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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Betriebliche Altersversorgung, Zillmerung
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Köln
Akten­zeichen: 7 Sa 454/08
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 13.08.2008
   
Leit­sätze:

1. Es be­ste­hen kei­ne grundsätz­li­chen Be­den­ken da­ge­gen, ei­ne Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung mit dem Ab­schluss ei­ner Al­ters­ren­ten- bzw. Le­bens­ver­si­che­rung zu kom­bi­nie­ren, für die so­ge­nann­te ge­zill­mer­te Ta­ri­fe gel­ten (ent­ge­gen LAG München vom 15.03.2007, 4 Sa 1152/06, NZA 2007, 813 ff.).

2. Maßgeb­li­cher Be­zugs­punkt für ei­ne Be­stim­mung des Be­griffs "wert­gleich" gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG in sol­chen Fällen ist nicht der ver­trags­zweck­wid­ri­ge Störfall des vor­zei­ti­gen Rück­kaufs der Le­bens­ver­si­che­rung, son­dern die Leis­tung, die der Ar­beit­neh­mer bei zweck­ent­spre­chen­der Durchführung des Ver­tra­ges auf­grund des vollständi­gen Ein­sat­zes der von ihm fi­nan­zier­ten Ver­si­che­rungs­beiträge im Ver­sor­gungs­fall zu er­war­ten hat.

3. Als "wert­gleich" im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG sind da­her Ver­sor­gungs­an­wart­schaf­ten zu be­zeich­nen, in die die vom Ar­beit­neh­mer zur Verfügung ge­stell­ten Ent­gel­tan­tei­le in vol­lem Um­fang ein­ge­flos­sen sind und die im be­stim­mungs­gemäßen Ver­sor­gungs­fall Leis­tun­gen bie­ten, die in ei­nem marktübli­chen und ver­si­che­rungs­ma­the­ma­tisch be­den­ken­frei er­mit­tel­ten Wert­verhält­nis zur Sum­me der ein­ge­setz­ten Beträge ste­hen.

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Siegburg 2. Kammer, 27. Februar 2008, Az: 2 Ca 2831/07, Urteil
   

Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, 7 Sa 454/08

 

Te­nor:

Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Sieg­burg
vom 27.02.2008 in Sa­chen 2 Ca 2831/07 wird kos­ten­pflich­tig zurück­ge­wie­sen.

Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.

 

Tat­be­stand:

Der Kläger macht Rück­for­de­rungs- bzw. Er­satz­ansprüche gel­tend im Zu­sam­men­hang mit ei­nem im Rah­men ei­ner Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung zu sei­nen Guns­ten ab­ge­schlos­se­nen Le­bens­ver­si­che­rungs­ver­trag mit "ge­zill­mer­ten" Ta­ri­fen.

Der am 13.08.1974 ge­bo­re­ne Kläger war vom 01.03.2000 bis zum 30.09.2007 als 

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Per­so­nal­re­fe­rent bei der Be­klag­ten beschäftigt. Er ver­dien­te zu­letzt 5.200,00 € brut­to mo­nat­lich zuzüglich Sach­leis­tun­gen (vgl. Bl. 6 d. A.). Die Be­klag­te beschäftigt ins­ge­samt ca. 4.200 Mit­ar­bei­ter. Das Ar­beits­verhält­nis mit dem Kläger en­de­te durch ei­nen im bei­der­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men ge­trof­fe­nen Auf­he­bungs­ver­trag (Bl. 79 d. A.). Der zu­letzt gülti­ge Ar­beits­ver­trag der Par­tei­en vom 17.05.2001 enthält un­ter Zif­fer 11 u. a. fol­gen­de Klau­sel:

"Al­le Ansprüche aus dem Beschäfti­gungs­verhält­nis müssen in­ner­halb ei­ner Frist von 3 Mo­na­ten nach Fällig­keit schrift­lich gel­tend ge­macht wer­den. Ansprüche, die nicht in­ner­hal die­ser Frist gel­tend ge­macht wor­den sind, sind ver­wirkt. Die­se Re­ge­lung gilt so­wohl für die Ansprüche des Mit­ar­bei­ters, wie auch für die Ansprüche der Fir­ma." (Bl. 75 d. A.).

Der Kläger war in sei­ner ar­beits­ver­trag­li­chen Stel­lung als Per­so­nal­re­fe­rent mit Grund­satz­fra­gen be­fasst (vgl. Zif­fer 1 des Ar­beits­ver­tra­ges vom 17.05.2001). Im Jah­re 2002 wirk­te der Kläger an der Einführung ei­nes Mo­dells zur Ent­gelt­um­wand­lung nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG im Un­ter­neh­men der Be­klag­ten mit. Da­bei kam es zum Ab­schluss ei­nes Rah­men­ver­tra­ges zwi­schen der Be­klag­ten und der Vic­to­ria-Ver­si­che­rung, dem eben­falls so ge­nann­te ge­zill­mer­te Ta­ri­fe zu­grun­de la­gen. Ob der Kläger an dem Pro­jekt der Einführung der Ent­gelt­um­wand­lung fe­derführend als Pro­jekt­lei­ter be­tei­ligt war, oder ob er das Pro­jekt le­dig­lich im ope­ra­ti­ven/or­ga­ni­sa­to­ri­schen Sin­ne be­glei­te­te, ist zwi­schen den Par­tei­en strei­tig ge­blie­ben. Im Jah­re 2004 or­ga­ni­sier­te der Kläger für die Mit­ar­bei­ter der Be­klag­ten deutsch­land­weit Sam­mel­ter­mi­ne, an de­nen ei­ne Grup­pen­ver­si­che­rung der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se vor­ge­stellt wur­de. An ei­nem sol­chen Vor­stel­lungs­ter­min nahm auch der Kläger selbst teil. Bei die­sem Ter­min sei nach Be­kun­den des Klägers al­ler­dings nicht in­halt­lich ver­tieft be­spro­chen wor­den, wel­che Vor- und Nach­tei­le ein ge­zill­mer­ter Ver­trag bei ei­ner vor­zei­ti­gen Kündi­gung für die Mit­ar­bei­ter hätte.

