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15/070a Stu­die zu Ar­beits­druck: Mit­ar­bei­ter ge­fähr­den ei­ge­ne Ge­sund­heit

Stress am Ar­beits­platz ge­fähr­det die Ge­sund­heit der Mit­ar­bei­ter - auch weil sie mit sich selbst nicht pfleg­lich um­ge­hen: Aus­bre­chen aus dem Teu­fels­kreis kön­nen Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer nur ge­mein­sam, heißt es in ei­ner Stu­die

16.03.2015. (dpa) - We­gen gro­ßen Drucks am Ar­beits­platz ge­hen vie­le Be­schäf­tig­te fahr­läs­sig mit ih­rer Ge­sund­heit um.

Das ist das Er­geb­nis ei­ner am Mon­tag vor­ge­stell­ten Stu­die der Ber­tels­mann-Stif­tung.

Dem­nach legt ein Vier­tel der re­prä­sen­ta­tiv be­frag­ten Voll­zeit-Be­schäf­ti­gen ein zu ho­hes Ar­beits­tem­po vor.

Lang­fris­tig, so die In­ter­view­ten, sei das nicht durch­zu­hal­ten.

18 Pro­zent sto­ßen oft an ih­re Leis­tungs­gren­zen, 23 Pro­zent ma­chen kei­ne Pau­sen.

Je­der Ach­te kommt so­gar krank zur Ar­beit.

Da­mit wach­se bei vie­len die Ge­fahr, die ei­ge­ne Ge­sund­heit zu ge­fähr­den, so das Er­geb­nis der Stu­die.

42 Pro­zent be­klag­ten, dass das Ar­beits­um­feld durch die Er­war­tung an stei­gen­de Leis­tungs­zie­le ge­prägt wer­de. Je­der Drit­te weiß nicht mehr, wie er den An­sprü­chen ge­recht wer­den soll. Wer­den zu ho­he Zie­le den­noch er­reicht, gel­ten die­se so­fort als neu­er Maß­stab.

Aus die­sem Teu­fels­kreis ge­be es kein Ent­kom­men, glaubt je­der zwei­te Ar­beit­neh­mer. 51 Pro­zent der Be­frag­ten ge­ben an, kei­nen oder nur ge­rin­gen Ein­fluss auf ih­re Ar­beits­men­ge zu ha­ben. Über 40 Pro­zent sa­gen das auch über ih­re Ar­beits­zie­le.

Für Bri­git­te Mohn vom Vor­stand der Ber­tels­mann-Stif­tung müs­sen die Un­ter­neh­men ein­grei­fen. "Das Ma­nage­ment kann die Leis­tungs­kul­tur maß­geb­lich be­ein­flus­sen und durch rea­lis­ti­sche Ar­beits­zie­le ein ge­sün­de­res Ar­beits­um­feld schaf­fen", sag­te Mohn laut Mit­tei­lung.

Um das selbst­ge­fähr­den­de Ver­hal­ten der Be­schäf­tig­ten zu re­du­zie­ren, schla­gen die Au­to­ren der Stu­die re­gel­mä­ßig ver­bind­li­che und rea­lis­ti­sche Ziel­ver­ein­ba­rungs­ge­sprä­che mit dem Ar­beit­ge­ber vor. Die ver­ein­bar­ten Zie­le müss­ten in­ner­halb der ver­trag­li­chen Ar­beits­zeit er­reich­bar sein, so An­ja Che­va­lier von der Sport­hoch­schu­le Köln. Be­son­ders wich­tig sei, dass Ar­beit­neh­mer ein Ge­fühl für die ei­ge­nen Gren­zen ent­wi­ckeln, da­mit sie ihr Leis­tungs­po­ten­zi­al auch lang­fris­tig op­ti­mal aus­schöp­fen könn­ten, sag­te Gert Ka­lu­za vom GMK-In­sti­tut für Ge­sund­heits­psy­cho­lo­gie in Mar­burg.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 8. Juli 2016

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