Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Mehr als je­de zwei­te Ren­te 2012 un­ter 700 Eu­ro

Die ge­setz­li­che Ren­te al­lein reicht sel­ten zum Le­ben aus: Oft ist sie sehr nied­rig. Das be­weist ei­ne neue Sta­tis­tik. Den­noch ist die Zahl ar­mer Rent­ner re­la­tiv ge­ring. Hun­dert­tau­sen­de ha­ben ei­nen Mi­ni-Job

12.06.2013. (dpa) - Fast je­de zwei­te Ren­te in Deutsch­land liegt un­ter 700 Eu­ro - und bleibt da­mit un­ter dem Ni­veau der Grund­si­che­rung.

Bei den Neu­rent­nern trifft dies so­gar für knapp 55 Pro­zent zu, be­stä­tig­te die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund am Diens­tag Be­rech­nun­gen der "Bild"-Zei­tung.

Da­nach er­hiel­ten im ver­gan­ge­nen Jahr 48,2 Pro­zent al­ler Al­ters- und Er­werbs­un­fä­hig­keits­rent­ner we­ni­ger aus der Ren­ten­kas­se als je­ne Sum­me, die Se­nio­ren im Schnitt als Grund­si­che­rung im Al­ter in­klu­si­ve Mie­te und Hei­zung zu­steht.

Nach Dar­stel­lung von Bun­des­re­gie­rung und Ren­ten­ver­si­che­rung lie­fern die Zah­len kei­nen Hin­weis auf ei­nen An­stieg der Al­ters­ar­mut in Deutsch­land. Nach wie vor sei­en le­dig­lich zwei Pro­zent der Al­ters­rent­ner über 65 Jah­ren ne­ben ih­rer Ren­te auf zu­sätz­li­che Grund­si­che­rung im Al­ter an­ge­wie­sen. "Die Ren­ten­hö­he al­lei­ne kann kei­ne Aus­kunft über die Ein­kom­mens­la­ge von Rent­ner­haus­hal­ten ge­ben", stell­te die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung (DRV) Bund fest.

So lag 2003 der An­teil der neu­en Ru­he­ständ­ler, die ei­ne ge­setz­li­che Ren­te von we­ni­ger als 700 Eu­ro er­hiel­ten, bei 56,9 Pro­zent - al­so deut­lich über dem Wert von 2012. Dass so vie­le Ren­ten un­ter 700 Eu­ro lie­gen, füh­ren die Fach­leu­te der DRV haupt­säch­lich dar­auf zu­rück, dass Ver­si­cher­te nur kur­ze Zeit in die Ren­ten­kas­se ein­ge­zahlt ha­ben: et­wa Selbst­stän­di­ge und Haus­frau­en, aber auch Be­am­te, die ihr Be­rufs­le­ben als An­ge­stell­te star­te­ten.

Laut dem Al­ters­si­che­rungs­be­richt 2012 der Bun­des­re­gie­rung wer­den ge­rin­ge Ren­ten­be­trä­ge "in der Re­gel" durch das Ein­kom­men des Ehe­part­ners oder aus an­de­ren Si­che­rungs­sys­te­men aus­ge­gli­chen. Der Stu­die zu­fol­ge liegt das durch­schnitt­li­che Net­to­ein­kom­men von Ehe­paa­ren bei im Schnitt knapp 2400 Eu­ro, das von Al­lein­ste­hen­den bei gut 1400 Eu­ro.

Für den ar­beits- und so­zi­al­po­li­ti­schen Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Karl Schie­wer­ling (CDU), ist ei­ne Ren­te von we­ni­ger als 700 Eu­ro "kein In­diz für wach­sen­de Al­ters­ar­mut". Zur ge­setz­li­chen Ren­te kä­men "in den meis­ten Fäl­len Be­triebs­ren­ten, Pen­sio­nen und Ren­ten von Ver­sor­gungs­wer­ken" hin­zu. Vie­le Se­nio­ren be­zö­gen er­gän­zen­de Ein­künf­te aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung oder aus Le­bens­ver­si­che­run­gen. Wit­wen hät­ten meist ne­ben klei­nen ei­ge­nen Ren­ten zu­sätz­li­che Ein­künf­te aus Hin­ter­blie­be­nen­ren­ten.

Da­ge­gen äu­ßer­te Links­par­tei-Chef Bernd Ri­ex­in­ger schar­fe Kri­tik. "Das Prin­zip Ren­te für Le­bens­leis­tung wird zur Far­ce. Das reichs­te Land Eu­ro­pas drückt die Hälf­te der Rent­ner un­ter So­zi­al­hil­fe­ni­veau." Für Ri­ex­in­ger ist das ei­ne Fol­ge von Fehl­ent­schei­dun­gen wie den Ein­grif­fen in die Ren­ten­for­mel und die Ent­kop­pe­lung der Ren­ten von den Löh­nen.

Be­son­ders hoch ist der An­teil der Ren­ten un­ter 700 Eu­ro bei Al­ters­rent­ne­rin­nen im Wes­ten mit rund 73 Pro­zent. Bei Er­werbs­un­fä­hi­gen, die 2012 in Früh­ren­te gin­gen, lag die Quo­te zwi­schen 57,25 Pro­zent (Män­ner West) und 69,2 Pro­zent (Män­ner Ost). Vie­le von ih­nen ver­die­nen des­halb auch im Ru­he­stand noch Geld da­zu.

Im Herbst 2012 zähl­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit gut 812 000 Mi­ni­job­ber über 65 Jah­ren. Mehr als 128 000 von ih­nen wa­ren äl­ter als 74, be­rich­te­te die Chem­nit­zer "Freie Pres­se". En­de 2003 hat­ten le­dig­lich 595 433 Se­nio­ren ei­nen Mi­ni­job. Für die Prä­si­den­tin des So­zi­al­ver­ban­des VdK, Ul­ri­ke Ma­scher, steht da­mit fest: "Wenn so vie­le Rent­ner ei­nen Job aus­üben, um ih­re Al­ters­ein­künf­te auf­zu­bes­sern, dann ist dies ein kla­rer Be­leg da­für, dass die Al­ters­ar­mut wei­ter wächst."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

 

Letzte Überarbeitung: 1. März 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880