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Sie­mens streicht oder ver­la­gert 2500 Jobs

Neue Ein­schnit­te bei Sie­mens: We­gen der Nach­fra­ge­flau­te in der An­triebs­spar­te setzt Kon­zern­chef Ka­e­ser er­neut den Rot­stift an. Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter re­agie­ren mit schar­fer Kri­tik

10.03.2016. (dpa) - Der Elek­tro­kon­zern Sie­mens streicht oder ver­la­gert we­gen der Nach­fra­ge­flau­te aus der Öl- und Gas­bran­che rund 2500 Ar­beits­plät­ze, da­von rund 2000 in Deutsch­land.

Be­trof­fen von den Ein­schnit­ten ist die Spar­te Pro­zess­in­dus­trie und An­trie­be schwer­punkt­mä­ßig in Bay­ern.

Et­wa je­weils die Hälf­te der Jobs sol­le weg­fal­len be­zie­hungs­wei­se ver­la­gert wer­den, er­klär­te das Un­ter­neh­men am Mitt­woch in Mün­chen.

Ei­ne zu­neh­men­de Wett­be­werbs­in­ten­si­tät in den Bran­chen Öl und Gas so­wie Me­tall und Berg­bau ma­che ei­ne Neu­ord­nung der Ka­pa­zi­tä­ten not­wen­dig, er­klär­te Sie­mens.

Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter kri­ti­sier­ten die Plä­ne und kün­dig­ten Wi­der­stand an.

Kon­kret sind am Stand­ort Ruhstorf na­he Pas­sau rund 700 Ar­beits­plät­ze be­trof­fen, in Bad Neu­stadt/Saa­le rund 350, in Nürn­berg rund 750 und in Er­lan­gen gut 150 Stel­len. In Ber­lin soll es um et­wa 20 bis 30 Jobs ge­hen. Die heu­te be­ste­hen­den Stand­or­te soll­ten er­hal­ten blei­ben und der Ar­beits­platz­ab­bau so­zi­al­ver­träg­lich um­ge­setzt wer­den, er­klär­te Sie­mens. Im Kern ge­he es dar­um, Ar­beits­in­hal­te und die Grö­ße der Fer­ti­gungs­stand­or­te in Eu­ro­pa zu kon­zen­trie­ren, um die Wett­be­werbs­fä­hig­keit in ei­nem dau­er­haft schwie­ri­gen Markt­um­feld zu ver­bes­sern. Da­bei wer­den bei­spiels­wei­se Pro­duk­ti­ons­li­ni­en ge­bün­delt. So könn­te so­wohl zu Ver­la­ge­run­gen zwi­schen den deut­schen Stand­or­ten, aber auch nach Ost­eu­ro­pa oder Asi­en kom­men.

Die IG Me­tall wies die Plä­ne um­ge­hend zu­rück. Von der von Sie­mens-Chef Joe Ka­e­ser ver­spro­che­nen Ru­he im Un­ter­neh­men sei nichts zu spü­ren, kri­ti­sier­te Bay­erns IG-Me­tall-Be­zirks­chef Jür­gen Wechs­ler. Er­neut re­agie­re Sie­mens "re­flex­ar­tig und ide­en­los" mit Stel­len­strei­chun­gen auf Markt­ver­än­de­run­gen. Sie­mens-Ge­samt­be­triebs­rats­che­fin Bir­git St­ein­born kün­dig­te an, um je­den ein­zel­nen Ar­beits­platz kämp­fen zu wol­len. "Ver­la­ge­run­gen ge­fähr­den den In­dus­trie- und In­no­va­ti­ons­stand­ort Deutsch­land. Hier hat Sie­mens ei­ne be­son­de­re Ver­ant­wor­tung", so St­ein­born.

Die Spar­te baut un­ter an­de­rem gro­ße Elek­tro­an­trie­be für die Öl-, Gas- und Berg­bau­in­dus­trie. Seit ei­ni­ger Zeit lässt die Nach­fra­ge aus der Öl- und Gas­in­dus­trie nach, denn die Kun­den hal­ten sich an­ge­sichts des Öl­preis­ver­falls mit Be­stel­lun­gen zu­rück. We­gen der Pro­ble­me wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr auch der Chef der Spar­te aus­ge­tauscht, mitt­ler­wei­le wird sie von Jür­gen Bran­des ge­führt. In Deutsch­land be­schäf­tigt Sie­mens in dem Ge­schäfts­feld mit ei­nem Jah­res­um­satz von rund neun Mil­li­ar­den Eu­ro rund 16.000 Mit­ar­bei­ter, welt­weit sind es rund 46.000 Be­schäf­tig­te.

Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Il­se Ai­gner (CSU) sprach von ei­nem "schmerz­li­chen Ver­än­de­rungs­pro­zess" bei Sie­mens und sag­te den be­trof­fe­nen Men­schen ih­re Un­ter­stüt­zung zu. Sie sei mit dem Un­ter­neh­men be­reits dar­über im Ge­spräch, wie be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen ver­mie­den und wo neue Per­spek­ti­ven für die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ent­wi­ckelt wer­den kön­nen.

Sie­mens-Chef Joe Ka­e­ser hat­te seit sei­nem Amts­an­tritt be­reits mehr­fach den Rot­stift an­ge­setzt. We­gen des Kon­zern­um­baus und der Schwie­rig­kei­ten in der Strom­er­zeu­gungs­spar­te so­wie in an­de­ren schwä­cheln­den Ge­schäfts­fel­dern strich er ins­ge­samt rund 13.000 Jobs.

Zu­gleich will Sie­mens aber auch ein­stel­len: Der Wan­del zum di­gi­ta­len In­dus­trie­un­ter­neh­men wer­de vor­an­ge­trie­ben, er­klär­te das Un­ter­neh­men. An­ge­sichts der Aus­wei­tung der In­ves­ti­tio­nen in For­schung und Ent­wick­lung, Pro­duk­ti­vi­tät und für den welt­wei­ten Ver­trieb rech­ne man in den kom­men­den Jah­ren mit min­des­tens 25.000 Neu­ein­stel­lun­gen welt­weit jähr­lich, da­von rund 3000 in Deutsch­land.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 28. September 2016

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