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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: AGB, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Dienstwagen, Widerrufsvorbehalt
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 9 AZR 113/09
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 13.04.2010
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 20.05.2008, 54 Ca 2912/08
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24.11.2008, 2 Sa 1462/08
   

BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

9 AZR 113/09

2 Sa 1462/08

Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am 13. April 2010

UR­TEIL

Brüne, Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le

In Sa­chen

Kläge­rin, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­onskläge­rin,

pp.

Be­klag­te, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

hat der Neun­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 13. April 2010 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Düwell, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Krasshöfer, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gall­ner so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Jun­ger­mann und Pfel­zer für Recht er­kannt:


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Auf die Re­vi­si­on der Kläge­rin wird das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 24. No­vem­ber 2008 - 2 Sa 1462/08 - auf­ge­ho­ben.

Die Sa­che wird zur neu­en Ver­hand­lung und Ent­schei­dung - auch über die Kos­ten des Re­vi­si­ons­ver­fah­rens - an das Lan­des­ar­beits­ge­richt zurück­ver­wie­sen.

Von Rechts we­gen!

Tat­be­stand

Die Par­tei­en strei­ten über die Über­las­sung ei­nes Dienst­wa­gens und

Scha­dens­er­satz für die im No­vem­ber 2007 un­ter­blie­be­ne Dienst­wa­gen­nut­zung.

Die Kläge­rin ist seit 2001 als Ver­triebs­be­auf­trag­te im Be­reich Trai­ning

für die Be­klag­te und de­ren Rechts­vorgänge­rin tätig. Ihr war seit Be­ginn des Ar­beits­verhält­nis­ses ein Dienst­fahr­zeug auch zur Pri­vat­nut­zung über­las­sen.

Die Kläge­rin ging in ei­nem An­trag auf Über­las­sung ei­nes Dienst­wa­gens

von Fe­bru­ar 2005 von 130 Rei­se­ta­gen pro Jahr und ei­ner jähr­li­chen Fahr­leis­tung von 28.360 km aus. Mit wei­te­rem An­trag von Mai 2005 leg­te sie 166 Rei­se­ta­ge bei 44.400 dienst­lich ge­fah­re­nen Ki­lo­me­tern und ei­ne pri­va­te Fahr­leis­tung von 5.000 km zu­grun­de.

Die Par­tei­en tra­fen un­ter dem 13. No­vem­ber 2005 ei­ne Ne­ben­ab­re­de

zum Ar­beits­ver­trag vom 28. No­vem­ber 2000. Dort ist aus­zugs­wei­se be­stimmt: „Geschäfts­fahr­zeugüber­las­sung

gem. Zif­fer 3.a) u. 3b der Kon­zern-Car-Po­li­cy

Frau D (nach­fol­gend “Be­rech­tig­te“) wird ein Geschäfts­fahr­zeug der Kat. V gemäß der Kon­zern-Car-Po­li­cy in der je­weils gülti­gen Fas­sung zur Verfügung ge­stellt.

Die Kon­zern-Car-Po­li­cy in ih­rer je­weils gülti­gen Fas­sung ein­sch­ließlich al­ler je­weils gel­ten­den An­la­gen zur Kon-zern-Car-Po­li­cy ist Be­stand­teil die­ser Über­las­sungs­ver­ein­ba­rung. Die in der Kon­zern-Car-Po­li­cy und den An­la­gen ge­re­gel­ten Ver­pflich­tun­gen sind mit Ab­schluss


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die­ser Über­las­sungs­ver­ein­ba­rung für den Geschäfts­fahr-zeug­be­rech­tig­ten bin­dend. ...

...

Auf die Möglich­keit des Wi­der­rufs der Über­las­sung des Geschäfts­fahr­zeugs gem. Kon­zern-Car-Po­li­cy (Be-en­di­gung/Wi­der­ruf der Gfz-Über­las­sung) wird be­son­ders hin­ge­wie­sen. Das Un­ter­neh­men behält sich darüber hin­aus im Rah­men der Kon­zern-Car-Po­li­cy vor, den Be­rech­tig­ten­kreis aus wirt­schaft­li­chen Gründen ein­zu­schränken und die Geschäfts­fahr­zeugüber­las­sung auch des­halb zu wi­der­ru­fen. Ein An­spruch auf Kom­pen­sa­ti­ons­zah­lun­gen be­steht in die­sen Fällen eben­falls nicht.“

In der Kon­zern-Car-Po­li­cy vom 1. Sep­tem­ber 2005 heißt es ua.:

3 Be­rech­tig­ten­kreis

Geschäfts­fahr­zeu­ge (Gfz) wer­den zur dienst­li­chen und pri­va­ten Nut­zung zur Verfügung ge­stellt:

a) Busi­ness Lea­dern, Exe­cu­ti­ves und Se­ni­or Exe­cu­ti­ves der Funk­ti­ons­grup­pen F1 - F5 und

b) so­weit un­ter Markt- und wirt­schaft­li­chen Ge­sichts­punk­ten sinn­voll, wei­te­ren Funk­tio­nen des außer­ta­rif­li­chen und ta­rif­li­chen Be­reichs nach spe­zi­fi­scher Fest­le­gung und De­fi­ni­ti­on in der Ver­ant­wor­tung der Un­ter­neh­men.

Das Vor­lie­gen die­ser Ge­sichts­punk­te wird durch das Un­ter­neh­men re­gelmäßig über­prüft.

...

9.4 Wirt­schaft­lich­keit

Für die Nut­zung des Gfz für Geschäfts- und Pri­vat­fahr­ten sind stren­ge Wirt­schaft­lich­keits­maßstäbe an­zu­le­gen und ein­zu­hal­ten. Dies er­for­dert ne­ben kraft­stoffspa­ren­der und wa­gen­scho­nen­der Fahr­wei­se vor al­lem auch ei­ne kos­ten­be­wuss­te Be­schränkung der Fahr­leis­tung.

...

12 Be­en­di­gung/Wi­der­ruf der Gfz-Über­las­sung

Die Über­las­sung des Gfz ist an das be­ste­hen­de An­stel­lungs­verhält­nis ge­bun­den und en­det au­to­ma­tisch mit der Be­en­di­gung des An­stel­lungs­ver­tra­ges.

