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Handbuch Arbeitsrecht
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Ar­beits­ver­trag und all­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) - Haf­tungs­be­schrän­kung und Haf­tungs­er­wei­te­rung

In­for­ma­tio­nen zum The­ma Ar­beits­ver­trag und all­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) - Haf­tungs­be­schrän­kung und Haf­tungs­er­wei­te­rung: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht

Auf die­ser Sei­te fin­den Sie In­for­ma­tio­nen da­zu, wel­ches Haf­tungs­ri­si­ko der Ar­beit­ge­ber trägt, wenn Ar­beit­neh­mer im Be­trieb zu Scha­den kom­men, und über die Mög­lich­kei­ten für Ar­beit­ge­ber, sei­ne Haf­tung für Sach­schä­den des Ar­beit­neh­mers durch All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) aus­zu­schlie­ßen oder zu be­schrän­ken.

Wei­ter­hin er­fah­ren Sie hier, ob der Ar­beit­ge­ber durch ge­eig­ne­te AGB die Haf­tung der Ar­beit­neh­mer im Fal­le ei­ner schuld­haf­ten Schä­di­gung des Ar­beit­ge­bers ver­schär­fen kann. Die­ses Haf­tungs­ri­si­ko des Ar­beit­neh­mers ist nach Ge­setz und Recht­spre­chung eng be­grenzt, so dass Ar­beit­ge­ber dar­an in­ter­es­siert sein könn­ten, es durch ar­beits­ver­trag­li­che Re­ge­lun­gen zu er­wei­tern.

von Rechts­an­walt Dr. Mar­tin Hen­sche, Fach­an­walt für Ar­beits­recht, Ber­lin

Welches Haftungsrisiko trägt der Arbeitgeber, wenn Arbeitnehmer im Betrieb zu Schaden kommen?

Im All­ge­mei­nen haf­tet der Ar­beit­ge­ber sei­nen Ar­beit­neh­mer auf Scha­dens­er­satz, wenn er:

  • ge­gen sei­ne recht­li­chen Pflich­ten verstößt,
  • da­durch ei­nen Scha­den ver­ur­sacht, und
  • den Pflicht­ver­s­toß vorsätz­lich oder fahrlässig be­gan­gen hat.

Wenn der Ar­beit­ge­ber ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son (GmbH, AG) ist, kommt es auf das Ver­schul­den des Geschäftsführers (GmbH) bzw. der Mit­glie­der des Vor­stan­des (AG) an. Darüber hin­aus haf­tet der Ar­beit­ge­ber auch für das Ver­schul­den prak­tisch sämt­li­cher an­de­rer Ar­beit­neh­mer und auch an­de­rer Be­auf­trag­ter, die er in sei­nem Pflich­ten­kreis ein­setzt, da die­se Per­so­nen sei­ne „Erfüllungs­ge­hil­fen“ sind. Die­se Haf­tungs­er­wei­te­rung er­gibt sich aus § 278 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB).

Die Haf­tung des Ar­beit­ge­bers ist aber aus­ge­schlos­sen, wenn der Scha­den:

  • in ei­nem Per­so­nen­scha­den be­steht und
  • auf ei­nen Ver­si­che­rungs­fall im Sin­ne des Un­fall­ver­si­che­rungs­rechts zurück­zuführen ist, und wenn
  • der Ar­beit­ge­ber die­sen Ver­si­che­rungs­fall bzw. Per­so­nen­scha­den nicht vorsätz­lich her­bei­geführt hat.

Die­ser Haf­tungs­aus­schluß für Per­so­nenschäden er­gibt sich aus § 104 Abs.1 Satz 1 Sieb­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB VII). Der Grund für die­sen Haf­tungs­aus­schluß liegt dar­in, daß in den hier ge­nann­ten Fällen, in de­nen der Ar­beit­ge­ber nicht haf­tet, die Un­fall­ver­si­che­rung für den Scha­den des Ar­beits­kol­le­gen (des "Ver­si­cher­ten") auf­kommt. Und weil der Ar­beit­ge­ber durch sei­ne Beiträge die Un­fall­ver­si­che­rung al­lein (d.h. oh­ne Mit­fi­nan­zie­rung durch den Ar­beit­neh­mer) trägt, soll er auch von ei­ner Haf­tung im Ver­si­che­rungs­fall ent­las­tet wer­den.

