Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Stu­die: Vie­le Jün­ge­re sind nur be­fris­tet be­schäf­tigt

Be­fris­tung statt Si­cher­heit - vie­le jun­ge Be­schäf­tig­te sind von ei­nem re­gu­lä­ren Voll­zeit­job weit ent­fernt: Und auch bei der Be­zah­lung ha­pert es aus Sicht vie­ler Be­trof­fe­ner

09.01.2016. (dpa) - Mehr als je­der vier­te Be­schäf­tig­te un­ter 35 Jah­ren ar­bei­tet in Deutsch­land nicht in ei­nem re­gu­lä­ren Voll­zeit­job.

Laut ei­ner Um­fra­ge im Auf­trag des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB) sind es 27,9 Pro­zent, die "aty­pisch" be­schäf­tigt sind.

Ge­meint sind da­mit be­fris­te­te oder Teil­zeit-Jobs, Zeit­ar­beit oder Mi­ni­jobs.

Die Stu­die lag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ber­lin vor.

Bei den un­ter 25-Jäh­ri­gen sind so­gar 46,4 Pro­zent in aty­pi­scher Be­schäf­ti­gung. Ei­ne gro­ße Rol­le spie­len Be­fris­tun­gen: Sind bei den über 35-Jäh­ri­gen le­dig­lich 5 Pro­zent be­fris­tet an­ge­stellt, ist der An­teil bei den un­ter 35-Jäh­ri­gen mit 16,2 Pro­zent mehr als drei­mal so groß.

Fast zwei von drei jün­ge­ren Be­schäf­tig­ten füh­len sich nach ei­ge­ner Aus­sa­ge da­durch be­las­tet, dass sie ih­re spä­te­re Ren­te nicht oder nur ge­ra­de für aus­rei­chend hal­ten. Bei den über 35-Jäh­ri­gen sind es 53,2 Pro­zent. 35,7 Pro­zent der un­ter 35-Jäh­ri­gen füh­len sich be­las­tet, weil sie ihr Ein­kom­men nicht für an­ge­mes­sen hal­ten. Bei den äl­te­ren sind es 29,7 Pro­zent.

Rund 31 Pro­zent der jun­gen Be­schäf­tig­ten ha­ben der Er­he­bung zu­fol­ge ein mo­nat­li­ches Brut­to­ein­kom­men von we­ni­ger als 1500 Eu­ro. 30 Pro­zent ver­die­nen mehr als 2500 Eu­ro. Da­bei liegt das Ein­kom­mens­ni­veau in Ost­deutsch­land 17,2 Pro­zent un­ter dem in West­deutsch­land. Im Schnitt ha­ben un­ter 30-Jäh­ri­ge ein Ein­kom­men von 1855 Eu­ro - über 35 Jäh­ri­ge von 2717 Eu­ro.

Un­ter Ar­beits­stress und Zeit­druck lei­den jün­ge­re we­ni­ger als äl­te­re. Je­der drit­te un­ter 35 fühlt sich des­halb be­las­tet, bei den äl­te­ren sind es gut 41 Pro­zent. Da­bei ma­chen 61 Pro­zent der jun­gen Be­schäf­tig­ten re­gel­mä­ßig Über­stun­den.

Der DGB-Bun­des­ju­gend­se­kre­tär Flo­ri­an Hag­gen­mil­ler nann­te die Er­geb­nis­se alar­mie­rend. "Jun­ge Men­schen sind im Job enorm un­ter Druck", sag­te er der dpa. Wäh­rend die meis­ten Jün­ge­ren ei­nen si­che­ren Ar­beits­platz woll­ten, an dem sie sich selbst ein­brin­gen kön­nen, ar­bei­te­ten sie über­durch­schnitt­lich oft be­fris­tet.

"Über 65 Pro­zent sind in den letz­ten 12 Mo­na­ten krank zur Ar­beit ge­gan­gen", sag­te er zu­dem mit Be­zug auf wei­te­re Um­fra­ge­er­geb­nis­se. Vor al­lem im Ge­sund­heits­sek­tor und im Bau wer­de über Ar­beits­het­ze und Zeit­druck ge­klagt. "Alar­mie­rend sind die­se Wer­te auch des­halb, weil die Feh­ler­häu­fig­keit un­ter die­sen Be­din­gun­gen zu­nimmt."

Die Ar­beit­ge­ber war­fen dem DGB Ir­re­füh­rung vor. "Der An­teil be­fris­te­ter Be­schäf­ti­gun­gen liegt sta­bil zwi­schen acht und neun Pro­zent und hat im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt nicht zu­ge­nom­men", be­ton­te die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de. Die Zahl der aus be­fris­te­ter Be­schäf­ti­gung über­nom­me­nen Ar­beit­neh­mer stei­ge kon­ti­nu­ier­lich. Be­fris­te­te Ar­beits­ver­trä­ge schaf­fen laut BDA wie et­wa auch Zeit­ar­beit Mög­lich­kei­ten ei­nes er­folg­rei­chen Ein­stiegs in Ar­beit. Die DGB-Stu­die ins­ge­samt sei in­ter­es­sen­ge­lei­tet.

Lin­ke-Chef Bernd Ri­ex­in­ger hin­ge­gen kri­ti­sier­te, jun­gen Men­schen wer­de es durch die vie­len Be­fris­tun­gen schwer ge­macht, ihr Le­ben zu pla­nen. "Wer ei­ne Fa­mi­lie will, muss sich da­für oh­ne ei­ne auch nur halb­wegs ge­si­cher­te Zu­kunfts­per­spek­ti­ve ent­schei­den."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880