Am 03.11.2004 schlos­sen die Par­tei­en ei­ne Ver­ein­ba­rung im Sin­ne von 

§ 3 Nr. 63 EStG, wo­nach mit Wir­kung vom 01.12.2004 der An­spruch des Ar­beit­neh­mers auf Zah­lung Bar­lohn in Höhe von 4 % der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in ei­nen An­spruch auf Ver­schaf­fung von Ver­si­che­rungs­schutz um­ge­wan­delt wur­de. Die Be­klag­te ver­pflich­te­te sich, in Höhe des um­ge­wan­del­ten Be­tra­ges Beiträge zu ei­ner bei der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG ab­ge­schlos­se­nen Grup­pen­ren­ten­ver­si­che­rung ab­zuführen, und räum­te dem Kläger ein un­wi­der­ruf­li­ches Be­zugs­recht auf die Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen ein­sch­ließlich Über­schussan­tei­len ein. Auf den vollständi­gen In­halt der Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung (Bl. 7 f. d. A.) wird Be­zug ge­nom­men.

Mit Wir­kung zum 01.12.2004 wur­de der Kläger in die mit der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG ab­ge­schlos­se­ne Grup­pen­ver­si­che­rung auf­ge­nom­men. Dem Kläger wur­de dar­in ei­ne le­bens­lan­ge mo­nat­li­che Al­ters­ren­te ab dem 01.09.2039 in Höhe von 736,49 € oder al­ter­na­tiv ei­ne ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung in Höhe von 146.290,77 € zu­ge­sagt bei ei­ner mo­nat­li­chen Bei­trags­leis­tung in Höhe von 206,00 €. Auf den vollständi­gen In­halt der Ver­si­che­rungs­ur­kun­de (Bl. 11 ff. d. A.), ins­be­son­de­re auf de­ren Sei­ten 12 und 13 (Bl. 22 f. d. A.), so­wie auf die als An­la­ge der Ver­si­che­rungs­ur­kun­de bei­gefügten all­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen für die Ren­ten­ver­si­che­rung, ins­be­son­de­re auf de­ren § 6 (Bl. 99 ff. d. A.), wird Be­zug ge­nom­men.

Bis zum Aus­schei­den des Klägers aus dem Ar­beits­verhält­nis zum 30.09.2007 führ­te die Be­klag­te ins­ge­samt Beiträge in Höhe von 7.004,00 € vom Ge­halt des Klägers an die Ver­si­che­rung ab. Aus­weis­lich ei­ner Ver­si­che­rungs­aus­kunft vom 05.08.2008 be­trug das De­ckungs­ka­pi­tal der Ver­si­che­rung des Klägers zum 01.10.2007 ein­sch­ließlich Über­schussan­tei­len 4.712,47 €. Der Ver­si­che­rungs­ver­trag wur­de seit dem 01.10.2007 bei­trags­frei ge­stellt. Ent­spre­chend ei­ner Mit­tei­lung der Ver­si­che­rung an den Kläger stan­den ihm per Stand 01.12.2007 zum Ren­ten­be­ginn ei­ne le­bens­lan­ge mo­nat­li­che Al­ters­ren­te in Höhe von 62,96 € oder ei­ne ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­leis­tung in Höhe von 12.505,96 € zu. (Bl. 165 d. A.).

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Mit der vor­lie­gen­den, am 27.11.2007 ein­ge­reich­ten Kla­ge ver­langt der Kläger von der Be­klag­ten die Er­stat­tung der an die Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG ab­geführ­ten Ver­si­che­rungs­beiträge in ei­ner Ge­samthöhe von 7.004,00 € brut­to. Der Kläger hat die An­sicht ver­tre­ten, die Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung vom 03.11.2004 sei in Gänze rechts­un­wirk­sam. Sie ver­s­toße nämlich ge­gen die zwin­gen­de Ge­set­zes­vor­schrift des § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG; denn Le­bens­ver­si­che­rungs­verträge mit ge­zill­mer­ten Prämi­en stell­ten kei­ne wert­glei­che An­wart­schaft auf Ver­sor­gungs­leis­tun­gen dar. Das Ge­bot der Wert­gleich­heit be­deu­te dem Kläger zu­fol­ge, dass dem Ar­beit­neh­mer aus der Ver­si­che­rung auch vor Ein­tritt des Ver­sor­gungs­fal­les stets so viel zu­ste­hen müsse, wie ins­ge­samt an Beiträgen ein­ge­zahlt wor­den sei. Da sich die Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung als rechts­un­wirk­sam er­wei­se, le­be der Vergütungs­an­spruch des Klägers aus sei­nem
Ar­beits­ver­trag wie­der auf.

Zu­dem haf­te die Be­klag­te nach An­sicht des Klägers ver­schul­dens­un­abhängig we­gen der Ver­let­zung von Be­ra­tungs- und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten. Auch dies fol­ge aus die­sem ver­letz­ten Ge­bot der Wert­gleich­heit.
Sch­ließlich sei die Un­zulässig­keit ge­zill­mer­ter Verträge bei Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­run­gen auch aus der ar­beits­ver­trag­li­chen Fürsor­ge­pflicht des Ar­beit­ge­bers her­zu­lei­ten. Die­se ver­bie­te es ihm, die ihm an­ver­trau­ten Ge­halts­an­tei­le des Ar­beit­neh­mers durch die Wahl ei­nes ge­zill­mer­ten Ver­tra­ges zunächst aus­sch­ließlich zur Ver­rech­nung mit den Ab­schluss­kos­ten des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges zu ver­wen­den.

Der Kläger hat be­an­tragt, 

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn 7.004,00 € brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten aus dem Ba­sis­zins­satz aus

a. den Net­to­be­trag von je­weils 206,00 € für den Zeit­raum vom 01.12.2004 bis 01.09.2007 je­weils ab dem 01. ei­nes Mo­nats so­wie

b. aus dem Net­to­be­trag von 7.004,00 € ab dem 02.09.2007 zu zah­len. 

Die Be­klag­te ist der Rechts­auf­fas­sung des Klägers schriftsätz­lich ent­ge­gen­ge­tre­ten und im Kam­mer­ter­min vom 27.02.2008 vor dem Ar­beits­ge­richt Sieg­burg säum­ig ge­blie­ben.