Nähe­re In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, un­ter wel­chen Umständen der Ar­beit­ge­ber dem Ar­beit­neh­mer auf Scha­dens­er­satz haf­tet, fin­den Sie un­ter Hand­buch Ar­beits­recht: Haf­tung des Ar­beit­ge­bers.

Im Er­geb­nis trägt der Ar­beit­ge­ber da­her das Ri­si­ko ei­ner Haf­tung, wenn der Ar­beit­neh­mer an sei­nen Sa­chen ei­nen Scha­den er­lei­det. Ein sol­cher Sach­scha­den des Ar­beit­neh­mers kann bei­spiels­wei­se dar­in be­ste­hen,

  • dass Be­klei­dung des Ar­beit­neh­mers beschädigt wird,
  • dass die im Spind des Ar­beit­neh­mers be­find­li­chen Sa­chen des Ar­beit­neh­mers ge­stoh­len wer­den oder
  • dass der Wa­gen des Ar­beit­neh­mers auf dem Be­triebs­park­platz beschädigt wird.

Trifft der Ar­beit­ge­ber oder sei­ne „Erfüllungs­ge­hil­fen“ an sol­chen oder ähn­li­chen Scha­densfällen ein Ver­schul­den, d.h. ist hier Vor­satz oder Fahrlässig­keit im Spiel, kommt je nach den Umständen des Ein­zel­falls ei­ne Scha­dens­er­satz­haf­tung in Be­tracht. Die Scha­dens­er­satz­pflicht des Ar­beit­ge­bers kann ganz oder teil­wei­se weg­fal­len, wenn den Ar­beit­neh­mer ein Mit­ver­schul­den trifft.

BEISPIEL: Die Ar­beit­neh­mer ei­nes Me­tall­be­triebs müssen sich vor Ar­beits­be­ginn um­zie­hen und spe­zi­el­le Ar­beits- und Schutz­klei­dung an­zie­hen. Im Un­klei­de­raum gibt es aus­rei­chend vie­le Spin­de, die aber schon in die Jah­re ge­kom­men sind, so dass sich ei­ni­ge nicht mehr ab­sch­ließen las­sen. Da­her müssen in je­der Schicht ei­ni­ge Ar­beit­neh­mer nicht ab­sch­ließba­re Spin­de be­nut­zen. Der Ar­beit­ge­ber kennt das Pro­blem, un­ter­nimmt aber nichts. Ein Ar­beit­neh­mer wird da­her be­stoh­len: Nach Schich­ten­de sind sei­ne Geldbörse mit 50,00 EUR und ei­ne Arm­band­uhr weg.

Hier haf­tet der Ar­beit­ge­ber aus Scha­dens­er­satz, da er sei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Ne­ben­pflicht ver­letzt hat, für aus­rei­chend vie­le ab­sch­ließba­re Spin­de zu sor­gen. Da er das Pro­blem kann, han­del­te er vorsätz­lich und da­mit schuld­haft, so dass er gemäß § 280 Abs.1 BGB in Verb. mit § 276 Abs.1 BGB für den Scha­den auf­kom­men muss. Da­ne­ben haf­tet er auch we­gen schuld­haf­ter Ei­gen­tums­ver­let­zung (§ 823 Abs. 1 BGB), weil er die ihn tref­fen­de Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht nicht erfüllt hat. Soll­te ein be­stimm­ter Sach­be­ar­bei­ter der Per­so­nal­ab­tei­lung dafür ver­ant­wort­lich sein, dass die Ab­sch­ließbar­keit der Spin­de nicht wie­der her­ge­stellt wur­de, be­frei­en des­sen Feh­ler den Ar­beit­ge­ber nicht von sei­ner Scha­dens­er­satz­pflicht, da der Per­so­nal­sach­be­ar­bei­ter als Erfüllungs­ge­hil­fe des Ar­beit­ge­bers an­zu­se­hen ist und der Ar­beit­ge­ber sich da­her das Ver­schul­den sei­nes Erfüllungs­ge­hil­fen als ei­ge­nes Ver­schul­den zu­rech­nen las­sen muss, § 278 BGB. Falls der Ar­beit­neh­mer in Kennt­nis des Spind­pro­blems nicht nur 50,00 EUR, son­dern z.B. 500,00 EUR mit in den Be­trieb ge­bracht hätte, wäre sein Scha­dens­er­satz­an­spruch we­gen Mit­ver­schul­dens gemäß § 254 Abs.1 BGB zu min­dern, et­wa auf die Hälf­te.

