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Sch­lich­tung zwi­schen Luft­han­sa und Flug­be­glei­tern er­folg­reich

Mat­thi­as Platz­eck wird zum Su­per-Sch­lich­ter: Nach der Bahn hat der frü­he­re Po­li­ti­ker nun auch den Ta­rif­kon­flikt der Luft­han­sa mit ih­ren Flug­be­glei­tern be­frie­det

01.07.2016. (dpa) - Luft­han­sa-Pas­sa­gie­re müs­sen auf ab­seh­ba­re Zeit kei­ne Streiks der Flug­be­glei­ter mehr be­fürch­ten.

Die Sch­lich­tung zwi­schen dem Un­ter­neh­men und der Ge­werk­schaft Ufo ist er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wor­den, wie aus am Don­ners­tag ver­brei­te­ten Er­klä­run­gen der Ta­rif­part­ner her­vor­geht.

Der Ta­rif­kon­flikt mit dem bis­lang här­tes­ten Streik in der Ge­schich­te der Luft­han­sa geht da­mit zu En­de.

Über die De­tails der Ver­ein­ba­rung wol­len bei­de Sei­ten so­wie der Sch­lich­ter Mat­thi­as Platz­eck al­ler­dings erst am kom­men­den Diens­tag auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz in Ber­lin be­rich­ten. Noch of­fen sind zu­dem die par­al­le­len Ta­rif­ver­hand­lun­gen mit den Pi­lo­ten.

Das um­fas­sen­de Sch­lich­tungs­er­geb­nis sei von bei­den Sei­ten ak­zep­tiert wor­den und müs­se noch im De­tail auf­ge­ar­bei­tet wer­den, er­klär­te Ufo-Ver­hand­lungs­füh­rer Ni­coley Baublies. Auch ein Luft­han­sa-Spre­cher ver­wies noch auf letz­te zu klä­ren­de Ein­zel­hei­ten. Baublies lehn­te es aus Rück­sicht auf Sch­lich­ter Platz­eck ab, die In­hal­te zu er­läu­tern. "Dass wir je­doch nur ei­nem Er­geb­nis zu­stim­men konn­ten, wel­ches die Be­dürf­nis­se un­se­rer Mit­glie­der wahrt, kann sich je­der vor­stel­len."

Be­reits zu Be­ginn der Ge­sprä­che im Ja­nu­ar hat­te der frü­he­re SPD-Mi­nis­ter­prä­si­dent von Bran­den­burg ei­ne Teil­ei­ni­gung in zen­tra­len Fra­gen er­reicht, die aber un­ter dem Vor­be­halt ei­ner Ge­samt­lö­sung stan­den. So hat­ten sich die Kon­tra­hen­ten schon auf ei­ne kurz­fris­ti­ge Ge­halts­stei­ge­rung und Grund­zü­ge zur künf­ti­gen Al­ters­si­che­rung der rund 19.000 Flug­be­glei­ter bei der Kern­mar­ke Luft­han­sa ge­ei­nigt.

Ufo hat­te da­bei ak­zep­tiert, dass vom Un­ter­neh­men künf­tig nur noch fest de­fi­nier­te Ren­ten­zu­schüs­se be­zahlt wer­den, nicht aber die ab­so­lu­te Hö­he der Zah­lun­gen ga­ran­tiert wird. Das Ri­si­ko be­son­ders nied­ri­ger Zin­sen geht da­mit auf die Be­schäf­tig­ten über.

Ei­ne gan­ze Rei­he von Re­ge­lun­gen et­wa zu Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten, Ein­satz­zei­ten und Ver­set­zun­gen in­ner­halb des Luft­han­sa-Kon­zerns zu an­de­ren Flug­ge­sell­schaf­ten soll­ten nach­fol­gend un­ter Platz­ecks Ver­mitt­lung ge­löst wer­den. Ins­be­son­de­re das Ver­hält­nis zur auf­stre­ben­den Bil­lig­toch­ter Eu­ro­wings be­nö­tig­te nach An­sicht der Ge­werk­schaft ei­ne ex­ak­te De­fi­ni­ti­on.

Auch ein neu­er, be­reits ab Ok­to­ber gel­ten­der Ge­halts­ta­rif­ver­trag stand im Las­ten­heft des Sch­lich­ters. Die An­nah­me des Sch­lich­ter­spruchs steht noch un­ter dem Vor­be­halt ei­ner Ur­ab­stim­mung der mehr als 10.000 bei der Luft­han­sa be­schäf­tig­ten Ufo-Mit­glie­der.

Die Platz­eck-Sch­lich­tung ist be­reits die zwei­te in dem seit Ja­nu­ar 2015 im­mer wei­ter es­ka­lier­ten Ta­rif­kon­flikt der Flug­be­glei­ter. Ein ers­ter Ver­such der Ex-Po­li­ti­ker Fried­rich Merz (CDU) und Her­ta Däu­bler-Gme­lin (SPD) war im Som­mer 2015 an der har­ten Hal­tung bei­der Ta­rif­part­ner ge­schei­tert, so dass die Sch­lich­ter nur wei­te­re Ver­hand­lun­gen emp­feh­len konn­ten.

Im No­vem­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te Ufo dann ei­nen sie­ben Ta­ge lan­gen Streik or­ga­ni­siert, bei dem rund 4700 Flü­ge aus­ge­fal­len wa­ren. Be­trof­fen vom här­tes­ten Streik in der Un­ter­neh­mens­ge­schich­te wa­ren et­wa 550.000 Pas­sa­gie­re. Bei den Ver­hand­lun­gen mit den Pi­lo­ten gilt ei­ne Frist zum 31. Ju­li, bis zu der ver­han­delt wer­den soll.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 31. August 2016

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