Die 2. Kam­mer des Ar­beits­ge­richts Sieg­burg hat die Kla­ge im We­ge ei­nes un­ech­ten Versäum­nis­ur­teils ab­ge­wie­sen. Zur Be­gründung hat sie aus­geführt, dass die von den Par­tei­en ge­trof­fe­ne Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung wirk­sam sei. Ins­be­son­de­re sei die Ent­schei­dung der 4. Kam­mer des LAG München vom 15.03.2007 (DB 2007, 1143 ff.) aus ver­schie­de­nen Gründen nicht über­zeu­gend. Selbst wenn je­doch der Auf­bau ei­ner Ver­sor­gungs­an­wart­schaft mit ge­zill­mer­ten Verträgen im Rah­men ei­ner Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung als rechts­wid­rig an­ge­se­hen wer­den müss­te, fol­ge dar­aus nicht die vollständi­ge Un­wirk­sam­keit der Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung, son­dern al­len­falls ei­ne Haf­tung des Ar­beits­ge­bers auf die Dif­fe­renz zu ei­nem un­ge­zill­mer­ten Ta­rif. Ein An­spruch auf Nach­zah­lung des Ge­halts in Höhe der auf den Ren­ten­ver­si­che­rungs­ver­trag bei der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG ein­ge­zahl­ten Beiträge be­ste­he so­mit nicht. Eben­so we­nig ha­be der Kläger ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch. Hierfür feh­le es be­reits an der Dar­le­gung ei­nes Scha­dens.

Auf den vollständi­gen In­halt der Ent­schei­dungs­gründe des ar­beits­ge­richt­li­chen Ur­teils vom 27.02.2008 wird Be­zug ge­nom­men. Das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts wur­de dem Kläger am 20.03.2008 zu­ge­stellt. Er hat hier­ge­gen am 02.04.2008 ein­ge­legt und die­se gleich­zei­tig be­gründet.

Der Kläger hält das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts aus Rechts­gründen für falsch und folgt 

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wei­ter­hin der Ent­schei­dung des LAG München vom 15.03.2007, 4 Sa 1152/06. Die Ver­wen­dung ge­zill­mer­ter Ta­ri­fe bei der Ent­gelt­um­wand­lung stel­le ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung dar, die mit we­sent­li­chen Grund­ge­dan­ken des Be­triebs­ren­ten­ge­set­zes nicht zu ver­ein­ba­ren sei. Wie aus § 1 b Abs. 5 Satz 1 und § 4 Abs. 3 Be­trAVG her­vor­ge­he, sei es dem Ge­setz­ge­ber auf die Wert­hal­tig­keit der Ver­sor­gung auch im An­wart­schafts­sta­di­um, be­son­ders je­doch im Mo­ment des Aus­schei­dens des Ar­beit­neh­mers an­ge­kom­men.

Im Übri­gen be­strei­tet der Kläger mit Nicht­wis­sen, dass der Ren­ten­ver­si­che­rungs­ver­trag bei sei­nem Aus­schei­den aus dem Ar­beits­verhält­nis ein po­si­ti­ves De­ckungs­ka­pi­tal in Höhe von 4.712,47 € aus­ge­wie­sen ha­be und dass die­ser Be­trag dem Grun­de und der Höhe nach zu­tref­fend er­mit­telt wor­den sei.

Der Kläger und Be­ru­fungskläger be­an­tragt nun­mehr, 

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Sieg­burg vom 27.02.2008, Az.: 2 Ca 2831/07, ab­zuändern und die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an den Kläger 7.004,00 € brut­to nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz aus

a) dem Net­to­be­trag von je­weils 206,00 € für den Zeit­raum vom 01.12.2004 bis 24 01.09.2007 je­weils ab dem 01. ei­nes je­den Mo­nats, so­wie

b) aus dem Net­to­be­trag von 7.004,00 € ab dem 02.09.2007 zu zah­len. 

Die Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te be­an­tragt, 

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen. 

Die Be­klag­te hält das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil für rich­tig, die Ent­schei­dung des LAG München vom 15.03.2007 hin­ge­gen für falsch, und tritt der Be­ru­fung des Klägers mit Rechts­gründen ent­ge­gen.

Auf den vollständi­gen In­halt der Be­ru­fungs­be­gründung, der Be­ru­fungs­er­wi­de­rung so­wie der wei­te­ren Schriftsätze des Klägers und Be­ru­fungsklägers vom 18.07.2008 und 07.08.2008
so­wie der Be­ru­fungs­be­klag­ten vom 06.08.2008 wird Be­zug ge­nom­men.

 

Ent­schei­dungs­gründe:

I. Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Sieg­burg vom 27.02.2008 ist zulässig. Sie ist gemäß § 64 Abs. 2 b) ArbGG statt­haft und wur­de in­ner­halb der in § 66
Abs. 1 ArbGG vor­ge­schrie­be­nen Fris­ten ein­ge­legt und be­gründet.

II. Die Be­ru­fung des Klägers konn­te je­doch kei­nen Er­folg ha­ben. Das Ar­beits­ge­richt Sieg­burg hat den Rechts­streit rich­tig ent­schie­den und sei­ne Ent­schei­dung sorgfältig und über­zeu­gend un­ter kri­ti­scher Aus­wer­tung der ein­schlägi­gen Recht­spre­chung und Li­te­ra­tur be­gründet. Der Kläger hat we­der ei­nen An­spruch auf Nach­zah­lung sei­nes Ge­hal­tes in Höhe der in der Zeit vom 01.12.2004 bis 01.09.2007 durch die Be­klag­te an die Ham­burg- Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG ab­geführ­ten Ren­ten­ver­si­che­rungs­beiträge, noch kommt dem Kläger ein Scha­dens­er­satz­an­spruch in ent­spre­chen­der Höhe zu.