Kann der Arbeitgeber seine Haftung für Sachschäden des Arbeitnehmers durch AGB ausschließen oder beschränken?

Da sich Ri­si­ko ei­ner Scha­dens­er­satz­haf­tung des Ar­beit­ge­bers vor al­lem auf mögli­che Sachschäden des Ar­beit­neh­mers be­zieht, sind ar­beits­ver­trag­li­che Haf­tungs­be­schränkun­gen auch meist auf die­ses Pro­blem be­zo­gen. Fügt der Ar­beit­ge­ber ei­ne sol­che Klau­sel in den Ar­beits­ver­trag ein, han­delt es sich da­bei um all­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) im Sin­ne von § 305 Abs.1 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Denn ei­ne sol­che Haf­tungs­be­schränkung ist Be­stand­teil von:

  • vor­for­mu­lier­te Ver­trags­be­din­gun­gen,
  • die für ei­ne Viel­zahl von Verträgen aus­ge­ar­bei­tet wur­den, und
  • die der Ar­beit­ge­ber als AGB-Ver­wen­der dem Ar­beit­neh­mer bei Ver­trasgs­schluss stellt.

Ar­beits­ver­trag­li­che AGB sind auf der Grund­la­ge der §§ 305 ff. BGB im In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers auf ih­re Verständ­lich­keit und in­halt­li­che An­ge­mes­sen­heit hin zu über­prüfen. Nähe­re In­for­ma­tio­nen zum The­ma AGB-Kon­trol­le im Ar­beits­recht fin­den Sie un­ter Hand­buch Ar­beits­recht: Ar­beits­ver­trag und all­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB).

Da ar­beits­ver­trag­li­che Haf­tungs­be­gren­zun­gen AGB sind, be­steht im Er­geb­nis kaum Spiel­raum für den Ar­beit­ge­ber, sein Haf­tungs­ri­si­ko durch ge­schick­te Klau­sel­ge­stal­tung zu ver­min­dern. Denn der Ar­beit­ge­ber muss fol­gen­de Be­schränkun­gen be­ach­ten:

  • Von der Haf­tung we­gen vorsätz­li­cher Schädi­gung kann sich der Ar­beit­ge­ber so­wie­so nicht frei­zei­ch­nen, d.h. auch dann nicht, wenn ei­ne sol­che Haf­tungs­be­schränkung nicht Be­stand­teil von AGB, son­dern in­di­vi­du­ell aus­ge­han­delt wor­den wäre. Dies er­gibt sich aus § 276 Abs.3 BGB. Da­nach kann die Haf­tung we­gen Vor­sat­zes kei­ner Ver­trags­par­tei im Vor­aus er­las­sen wer­den.
  • Von der Haf­tung we­gen grob fahrlässi­ger Schädi­gung kann sich der Ar­beit­ge­ber eben­falls nicht frei­zei­ch­nen, je­den­falls nicht durch AGB. „Grob fahrlässig“ han­delt, wer ganz ele­men­ta­re Sorg­falts­pflich­ten miss­ach­tet, die in ei­ner kon­kre­ten Si­tua­ti­on je­der vernünf­ti­ger­wei­se be­ach­tet hätte. Dass ein sol­cher Haf­tungs­aus­schluss durch AGB nicht zulässig ist, folgt aus § 309 Nr.7 b) BGB. Da­nach sind for­mu­lar­ver­trag­li­che Haf­tungs­be­gren­zun­gen un­wirk­sam, durch die die Scha­dens­er­satz­haf­tung des Ar­beit­ge­bers für Schäden be­gren­zen sol­len, die auf ei­ner grob fahrlässi­gen Pflicht­ver­let­zung des Ar­beit­ge­bers be­ru­hen.
  • Auch von der Haf­tung für vorsätz­li­che oder grob fahrlässi­ge Schädi­gun­gen, die Erfüllungs­ge­hil­fen des Ar­beit­ge­bers ver­ur­sa­chen, kann sich der Ar­beit­ge­ber nicht durch AGB frei­zei­ch­nen. Das folgt aus § 309 Nr.7 b) BGB.

