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Tau­sen­de Rent­ner ar­bei­ten noch - Zu­ver­dienst oft nö­tig

Mit dem Ru­he­stand neh­men es vie­le Rent­ner in Thü­rin­gen nicht so ge­nau: Im­mer mehr äl­te­re Men­schen ar­bei­ten noch. Nicht im­mer, weil sie Spaß dar­an ha­ben

11.12.2015. (dpa) - Im­mer mehr Se­nio­ren ge­hen in Thü­rin­gen ei­ner stun­den­wei­sen Be­schäf­ti­gung nach.

Die Zahl der über 65-Jäh­ri­gen, die sich zur Ren­te et­was hin­zu­ver­die­nen, ist seit 2007 um fast 29 Pro­zent auf in­zwi­schen knapp 22 000 ge­stie­gen.

Das geht aus ei­ner Ant­wort des So­zi­al­mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne An­fra­ge aus dem Land­tag her­vor.

Be­son­ders stark sei der An­stieg der ge­ring­fü­gi­gen Be­schäf­ti­gung bei Men­schen im Al­ter über 70 Jah­re.

Ein Grund da­für sei die an­ge­spann­te fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on von Äl­te­ren, die vor al­lem we­gen Ar­beits­lo­sig­keit frü­her nur we­nig in die Ren­ten­kas­se ein­zah­len konn­ten. Zu­dem ge­be es mehr äl­te­re Men­schen, die ge­sund und agil sei­en und Jobs auch we­gen der so­zia­len Kon­tak­te an­näh­men.

Bei den 70- bis un­ter 75-Jäh­ri­gen ha­be sich die Zahl der Ne­ben­bei-Job­ber im Zeit­raum seit 2007 um 49 Pro­zent auf rund 6200 er­höht. Bei den über 75-Jäh­ri­gen so­gar um 72 Pro­zent auf knapp 2900. Trotz­dem ha­ben im Schnitt nur et­wa vier Pro­zent der Thü­rin­ger Rent­ner ei­ne ge­ring­fü­gi­ge Be­schäf­ti­gung.

Al­ters­ar­mut sei ein Pro­blem, das sich ver­stär­ken wer­de, heißt es in der Ant­wort des Mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ken. Zei­ten mit pre­kä­rer Be­schäf­ti­gung oder nied­ri­gen Löh­nen, wie sie vor al­lem in den 1990er Jah­ren nicht sel­ten wa­ren, führ­ten zu nied­ri­gen Ren­ten, "die teil­wei­se noch un­ter dem Grund­si­che­rungs­ni­veau lie­gen".

Nach Zah­len des Sta­tis­ti­schen Lan­des­am­tes wa­ren im ver­gan­ge­nen Jahr knapp 5400 über 65-Jäh­ri­ge auf Grund­si­che­rung und da­mit staat­li­che Zah­lun­gen zu­sätz­lich zur Ren­te an­ge­wie­sen, um ih­ren Le­bens­un­ter­halt be­strei­ten zu kön­nen. Die Zahl der Men­schen mit Grund­si­che­rung im Al­ter stieg eben­falls. 2012 wa­ren es erst rund 5000. Nach An­ga­ben des Mi­nis­te­ri­ums ist die Ren­ten­ver­si­che­rung da­für zu­stän­dig, be­dürf­ti­ge äl­te­re Men­schen über die mög­li­che Zah­lung von Grund­si­che­rung zu in­for­mie­ren.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 7. September 2016

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