Aus der Sicht der münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Be­ru­fungs­ge­richt gilt in An­knüpfung an die ar­beits­ge­richt­li­chen Ent­schei­dungs­gründe zu­sam­men­fas­send und ergänzend das
Fol­gen­de:

1. Der Kläger hat ge­gen die Be­klag­te kei­nen An­spruch auf Nach­zah­lung von Ge­halt in Höhe von 206,00 € brut­to mo­nat­lich für die Mo­na­te No­vem­ber 2004 bis Sep­tem­ber 2007.

a. Ein sol­cher An­spruch wäre im Zwei­fel be­reits zum ganz über­wie­gen­den Teil auf­grund der

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in Zif­fer 11 des Ar­beits­ver­trags der Par­tei­en vom 17.05.2001 ent­hal­te­nen Ver­fall­klau­sel ver­wirkt. Wie der Kläger selbst ausführt, wur­den die Ge­halts­ansprüche je­weils am Mo­nats­en­de fällig. Die ers­te schrift­li­che Gel­tend­ma­chung sei­ner ver­meint­li­chen Ge­halts­nach­zah­lungs­ansprüche er­folg­te nach ei­ge­nen An­ga­ben des Klägers im Au­gust 2007. Zu die­sem Zeit­punkt wa­ren be­reits sämt­li­che even­tu­el­len Teil­ansprüche für die Mo­na­te bis ein­sch­ließlich April 2007 länger als 3 Mo­na­te fällig und so­mit ver­wirkt.

b. Ob be­reits auf­grund Zif­fer 11 Abs. 4 und 5 des Ar­beits­ver­tra­ges der Par­tei­en der weit über­wie­gen­de Teil der kläge­ri­schen For­de­rung ver­wirkt ist, kann je­doch letzt­end­lich da­hin­ge­stellt blei­ben. Maßgeb­lich ist, dass kei­ne Ge­halts­ansprüche des Klägers aus der Ver­gan­gen­heit mehr of­fen ste­hen. Gemäß Zif­fer 2 der Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung vom 03.11.2004 ha­ben die Par­tei­en nämlich ver­ein­bart, dass der An­spruch des Klägers auf Zah­lung von Bar­lohn in Höhe von 4 % der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in ei­nen An­spruch auf Ver­schaf­fung von Ver­si­che­rungs­schutz um­ge­wan­delt wird. Der mo­nat­li­che An­spruch des Klägers auf Bar­lohn in ent­spre­chen­der Höhe soll­te von der Be­klag­ten als Ver­si­che­rungs­bei­trag auf die für den Kläger ab­ge­schlos­se­ne Al­ters­ren­ten­ver­si­che­rung bei der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG ein­ge­zahlt wer­den. Un­strei­tig hat die Be­klag­te den sich auf 206,00 € brut­to mo­nat­lich be­lau­fen­den Um­wand­lungs­be­trag ab dem 01.12.2004 pflicht­gemäß und vollständig als Ver­si­che­rungs­bei­trag auf den Al­ters­ren­ten­ver­si­che­rungs­ver­trag zu­guns­ten des Klägers ein­ge­zahlt. Gemäß Zif­fer 2 Satz 2 der Ver­ein­ba­rung vom 03.11.2004 ist der An­spruch des Klägers auf mo­nat­li­chen Bar­lohn in ent­spre­chen­der Höhe durch Erfüllung un­ter­ge­gan­gen.

2. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klägers ist die Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung vom 03.11.2004 kei­nes­wegs rechts­un­wirk­sam. Dar­an ändert auch der Um­stand nichts, dass die Al­ters­ren­ten­ver­si­che­rung bei der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG, in wel­che die um­ge­wan­del­ten Ent­gelt­be­stand­tei­le als Ver­si­che­rungs­beiträge ein­zu­zah­len wa­ren, so ge­nann­te ge­zill­mer­te Ta­ri­fe auf­weist. Der ge­gen­tei­li­gen Auf­fas­sung der 4. Kam­mer des LAG München in ih­rer Ent­schei­dung vom 15.03.2007 (4 Sa 1152/06), der sich der Kläger an­ge­schlos­sen hat, ist nicht zu fol­gen. Die­se Auf­fas­sung geht von ei­nem fal­schen Be­griff der Wert­gleich­heit im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG aus und ver­fehlt den we­sent­li­chen Sinn der Ent­gelt­um­wand­lung zum Zwe­cke ei­ner be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung.

a. § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG enthält ei­ne De­fi­ni­ti­ons­norm (!) der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung ("be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung liegt auch vor, wenn..."). Die steu­er- und so­zi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Vor­tei­le ei­ner be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung und die Schutz­me­cha­nis­men des Be­triebs­ren­ten­ge­set­zes sol­len Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer nur für sich in An­spruch neh­men können, wenn die Vor­aus­set­zun­gen der De­fi­ni­ti­ons­norm erfüllt sind.

b. Durch die Ein­be­zie­hung des In­stru­ments der Ent­gelt­um­wand­lung in die Re­gu­la­ri­en der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung will der Ge­setz­ge­ber Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer aber auch mo­ti­vie­ren, in verstärk­tem Maße Al­ters­ver­sor­ge auf pri­vat­recht­li­cher Ebe­ne zu be­trei­ben. Wie fer­ner aus § 1 b) Abs. 5 Satz 1, 2. Halbs. i. V. m. § 1 b) Abs. 2 Be­trAVG zwei­fels­frei her­vor­geht, hat der Ge­setz­ge­ber bei der Ein­glie­de­rung der Ent­gelt­um­wand­lung in die In­stru­men­ta­ri­en der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung ge­ra­de auch dar­an ge­dacht, dass im We­ge der Ent­gelt­um­wand­lung Ver­sor­gungs­an­wart­schaf­ten durch den Ab­schluss von Le­bens­ver­si­che­run­gen auf das Le­ben des Ar­beit­neh­mers auf­ge­baut wer­den soll­ten.
Tatsächli­chen Schätzun­gen zu­fol­ge be­zie­hen sich dem­ent­spre­chend auch die weit
über­wie­gen­de, wenn nicht gar na­he­zu al­le re­al exis­tie­ren­den Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­run­gen auf den Auf­bau von Le­bens­ver­si­che­run­gen (Dil­ler NZA 2008, 340).

c. Auf der an­de­ren Sei­te ist fest­zu­stel­len, dass auf­grund der Vor­tei­le, die das so ge­nann­te Zill­me­rungs­ver­fah­ren bei zweck­ent­spre­chen­der Durchführung ei­nes Le­bens­ver­si­che­rungs­ver­tra­ges al­len am Ver­si­che­rungs­ver­trag be­tei­lig­ten Par­tei­en bie­tet, am