Vom An­ge­stell­ten zu ver­tre­ten­de Verstöße ge­gen die Be­stim­mun­gen der Kon­zern-Car-Po­li­cy oder die Ver­let­zung von Pflich­ten als Fahr­zeugführer be­rech­ti­gen das


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Un­ter­neh­men zum Wi­der­ruf der Gfz-Über­las­sung. ...

Bei Geschäfts­fahr­zeu­gen, die gemäß Zif­fer 3b) ver­ge­ben wur­den, ist der je­wei­li­ge Ent­schei­der ver­ant­wort­lich für die Über­prüfung der Wirt­schaft­lich­keit. Die Über­prüfung ist durch ge­eig­ne­te jähr­li­che Maßnah­men si­cher­zu­stel­len. Fal­len die Vor­aus­set­zun­gen für die Über­las­sung des Gfz weg, hat der je­wei­li­ge Ent­schei­der dafür Sor­ge zu tra­gen, dass die Über­las­sung des Gfz wi­der­ru­fen wird. In die­sem Fall hat der An­ge­stell­te das Gfz un­verzüglich zurück­zu­ge­ben.“

Der Kläge­rin wur­de 2005 ein Fahr­zeug des Typs Mer­ce­des-Benz A 160

CDI Clas­sic DPF zur dienst­li­chen und pri­va­ten Nut­zung zur Verfügung ge­stellt. 1 % des Lis­ten­prei­ses für die­sen Wa­gen ent­spricht ei­nem Be­trag von 369,08 Eu­ro. Die Be­klag­te vergüte­te die Nut­zungs­vor­tei­le der Über­las­sung des Fahr­zeugs in die­ser Höhe.

Ei­ne von der Be­klag­ten durch­geführ­te Wirt­schaft­lich­keitsüber­prüfung

er­gab im Mai 2007, dass die Kläge­rin das Dienst­fahr­zeug an 55 Rei­se­ta­gen mit ins­ge­samt 29.540 ge­fah­re­nen Ki­lo­me­tern nutz­te.

Die Be­klag­te wi­der­rief die Über­las­sung des Dienst­wa­gens mit Schrei-

ben vom 15. Au­gust 2007. Sie be­gründe­te ih­ren Schritt da­mit, die Wirt­schaft­lich­keitsüber­prüfung ha­be er­ge­ben, dass die Wirt­schaft­lich­keits­kri­te­ri­en nicht erfüllt sei­en. Zu­gleich bat die Be­klag­te um Her­aus­ga­be des Fahr­zeugs zum 31. Ok­to­ber 2007. Die Kläge­rin wi­der­sprach dem Wi­der­ruf. Sie gab das Fahr­zeug zum 31. Ok­to­ber 2007 her­aus, um ar­beits­recht­li­che Nach­tei­le zu ver­mei­den, for­der­te die Be­klag­te je­doch auf, ihr ab dem 1. No­vem­ber 2007 wie­der ei­nen Dienst­wa­gen zur Verfügung zu stel­len.

Die Kläge­rin meint, der ver­ein­bar­te Wi­der­rufs­vor­be­halt sei nach § 308

Nr. 4 BGB un­wirk­sam. Der Wi­der­rufs­grund in Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy sei nicht hin­rei­chend be­stimmt. Der Wi­der­ruf wah­re je­den­falls nicht die Gren­zen bil­li­gen Er­mes­sens.

Die Kläge­rin hat be­an­tragt,

1. die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, ihr ein Dienst­fahr­zeug


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gemäß Ka­te­go­rie V der Kon­zern-Car-Po­li­cy zur Ver-

fügung zu stel­len;

2. die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an sie 369,08 Eu­ro brut­to

zu zah­len.

Die Be­klag­te hat be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Das Ar­beits­ge­richt hat der Kla­ge statt­ge­ge­ben. Das Lan­des­ar­beits

ge­richt hat das erst­in­stanz­li­che Ur­teil ab­geändert und die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on ver­folgt die Kläge­rin ih­re Kla­ge­anträge wei­ter. Die Be­klag­te be­an­tragt, die Re­vi­si­on zurück­zu­wei­sen. Sie hat in der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung zunächst die Ge­genrüge er­ho­ben, die Kon­zern-Car-Po­li­cy sei ei­ne sog. Kon­zern­be­triebs­ver­ein­ba­rung. Sie hat die­se Rüge da­nach wie­der fal­len­ge­las­sen, weil in der münd­li­chen Ver­hand­lung kei­ne von bei­den Kon­zern­be­triebs­part­nern un­ter­schrie­be­ne Fas­sung bei­ge­bracht wer­den konn­te.

Ent­schei­dungs­gründe

Die Re­vi­si­on ist be­gründet. Mit der Be­gründung des Lan­des­ar­beits

ge­richts durf­te die Kla­ge nicht ab­ge­wie­sen wer­den. Die Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts las­sen kei­ne ab­sch­ließen­de Ent­schei­dung darüber zu, ob die Kläge­rin die Über­las­sung ei­nes Dienst­wa­gens der Ka­te­go­rie V der Kon­zern-Car-Po­li­cy und Scha­dens­er­satz für die im No­vem­ber 2007 un­ter­blie­be­ne Dienst­wa­gen­nut­zung be­an­spru­chen kann.

A. Das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts ist nach § 562 Abs. 1 ZPO auf­zu

he­ben. Der Tat­be­stand ist lücken­haft. Der Se­nat stimmt auch der Be­gründung des Lan­des­ar­beits­ge­richts nicht zu. Das Be­ru­fungs­ge­richt hat zum ei­nen nicht fest­ge­stellt, ob es sich bei der Kon­zern-Car-Po­li­cy über­haupt um All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen iSv. §§ 305 ff. BGB han­delt oder das Re­gel­werk ei­ne von der In­halts­kon­trol­le nach §§ 307 ff. BGB aus­ge­nom­me­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung der Kon­zern­be­triebs­part­ner ist (§ 310 Abs. 4 Satz 1 BGB). Die im


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Be­ru­fungs­ur­teil ge­trof­fe­nen Fest­stel­lun­gen und die vom Se­nat durch­geführ­ten Er­mitt­lun­gen zu den Norm­tat­sa­chen (§ 293 Satz 2 ZPO) er­lau­ben noch kei­ne si­che­re Be­ant­wor­tung die­ser Fra­ge. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt ist zum an­de­ren zu Un­recht da­von aus­ge­gan­gen, dass der in der Kon­zern-Car-Po­li­cy ent­hal­te­ne Wi­der­rufs­vor­be­halt ei­ner sog. AGB-Kon­trol­le standhält.

