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So­zia­le Ab­si­che­rung für Crowd­wor­ker

Die IG Me­tall for­dert mehr Rech­te und bes­se­ren Schutz für die so­ge­nann­ten Crowd­wor­ker.

12.06.2017. (dpa/wie) - In Deutsch­land gibt es rund ei­ne Mil­li­on Men­schen die das so­ge­nann­te Crowd­wor­king be­trei­ben. Da­bei han­delt es sich um auf In­ter­net­platt­for­men aus­ge­schrie­be­ne Ar­bei­ten, die ge­gen ein Ent­gelt oh­ne An­stel­lungs­ver­hält­nis aus­ge­führt wer­den kön­nen.

Zu den Tä­tig­kei­ten ge­hö­ren bei­spiels­wei­se das Ver­fas­sen von Tex­ten, Sam­meln und Wei­ter­ge­ben von In­for­ma­tio­nen in der Um­ge­bung oder das Ent­wer­fen von Slo­gans und De­signs. Reiz­voll macht die­se Art Geld zu ver­die­nen ins­be­son­de­re die Selbst­be­stim­mung bei Ar­beits­zeit und Ar­beits­ort. 

Laut der IG Me­tall feh­le es in die­sem Be­reich je­doch an fai­rer Be­zah­lung und so­zia­ler Ab­si­che­rung.

Die Zwei­te Vor­sit­zen­de der Ge­werk­schaft, Chris­tia­ne Ben­ner, hob am Frei­tag in Ber­lin die Chan­cen die­ser Art der Ar­beit her­vor, for­der­te aber auch mehr recht­li­chen Schutz für die zu­neh­men­de Zahl an Auf­trag­neh­mern. "Die In­ter­net­öko­no­mie darf un­se­ren So­zi­al­staat nicht aus­höh­len.", so Ben­ner.

In der Re­gel han­de­le es sich um Ne­ben­ver­diens­te, so die Ge­werk­schaft. Ein klei­ner Teil übe das Ar­bei­ten per Klick je­doch in Voll­zeit aus.

Auch ei­ne Stu­die des Hu­go-Sinz­hei­mer-In­sti­tuts, wel­ches im Auf­trag der IG Me­tall die Be­din­gun­gen für Crowd­wor­ker un­ter­such­te, be­män­gel­te das un­kla­re Ar­beits­ver­hält­nis zum Auf­trag­ge­ber. Ein­ge­stuft wür­den sie zu­meist als So­lo-Selbst­stän­di­ge (oh­ne an­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter). Durch das Ver­hält­nis zwi­schen ver­mit­teln­der Platt­form, dem Auf­trag­neh­mer und dem Auf­trag­ge­ber kön­ne es auch als Leih­ar­beits­ver­hält­nis in­ter­pre­tiert wer­den, so das In­sti­tut. Auch die Ein­stu­fung als Heim­ar­bei­ter sei denk­bar, wo­durch die Be­trof­fe­nen den Schutz­vor­schrif­ten des Heim­ar­beits­ge­set­zes un­ter­lie­gen wür­den.

In je­dem Fall sei es "wich­tig, dass der Sta­tus von Crowd­wor­kern ge­klärt ist, dass klar ist, ob sie ar­beit­neh­mer­ähn­lich, selbst­stän­dig oder ab­hän­gig be­schäf­tigt sind", er­klär­te Ben­ner. "Der Sta­tus hat Aus­wir­kun­gen auf die Rech­te der Men­schen, die platt­form­ba­siert ar­bei­ten, und auf ih­re so­zia­le Ab­si­che­rung."


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Letzte Überarbeitung: 12. Juni 2017

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