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Markt na­he­zu aus­sch­ließlich ge­zill­mer­te Le­bens­ver­si­che­rungs­ta­ri­fe an­ge­bo­ten wur­den und wer­den (Dil­ler a. a. O.).

d. Hiel­te man es in­des­sen mit dem Kläger für rich­tig, dass von ei­ner wert­glei­chen An­wart­schaft im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG nur ge­spro­chen wer­den könn­te, wenn der Rück­kaufs­wert ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung in je­der Pha­se des Ver­si­che­rungs­auf­baus min­des­tens die Sum­me der ein­ge­zahl­ten Beiträge er­reicht, so wären in der Tat die so ge­nann­ten ge­zill­mer­ten Le­bens­ver­si­che­rungs­ta­ri­fe und da­mit die al­ler­meis­ten am Markt an­ge­bo­te­nen bran­chenübli­chen Le­bens­ver­si­che­run­gen von ei­ner Ent­gelt­um­wand­lung im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG aus­ge­schlos­sen; denn un­strei­tig be­wirkt die Zill­me­rung der Ta­ri­fe, al­so die Ver­rech­nung der Ab­schluss- und Ver­wal­tungs­kos­ten des
Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges mit den ers­ten an­fal­len­den Ver­si­che­rungs­prämi­en, dass nach
Ab­schluss des Ver­tra­ges der Rück­kaufs­wert der Ver­si­che­rung für ge­rau­me Zeit hin­ter der
Sum­me der ein­ge­zahl­ten Beiträge zurück­bleibt. Ge­ra­de der­je­ni­ge Weg des Auf­baus ei­ner
Ver­sor­gungs­an­wart­schaft, der in der Pra­xis am engs­ten mit dem In­stru­ment der
Ent­gelt­um­wand­lung ver­bun­den ist, nämlich der Ab­schluss marktübli­cher Le­bens­ver­si­che­run­gen, wäre da­mit aus dem An­wen­dungs­be­reich des § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG aus­ge­schlos­sen. Be­reits die­ser Zu­sam­men­hang lässt es als äußerst un­wahr­schein­lich er­schei­nen, dass der Ge­setz­ge­ber das Merk­mal "wert­gleich" im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG in dem vom Kläger ver­tre­te­nen Sin­ne ver­stan­den wis­sen woll­te.

e. Es er­scheint aber oh­ne­hin aus grundsätz­li­chen Erwägun­gen von vor­ne­her­ein ver­fehlt, das Merk­mal "wert­gleich" in § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG bei ei­nem Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­trag mit Ab­schluss ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung in ers­ter Li­nie auf den Rück­kaufs­wert ei­ner sol­chen Le­bens­ver­si­che­rung zu fo­kus­sie­ren. Im Rah­men des Be­trAVG sind Ent­gelt­um­wand­lung und Le­bens­ver­si­che­rung aus­sch­ließlich un­ter dem As­pekt zu be­trach­ten, dass sie dem Zweck des Auf­baus ei­ner Al­ters­ver­sor­gung die­nen. Mögen außer­halb ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses Le­bens­ver­si­che­run­gen bis­wei­len in mehr oder min­der großem Um­fang auch zum Zweck der Vermögens­bil­dung ab­ge­schlos­sen wer­den, so ist die­ser mögli­che As­pekt im Rah­men des An­wen­dungs­be­reichs des Be­trAVG und ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang der Ent­gelt­um­wand­lung zu ver­nachlässi­gen. Die Ent­gelt­um­wand­lung wur­de zu dem Zweck der Stärkung ei­ner pri­va­ten Al­ters­vor­sor­ge in das Be­triebs­ren­ten­recht ein­geführt. Maßgeb­li­cher Be­zugs­punkt für ei­ne "Wert­gleich­heit" im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG können bei zweck­ent­spre­chen­der Be­griffs­be­stim­mung so­mit nur die Leis­tun­gen sein, die der Ar­beit­neh­mer auf­grund des Ein­sat­zes der von ihm fi­nan­zier­ten Ver­si­che­rungs­beiträge im Ver­sor­gungs­fall zu er­war­ten hat. Ver­si­che­rungs­verträge mit ge­zill­mer­ten Ta­ri­fen bie­ten bei zweck­ent­spre­chen­der Ver­trags­durchführung aber Ver­sor­gungs­leis­tun­gen, die re­gelmäßig ein bes­se­res, min­des­tens aber eben so gu­tes Preis-Leis­tungs-Verhält­nis auf­wei­sen wie un­ge­zill­mer­te Ta­ri­fe (vgl. Hartsoe , Be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung, 2006, S. 323 ff.).

f. Der Rück­kauf ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung läuft dem­ge­genüber dem Zweck des Auf­baus ei­ner pri­va­ten Al­ters­ver­sor­gung dia­me­tral zu­wi­der. Er kann ge­ra­de­zu als Störfall des Ver­trags­zwecks be­zeich­net wer­den. Es er­scheint me­tho­den­wid­rig, den Wert ei­ner Ver­sor­gungs­an­wart­schaft an den Verhält­nis­sen zu mes­sen, die sich in ei­nem zweck­wid­ri­gen Störfall wie dem vor­zei­ti­gen Rück­kauf ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung er­ge­ben, statt an den Verhält­nis­sen, die bei be­stim­mungs­gemäßem Zweck­ein­tritt vor­lie­gen. Als wert­gleich im Sin­ne von § 1 Abs. 2 Nr. 3 Be­trAVG sind so­mit Ver­sor­gungs­an­wart­schaf­ten zu be­zeich­nen, in die die vom Ar­beit­neh­mer zur Verfügung ge­stell­ten Ent­gel­tan­tei­le in vol­lem Um­fang ein­ge­flos­sen sind und die im be­stim­mungs­gemäßen Ver­sor­gungs­fall Leis­tun­gen bie­ten, die in ei­nem marktübli­chen und ver­si­che­rungs­ma­the­ma­tisch be­den­ken­frei er­mit­tel­ten
Wert­verhält­nis zur Sum­me der ein­ge­setz­ten Leis­tun­gen ste­hen.

g. Legt man die­se Be­griffs­be­stim­mung dem Merk­mal "wert­gleich" zu­grun­de, be­steht kein Zwei­fel, dass im Rah­men der Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung vom 03.11.2004 die vom Kläger zur Verfügung ge­stell­ten Ge­halts­be­stand­tei­le in ei­ne wert­glei­che Ver­sor­gungs­an­wart­schaft in­ves­tiert wur­den.

