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Stu­die: Nur ei­ne Min­der­heit der Be­schäf­tig­ten ver­traut ih­rer Fir­ma

Vie­le Ar­beit­neh­mer be­kla­gen un­fai­re Be­zah­lung und man­geln­de Chan­cen­gleich­heit: Ihr Ver­trau­en in die Fir­ma und die Vor­ge­setz­ten ist ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge ge­ring. Die Fol­gen kön­nen gra­vie­rend sein

04.10.2016. (dpa) - We­ni­ger en­ga­giert oder auf der Su­che nach ei­nem neu­en Job: Vie­le Be­schäf­tig­te, die kein Ver­trau­en in die ei­ge­ne Fir­ma oder den Vor­ge­setz­ten ha­ben, ma­chen ei­ner Stu­die zu­fol­ge "Dienst nach Vor­schrift".

Nach ei­ner Un­ter­su­chung des Be­ra­tungs- und Prü­fungs­un­ter­neh­mens Ernst & Young (EY), die der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor­liegt, ver­trau­en le­dig­lich 44 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter in Deutsch­land ih­rem Un­ter­neh­men und 47 Pro­zent dem Vor­ge­setz­ten.

Deutsch­lands Be­schäf­tig­te sind da­mit skep­ti­scher als in an­de­ren Län­dern.

Ins­ge­samt ga­ben 46 Pro­zent der Be­frag­ten in acht Staa­ten an, sie zähl­ten auf ih­re Fir­ma be­zie­hungs­wei­se den Chef (49 Pro­zent).

Als Haupt­grün­de für den man­geln­den Glau­ben nen­nen die welt­weit knapp 10.000 Be­frag­ten ei­ne ge­ne­rell un­fai­re Be­zah­lung (53 Pro­zent) so­wie feh­len­de Chan­cen­gleich­heit bei Ver­gü­tung und Be­för­de­rung (48 Pro­zent). Wei­te­re Pro­ble­me sind aus ih­rer Sicht De­fi­zi­te bei der Füh­rung und zu ho­he Fluk­tua­ti­on.

Für die Un­ter­neh­men kann das gra­vie­ren­de Fol­gen ha­ben. 42 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten mit we­nig Ver­trau­en den­ken der Stu­die zu­fol­ge an ei­nen Job­wech­sel, 30 Pro­zent ma­chen "Dienst nach Vor­schrift", 28 Pro­zent ge­ben zu, we­ni­ger en­ga­giert und pro­duk­tiv zu sein. Für ein Vier­tel der Be­schäf­tig­ten wird Qua­li­tät zur Ne­ben­sa­che und knapp ein Vier­tel spricht ne­ga­tiv über das Un­ter­neh­men ge­gen­über Kol­le­gen oder Be­wer­bern.

"Das ins­ge­samt ge­rin­ge Ver­trau­en in Un­ter­neh­men und Vor­ge­setz­te soll­te zu den­ken ge­ben", sag­te EY-Ex­per­tin Ana-Chris­ti­na Groh­nert. In ei­ner un­über­sicht­li­chen Ar­beits­welt mit glo­ba­lem Wett­be­werb und wach­sen­der Dy­na­mik müss­ten sich Mit­ar­bei­ter auf die Fir­ma und die Vor­ge­setz­ten ver­las­sen kön­nen. "Wenn sie das nicht tun, ist es ein Alarm­zei­chen – ins­be­son­de­re für das Un­ter­neh­men".

Wich­tig ist den Be­schäf­tig­ten vor al­lem, dass der Ar­beit­ge­ber Ver­spre­chen ein­hält und der Job si­cher ist. Ei­ne gro­ße Rol­le spie­len auch ei­ne ge­rech­te Be­zah­lung, Of­fen­heit und Trans­pa­renz so­wie glei­che Chan­cen bei Ver­gü­tung und bei Be­för­de­rung. Der Vor­ge­setz­te soll­te mit den Ar­beit­neh­mern re­spekt­voll um­ge­hen.

Ju­gend­li­chen im Al­ter von 16-18 Jah­ren, die in Kür­ze ei­nen Job an­tre­ten, sind vor al­lem Chan­cen­gleich­heit bei Be­zah­lung und Be­för­de­rung so­wie die Mög­lich­keit zu ler­nen und sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln wich­tig.

Mehr als ein Drit­tel der Ar­beit­neh­mer welt­weit glaubt al­ler­dings nicht an Er­folg durch Leis­tung. In Deutsch­land rech­nen so­gar 45 Pro­zent der mehr als 1.200 Be­frag­ten nicht da­mit, dass har­tes Ar­bei­ten und das Er­rei­chen der ge­steck­ten Zie­le ih­nen ei­ne Ge­halts­er­hö­hung oder Be­för­de­rung ein­brin­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 7. Oktober 2016

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