dar­ge­legt noch un­ter Be­weis ge­stellt. Eben­so we­nig hat der Kläger vor­ge­tra­gen, dass bei ei­ner ord­nungs­gemäßen Un­ter­rich­tung so vie­le Ar­beit­neh­mer dem Über­gang ih­rer Ar­beits­verhält­nis­se wi­der­spro­chen hätten, dass die Be­klag­te, wenn sie die­sen al­len be­triebs­be­dingt hätte kündi­gen wol­len, ei­nen So­zi­al­plan ver­ein­bart hätte, wel­cher die vom Kläger gel­tend ge­mach­te Ab­fin­dung vor­ge­se­hen hätte.


II. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt geht zu Recht da­von aus, dass dem Kläger der gel­tend ge­mach­te An­spruch nicht als Nach­teils­aus­gleich gem. § 113 Abs. 3 iVm. § 113 Abs. 1 Be­trVG zu­ste­hen kann.


Vor­aus­set­zung für ei­nen sol­chen An­spruch wäre, dass sich der Be­triebsüber­gang von der Be­klag­ten auf die M G als ei­ne Be­triebsände­rung iSd. § 111 Be­trVG dar­ge­stellt hätte. Dies war je­doch nicht der Fall.


1. Ein Be­triebsüber­gang als sol­cher ist nach ständi­ger Recht­spre­chung kei­ne Be­triebsände­rung iSd. § 111 Be­trVG (BAG 25. Ja­nu­ar 2000 - 1 ABR 1/99 - AP Be­trVG 1972 § 112 Nr. 137 = EzA Be­trVG 1972 § 112 Nr. 106 mwN). Ein Be­triebsüber­gang kann al­ler­dings dann ei­ne Be­triebsände­rung iSd. § 111 Be­trVG sein, wenn er sich nicht al­lein in dem Wech­sel des Be­triebs­in­ha­bers erschöpft, son­dern wenn gleich­zei­tig Maßnah­men er­grif­fen wer­den, wel­che ei­nen oder meh­re­re der Tat­bestände des § 111 Be­trVG erfüllen.

2. Dass die Be­klag­te das Grundstück, auf wel­chem sich der Be­trieb in S be­fin­det, so­wie das An­la­ge­vermögen nicht an die M G, son­dern an die F KG veräußert hat, erfüllt kei­nen der Tat­bestände des § 111 Be­trVG.


a) Nach der zwi­schen der Be­klag­ten, der M G und der F KG ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­rung soll­ten der M G als Be­triebsüber­neh­me­rin die zur Fortführung des Be­trie­bes er­for­der­li­chen Sach­mit­tel durch die F KG über­las­sen wer­den. Da­mit wur­de die M G zwar nicht Ei­gentüme­rin sämt­li­cher mo­bi­ler und im­mo­bi­ler Be­triebs­mit­tel; die­se blie­ben



- 13 -

je­doch auf Grund der ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­rung un­verändert der be­trieb­li­chen Or­ga­ni­sa­ti­on zur Er­rei­chung des Be­triebs­zwe­ckes zu­ge­ord­net. Ih­re sa­chen­recht­li­che Zu­ord­nung zum Be­triebs­in­ha­ber ist oh­ne Be­deu­tung. Mit der Be­schränkung der Verfügungs­macht des neu­en Be­triebs­in­ha­bers über die Be­triebs­mit­tel tritt zwar ei­ne „funk­tio­na­le Ände­rung in der Po­si­ti­on des Un­ter­neh­mers“ ein, die­se be­dingt aber eben­so we­nig die Ände­rung des Be­trie­bes wie et­wa der Über­gang von Ar­beit­ge­ber­funk­tio­nen auf ei­nen In­sol­venz­ver­wal­ter, der hin­sicht­lich der Führung des Be­trie­bes im Ver­gleich zum In­sol­venz­schuld­ner vor der Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens Be­schränkun­gen und Bin­dun­gen un­ter­liegt, die eben­falls ei­ne „funk­tio­na­le Ände­rung in der Po­si­ti­on des Un­ter­neh­mers“ be­din­gen (vgl. BAG 17. Fe­bru­ar 1981 - 1 ABR 101/78 - AP Be­trVG 1972 § 111 Nr. 9 = EzA Be­trVG 1972 § 111 Nr. 13).


b) Zwar hat sich die Haf­tungs­mas­se der Be­triebsüber­neh­me­rin ge­genüber der­je­ni­gen der Be­klag­ten da­durch ver­rin­gert, dass sie nicht Ei­gentüme­rin des Be­triebs­grundstückes und des An­la­ge­vermögens ge­wor­den ist. Die­se Ver­rin­ge­rung stellt für sich al­lein be­trach­tet je­doch eben­falls kei­ne Be­triebsände­rung iSd. § 111 Be­trVG dar.