I. Der Se­nat ist re­vi­si­ons­recht­lich nicht dar­an ge­hin­dert, die Rechts­na­tur
der Kon­zern-Car-Po­li­cy zu un­ter­su­chen. Die Kläge­rin nimmt in der Re­vi­si­ons­be­gründung zwar nur an, der Wi­der­ruf der Be­klag­ten sei nach § 308 Nr. 4 BGB un­wirk­sam oder wah­re je­den­falls nicht die Gren­zen bil­li­gen Er­mes­sens iSv. § 106 Satz 1 Ge­wO, § 315 BGB. Die­se Sachrügen sind für die Zulässig­keit der Re­vi­si­on er­for­der­lich (§ 73 Abs. 1 Satz 1 ArbGG, § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ZPO). Sie bin­den das Re­vi­si­ons­ge­richt nach § 557 Abs. 3 Satz 1 ZPO in­ner­halb der­sel­ben Streit­ge­genstände aber nicht an die gel­tend ge­mach­ten Re­vi­si­ons­gründe. Bei ei­ner feh­ler­haf­ten Rechts­an­wen­dung ist das an­ge­foch­te­ne Ur­teil auch dann auf­zu­he­ben, wenn ein ma­te­ri­el­ler Man­gel oder ein von Amts we­gen zu berück­sich­ti­gen­der Ver­fah­rens­feh­ler nicht gerügt ist (vgl. nur Se­nat 15. April 2008 - 9 AZR 159/07 - Rn. 34 mwN, AP TVG § 1 Al­ters­teil-zeit Nr. 38 = EzA TVG § 4 Ta­rif­kon­kur­renz Nr. 21).

II. Das Re­vi­si­ons­ge­richt hat das tatsächli­che Vor­brin­gen ei­ner Par­tei nach
§ 559 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1, § 314 ZPO in ers­ter Li­nie dem Tat­be­stand des an­ge­foch­te­nen Ur­teils zu ent­neh­men. Die Be­weis­kraft des Tat­be­stands und sei­ne Bin­dungs­wir­kung für das Re­vi­si­ons­ge­richt ent­fal­len da­ge­gen, wenn die Fest­stel­lun­gen un­klar, lücken­haft oder wi­dersprüchlich sind. Sol­che Mängel sind auch oh­ne Ver­fah­rensrüge iSv. § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b, § 559 Abs. 1 Satz 2 ZPO von Amts we­gen zu berück­sich­ti­gen. Be­ruht die recht­li­che Würdi­gung des Be­ru­fungs­ge­richts auf Fest­stel­lun­gen, die dem Re­vi­si­ons­ge­richt kei­ne hin­rei­chend si­che­re Be­ur­tei­lung des Par­tei­vor­brin­gens er­lau­ben, ist das Be­ru­fungs­ur­teil schon we­gen die­ses Man­gels auf­zu­he­ben (für die st. Rspr. Se­nat 15. April 2008 - 9 AZR 159/07 - Rn. 39 mwN, AP TVG § 1 Al­ters­teil­zeit Nr. 38 = EzA TVG § 4 Ta­rif­kon­kur­renz Nr. 21).


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III. Der Tat­be­stand des an­ge­foch­te­nen Ur­teils ist im Hin­blick auf die tat

sächli­chen Grund­la­gen der Rechts­na­tur der Kon­zern-Car-Po­li­cy lücken­haft.

1. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt ist nach dem in den Tat­sa­chen­in­stan­zen
übe­rein­stim­mend ge­hal­te­nen Vor­trag der Par­tei­en da­von aus­ge­gan­gen, es hand­le sich bei der Kon­zern-Car-Po­li­cy um All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen. Das Pro­blem des § 310 Abs. 4 Satz 1 BGB hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt fol­ge­rich­tig nicht un­ter­sucht.

2. Nach dem Vor­trag des Be­klag­ten­ver­tre­ters in der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung
be­ste­hen je­doch An­halts­punk­te dafür, dass die Kon­zern-Car-Po­li­cy ei­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung der Kon­zern­be­triebs­part­ner ist.

a) Soll­te die Ur­schrift die­ser Ver­ein­ba­rung dem Schrift­for­mer­for­der­nis des
§ 77 Abs. 2 Satz 1 Be­trVG genügen, wirk­te sie nach § 77 Abs. 4 Satz 1 Be­trVG un­mit­tel­bar und zwin­gend für die Ar­beits­verhält­nis­se der in den Kon­zern­un­ter­neh­men beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer (vgl. BAG 22. Ja­nu­ar 2002 - 3 AZR 554/00 - zu II 3 und III der Gründe, AP Be­trVG 1972 § 77 Be­triebs­ver­ein­ba­rung Nr. 4 = EzA Be­trVG 1972 § 77 Ru­he­stand Nr. 2; Fit­ting 25. Aufl. § 58 Rn. 35). Der in Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ent­hal­te­ne Wi­der­rufs­vor­be­halt wäre nach § 310 Abs. 4 Satz 1 BGB der In­halts­kon­trol­le nach §§ 307 ff. BGB ent­zo­gen. § 310 Abs. 4 Satz 1 BGB be­stimmt, dass §§ 305 ff. BGB auf Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen nicht an­zu­wen­den sind (vgl. BAG 1. Fe­bru­ar 2006 - 5 AZR 187/05 - Rn. 26, BA­GE 117, 44).

b) Der Se­nat muss dem Vor­brin­gen des Be­klag­ten­ver­tre­ters zu den
Norm­tat­sa­chen nach § 293 ZPO von Amts we­gen nach­ge­hen. Er hat sie als Be­stand­teil des auf den Sach­ver­halt an­zu­wen­den­den Rechts zu er­mit­teln und dar­auf zu über­prüfen, ob der er­mit­tel­te Sach­ver­halt die er­ho­be­nen Ansprüche be­trifft. Das er­mit­teln­de Ge­richt ist nicht an Be­weis­an­ge­bo­te ge­bun­den, son­dern darf auch an­de­re Er­kennt­nis­quel­len ein­sch­ließlich des Frei­be­wei­ses nut­zen. Hierfür be­steht auch im Re­vi­si­ons­ver­fah­ren ei­ne Pflicht zur Amts­er­mitt­lung (vgl. Se­nat 15. April 2008 - 9 AZR 159/07 - Rn. 41 mwN, AP TVG § 1 Al­ters­teil­zeit Nr. 38 = EzA TVG § 4 Ta­rif­kon­kur­renz Nr. 21).