Auf­grund die­ser ge­setz­li­chen Gren­zen, die ei­ner zu­guns­ten des Ar­beit­ge­bers haf­tungs­be­schränken­den Ver­trags­klau­sel ge­setzt sind, blei­ben für ei­ne mögli­che Haf­tungs­be­schränkung nur sol­che Scha­densfälle, die

  • ent­we­der durch ein­fa­che Fahrlässig­keit des Ar­beit­ge­bers ver­ur­sacht sind
  • oder für die der Ar­beit­ge­ber oh­ne Ver­schul­den in ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 670 BGB haf­tet.

Klau­seln, die die Haf­tung des Ar­beit­ge­bers in die­sen bei­den Fall­grup­pen ein­schränken sol­len, sind zwar nicht von vorn­her­ein un­zulässig, können aber im Ein­zel­fall ei­ne „un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung“ des Ar­beit­neh­mers dar­stel­len und da­her letzt­lich doch gemäß § 307 Abs.1 BGB recht­lich un­wirk­sam sein. So wäre ein völli­ger Haf­tungs­aus­schluss - auch in die­sen Haf­tungsfällen - ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des Ar­beit­neh­mers und da­her un­zulässig. Möglich wäre ei­ne sum­menmäßige Be­gren­zung, wie z.B. in fol­gen­der Klau­sel:

„Wer­den Sa­chen des Ar­beit­neh­mers im Be­trieb beschädigt oder zerstört oder wer­den sie ge­stoh­len oder ge­hen sonst ver­lo­ren, und ha­ben der Ar­beit­ge­ber oder sei­ne Erfüllungs­ge­hil­fen ei­nen sol­chen Scha­den durch ein­fa­che Fahrlässig­keit ver­ur­sacht, ist die Haf­tung des Ar­beit­ge­bers auf den Be­trag von 250,00 EUR pro Scha­dens­fall be­grenzt.“

Welches Haftungsrisiko trägt der Arbeitnehmer im Schadensfall?

Im Prin­zip gel­ten für Ar­beit­neh­mer die­sel­ben ge­setz­li­chen Haf­tungs­re­geln wie für Ar­beit­ge­ber, so dass Ar­beit­neh­mer bei schuld­haf­ter Pflicht­ver­let­zung für Schäden in (theo­re­tisch) un­be­grenz­ter Höhe haft­bar ge­macht wer­den könn­ten. Ei­ne ge­setz­li­che Be­gren­zung ist für Per­so­nenschäden vor­ge­se­hen, für die auch der Ar­beit­ge­ber nur bei Vor­satz haf­tet (s. oben). Die­se Haf­tungs­be­schränkung kommt auch dem Ar­beit­neh­mer zu­gu­te. Ar­beit­neh­mer haf­ten da­her gemäß § 105 Abs.1 Satz 1 SGB VII nicht, wenn sie fahrlässig ei­nen Ar­beits­un­fall ver­ur­sa­chen, bei dem ein Kol­le­ge ei­nen Körper­scha­den er­lei­det.