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3. Auch wenn nach der hier ver­tre­te­nen Auf­fas­sung so­mit kei­ne Be­den­ken da­ge­gen be­ste­hen, ei­ne Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung mit dem Ab­schluss ei­ner Al­ters­ren­ten-bzw. Le­bens­ver­si­che­rung mit ge­zill­mer­ten Ta­ri­fen zu kom­bi­nie­ren, bie­ten die ge­zill­mer­ten Ta­ri­fe im Fal­le ei­ner vor­zei­ti­gen Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses und da­mit auch der Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung "zur Un­zeit" we­gen der in der An­fangs­pha­se ty­pi­scher­wei­se ungüns­ti­gen Rück­kaufs­wer­te ein Nach­teil­s­po­ten­ti­al für den Ar­beit­neh­mer. Für ei­nen sol­chen Störfall hat der Ge­setz­ge­ber des Be­triebs­ren­ten­ge­set­zes al­ler­dings in § 1 b) Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 Be­trAVG ei­ne Schutz­vor­keh­rung ge­trof­fen. So­weit nämlich die be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung durch Ent­gelt­um­wand­lung in Kom­bi­na­ti­on mit ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung er­folgt, schreibt der Ge­setz­ge­ber vor, dass dem aus­ge­schie­de­nen Ar­beit­neh­mer das Recht zur Fort­set­zung der Ver­si­che­rung mit ei­ge­nen Beiträgen ein­geräumt wer­den muss. Dies ist auch im vor­lie­gen­den Fall ge­sche­hen. Macht der Ar­beit­neh­mer von der Möglich­keit der Fortführung der Ver­si­che­rung mit ei­ge­nen Beiträgen Ge­brauch, kann er den Nach­teil der für ihn vorüber­ge­hend ungüns­ti­gen Rück­kaufs­wer­te bei ge­zill­mer­ten Ver­si­che­rungs­ta­ri­fen ver­mei­den.

4. Selbst wenn ent­ge­gen der hier ver­tre­te­nen Auf­fas­sung da­von aus­zu­ge­hen wäre, dass ei­ne Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung zum Zwe­cke der ta­rif­li­chen Al­ters­ver­sor­gung in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem ge­zill­mer­ten Le­bens­ver­si­che­rungs­ta­rif ge­ne­rell un­zulässig wäre, folg­te dar­aus nicht die Be­gründet­heit der Kla­ge­for­de­rung.

a. Aus wel­chem recht­li­chen Grun­de der Kläger glaubt, die ihm ver­blei­ben­den Rech­te aus dem Le­bens­ver­si­che­rungs­ver­trag wei­ter­hin in An­spruch neh­men, gleich­zei­tig aber von der Be­klag­ten die vollständi­ge Rückführung al­ler im Zu­ge der Ent­gelt­um­wand­lung ge­leis­te­ten Ge­halts­be­stand­tei­le ver­lan­gen zu können, er­sch­ließt sich nicht. Aus­weis­lich der Mit­tei­lung der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG vom 05.08.2008 be­trug das De­ckungs­ka­pi­tal zu­guns­ten des Klägers aus der frag­li­chen Le­bens­ver­si­che­rung am Tag nach der Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses

ins­ge­samt 4.712,47 €. Der Kläger hat zwar mit Nicht­wis­sen be­strit­ten, dass die­se Aus­kunft
rich­tig sei, dies je­doch of­fen­sicht­lich ins Blaue hin­ein. Je­den­falls ist da­von aus­zu­ge­hen, dass sich die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft im Fal­le ei­ner In­an­spruch­nah­me an die­se von ihr selbst er­teil­te Aus­kunft hal­ten würde, al­so je­den­falls nicht von ei­nem nied­ri­ge­ren Rück­kau­ferlös aus­zu­ge­hen wäre. Selbst wenn so­mit die Aus­gangs­the­se des Klägers rich­tig wäre, dass ihm min­des­tens die Sum­me der ein­ge­setz­ten Beiträge zurücker­stat­tet wer­den müßte, wäre das zu erlösen­de De­ckungs­ka­pi­tal hier­auf an­zu­rech­nen, so dass al­len­falls ein An­spruch auf den Dif­fe­renz­be­trag in Fra­ge kom­men könn­te.

b. Ab­ge­se­hen da­von, wäre selbst für den Fall ei­ner Un­zulässig­keit der Ver­wen­dung ei­nes ge­zill­mer­ten Le­bens­ver­si­che­rungs­ta­ri­fes im Rah­men ei­ner Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung nicht von der vollständi­gen Nich­tig­keit des Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­tra­ges aus­zu­ge­hen, son­dern al­len­falls von ei­ner Teil­un­wirk­sam­keit in der Form, dass der Ar­beit­neh­mer so zu stel­len wäre, als wäre ein un­ge­zill­mer­ter Ta­rif ver­wen­det wor­den (eben­so Rei­ne­cke DB 2006, 562).