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c) In der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung konn­ten die Norm­tat­sa­chen nicht auf-

geklärt wer­den. Die Sa­che war des­halb an das Be­ru­fungs­ge­richt zurück­zu­ver­wei­sen, um den Par­tei­en Ge­le­gen­heit zu ergänzen­dem Sach­vor­trag zu ge­ben (§ 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Nach ständi­ger Recht­spre­chung trifft die Pflicht zur Er­mitt­lung des an­zu­wen­den­den frem­den oder sta­tu­ta­ri­schen Rechts in ers­ter Li­nie den Tatrich­ter (vgl. Se­nat 15. April 2008 - 9 AZR 159/07 - Rn. 42 mwN, AP TVG § 1 Al­ters­teil­zeit Nr. 38 = EzA TVG § 4 Ta­rif­kon­kur­renz Nr. 21). Der Pro­zess­be­vollmäch­tig­te der Be­klag­ten war sich in der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung nicht si­cher, ob es ei­ne von den Kon­zern­be­triebs­part­nern un­ter­schrie­be­ne Ur­schrift der Kon­zern-Car-Po­li­cy gibt. Der Kläger­ver­tre­ter konn­te sich zu die­ser bis­her un­erörtert ge­blie­be­nen Fra­ge nicht ein­las­sen.

B. Ei­ne Zurück­ver­wei­sung der Sa­che an das Be­ru­fungs­ge­richt nach § 563

Abs. 1 Satz 1 ZPO ist nicht ent­behr­lich. Das an­ge­foch­te­ne Ur­teil stellt sich nicht aus an­de­ren Gründen als rich­tig dar (§ 561 ZPO). Die Fest­stel­lung der tatsächli­chen Grund­la­gen der Rechts­na­tur der Kon­zern-Car-Po­li­cy ist ent­schei­dungs­er­heb­lich. Han­delt es sich um ei­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung der Kon­zern­be­triebs-part­ner, fin­det nach § 310 Abs. 4 Satz 1 BGB kei­ne sog. AGB-Kon­trol­le statt. Un­ter­stellt der Se­nat, dass es sich bei der Kon­zern-Car-Po­li­cy um vom Ar­beit­ge­ber auf­ge­stell­te All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen iSv. §§ 305 ff. BGB han­delt, hält das in Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ver­ein­bar­te Wi­der­rufs­recht ei­ner In­halts­kon­trol­le nach §§ 307 ff. BGB nicht stand.

I. Die Be­klag­te hätte die Über­las­sung des Dienst­fahr­zeugs in die­sem Fall

nicht wirk­sam mit Schrei­ben vom 15. Au­gust 2007 wi­der­ru­fen. Die Kläge­rin hätte aus der Ne­ben­ab­re­de zum Ar­beits­ver­trag vom 13. No­vem­ber 2005 iVm. der Kon­zern-Car-Po­li­cy seit No­vem­ber 2007 un­verändert An­spruch auf Nut­zung ei­nes Dienst­wa­gens der Ka­te­go­rie V der Kon­zern-Car-Po­li­cy.

1. Die Ver­ein­ba­rung ei­nes Wi­der­rufs­vor­be­halts ist ei­ne ab­wei­chen­de

Re­ge­lung iSv. § 307 Abs. 3 BGB. Ein­sei­ti­ge Leis­tungs­be­stim­mungs­rech­te, die dem Ver­wen­der das Recht einräum­en, die Haupt­leis­tungs­pflich­ten ein­zu­schränken, zu verändern, aus­zu­ge­stal­ten oder zu mo­di­fi­zie­ren, un­ter­lie­gen der In­halts­kon­trol­le. Sie wei­chen von dem all­ge­mei­nen Grund­satz ab, dass Ver-


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träge ein­zu­hal­ten sind (vgl. BAG 11. Ok­to­ber 2006 - 5 AZR 721/05 - Rn. 18, AP BGB § 308 Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 6).

2. Un­ter der Vor­aus­set­zung ei­ner un­ter­stell­ten All­ge­mei­nen Geschäfts-
be­din­gung rich­tet sich die Wirk­sam­keit des in der Ne­ben­ab­re­de zum Ar­beits­ver­trag iVm. Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ver­ein­bar­ten Wi­der­rufs­rechts nach § 308 Nr. 4 BGB als der ge­genüber § 307 BGB spe­zi­el­le­ren Norm. Für die Aus­le­gung von § 308 Nr. 4 BGB sind ergänzend die all­ge­mei­nen Wer­tun­gen des § 307 BGB her­an­zu­zie­hen. Die im Ar­beits­recht gel­ten­den Be­son­der­hei­ten sind nach § 310 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 1 BGB an­ge­mes­sen zu berück­sich­ti­gen. Das Recht, von der ver­spro­che­nen Leis­tung ab­zu­wei­chen, das sich der Ver­wen­der in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen vor­behält, ist nur wirk­sam ver­ein­bart, wenn der Vor­be­halt nach § 308 Nr. 4 BGB un­ter Berück­sich­ti­gung der In­ter­es­sen des Ver­wen­ders auch dem an­de­ren Ver­trags­teil zu­mut­bar ist (vgl. zB Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 22, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17).

3. Das in Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ent­hal­te­ne Wi­der­rufs­recht
ist nach dem Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen un­wirk­sam. Sein

In­halt genügt den An­for­de­run­gen der § 308 Nr. 4, § 307 BGB nicht.

a) Die Ver­ein­ba­rung ei­nes Wi­der­rufs­rechts ist nach § 308 Nr. 4 BGB nur

dann zu­mut­bar, wenn es für den Wi­der­ruf ei­nen sach­li­chen Grund gibt und die­ser sach­li­che Grund be­reits in der Ände­rungs­klau­sel be­schrie­ben ist. Das Wi­der­rufs­recht muss we­gen der un­si­che­ren Ent­wick­lung der Verhält­nis­se als In­stru­ment der An­pas­sung not­wen­dig sein (vgl. BAG 11. Fe­bru­ar 2009 - 10 AZR 222/08 - Rn. 24, EzA BGB 2002 § 308 Nr. 9; sie­he auch Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 26, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17). Oh­ne ei­nen sach­li­chen Grund für den Wi­der­ruf der Über­las­sung des Dienst­wa­gens auch zur pri­va­ten Nut­zung über­wiegt das In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers an der Un­veränder­lich­keit der ver­ein­bar­ten Leis­tung ge­genüber dem In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers an der Ände­rung der ver­spro­che­nen Haupt­leis­tungs­pflicht.


