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Streiks in Bran­den­bur­ger Kli­ni­ken

In Ebers­wal­de und An­ger­mün­de wer­den Kli­ni­ken wei­ter be­streikt: Be­trof­fen sind das Forß­mann-Kran­ken­haus, das Mar­tin-Gro­pi­us-Kran­ken­haus und die Kli­nik An­ger­mün­de

28.05.2012 (dpa/bb) - Kli­nik­mit­ar­bei­ter füh­len sich ge­täuscht: Die Ar­beit­saus­ein­an­der­set­zung am Ebers­wal­der Forß­mann-Kran­ken­haus nimmt an Schär­fe zu.

Ver.di-Ver­hand­lungs­füh­re­rin Bet­ti­na Wei­ter­mann er­klär­te am Sams­tag, dass die Kran­ken­haus­lei­tung zu kei­ner­lei Zu­ge­ständ­nis­sen be­reit sei. Die­se hat­te am Frei­tag in Ta­rif­ver­hand­lun­gen mit Ver­di den Be­schäf­tig­ten 7,2 Pro­zent mehr Lohn an­ge­bo­ten.

Ver.di hat­te aber ab­ge­lehnt. "Die Ge­schäfts­füh­rung glaubt, wir kön­nen nicht rech­nen", so Wei­ter­mann. Das sei das glei­che An­ge­bot wie vor dem Streik, nur dass auf ei­ne Aus­zah­lung in zwei Stu­fen ver­zich­tet wur­de.

"Das macht uns sau­er. Die Kli­nik­lei­tung ver­kennt die La­ge." Die Ebers­wal­der Mit­ar­bei­ter ver­dien­ten so im­mer noch um bis zu 25 Pro­zent we­ni­ger als in an­de­ren ta­rif­ge­bun­de­nen mär­ki­schen Kli­ni­ken, sag­te die Ge­werk­schaf­te­rin. Ein neu­er Ver­hand­lungs­ter­min ste­he noch nicht fest. "Die Streik­be­reit­schaft der Mit­ar­bei­ter hat sich so nur noch ver­stärkt", be­ton­te Wei­ter­mann.

Ver.di ist mit ei­ner For­de­rung von 10 Pro­zent mehr Geld in die Ver­hand­lun­gen ge­gan­gen. Die Kli­nik­lei­tung hat nach ei­ge­nen An­ga­ben au­ßer dem Ge­halts­plus auch deut­li­che Er­hö­hun­gen bei Schicht­zu­la­gen, Nacht- und Sams­tags­ar­beit und Be­reit­schafts­diens­ten an­ge­bo­ten.

Das Wer­ner Forß­mann Kran­ken­haus ge­hört zur GLG mbH - Ge­sell­schaft für Le­ben und Ge­sund­heit mbH. Der 2005 ge­grün­de­te Kon­zern hat nach An­ga­ben auf sei­ner In­ter­net­sei­te der­zeit rund 1900 Mit­ar­bei­ter.

An dem Aus­stand be­tei­li­gen sich auch GLG-Ärz­te des Ebers­wal­der Mar­tin-Gro­pi­us-Kran­ken­hau­ses und der Kli­nik An­ger­mün­de. Die Ärz­te­ge­werk­schaft Mar­bur­ger Bund for­dert ei­ne Er­hö­hung der Ge­häl­ter rück­wir­kend ab dem 1. Ja­nu­ar 2012 um 6 Pro­zent. Die Ar­beit­ge­ber woll­ten nur 2,9 Pro­zent mehr zu­ge­ste­hen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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