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Ta­rif­ex­per­ten: Fast je­der zwei­te Be­schäf­tig­te be­kommt Ur­laubs­geld

Nord­see, Mal­lor­ca oder Ös­ter­reich - der Som­mer­ur­laub ist herr­lich, aber fi­nan­zi­ell viel­fach ei­ne Her­aus­for­de­rung: Im­mer­hin kann fast je­der zwei­te Be­schäf­tig­te auf ein Ur­laubs­geld vom Ar­beit­ge­ber bau­en. Ta­rif­mit­ar­bei­ter sind im Vor­teil

24.05.2013. (dpa) - Fast je­der zwei­te Be­schäf­tig­te kann sich zur be­vor­ste­hen­den Fe­ri­en­zeit auf Ur­laubs­geld freu­en.

Da­bei schwankt das Ex­tra­geld für die Ur­laubs­kas­se - in mitt­le­ren Ver­gü­tungs­grup­pen - 2013 sehr stark zwi­schen 155 und 2204 Eu­ro.

Das hat die Hans-Böck­ler-Stif­tung in ei­ner On­line-Um­fra­ge bei mehr als 20 000 Be­schäf­tig­ten er­mit­telt.

Deut­lich im Vor­teil sind da­nach Ta­rif­mit­ar­bei­ter: Fast 60 Pro­zent von ih­nen er­hal­ten den Zu­schlag, un­ter den nicht Ta­rif­ge­bun­de­nen sind es nur gut ein Drit­tel (35 Pro­zent). Ins­ge­samt be­kom­men in die­sem Jahr 47 Pro­zent der Be­frag­ten die Leis­tung.

Das Ur­laubs­geld ist in et­wa auf dem Ni­veau der Ta­rif­ab­schlüs­se ge­wach­sen: zwi­schen zwei Pro­zent (Druck­in­dus­trie), 4,3 Pro­zent (Me­tall­in­dus­trie) und 5,6 Pro­zent (west­deut­sches Bau­haupt­ge­wer­be), wie die Um­fra­ge er­gab.

Ar­beit­neh­mer in West­deutsch­land er­hal­ten in der Re­gel mehr Ur­laubs­geld als in Ost­deutsch­land. Die Hö­he des Ur­laubs­gel­des be­rech­net sich ent­we­der pro­zen­tu­al nach dem Ver­dienst oder ba­siert auf fes­ten Be­trä­gen. Da­bei pro­fi­tier­ten Be­schäf­tig­te mit pro­zen­tua­ler Fest­le­gung der Leis­tung, denn das Ur­laubs­geld wach­se dann mit je­der Ta­rif­er­hö­hung, so die Stif­tung. Pau­schal­be­trä­ge müss­ten da­ge­gen im­mer wie­der neu ver­han­delt wer­den.

Spit­zen­rei­ter bei der Er­hö­hung der Leis­tung wa­ren die Holz- und Kunst­stoff­in­dus­trie in West­fa­len-Lip­pe und die Me­tall­in­dus­trie Nord­würt­tem­berg/Nord­ba­den mit je­weils mehr als 25 Pro­zent Zu­wachs in zehn Jah­ren (seit 2003).

Die Bahn leg­te rund sie­ben Pro­zent zu. Sta­gna­ti­on und da­mit in­fla­ti­ons­be­ding­te Re­al­ein­bu­ßen gab es beim St­ein­koh­len­berg­bau im Ruhr­ge­biet. Im öf­fent­li­chen Dienst gibt es kein ge­son­der­tes ta­rif­li­ches Ur­laubs­geld. Es wird mit dem Weih­nachts­geld zu ei­ner ein­heit­li­chen Jah­res­son­der­zah­lung zu­sam­men­ge­fasst.

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Letzte Überarbeitung: 30. Mai 2014

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