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SPD und Lin­ke für schnel­le An­glei­chung der Ost­ren­ten an West­ni­veau

Seit 25 Jah­ren wird um glei­che Ren­ten in Ost und West ge­strit­ten: 2020 soll es end­lich so­weit sein. SPD und Lin­ke war­nen da­vor, dies in­fra­ge zu stel­len

19.01.2016. (dpa) - Die Thü­rin­ger SPD hat an die Uni­on im Bun­des­tag ap­pel­liert, ihr Wahl­ver­spre­chen ei­ner schnel­len An­glei­chung der Ost­ren­ten in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode ein­zu­hal­ten.

"Wir brau­chen 25 Jah­re nach der Ver­ei­ni­gung ein ein­heit­li­ches und ge­rech­tes Ren­ten­sys­tem", er­klär­te die ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Frak­ti­on, Dia­na Leh­mann, am Mon­tag in Er­furt.

Ei­ne Ren­ten­an­glei­chung sei ei­ne Fra­ge der so­zia­len Ge­rech­tig­keit und ein Bei­trag, um ge­sell­schaft­li­chen Span­nun­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Laut "Thü­rin­ger All­ge­mei­ne" (Mon­tag) rü­cken ost­deut­sche CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te vom Vor­ha­ben ei­ner schnel­len An­glei­chung der Ost­ren­ten an das West­ni­veau ab. Der Ko­ali­ti­ons­ver­trag im Bund sieht die voll­stän­di­ge An­glei­chung der Ren­ten­wer­te bis 2020 vor.

SPD-Wirt­schafts­mi­nis­ter Wolf­gang Tie­fen­see sprach sich zu­dem für die Ein­rich­tung ei­nes Här­te­fall­fonds aus, um der Al­ters­ar­mut in Ost­deutsch­land ent­ge­gen­zu­wir­ken. Der Fonds soll­te mit min­des­tens 500 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­stat­tet sein für Ein­mal­zah­lun­gen oder mo­nat­li­che Zu­wen­dun­gen. Tau­sen­de ost­deut­scher Rent­ner er­hiel­ten auf­grund des Ei­ni­gungs­ver­trags und der ent­spre­chen­den Ur­tei­le der Ar­beits­ge­rich­te im Al­ter le­dig­lich Grund­si­che­rung, er­klär­te er. Zu den 17 be­nach­tei­lig­ten Grup­pen ge­hör­ten die vor 1992 ge­schie­de­nen Frau­en, ehe­ma­li­ge Reichs­bah­ner oder Be­schäf­tig­te der Braun­koh­le­ver­ed­lung.

Die Lin­ke im Land­tag warn­te die Thü­rin­ger CDU da­vor, wort­brü­chig zu wer­den. Die CDU ha­be sich 2014 für ei­ne mög­lichst schnel­le Ren­ten­an­glei­chung aus­ge­spro­chen. Auch Meck­len­burg-Vor­pom­merns Mi­nis­ter­prä­si­dent Er­win Sel­le­ring (SPD) warn­te die Uni­ons­par­tei­en da­vor, die ver­ein­bar­te An­glei­chung in­fra­ge zu stel­len.

Die Ost­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Iris Glei­cke (SPD), sag­te der "Thü­rin­ger All­ge­mei­nen", noch in die­sem Jahr müs­se ein Ge­setz­ent­wurf zur Ren­ten­über­lei­tung in den Bun­des­tag ein­ge­bracht wer­den. Ih­rer Mei­nung nach soll­te die An­glei­chung in Zwi­schen­schrit­ten 2017, 2018 und 2019 er­fol­gen.

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Letzte Überarbeitung: 15. Juli 2016

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