Bleibt das Ri­si­ko ei­ner Haf­tung für Sach- und Vermögensschäden. Die­ses Ri­si­ko ist zwar nicht wie bei Per­so­nenschäden ge­setz­lich be­grenzt, doch be­schränkt das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) die Pflicht des Ar­beit­neh­mers zum Scha­dens­er­satz ge­genüber dem all­ge­mei­nen Zi­vil­recht ganz er­heb­lich. Hier gel­ten für al­le Schäden des Ar­beit­ge­bers, die ein Ar­beit­neh­mer durch ei­ne be­trieb­lich ver­an­laßte Tätig­keit schuld­haft ver­ur­sacht, fol­gen­den Haf­tungs­re­geln:

  • Bei Vor­satz und gro­ber Fahrlässig­keit haf­tet der Ar­beit­neh­mer in der Re­gel voll, d.h. er haf­tet auf Er­satz des ge­sam­ten Scha­dens. „In der Re­gel“ heißt aber kei­nes­wegs im­mer, so dass die Ge­rich­te auch in sol­chen Fällen oft ei­ne Haf­tungs­gren­ze für rich­tig hal­ten.
  • Bei mitt­le­rer Fahrlässig­keit wird der Scha­den un­ter Berück­sich­ti­gung sämt­li­cher Umstände des Ein­zel­falls zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer auf­ge­teilt. Meist be­gren­zen die Ge­rich­te den Scha­dens­er­satz des Ar­beit­neh­mers in sol­chen Fällen auf ma­xi­mal zwei bis drei Mo­nats­gehälter.
  • Bei leich­tes­ter Fahrlässig­keit haf­tet der Ar­beit­neh­mer gar nicht.

Nähe­re In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, un­ter wel­chen Umständen der Ar­beit­neh­mer auf Scha­dens­er­satz haf­tet, fin­den Sie un­ter Hand­buch Ar­beits­recht: Haf­tung des Ar­beit­neh­mers.

Kann der Arbeitgeber die Haftung des Arbeitnehmers durch AGB erweitern?

Das BAG hat das Ri­si­ko des Ar­beit­neh­mers, auf Scha­dens­er­satz in An­spruch ge­nom­men zu wer­den, in langjähri­ger Recht­spre­chung aus Gründen des zwin­gend ge­bo­te­nen Ar­beit­neh­mer­schut­zes auf ein sach­lich ver­tret­ba­res Maß be­schränkt. Die­ser Ar­beit­neh­mer­schutz würde leer­lau­fen, wenn der Ar­beit­ge­ber von die­sen richter­recht­li­chen Re­ge­lun­gen in sei­nen AGB zu­las­ten des Ar­beit­neh­mers wie­der ab­wei­chen dürf­te. Das BAG geht da­her da­von aus, dass sei­ne Recht­spre­chung zur Haf­tungs­be­schränkung bei be­trieb­li­chen Scha­densfällen im All­ge­mei­nen zwin­gen­des Recht ist, so dass da­von nicht in Ar­beits­verträgen ab­ge­wi­chen wer­den kann (BAG, Ur­teil vom 17.09.1998, 8 AZR 175/97, Rn.66).

Ei­ne Aus­nah­me von die­ser Re­gel macht das BAG bei Man­ko­ver­ein­ba­run­gen (Fehl­geld­ver­ein­ba­run­gen). Auf­grund ei­ner sol­chen Ver­ein­ba­rung über­nimmt ein Ar­beit­neh­mer die Ver­ant­wor­tung für ei­nen Kas­sen­be­stand und haf­tet dem­ent­spre­chend für ei­nen Kas­sen­fehl­be­stand bzw. ein Man­ko. Durch die Man­ko­ab­re­de wird die Haf­tung des Ar­beit­neh­mers für leich­tes­te und ein­fa­che Fahrlässig­keit verschärft, da er hier auf­grund der Man­ko­ab­re­de oh­ne Rück­sicht auf Ver­schul­den haf­tet, dies al­ler­dings der Höhe nach be­grenzt. Nähe­re In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, un­ter wel­chen Umständen der Ar­beit­neh­mer auf der Grund­la­ge ei­ner Ma­ko­ab­re­de auf Scha­dens­er­satz haf­tet, fin­den Sie un­ter Hand­buch Ar­beits­recht: All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) - Man­ko­ab­re­de.

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Letzte Überarbeitung: 20. Mai 2014

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