Sie kann zwar zu ei­nem wirt­schaft­li­chen Nach­teil für die vom Be­triebsüber­gang be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer führen. Sol­che wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le aus Vorgängen, die - wie der Be­triebsüber­gang - selbst kei­ne Be­triebsände­run­gen dar­stel­len, sind je­doch ih­rer­seits eben­falls kei­ne Be­triebsände­rung. Es ist nicht Ge­gen­stand und Ziel der §§ 111 ff. Be­trVG, Nach­tei­len zu be­geg­nen, die mit dem Be­triebs­in­ha­ber­wech­sel ver­bun­den sind, al­so al­lein auf dem Be­triebsüber­gang be­ru­hen. Die Ver­rin­ge­rung der Haf­tungs­mas­se er­gibt sich al­lein aus den im Zu­sam­men­hang mit dem Be­triebsüber­gang ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen dem Be­triebs­veräußerer und dem Be­triebs­er­wer­ber. Sie sind da­mit Fol­gen des Be­triebs­in­ha­ber­wech­sels (vgl. BAG 25. Ja­nu­ar 2000 - 1 ABR 1/99 - AP Be­trVG 1972 § 112 Nr. 137 = EzA Be­trVG 1972 § 112 Nr. 106).


3. Ent­ge­gen der Mei­nung der Re­vi­si­on stellt auch der Um­stand, dass die maßgeb­li­chen Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se im ver­wal­tungs­tech­ni­schen Be­reich bezüglich des über­ge­gan­ge­nen Be­trie­bes von S zum Haupt­werk der M G in A ver­la­gert wor­den sind, kei­ne Be­triebsände­rung dar.
 


- 14 -

Dies führ­te ins­be­son­de­re zu kei­ner grund­le­gen­den Ände­rung der Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on iSd. § 111 Satz 3 Nr. 4 Be­trVG. Ei­ne sol­che liegt vor, wenn der Be­triebs­ab­lauf ins­be­son­de­re hin­sicht­lich Zuständig­keit und Ver­ant­wor­tung um­ge­wan­delt wird. Grund­le­gend ist die Ände­rung, wenn sie sich auf den Be­triebs­ab­lauf in er­heb­li­cher Wei­se aus­wirkt; maßgeb­lich ist dafür der Grad der Verände­rung (BAG 26. Ok­to­ber 2004 - 1 AZR 493/03 - BA­GE 112, 260 = AP Be­trVG 1972 § 113 Nr. 49 = EzA Be­trVG 2001 § 113 Nr. 5 mwN). Dass und vor al­lem wie sich die Ver­la­ge­rung der „Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se im ver­wal­tungs­tech­ni­schen Be­reich“ nach A auf den Be­triebs­ab­lauf im S Be­trieb aus­ge­wirkt ha­ben soll, hat der Kläger nicht dar­ge­legt. Da­zu wäre er nach den pro­zes­sua­len Dar­le­gungs- und Be­weis­last­re­geln ver­pflich­tet ge­we­sen, weil er ua. ei­nen Nach­teils­aus­gleich nach § 113 Abs. 3 Be­trVG gel­tend macht und ein sol­cher An­spruch die Durchführung ei­ner Be­triebsände­rung iSd. § 111 Be­trVG vor­aus­setzt.


4. Dem steht auch nicht die Richt­li­nie 2001/23/EG des Ra­tes vom 12. März 2001 zur An­glei­chung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über die Wah­rung von Ansprüchen der Ar­beit­neh­mer beim Über­gang von Un­ter­neh­men, Be­trie­ben oder Un­ter­neh­mens- oder Be­triebs­tei­len (RL 2001/23/EG) ent­ge­gen.


So be­stimmt Art. 7 Abs. 3 der RL 2001/23/EG, dass Mit­glied­staa­ten, de­ren Rechts- und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten vor­se­hen, dass die Ver­tre­ter der Ar­beit­neh­mer ei­ne Schieds­stel­le an­ru­fen können, um ei­ne Ent­schei­dung über hin­sicht­lich der Ar­beit­neh­mer zu tref­fen­de Maßnah­men zu er­hal­ten, die Un­ter­rich­tungs­pflich­ten gem. Art. 7 Abs. 1 und Abs. 2 der Richt­li­nie ge­genüber den Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern auf den Fall be­schränken können, in dem der voll­zo­ge­ne Be­triebsüber­gang ei­ne Be­triebsände­rung her­vor­ruft, die we­sent­li­che Nach­tei­le für ei­nen er­heb­li­chen Teil der Ar­beit­neh­mer zur Fol­ge ha­ben kann. Die­se Re­ge­lung zeigt, dass die RL 2001/23/EG da­von aus­geht, dass nicht je­der Be­triebsüber­gang gleich­zei­tig auch ei­ne Be­triebsände­rung, ins­be­son­de­re in Form der Ände­rung der Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on dar­stellt, wel­che we­sent­li­che Nach­tei­le für er­heb­li­che Tei­le der Be­leg­schaft zur Fol­ge ha­ben kann.

5. Da ein An­spruch des Klägers auf Nach­teils­aus­gleich (§ 113 Be­trVG) be­reits dem Grun­de nach aus­schei­det, brauch­te der Se­nat nicht zu ent­schei­den, ob der Kläger ei­nen sol­chen über­haupt kla­ge­wei­se gel­tend ge­macht hat­te und ob das Lan­des­ar­beits­ge­richt ei­nen sol­chen hätte zu­spre­chen dürfen.

- 15 - 


III. Der Kläger hat nach § 97 Abs. 1 ZPO die Kos­ten sei­ner er­folg­lo­sen Re­vi­si­on zu tra­gen.

 

Hauck 

Böck 

Brein­lin­ger

Morsch 

Schuck­mann

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 


zur Übersicht 8 AZR 1116/06  

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880