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Re­has bei Be­schäf­tig­ten neh­men zu

Re­ha ist bes­ser als Früh­ren­te, sagt die Ren­ten­ver­si­che­rung: Und ge­währt heu­te 25 Pro­zent mehr The­ra­pi­en als vor sie­ben Jah­ren

24.07.2013. (dpa) - Die Zahl der Re­ha­bi­li­ta­ti­ons­the­ra­pi­en für Ar­beit­neh­mer ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich ge­stie­gen.

Wie die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund (DRV-Bund) am Diens­tag mit­teil­te, nah­men die me­di­zi­ni­schen Be­hand­lun­gen seit 2005 von 880 000 um knapp 25 Pro­zent auf 1,1 Mil­lio­nen zu.

Die Ver­si­che­rer füh­ren den An­stieg in ers­ter Li­nie dar­auf zu­rück, dass die ge­bur­ten­star­ken Jahr­gän­ge in­zwi­schen in das Al­ter kom­men, in de­nen The­ra­pi­en not­wen­dig wer­den, um wie­der fit ge­macht zu wer­den für den Be­ruf.

Zu­dem stei­ge "mit dem schritt­wei­sen Ein­stieg in die Ren­te mit 67 und we­gen des Weg­falls von Mög­lich­kei­ten, ei­ne Al­ters­ren­te früh­zei­tig in An­spruch zu neh­men, die Er­werbs­quo­te äl­te­rer Men­schen. Auch dies führt zu ei­nem stei­gen­den Re­ha­bi­li­ta­ti­ons­be­darf."

Die Ver­si­che­rer rech­nen auch da­mit, dass sich die Nach­fra­ge nach sol­chen me­di­zi­ni­schen Hil­fen in den nächs­ten Jah­ren wei­ter er­hö­hen wer­de, wie auch die "Süd­deut­sche Zei­tung" (Diens­tag) be­rich­te­te.

Wäh­rend Be­hand­lun­gen we­gen kör­per­li­cher Be­schwer­den rück­läu­fig sei­en, dia­gnos­ti­zier­ten die Ärz­te im­mer häu­fi­ger psy­chi­sche Stö­run­gen, die zu ei­ner Re­ha­bi­li­ta­ti­on führ­ten.

Ne­ben der me­di­zi­ni­schen gibt es auch ei­ne be­ruf­li­che Re­ha. Hier ver­zeich­net die Ren­ten­ver­si­che­rung in den ver­gan­ge­nen sie­ben Jah­ren ei­nen An­stieg von 220 000 auf knapp 270 000 Leis­tun­gen. Da­bei geht es un­ter an­de­rem um Um­schu­lun­gen.

Im Schnitt sind Ar­beit­neh­mer, die ei­ne Re­ha be­kom­men, 50 Jah­re alt. Sie dau­ert durch­schnitt­lich 29 Ta­ge und kos­tet laut "Süd­deut­scher Zei­tung" 3600 Eu­ro. Vor sie­ben Jah­ren dau­er­te die Re­ha noch 31 Ta­ge.

85 Pro­zent der Ar­beit­neh­mer sind auch zwei Jah­re nach Er­halt der Leis­tun­gen im Be­rufs­le­ben. Das Pro­gnos-In­sti­tut hat­te er­mit­telt, dass die Ge­sell­schaft für ei­nen in die Re­ha in­ves­tier­ten Eu­ro fünf Eu­ro zu­rück­er­hal­te.

Das Geld für die Aus­ga­ben ist seit 1997 ge­de­ckelt. Die Be­rech­nung des Bud­gets be­mes­se sich an der Ent­wick­lung der Brut­to­löh­ne der Ar­beit­neh­mer. 2012 stan­den ent­spre­chend knapp 5,7 Mil­li­ar­den Eu­ro zur Ver­fü­gung. Die Ren­ten­ver­si­che­rung gab zwölf Mil­lio­nen Eu­ro mehr aus. Da­mit sei erst­mals das Bud­get über­schrit­ten wor­den.

Die Ko­ali­ti­on woll­te den An­ga­ben zu­fol­ge ei­gent­lich den Spiel­raum für Aus­ga­ben bes­ser an die Al­ters­struk­tur der Ar­beit­neh­mer an­pas­sen. Die Plä­ne schei­ter­ten aber mit dem ge­sam­ten Ren­ten-Re­form­pa­ket, wie die Zei­tung be­rich­te­te.

Die Prä­si­den­tin des So­zi­al­ver­ban­des VdK, Ul­ri­ke Ma­scher, for­der­te: "Der Re­ha-De­ckel muss end­lich weg. Re­ha­bi­li­ta­ti­on muss un­ein­ge­schränkt ge­för­dert wer­den." Trotz al­ler Spar­be­mü­hun­gen und ei­ner sehr re­strik­ti­ven Be­wil­li­gungs­pra­xis ha­be die Ren­ten­ver­si­che­rung 2012 das Bud­get für Leis­tun­gen der be­ruf­li­chen und me­di­zi­ni­schen Re­ha­bi­li­ta­ti­on über­schrit­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. März 2014

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