5. Eben­so we­nig hat der Kläger ei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch auf die von ihm ein­ge­klag­te Leis­tung.

a. Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch des Klägers we­gen der Ver­let­zung der ar­beits­ver­trag­li­chen
Fürsor­ge­pflicht kommt schon des­halb nicht in Be­tracht, weil, wie oben ausführ­lich be­gründet, der Ab­schluss ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung mit ge­zill­mer­ten Ta­ri­fen im Rah­men ei­ner Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung nach rich­ti­ger Auf­fas­sung nicht un­zulässig ist.

b. Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch kommt aber auch we­gen der Ver­let­zung von Be­ra­tungs- und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten nicht in Be­tracht. Schon dem Grun­de nach hat die Be­klag­te Be­ra­tungs- und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten nicht ver­letzt.

aa. Ei­ner all­ge­mei­nen Be­leh­rung darüber, dass die vor­zei­ti­ge Be­en­di­gung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zu Nach­tei­len bei der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung führt, be­durf­te es schon des­halb nicht, weil die­ser Um­stand je­dem Ar­beit­neh­mer be­wusst sein muss und da­her als be­kannt vor­aus­ge­setzt wer­den kann (LAG München vom 11.07.2007, 10 Sa 12/07, NZA 2008, 362 f.).

bb. Darüber hin­aus konn­te die Be­klag­te ge­ra­de bei dem Kläger auf­grund sei­nes be­ruf­li­chen
Auf­ga­ben­fel­des als Per­so­nal­re­fe­rent für Grund­satz­fra­gen und sei­ner aus­gie­bi­gen Be­fas­sung mit dem The­ma der Einführung der Ent­gelt­um­wand­lung im Un­ter­neh­men der Be­klag­ten ei­nen Verständ­nis­ho­ri­zont vor­aus­set­zen, der ei­ne be­son­de­re Be­leh­rung des Klägers über die Fol­gen des Ab­schlus­ses ei­ner ge­zill­mer­ten Le­bens­ver­si­che­rung nicht er­for­der­lich er­schei­nen las­sen muss­te. Auch wenn der Kläger die Be­haup­tung der Be­klag­ten be­strei­tet, sel­ber als ei­ner von zwei fe­derführen­den Pro­jekt­lei­tern die Einführung der Ent­gelt­um­wand­lung in­halt­lich kon­zi­piert zu ha­ben, so war er doch un­strei­tig im ope­ra­ti­ven Be­reich in­ten­siv mit dem Pro­jekt be­fasst und hat über­dies nach ei­ge­nem Be­kun­den auch an ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über die Grup­pen­ver­si­che­rungs­verträge bei der Ham­burg-Mann­hei­mer Pen­si­ons­kas­se AG teil­ge­nom­men. Auf­grund sei­nes be­ruf­li­chen Ein­sat­zes für die Be­klag­te stand er auch in ei­nem in­ten­si­ven Kon­takt zu den für die Be­klag­te täti­gen Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lern. Von da­her muss­te die Be­klag­te nicht da­von aus­ge­hen, dass der Kläger ei­ner be­son­de­ren Be­leh­rung darüber be­durf­te, dass die Rück­kaufs­wer­te ei­ner Le­bens­ver­si­che­rung bei frühzei­ti­ger Be­en­di­gung des Ver­trags­verhält­nis­ses nicht un­be­dingt die Ge­samt­sum­me der auf­ge­wand­ten Ver­si­che­rungs­beiträge er­reich­ten.

cc. Zu­dem enthält die Ver­si­che­rungs­ur­kun­de, wel­che gemäß Zif­fer 8 der Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­ein­ba­rung vom 03.11.2004 auch als de­ren Be­stand­teil an­zu­se­hen ist, auf den Sei­ten 12 und 13 im Klar­text ei­ne aus­drück­li­che und leicht verständ­li­che Be­leh­rung über die Ent­wick­lung der Rück­kaufs­wer­te der Ver­si­che­rung vom Jahr des Ab­schlus­ses des Ver­tra­ges an bis zum vor­ge­se­he­nen Jahr des Ren­ten­be­ginns. Aus der Ta­bel­le auf Sei­te 13 der Ver­si­che­rungs­ur­kun­de konn­te der Kläger mit Leich­tig­keit ab­le­sen, dass in den ers­ten Jah­ren des Ver­si­che­rungs­ver­laufs der ga­ran­tier­te Rück­kaufs­wert re­gelmäßig hin­ter der Sum­me der auf­ge­wand­ten Beiträge zurück­blei­ben würde. Ei­ne ent­spre­chen­de Be­leh­rung ist über­dies in § 6 Zif­fer 2 Abs. 3 der all­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen ent­hal­ten, die als An­la­ge der Ver­si­che­rungs­ur­kun­de bei­gefügt wa­ren.

dd. Der Kläger hat auch nicht dar­ge­legt, dass er im Fal­le ei­ner ent­spre­chen­den Be­leh­rung durch die Be­klag­te von dem Ab­schluss des Ent­gelt­um­wand­lungs­ver­tra­ges Ab­stand ge­nom­men hätte.

c. Es kann je­doch letzt­lich da­hin­ge­stellt blei­ben, ob zu­guns­ten des Klägers dem Grun­de nach ein Scha­dens­er­satz­an­spruch in Fra­ge kommt. Der Scha­dens­er­satz­an­spruch schei­tert nämlich, wie be­reits das Ar­beits­ge­richt zu­tref­fend fest­ge­stellt hat, je­den­falls dar­an, dass der Kläger den Ein­tritt ei­nes Scha­dens nicht dar­ge­legt hat.

aa. Wie be­reits die 10. Kam­mer des LAG München in ih­rem Ur­teil vom 11.07.2007 (NZA 2008, 362 f.) zu­tref­fend aus­geführt hat, setzt ein Scha­dens­er­satz­an­spruch we­gen man­gel­haf­ter Aufklärung über die Fol­gen ei­ner vor­zei­ti­gen Auflösung der Ren­ten­ver­si­che­rungs­ver­ein­ba­rung mit Ent­gelt­um­wand­lung zwin­gend vor­aus, dass das den Kläger be­tref­fen­de Ver­si­che­rungs­verhält­nis tatsächlich vor­zei­tig be­en­det wur­de. Erst wenn sich der durch die Zill­me­rung ver­ur­sach­te ungüns­ti­ge Rück­kaufs­wert tatsächlich ver­wirk­licht, kann von ei­nem Scha­den­s­ein­tritt ge­spro­chen wer­den, der je­doch der Höhe nach auch le­dig­lich die Dif­fe­renz zwi­schen den auf­ge­wand­ten Beiträgen ei­ner­seits, der tatsächli­chen Rück­kaufs­sum­me an­de­rer­seits um­fas­sen würde.

bb. Den Ein­tritt des von ihm re­kla­mier­ten Scha­dens könn­te der Kläger je­doch ins­be­son­de­re

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da­durch ver­mei­den, dass er die Ver­si­che­rung über den 01.10.2007 hin­aus mit ei­ge­nen Bei­trags­leis­tun­gen fortführ­te.

cc. Grundsätz­lich kann so­gar an­ge­nom­men wer­den, dass der Kläger zu ei­ner sol­chen Scha­dens­min­de­rung gemäß § 254 Abs. 2 Satz 1 letz­ter Halbs. BGB auch ver­pflich­tet ge­we­sen wäre.

dd. Et­was an­de­res käme nur dann in Be­tracht, wenn es dem Kläger aus be­son­de­ren in­di­vi­du­el­len Gründen unmöglich oder un­zu­mut­bar (ge­we­sen) wäre, von der Möglich­keit, den Scha­den durch Fortführung der Ver­si­che­rung mit ei­ge­nen Beiträgen ab­zu­wen­den, Ge­brauch zu ma­chen. Hierfür ist je­doch eben­falls nichts er­sicht­lich.

