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Kei­ne Streiks bei Eu­ro­wings die­se Wo­che - Platz­eck soll hel­fen

Bei Eu­ro­wings ha­ben sich die Ver­hand­lungs­part­ner hoff­nungs­los ver­keilt: Ei­nen neu­en Streik scheut die Ge­werk­schaft Ufo aber. Nun soll es wie­der Luft­han­sa-Sch­lich­ter Mat­thi­as Platz­eck rich­ten

02.11.2016. (dpa) - Trotz ge­schei­ter­ter Sch­lich­tungs­ver­hand­lun­gen wird es bei der Luft­han­sa-Toch­ter Eu­ro­wings in die­ser Wo­che kei­ne neu­en Streiks der Flug­be­glei­ter ge­ben.

Die Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo zog am Mon­tag ih­re ur­sprüng­li­che Dro­hung von zwei wei­te­ren Streik­ta­gen zu­rück.

Statt­des­sen sol­le der be­reits beim Mut­ter­kon­zern er­folg­rei­che Sch­lich­ter Mat­thi­as Platz­eck die Ge­sprä­che wie­der in Gang brin­gen, schlug die Ge­werk­schaft vor.

In der Nacht zum Mon­tag wa­ren Ge­sprä­che mit dem Eu­ro­wings-Ma­nage­ment über ei­ne mög­li­che Sch­lich­tung ge­schei­tert. Dort hat­te man sich nach An­ga­ben bei­der Sei­ten nicht auf ei­nen The­men­kreis ei­ni­gen kön­nen. Eu­ro­wings hielt Ufo vor, ge­werk­schafts­po­li­tisch mo­ti­vier­te Zie­le au­ßer­halb der Ta­rif­ver­trä­ge zu ver­fol­gen. Man sei je­der­zeit zur Sch­lich­tung sämt­li­cher Ta­rif­ver­trags­the­men be­reit, hat­te das Un­ter­neh­men am Sonn­tag be­tont.

Ufo sieht hin­ge­gen den in der Luft­han­sa-Sch­lich­tung ver­ein­bar­ten Rah­men nicht ge­wahrt, der un­ter dem bran­den­bur­gi­schen Ex-Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Platz­eck aus­ge­han­delt wor­den war. Die Ge­werk­schaft lei­tet dar­aus den An­spruch ab, die Ar­beits­be­din­gun­gen für den Bil­li­gab­le­ger der Luft­han­sa weit­ge­hend zu ge­stal­ten. Das Eu­ro­wings-Ma­nage­ment ha­be zu­dem nach dem Streik ver­langt, dass Ufo von ih­ren For­de­run­gen ab­las­se.

Mit Un­ter­stüt­zung der Kol­le­gen bei der Schwes­ter­ge­sell­schaft Ger­manwings, die eben­falls zur Platt­form Eu­ro­wings ge­hört, hat­te die Ufo am Don­ners­tag ver­gan­ge­ner Wo­che 393 von 551 ge­plan­ten Eu­ro­wings-Flü­gen aus­fal­len las­sen.

Der SPD-Po­li­ti­ker Platz­eck sol­le den Ge­samt­pro­zess wie­der in Gang brin­gen und wei­te­re Streiks über­flüs­sig ma­chen, heißt es in ei­nem of­fe­nen Brief an den Luft­han­sa-Vor­stand. Man müs­se die öf­fent­li­chen Schuld­zu­wei­sun­gen und in­halts­frei­en Es­ka­la­tio­nen be­en­den, ver­lang­te die stell­ver­tre­ten­de Ufo-Vor­sit­zen­de Syl­via de la Cruz. "Dies kann un­se­res Er­ach­tens ge­lin­gen, da die zu­vor an­ge­kün­dig­ten Streiks in die­ser Wo­che nicht durch­ge­führt wer­den."

Die Eu­ro­wings GmbH ver­han­del­te am Diens­tag er­neut par­al­lel mit der Ufo-Kon­kur­renz Ver­di über die Ta­ri­fe der der­zeit rund 480 Flug­be­glei­ter. Es steht nicht fest, wel­che Ge­werk­schaft in dem Un­ter­neh­men mehr Mit­glie­der hat. Soll­ten bei­de Ge­werk­schaf­ten ei­nen Ta­rif­ver­trag er­rei­chen, müss­te ein Ta­rif­ein­heits­ver­fah­ren in Gang ge­setzt wer­den. Ver­di be­an­sprucht für sich, bei der Eu­ro­wings GmbH die stär­ke­re Ge­werk­schaft zu sein.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 22. November 2016

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