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b) Die Wi­der­rufs­re­ge­lung muss nicht nur klar und verständ­lich sein (§ 307 29
Abs. 1 Satz 2 BGB). Sie darf den Ver­trags­part­ner als sol­che nicht un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­li­gen. Die Be­stim­mung muss da­her selbst er­ken­nen las­sen, dass der Wi­der­ruf nicht oh­ne Grund er­fol­gen darf. Die Ände­rung muss an­ge­mes­sen und zu­mut­bar sein. Der Maßstab der § 307 Abs. 1 und 2, § 308 Nr. 4 BGB muss im Text der Klau­sel zum Aus­druck kom­men (vgl. nur BAG 11. Ok­to­ber 2006 - 5 AZR 721/05 - Rn. 27, AP BGB § 308 Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 6). Die Wi­der­rufs­klau­sel hat sich dem­nach auf die Fälle zu be­schränken, in de­nen ein an­zu­er­ken­nen­der Sach­grund be­steht, die Dienst-wa­genüber­las­sung zu wi­der­ru­fen und die Pri­vat­nut­zung da­mit ein­zu­stel­len (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 26, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17). Der Sach­grund muss in der Klau­sel in ei­ner Wei­se kon­kre­ti­siert wer­den, die für den Ar­beit­neh­mer deut­lich macht, was ge­ge­be­nen­falls auf ihn zu­kommt (vgl. BAG 11. Ok­to­ber 2006 - 5 AZR 721/05 - Rn. 28, aaO; 12. Ja­nu­ar 2005 - 5 AZR 364/04 - zu B I 5 a der Gründe, BA­GE 113, 140). Der Ar­beit­neh­mer muss er­ken­nen können, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen er mit ei­nem Wi­der­ruf rech­nen muss. Die Be­son­der­hei­ten des Ar­beits­rechts (§ 310 Abs. 4 Satz 2 BGB) recht­fer­ti­gen kei­ne Ab­wei­chung. Der nöti­gen Fle­xi­bi­li­sie­rung wird be­reits da­durch Rech­nung ge­tra­gen, dass die Ver­trags­par­tei­en auch in vor­for­mu­lier­ten Ver­ein­ba­run­gen die Möglich­keit ha­ben, die Über­las­sung ei­nes Dienst­fahr­zeugs zur pri­va­ten Nut­zung un­ter ei­nen Wi­der­rufs­vor­be­halt zu stel­len, wenn die ty­pi­sier­ten Sach­gründe für den Wi­der­ruf be­reits in der Ver­trags­klau­sel be­nannt wer­den. Ein ge­setz­li­ches Leis­tungs­be­stim­mungs­recht be­steht im Streit­fall, in dem die Höhe des Ar­beits­ent­gelts be­trof­fen ist, nicht (vgl. da­ge­gen zu § 106 Ge­wO Se­nat 11. April 2006 - 9 AZR 557/05 - Rn. 41 ff., BA­GE 118, 22).

c) Für die nach §§ 307 ff. BGB vor­zu­neh­men­de In­halts­kon­trol­le ist un-
er­heb­lich, ob ob­jek­tiv be­trach­tet Wi­der­rufs­gründe in Be­tracht kom­men, die für den Ar­beit­neh­mer nicht un­zu­mut­bar sind. Ent­schei­dend ist al­lein, was der Ver­wen­der der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gung im Text der Vor­be­halts­be­stim­mung zum Aus­druck ge­bracht hat (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 26, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002


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§ 307 Nr. 17). Bei der An­ge­mes­sen­heits­kon­trol­le ist des­halb nicht auf die Gründe ab­zu­stel­len, aus de­nen der Wi­der­ruf im kon­kre­ten Fall er­folgt, son­dern auf die Möglich­kei­ten, die das vor­for­mu­lier­te Wi­der­rufs­recht dem Ar­beit­ge­ber einräumt.

aa) Vor In­kraft­tre­ten des Ge­set­zes zur Mo­der­ni­sie­rung des Schuld­rechts

vom 26. No­vem­ber 2001 (BGBl. I S. 3138) wur­de bei weit ge­fass­ten Ver­trags­klau­seln je­weils ge­prüft, ob das Han­deln des Ar­beit­ge­bers im kon­kre­ten Ein­zel­fall Treu und Glau­ben (§ 242 BGB) be­ach­te­te oder bil­li­ges Er­mes­sen (§ 315 Abs. 3 BGB) wahr­te.

bb) Die In­halts­kon­trol­le nach dem Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts-

be­din­gun­gen be­ruht da­ge­gen auf der ty­pi­sie­ren­den Be­trach­tung ei­ner Klau­sel, die oh­ne Rück­sicht auf in­di­vi­du­el­le Be­son­der­hei­ten der Ver­trags­par­tei­en und des kon­kre­ten Ein­zel­falls vor­zu­neh­men ist (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 27, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17; 11. April 2006 - 9 AZR 610/05 - Rn. 28, BA­GE 118, 36). Die ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten der §§ 305 ff. BGB miss­bil­li­gen be­reits, dass in­halt­lich un­an­ge­mes­se­ne All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen ge­stellt wer­den, nicht erst den un­an­ge­mes­se­nen Ge­brauch ei­ner Klau­sel im Ein­zel­fall. Auch sol­che Klau­seln sind un­wirk­sam, die in ih­rem „Über­maßteil“ in zu be­an­stan­den­der Wei­se ein Ri­si­ko re­geln, das sich im Ent­schei­dungs­fall nicht rea­li­siert hat (vgl. BAG 11. Fe­bru­ar 2009 - 10 AZR 222/08 - Rn. 25, EzA BGB 2002 § 308 Nr. 9; Gaul/Lud­wig BB 2010, 55, 57).

d) Der Wi­der­ruf ei­nes auch zur pri­va­ten Nut­zung über­las­se­nen Dienst-

wa­gens ist für den Ar­beit­neh­mer nicht be­reits des­we­gen zu­mut­bar, weil er noch nicht in den Kern­be­reich des Ar­beits­verhält­nis­ses ein­greift, der Sach­wert der pri­va­ten Nut­zungsmöglich­keit al­so we­ni­ger als 25 % der Ge­samt­vergütung beträgt. Gibt es kei­nen sach­li­chen Grund für den Ent­zug des Dienst­wa­gens, ist es für den Ar­beit­neh­mer nicht hin­nehm­bar, auf Ent­gelt­be­stand­tei­le zu ver­zich­ten, die un­ter 25 % des Ge­samt­ver­diens­tes lie­gen.