6. Un­ge­ach­tet der vor­ste­hend be­han­del­ten spe­zi­el­len be­triebs­ren­ten­recht­li­chen Im­pli­ka­tio­nen wa­ren die Zill­me­rung von Le­bens­ver­si­che­rungs­verträgen und die da­mit ver­bun­de­nen Nach­tei­le für den Ver­si­che­rungs­neh­mer bei vor­zei­ti­ger Ver­trags­auflösung in der Ver­gan­gen­heit auch Ge­gen­stand der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung auf den Ge­bie­ten des all­ge­mei­nen Zi­vil- und Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts so­wie des Ver­fas­sungs­rechts (vgl. BVerfG vom 15.02.2006, NJW 2006, 1783 ff.; BGH vom 12.10.2005, NJW 2005, 3559 ff.).

a. Nach der ak­tu­el­len Recht­spre­chung des BGH ver­bleibt es grundsätz­lich bei der Ver­rech­nung von Ab­schluss­kos­ten des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges nach dem Zill­me­rungs­ver­fah­ren. Für den Fall ei­ner vor­zei­ti­gen Be­en­di­gung der Bei­trags­zah­lung darf der Rück­kaufs­wert aber ei­nen Min­dest­be­trag nicht un­ter­schrei­ten, der durch die Hälf­te des ent­spre­chend be­rech­ne­ten un­ge­zill­mer­ten De­ckungs­ka­pi­tals be­stimmt wird. Die­se Rechts­spre­chung des BGH ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­fas­sungs­kon­form (BVerfG a. a. O.).

b. Im vor­lie­gen­den Fall be­trug aus­weis­lich der Aus­kunft des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens vom 05.08.2008 be­reits das nach dem Zill­me­rungs­ver­fah­ren be­rech­ne­te De­ckungs­ka­pi­tal 67,3 % der Ge­samt­sum­me al­ler bis da­hin auf­ge­wand­ten Beiträge. Da auch bei un­ge­zill­mer­ten Ta­ri­fen zulässi­ger­wei­se Ab­schluss- und Ver­wal­tungs­kos­ten, wenn auch nicht ku­mu­liert, son­dern gleichmäßig auf den ver­trag­li­chen Bei­trags­zeit­raum ver­teilt von den Ver­si­che­rungs­prämi­en in Ab­zug ge­bracht wer­den, ist in An­be­tracht der ge­nann­ten Zah­len­verhält­nis­se nicht zu er­war­ten, dass vor­lie­gend die vom BGH befürwor­te­te Min­dest­gren­ze un­ter­schrit­ten würde. Dies vor­zu­tra­gen wäre in­des­sen auch Sa­che des Klägers ge­we­sen. Im Übri­gen rich­te­te sich ein ent­spre­chen­der mögli­cher Dif­fe­ren­zer­stat­tungs­an­spruch auch in ers­ter Li­nie ge­gen das Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men.

III. Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Sieg­burg vom 27.02.2008 konn­te da­her kei­nen Er­folg ha­ben. Sie war kos­ten­pflich­tig (§ 97 Abs.1 ZPO) zurück­zu­wei­sen.

Gemäß § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG so­wie we­gen der Di­ver­genz zu der Ent­schei­dung des LAG München, 4 Sa 1152/06, vom 15.03.2007 war die Re­vi­si­on zu­zu­las­sen.

Rechts­mit­tel­be­leh­rung

Ge­gen die­ses Ur­teil kann von 

RE­VISION

ein­ge­legt wer­den. 

Die Re­vi­si­on muss in­ner­halb ei­ner Not­frist* von ei­nem Mo­nat schrift­lich beim Bun­des­ar­beits­ge­richt 

- 10 -

Hu­go-Preuß-Platz 1 99084 Er­furt

Fax: 0361 2636 2000 ein­ge­legt wer­den.

Die Not­frist be­ginnt mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Ur­teils, spätes­tens mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung.

Die Re­vi­si­ons­schrift muss von ei­nem Be­vollmäch­tig­ten un­ter­zeich­net sein. Als Be­vollmäch­tig­te sind nur zu­ge­las­sen:

1. Rechts­anwälte,
2. Ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen von Ar­beit­ge­bern so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände oder Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der,
3. ju­ris­ti­sche Per­so­nen, de­ren An­tei­le sämt­lich im wirt­schaft­li­chen Ei­gen­tum ei­ner der in Nr. 2 be­zeich­ne­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen ste­hen, wenn die ju­ris­ti­sche Per­son aus­sch­ließlich die Rechts­be­ra­tung und Pro­zess­ver­tre­tung der Mit­glie­der die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on oder ei­nes an­de­ren Ver­ban­des oder Zu­sam­men­schlus­ses mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung ent­spre­chend de­ren Sat­zung durchführt und wenn die Or­ga­ni­sa­ti­on für die Tätig­keit der Be­vollmäch­tig­ten haf­tet.

In den Fällen der Zif­fern 2 und 3 müssen die Per­so­nen, die die Re­vi­si­ons­schrift un­ter­zeich­nen, die Befähi­gung zum Rich­ter­amt ha­ben.

Ei­ne Par­tei die als Be­vollmäch­tig­ter zu­ge­las­sen ist, kann sich selbst ver­tre­ten. 

* ei­ne Not­frist ist un­abänder­lich und kann nicht verlängert wer­den.

Dr. Czinc­zoll

Will­ner

Du­jar­din

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