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Wei­te­rer Stel­len­ab­bau in der So­lar­in­dus­trie steht be­vor

SMA So­lar kün­digt Stel­len­ab­bau an - Markt­ein­bruch 2013 er­war­tet

19.10.2012 (dpa) - Der Solar­tech­nik­her­stel­ler SMA So­lar rech­net für 2013 mit ei­nem kräf­ti­gen Um­satz­rück­gang und trennt sich des­halb von 450 sei­ner welt­weit gut 5.500 Mit­ar­bei­ter so­wie von 600 Zeit­ar­bei­tern. Die Tren­nung von den Mit­ar­bei­tern wer­de schritt­wei­se er­fol­gen, teil­te das Un­ter­neh­men am Don­ners­tag­abend mit. Als Grund für den er­war­te­ten Rück­gang der Er­lö­se wur­den die För­der­kür­zun­gen für die Pho­to­vol­ta­ik in Eu­ro­pa ge­nannt. Für 2013 wird mit ei­nem Rück­gang des Um­sat­zes auf 0,9 bis 1,3 Mil­li­ar­den EUR (2012: 1,3 bis 1,5 Mrd EUR) ge­rech­net. Auch ein Ver­lust sei aus heu­ti­ger Sicht nicht aus­zu­schlie­ßen.

SMA So­lar - nach ei­ge­nen An­ga­ben Welt­markt­füh­rer bei so­ge­nann­ten Wech­sel­rich­tern, ei­ner zen­tra­len Kom­po­nen­te von So­lar­strom­an­la­gen - hat­te sich in der ers­ten Hälf­te 2012 an­ders als vie­le Un­ter­neh­men der Bran­che noch re­la­tiv gut ge­schla­gen. We­gen der För­der­kür­zun­gen sei­en nun je­doch ein star­ker Markt­ein­bruch und zu­neh­men­der Preis­druck zu er­war­ten. "Die Wachs­tums­im­pul­se der au­ßer­eu­ro­päi­schen So­lar­märk­te rei­chen nicht aus, um den er­war­te­ten Nach­fra­ge­rück­gang in Eu­ro­pa zu kom­pen­sie­ren", sag­te Vor­stands­spre­cher Pier­re-Pas­cal Ur­bon laut Mit­tei­lung. Auch mit Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schrit­ten und In­no­va­tio­nen kön­ne kein Aus­gleich ge­schaf­fen wer­den. "Im bes­ten Fall rech­nen wir 2013 mit ei­nem aus­ge­gli­che­nen ope­ra­ti­ven Er­geb­nis", sag­te Ur­bon.

Vom Stel­len­ab­bau ver­schont bleibt die Ent­wick­lung. SMA will hier im kom­men­den Jahr mehr als 100 Mil­lio­nen EUR in­ves­tie­ren und da­mit wich­ti­ge Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en vor­an­trei­ben. "Wenn es uns ge­lingt, durch tech­no­lo­gi­sche In­no­va­tio­nen die Her­stel­lungs­kos­ten zu re­du­zie­ren und den Markt für En­er­gie­ma­nage­ment- und So­lar-Die­sel-Hy­brid-Sys­te­me zu er­schlie­ßen, wer­den wir ab 2014 wie­der zur Pro­fi­ta­bi­li­tät zu­rück­keh­ren kön­nen", sag­te Ur­bon.

Gro­ße Chan­cen sieht er laut SMA auch bei Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen der Kraft­werks­klas­se in den son­nen­rei­chen Re­gio­nen. Zu­dem wer­de in Eu­ro­pa und Ame­ri­ka der An­teil des Stroms aus der Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge, den ein Haus­halt selbst nut­zen kann, stark an Be­deu­tung ge­win­nen. "Wir kön­nen uns ge­ra­de in die­sem at­trak­ti­ven Wachs­tums­seg­ment durch in­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en vom Wett­be­werb ab­set­zen und ei­ne wirt­schaft­li­che En­er­gie­ver­sor­gung oh­ne För­de­rung er­mög­li­chen."

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Letzte Überarbeitung: 4. November 2014

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