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e) Der in der Ne­ben­ab­re­de vom 13. No­vem­ber 2005 iVm. Nr. 12 Abs. 6

der Kon­zern-Car-Po­li­cy ver­ein­bar­te Wi­der­rufs­vor­be­halt geht in­halt­lich zu weit. Er ist un­wirk­sam. Nach dem Klau­sel­in­halt ist die Be­klag­te auch dann be­rech­tigt, die Über­las­sung des Dienst­fahr­zeugs und der pri­va­ten Nut­zung zu wi­der­ru­fen, wenn hierfür kein sach­li­cher Grund be­steht und der Wi­der­ruf da­mit un­zu­mut­bar ist. Nr. 12 Abs. 6 der in der Ne­ben­ab­re­de in Be­zug ge­nom­me­nen Kon­zern-Car-Po­li­cy be­rech­tigt die Be­klag­te schon dann zu ei­nem Wi­der­ruf der Dienst­wa­gen-nut­zung, wenn die in Nr. 3b der Kon­zern-Car-Po­li­cy ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen für die Über­las­sung ei­nes Dienst­fahr­zeugs nicht mehr erfüllt sind.

aa) All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen in For­mu­lar­verträgen hat das

Re­vi­si­ons­ge­richt selbständig und un­ein­ge­schränkt nach den Grundsätzen von Nor­men aus­zu­le­gen. Sie sind nach ih­rem ob­jek­ti­ven In­halt und ty­pi­schen Sinn ein­heit­lich so aus­zu­le­gen, wie sie von verständi­gen und red­li­chen Ver­trags­part­nern un­ter Abwägung der In­ter­es­sen der nor­ma­ler­wei­se be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se ver­stan­den wer­den. Da­bei sind die Verständ­nismöglich­kei­ten des durch­schnitt­li­chen Ver­trags­part­ners des Ver­wen­ders zu­grun­de zu le­gen (vgl. für die st. Rspr. Se­nat 17. No­vem­ber 2009 - 9 AZR 851/08 - Rn. 37 mwN). Ein vom Lan­des­ar­beits­ge­richt fest­ge­stell­ter übe­rein­stim­men­der Par­tei­wil­le bleibt je­doch maßgeb­lich (vgl. BAG 19. März 2009 - 6 AZR 557/07 - Rn. 21, AP BGB § 611 Ar­beit­ge­ber­dar­le­hen Nr. 1 = EzA BGB 2002 § 305c Nr. 17; 9. No­vem­ber 2005 - 5 AZR 128/05 - zu II 2 a der Gründe, BA­GE 116, 185).

bb) Das Wi­der­rufs­recht ist hier nicht - je­den­falls nicht aus­sch­ließlich - an die

feh­len­de Wirt­schaft­lich­keit ge­bun­den. Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy be­stimmt, dass der je­wei­li­ge Ent­schei­der für die Über­prüfung der Wirt­schaft­lich­keit ver­ant­wort­lich ist. Nach Nr. 12 Abs. 6 Satz 3 der Kon­zern-Car-Po­li­cy hat der Ent­schei­der für den Wi­der­ruf Sor­ge zu tra­gen, wenn die Vor­aus­set­zun­gen für die Über­las­sung des Dienst­fahr­zeugs weg­fal­len. Die An­for­de­run­gen an die Über­las­sung des Dienst­wa­gens sind in Nr. 3b der Kon­zern-Car-Po­li­cy ge­re­gelt. Da­nach wer­den sog. Geschäfts­fahr­zeu­ge wei­te­ren Funk­tio­nen des außer­ta­rif­li­chen und ta­rif­li­chen Be­reichs nach spe­zi­fi­scher Fest­le­gung und De­fi­ni­ti­on in der Ver­ant­wor­tung des Un­ter­neh­mens zur Verfügung ge­stellt, so­weit das un­ter


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Markt- und wirt­schaft­li­chen Ge­sichts­punk­ten sinn­voll ist. Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ver­pflich­tet den Ent­schei­der da­zu, die Über­las­sung des „Geschäfts­fahr­zeugs“ be­reits dann zu wi­der­ru­fen, wenn die in Nr. 3b der Kon­zern-Car-Po­li­cy ge­nann­ten Er­for­der­nis­se für die Über­las­sung nicht mehr ge­wahrt sind. Ein Wi­der­ruf kann dem­nach auf je­den Grund gestützt wer­den, der Markt­as­pek­te oder wirt­schaft­li­che Ge­sichts­punk­te be­trifft und es aus Sicht der Be­klag­ten nicht mehr sinn­voll macht, den Dienst­wa­gen zu über­las­sen.

(1) Zu Gründen des Markts gehören ua. Gründe, die den Ar­beits­markt oder
Kon­kur­renz­un­ter­neh­men be­tref­fen.

(2) Wirt­schaft­li­che Gründe sind zB verstärk­tes Ge­winn­stre­ben, der Aus-
gleich wirt­schaft­li­cher Ver­lus­te, Kos­ten­sen­kungs­maßnah­men oder der Weg­fall des In­ter­es­ses, be­stimm­te Ar­beit­neh­mer­grup­pen durch die Über­las­sung ei­nes Dienst­wa­gens an das Un­ter­neh­men zu bin­den.

