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SPD und CDU in Thü­rin­gen wei­ter un­eins über Bil­dungs­ur­laub für Ar­beit­neh­mer

Die Ein­füh­rung von be­zahl­ten Bil­dungs­ur­laubs für Ar­beit­neh­mer sorgt für Un­mut: Kam­mern und Ver­bän­de stimm­ten den Re­fe­ren­ten­ent­wurf nicht zu

27.02.2013. (dpa) - Die Ein­füh­rung ei­nes be­zahl­ten Bil­dungs­ur­laubs für Ar­beit­neh­mer in Thü­rin­gen sorgt wei­ter für Un­mut bei den Ko­ali­ti­ons­part­nern CDU und SPD.

"Die CDU-Frak­ti­on steht zum Koa­la­ti­ons­ver­trag mit der SPD und wird ein Bil­dungs­frei­stel­lungs­ge­setz ver­ab­schie­den, wenn die ent­spre­chen­den Pa­ra­me­ter er­füllt sind", er­klär­te der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher, Ger­hard Gün­ther, am Diens­tag nach ei­nem Ge­spräch mit Wirt­schafts­ver­tre­tern.

Bil­dungs­mi­nis­ter Chris­toph Mat­schie (SPD) sol­le sei­ne "Ver­wei­ge­rungs­hal­tung" auf­ge­ben und sich mit der Thü­rin­ger Wirt­schaft ei­ni­gen.

Die Kam­mern und Ver­bän­de stimm­ten den Re­fe­ren­ten­ent­wurf nicht zu. Ih­rer Auf­fas­sung nach sol­len sich Ar­beit­neh­mer wie Ar­beit­ge­ber an der Bil­dungs­frei­stel­lung be­tei­li­gen und da­für we­ni­ge Ta­ge Ur­laub in­ves­tie­ren.

Die CDU un­ter­stüt­ze zum gro­ßen Teil die Po­si­tio­nen der Wirt­schaft, sag­te Gün­ther. Au­ßer­dem soll­ten kleins­te Un­ter­neh­men aus der Re­ge­lung her­aus­ge­nom­men wer­den, um die Be­las­tung für die Wirt­schaft so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten. Nach Auf­fas­sung der SPD wür­den da­mit je­doch das Gros der Thü­rin­ger Fir­men aus dem Ge­setz her­aus­fal­len. Die Thü­rin­ger Grü­nen war­fen der Ko­ali­ti­on Hand­lungs­un­fä­hig­keit vor.

Bil­dungs­mi­nis­ter Chris­toph Mat­schie (SPD) hat­te am Mon­tag den Re­gie­rungs­part­ner CDU auf­ge­for­dert, das Bil­dungs­frei­stel­lungs­ge­setz nicht wei­ter zu ver­zö­gern. Thü­rin­gen ge­hö­re zu den we­ni­gen Bun­des­län­dern, die noch kei­ne ge­setz­li­che Re­ge­lung für ei­ne Aus­zeit zur Wei­ter­bil­dung hät­ten.

Be­reits seit Som­mer 2012 lie­ge ein Ge­set­zes­ent­wurf vor. CDU-Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Voß ha­be dar­auf ge­drun­gen, dass die Ent­schä­di­gung für Ar­beit­ge­ber ge­stri­chen wer­de, um den Lan­des­haus­halt nicht zu be­las­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. Juni 2016

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