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Stu­die: Be­denk­li­che Be­schäf­ti­gung im Süd­wes­ten nimmt zu

Zeit­ar­beit, freie Mit­ar­beit oder im­mer neue Be­fris­tun­gen: Men­schen im Süd­wes­ten ar­bei­ten ei­ner Stu­die zu­fol­ge zu­neh­mend in be­denk­li­chen Ar­beits­ver­hält­nis­sen. Bei der Ar­beits­agen­tur sieht man in sol­chen Be­schäf­ti­gungs­for­men aber nicht nur Nach­tei­le

08.09.2014. (dpa) - Ar­beit mit Ab­lauf­da­tum: Im­mer mehr Men­schen im Süd­wes­ten ar­bei­ten ei­ner Stu­die zu­fol­ge nur mit zeit­lich be­grenz­ten Ver­trä­gen oder oh­ne Voll­zeit­job.

Al­lein der An­teil von Teil­zeit- und be­fris­te­ter Be­schäf­ti­gung stieg in Ba­den-Würt­tem­berg zwi­schen 2000 und 2013 um mehr als die Hälf­te, wie aus ei­ner Ana­ly­se des In­sti­tuts für An­ge­wand­te Wirt­schafts­for­schung (IAW) in Tü­bin­gen her­vor­geht.

Ins­ge­samt hat das IAW acht For­men so­ge­nann­ter aty­pi­scher Be­schäf­ti­gung, die von den Stan­dards so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig, un­be­fris­tet oder Voll­zeit ab­wei­chen, un­ter­sucht. Er­geb­nis: Mit Aus­nah­me von Prak­ti­kan­ten und Ein-Eu­ro-Job­bern nah­men die­se Ar­beits­ver­hält­nis­se in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu. Be­son­ders stark ver­tre­ten sind sie dem­nach im Dienst­leis­tungs­be­reich. Zeit­ar­bei­ter wer­den vor al­lem im ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be ein­ge­setzt.

Die häu­figs­te Form war zu­letzt die Teil­zeit­ar­beit: Sie mach­te 2013 fast ein Drit­tel der aty­pi­schen Be­schäf­ti­gung im Süd­wes­ten aus - rund 80 Pro­zent der Be­trie­be hat­ten im ver­gan­ge­nen Jahr min­des­tens ei­nen Teil­zeit­job­ber im Team. Auch ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te wur­den re­la­tiv oft ein­ge­setzt - in mehr als 60 Pro­zent der Un­ter­neh­men.

Die gu­te Nach­richt: Das Wachs­tum der aty­pi­schen Ar­beit be­deu­tet nicht au­to­ma­tisch ei­nen Rück­gang re­gu­lä­rer Be­schäf­ti­gung, wie die Wis­sen­schaft­ler aus­ge­rech­net ha­ben. Auch nor­ma­le Ar­beits­ver­hält­nis­se wei­sen dem­nach seit 2006 - vor­her wur­den nicht al­le be­denk­li­chen Be­schäf­ti­gungs­for­men er­ho­ben - ei­ne stei­gen­de Ten­denz auf. Al­ler­dings leg­te die aty­pi­sche Ar­beit im Ver­gleich da­zu über­pro­por­tio­nal zu.

"Um zum Mus­ter­land für gu­te Ar­beit zu wer­den, gibt es im Länd­le noch viel zu tun", er­klär­te Ba­den-Würt­tem­bergs IG-Me­tall-Chef Ro­man Zit­zels­ber­ger. Nach wie vor sei­en die un­si­che­ren Ar­beits­ver­hält­nis­se auch schlech­ter be­zahlt als ver­gleich­ba­re Nor­mal­ar­beits­ver­hält­nis­se.

Der Chef der Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, Chris­ti­an Rauch, sieht bei­spiels­wei­se in der Zeit­ar­beit aber auch Vor­tei­le: "Für die Be­trie­be ist es ein In­stru­ment, das auch zur Puf­fe­rung von Be­las­tungs­spit­zen ge­nutzt wird. Dar­auf möch­te ich in der Ar­beits­markt­po­li­tik nicht ver­zich­ten." Man müs­se im­mer die Al­ter­na­ti­ve da­ge­gen­stel­len: "Es ist bes­ser als Ar­beits­lo­sig­keit."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 7. August 2015

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