cc) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat nicht bin­dend iSv. § 559 Abs. 2 ZPO

fest­ge­stellt, dass die Par­tei­en das Wi­der­rufs­recht ent­ge­gen sei­nem ob­jek­ti­ven Sinn übe­rein­stim­mend in der Wei­se ver­ste­hen, die Be­klag­te sol­le nur dann zum Wi­der­ruf be­rech­tigt sein, wenn sich die Pro­gno­se hin­sicht­lich der Zahl der Dienst­rei­se­ta­ge und der Ki­lo­me­ter­zah­len als un­rich­tig her­aus­stel­le. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat le­dig­lich an­ge­nom­men, auf­grund der Umstände, die zur Über­las­sung des Dienst­fahr­zeugs geführt hätten, sei für die Kläge­rin er­kenn­bar ge­we­sen, dass die­se Da­ten den Be­griff der „wirt­schaft­li­chen Gründe“ näher ausfüllen soll­ten. Da­mit wird über ei­nen rechts­geschäft­li­chen Wil­len der Kläge­rin bei Ab­schluss der Ne­ben­ab­re­de kei­ne Aus­sa­ge ge­trof­fen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat zu­dem nicht fest­ge­stellt, dass die Be­klag­te Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy nur dann ein Wi­der­rufs­recht ent­nom­men hat, wenn sich die von der Kläge­rin im Fe­bru­ar und Mai 2005 ge­stell­ten Pro­gno­sen nicht bestätig­ten. Die Be­klag­te hat viel­mehr vor­ge­tra­gen, sie ha­be ganz all­ge­mein wirt­schaft­li­che Gründe aus­rei­chen las­sen und sich nicht auf be­stimm­te Gründe fest­le­gen wol­len.


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dd) Nicht je­der Grund, der wirt­schaft­li­che As­pek­te be­trifft, ist ein an­zu-

er­ken­nen­der Sach­grund für den Ent­zug der Dienst­wa­gen­nut­zung und der da­mit ver­bun­de­nen pri­va­ten Nut­zungsmöglich­keit. Für den Ar­beit­neh­mer ist es ty­pi­sie­rend be­trach­tet un­zu­mut­bar, die Ent­zie­hung hin­zu­neh­men, wenn der Dienst­wa­gen für die aus­zuüben­de Tätig­keit ge­braucht wird und die Kos­ten für ei­nen Miet­wa­gen nicht ge­rin­ger sind.

ee) Ei­ne gel­tungs­er­hal­ten­de Re­duk­ti­on der zu weit ge­fass­ten Wi­der­rufs-

klau­sel in Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy schei­det aus.

(1) Un­wirk­sa­me Klau­seln sind grundsätz­lich nicht auf ei­nen Re­ge­lungs-
ge­halt zurück­zuführen, der im Ein­klang mit dem Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen steht. § 306 BGB sieht ei­ne sol­che Rechts­fol­ge nicht vor. Ei­ne Auf­recht­er­hal­tung mit ein­ge­schränk­tem In­halt wi­derspräche dem Zweck der §§ 305 ff. BGB. Ziel des Ge­set­zes ist es, auf ei­nen an­ge­mes­se­nen In­halt der in der Pra­xis ver­wen­de­ten All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen hin­zu­wir­ken. Dem Ver­trags­part­ner des Ver­wen­ders soll die Möglich­keit sach­ge­rech­ter In­for­ma­ti­on über die Rech­te und Pflich­ten ver­schafft wer­den, die durch den vor­for­mu­lier­ten Ver­trag be­gründet wer­den. Die­ses Ziel ließe sich nicht er­rei­chen, wenn je­der Ver­wen­der All­ge­mei­ner Geschäfts­be­din­gun­gen zunächst die Gren­ze des Zulässi­gen über­schrei­ten dürf­te. Könn­ten über­zo­ge­ne Klau­seln gel­tungs­er­hal­tend zurück­geführt wer­den, lie­fe das Trans­pa­renz­ge­bot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB weit­ge­hend leer (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 30, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17; 11. April 2006 - 9 AZR 610/05 - Rn. 30 mwN, BA­GE 118, 36).

(2) Die Wi­der­rufs­klau­sel ist nicht teil­wei­se wirk­sam.

(a) Die Tei­lung von Ver­trags­klau­seln in ei­nen zulässi­gen und ei­nen un-

zulässi­gen Teil kommt nur in Be­tracht, wenn der un­zulässi­ge Teil ein­deu­tig ab­ge­trennt wer­den kann. Vor­aus­set­zung ist ei­ne in­halt­lich und sprach­lich teil­ba­re Klau­sel, die oh­ne ih­re un­zulässi­gen Be­stand­tei­le mit ih­rem zulässi­gen In­halt auf­recht­er­hal­ten wer­den kann. Ge­gen­stand der In­halts­kon­trol­le sind dann je­weils ver­schie­de­ne, nur for­mal ver­bun­de­ne All­ge­mei­ne Geschäfts-


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be­din­gun­gen. Ei­ne nach ih­rem Wort­laut ein­deu­tig ein­heit­li­che Re­ge­lung darf nicht in meh­re­re selbständi­ge Re­ge­lun­gen zer­legt wer­den (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 32, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17).

(b) Die um­strit­te­ne Wi­der­rufs­klau­sel in der Ne­ben­ab­re­de vom

13. No­vem­ber 2005 iVm. Nr. 12 Abs. 6 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ist nicht teil­bar.

Der Wi­der­ruf ist nach der ge­trof­fe­nen Re­ge­lung im­mer dann zu erklären, wenn

die Vor­aus­set­zun­gen für die Über­las­sung des sog. Geschäfts­fahr­zeugs weg-

fal­len.

ff) Ei­ne ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung kommt nicht in Be­tracht.

(1) Sie setzt vor­aus, dass der Re­ge­lungs­plan der Par­tei­en ver­vollständigt
wer­den muss, weil durch die Un­wirk­sam­keit ei­ner Ver­trags­klau­sel ei­ne Re­ge­lungslücke ent­steht. Das ist nur an­zu­neh­men, wenn die er­satz­lo­se Strei­chung der un­wirk­sa­men Klau­sel kei­ne an­ge­mes­se­ne Lösung bie­tet, die den ty­pi­schen In­ter­es­sen des Ver­wen­ders und sei­nes Ver­trags­part­ners Rech­nung trägt. Nicht je­de Ver­schie­bung der Ge­wich­te zu­las­ten des Ver­wen­ders recht­fer­tigt je­doch die An­nah­me ei­ner ergänzungs­bedürf­ti­gen Lücke. Grundsätz­lich sind die Ge­rich­te nicht be­fugt, die un­zulässi­ge Klau­sel mit­hil­fe ergänzen­der Ver­trags­aus­le­gung durch ei­ne zulässi­ge Klau­sel­fas­sung zu er­set­zen, die der Ver­wen­der der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen vor­aus­sicht­lich gewählt hätte, wäre ihm die Un­zulässig­keit der Klau­sel be­kannt ge­we­sen.

