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Ge­sund und mun­ter durch die Schicht­ar­beit

"Auf dem Heim­weg ei­ne Son­nen­bril­le tra­gen" - Tipps für die Schicht­ar­beit

25.06.2012 (dpa/tmn) – Es ist kurz nach 14.30 Uhr. Zeit zum Auf­ste­hen für Mi­chae­la Lins und Chris­ti­ne Lan­gan­ke.

Die bei­den sind kei­ne fau­len Lang­schlä­fer. Sie sind Kran­ken­schwes­tern in ei­nem Kli­ni­kum in Wei­mar und ha­ben die gan­ze Nacht ge­ar­bei­tet, von 20.30 bis 6.15 Uhr. Es war ei­ne ru­hi­ge Schicht und trotz­dem sagt Mi­chae­la Lins: "Das schlaucht ganz schön, vor al­lem wenn man ei­ne Wo­che am Stück Nacht- oder Früh­schicht hat." Ihr ist der Wech­sel lie­ber. Ih­re Schwes­ter ar­bei­tet nur Nacht­schicht.

Nach der Nacht­schicht ein­schla­fen, da­mit ha­ben die bei­den kein Pro­blem. Doch vie­le Schicht­ar­bei­ter pla­gen Schlaf­pro­ble­me, in der we­ni­gen Zeit, die ih­nen da­zu zur Ver­fü­gung steht. Laut An­drea Ro­den­beck, Pro­fes­so­rin für Schlaf­me­di­zin an der Cha­rité in Ber­lin, kön­nen schon ein paar ganz ein­fa­che Tricks Lin­de­rung schaf­fen: "Wich­tig ist es, ru­hig und ab­ge­dun­kelt zu schla­fen, der We­cker soll­te kei­ne Leucht­an­zei­ge ha­ben, sonst fi­xiert man sich nur noch auf die Uhr­zeit und schläft viel schwe­rer ein." Bei der Nacht­schicht sei auch das so­ge­nann­te bi­pha­si­sche Schla­fen er­laubt, al­so sich nach der Nacht­schicht und auch da­vor noch ein­mal hin­zu­le­gen.

Egal, ob Früh- oder Spät­schicht: Wäh­rend der Ar­beits­zeit soll­te man im­mer ver­su­chen, so viel Licht wie mög­lich zu be­kom­men, denn das si­gna­li­siert dem Kör­per, dass er wach sein soll. Ge­nau aus die­sem Grund kön­nen vor al­lem Nacht­ar­bei­ter mit ei­nem ein­fa­chen Trick ver­su­chen, ih­rem Kör­per ein Schnipp­chen zu schla­gen.

"Es kann hel­fen, am Mor­gen mit ei­ner Son­nen­bril­le nach Hau­se zu fah­ren, dann gibt das Son­nen­licht dem Kör­per nicht die Si­gna­le "Tag" und "Leis­tung". "Für Chris­ti­ne Lan­gan­ke kei­ne Op­ti­on: "Ich freue mich ge­ra­de jetzt im Som­mer, wenn mor­gens die Son­ne scheint. Das ge­nie­ße ich und freue mich auf den Nach­mit­tag im Frei­en. Nach der gan­zen Nacht Ar­beit bin ich trotz Son­ne mü­de ge­nug."

Vie­len geht es da an­ders. De­nen rät Ro­den­beck, Schlaf­ri­tua­le ein­zu­füh­ren: "Was wir bei Kin­dern au­to­ma­tisch mit der Gu­te-Nacht-Ge­schich­te rich­tig ma­chen, ver­ges­sen wir als Er­wach­se­ne. Wir müs­sen auch run­ter­kom­men." Wem Ent­span­nungs­übun­gen und Le­sen nicht hel­fen, dem emp­fiehlt Ro­den­beck: "Trin­ken Sie ei­nen Schlaf­tee oder ei­ne war­me Milch. Da­bei hilft meist nicht das Ge­tränk selbst: Das War­ten wäh­rend der Zu­be­rei­tungs­zeit und das lang­sa­me Trin­ken des hei­ßen Ge­tränks ma­chen ru­hig."

Hei­ße Ge­trän­ke und Mahl­zei­ten soll­te man auch wäh­rend der Nacht­schicht ein­pla­nen. Denn wenn es dun­kel ist, sinkt die Kör­per­tem­pe­ra­tur, sagt die Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­le­rin Ant­je Gahl von der Deut­schen Ge­sell­schaft für Er­näh­rung. Wer kei­nen Tee mag, kann auch zu Ge­mü­se­brü­he oder Malz­kaf­fee grei­fen. Auch rich­ti­ger Kaf­fee ist er­laubt, wenn auch in Ma­ßen: "Man soll­te ihn nicht zum Durst lö­schen ver­wen­den und ihn nicht kurz vor Schich­ten­de trin­ken, aber ein paar Tas­sen sind in Ord­nung."

Wenn Mi­chae­la Lins mit ih­ren Kin­dern zu Abend isst, be­vor sie in die Ar­beit geht, macht sie das laut Gahl rich­tig. Vor der Schicht ist ein leich­tes Es­sen ge­nau rich­tig. "Wich­tig ist es, recht­zei­tig zu es­sen, da­mit die Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­ti­on gar nicht erst nach­las­sen", so Gahl. Nachts soll­te man mit ei­ner Ba­na­ne oder ei­nem Brot noch ein­mal ei­ne klei­ne Mahl­zeit es­sen. Gahl emp­fiehlt, vor dem Schla­fen­ge­hen noch zu früh­stü­cken: "Sonst kann es pas­sie­ren, dass die Zeit zu lan­ge wird und der Hun­ger den Schlaf un­ter­bricht."

Wem all die­se Tipps nicht hel­fen, der soll­te über­prü­fen, ob sich sein Ar­beit­ge­ber an die ar­beits­wis­sen­schaft­li­chen Richt­li­ni­en hält. Über die in­for­miert un­ter an­de­rem die In­ter­net­sei­te der Bun­des­an­stalt für Ar­beits­schutz und Ar­beits­me­di­zin. Nach die­ser soll­te man zum Bei­spiel nicht mehr als drei Nacht­schich­ten in Fol­ge ma­chen, da die­se be­son­ders be­las­ten. Bei wem das an­ders läuft, der kann sich an den Be­triebs­rat wen­den.

Die­ser nimmt dann manch­mal Kon­takt mit Ul­ri­ke Hel­lert auf. Die Ar­beits­zeit­ex­per­tin be­rät Un­ter­neh­men, die Hil­fe bei der Ge­stal­tung der Schicht­plä­ne su­chen. "Am bes­ten ist es so: Zwei Früh-, zwei Spät-, zwei Nacht­schich­ten und dann zwei Ta­ge frei. Die­sen Rhyth­mus nennt man den "Vor­wärts­wech­sel"", sagt sie. Im Schlaf­la­bor hat man her­aus­ge­fun­den, dass vie­le Men­schen ei­nen län­ge­ren Rhyth­mus als 24 St­un­den ha­ben, des­we­gen ist das Aus­deh­nen nach vor­ne an­ge­neh­mer.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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