(2) Die Ne­ben­ab­re­de vom 13. No­vem­ber 2005 wur­de erst nach In­kraft-
tre­ten des Schuld­rechts­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes vom 26. No­vem­ber 2001 ge­schlos­sen. Ei­ne ergänzen­de Aus­le­gung der un­wirk­sa­men Wi­der­rufs­klau­sel auf kon­kret be­nann­te an­er­ken­nens­wer­te Sach­gründe für den Wi­der­ruf der Dienst­wa­genüber­las­sung nähme der Be­klag­ten das Ri­si­ko der un­zulässig zu weit ge­fass­ten Klau­sel vollständig und wäre ei­ne Ver­trags­hil­fe al­lein zu ih­ren Guns­ten (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 35 f., AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17; 11. April 2006 - 9 AZR 610/05 - Rn. 35, BA­GE 118, 36).


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(3) Auch ei­ne un­zu­mut­ba­re Härte für die Be­klag­te iSv. § 306 Abs. 3 BGB

ist nicht er­sicht­lich, wenn an der Ver­pflich­tung zur Über­las­sung des Dienst­wa­gens fest­ge­hal­ten wird.

4. Die Be­klag­te kann den Wi­der­ruf vom 15. Au­gust 2007 we­der auf das in

der Ne­ben­ab­re­de vom 13. No­vem­ber 2005 vor­ge­se­he­ne Wi­der­rufs­recht noch auf die sons­ti­gen Be­stim­mun­gen in Nr. 12 der Kon­zern-Car-Po­li­cy stützen.

a) Die Be­klag­te hat nach den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts
nicht be­haup­tet, dass sie den Be­rech­tig­ten­kreis für die Dienst­wa­genüber-las­sung ein­ge­schränkt hat. Auch die­ses in der Ne­ben­ab­re­de vor­for­mu­lier­te Wi­der­rufs­recht ist im Übri­gen nach § 308 Nr. 4 BGB un­wirk­sam. Aus der Be­stim­mung lässt sich nicht ent­neh­men, dass ei­ne Ein­schränkung des Be-rech­tig­ten­krei­ses und der da­mit ver­bun­de­ne Dienst­wa­gen­ent­zug nur aus an­er­ken­nens­wer­ten Sach­gründen er­fol­gen können.

b) Die wei­te­ren in Nr. 12 der Kon­zern-Car-Po­li­cy ge­re­gel­ten Vor­aus-
set­zun­gen für ei­nen Wi­der­ruf oder ei­ne Her­aus­ga­be­ver­pflich­tung sind nicht erfüllt. Die Kläge­rin wur­de we­der von der Ar­beit frei­ge­stellt, noch be­ruft sich die Be­klag­te auf Gründe im Ver­hal­ten der Kläge­rin oder ei­nen Wech­sel des Auf­ga­ben­ge­biets.

II. Soll­te es sich bei der Kon­zern-Car-Po­li­cy um All­ge­mei­ne Geschäfts-

be­din­gun­gen und kei­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung der Kon­zern­be­triebs­part­ner han­deln, hat die Kläge­rin An­spruch auf Er­satz der ihr im No­vem­ber 2007 ent­zo­ge­nen Pri­vat­nut­zung des Dienst­wa­gens (§ 280 Abs. 1 Satz 1, § 283 Satz 1, § 251 Abs. 1 BGB).

1. Die Be­klag­te hat - un­ter der Vor­aus­set­zung an­zu­neh­men­der All-

ge­mei­ner Geschäfts­be­din­gun­gen - ih­re Pflicht, der Kläge­rin auf­grund der Ne­ben­ab­re­de ein Dienst­fahr­zeug der Ka­te­go­rie V der Kon­zern-Car-Po­li­cy zur Verfügung zu stel­len, ver­letzt. Sie hat die Kläge­rin auf­ge­for­dert, den Dienst­wa­gen her­aus­zu­ge­ben, und ihr kein an­de­res Fahr­zeug zur Verfügung ge­stellt. Die Über­las­sung ei­nes Dienst­fahr­zeugs auch zur pri­va­ten Nut­zung für den


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Mo­nat No­vem­ber 2007 ist durch Zeit­ab­lauf unmöglich ge­wor­den. Die Be­klag­te ist des­halb nach § 275 Abs. 1 BGB von der Leis­tungs­pflicht be­freit. An­halts­punk­te für nicht schuld­haf­tes Ver­hal­ten der Be­klag­ten be­ste­hen nicht (§ 280 Abs. 1 Satz 2 BGB).

2. Die Pflicht­ver­let­zung führt un­ter der Vor­aus­set­zung All­ge­mei­ner Ge-

schäfts­be­din­gun­gen da­zu, dass die Be­klag­te der Kläge­rin den Scha­den zu er­set­zen hat, den die­se durch die un­ter­blie­be­ne Über­las­sung des Dienst­fahr­zeugs zur pri­va­ten Nut­zung er­lit­ten hat. Die Scha­denshöhe er­rech­net sich auf der Grund­la­ge der steu­er­li­chen Be­wer­tung der pri­va­ten Nut­zungsmöglich­keit mit mo­nat­lich 1 % des Lis­ten­prei­ses des Kraft­fahr­zeugs im Zeit­punkt der Erst­zu­las­sung (vgl. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG). Die­se Be­rech­nungs­wei­se ist von der Recht­spre­chung an­er­kannt (vgl. Se­nat 19. De­zem­ber 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 43 mwN, AP BGB § 611 Sach­bezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17). Der Be­trag beläuft sich un­strei­tig auf 369,08 Eu­ro.

C. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt wird da­her auf­zuklären ha­ben, ob es sich bei

der Kon­zern-Car-Po­li­cy um ei­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung der Kon­zern­be­triebs-part­ner oder All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen han­delt.

Düwell Krasshöfer Gall­ner

Jun­ger­mann Pfel­zer

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10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
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E-Mail: berlin@hensche.de

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Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

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Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

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Fachanwältin für Arbeitsrecht
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Rechtsanwalt Thomas Becker



 

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Neuer Wall 10
20354 Hamburg

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Telefax: 040 - 69 20 68 08

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Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

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Georgstraße 38
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Rechtsanwältin Nina Wesemann
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