Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Im Ta­rif­jahr 2015 kom­men die di­cken Bro­cken schnell

Be­kom­men Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te kräf­ti­ge Re­al­lohn-Stei­ge­run­gen? In der Me­tall-, Elek­tro- und Che­mie-In­dus­trie wer­den gleich zu Jah­res­be­ginn Löh­ne und Ar­beits­be­din­gun­gen aus­ge­han­delt.

17.12.2014. (dpa) - Für mehr als 4 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te in Deutsch­land geht es gleich zu Jah­res­be­ginn um mehr Geld.

Im Ja­nu­ar be­gin­nen die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die deut­schen Schlüs­sel­in­dus­tri­en Che­mie mit rund 550 000 Be­schäf­tig­ten so­wie Me­tall und Elek­tro, die gleich für rund 3,7 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te ste­hen.

Die Ge­werk­schaf­ten zie­hen mit For­de­run­gen zwi­schen 4 und 5 Pro­zent (IG BCE) und 5,5 Pro­zent (IG Me­tall) in die Ver­hand­lun­gen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren viel von den über­kom­me­nen Ri­tua­len hin­ter sich ge­las­sen ha­ben.

Nach ei­ner Zu­sam­men­stel­lung des Düs­sel­dor­fer WSI-Ta­rif­ar­chivs der ge­werk­schafts­na­hen Hans-Böck­ler-Stif­tung wer­den von En­de 2014 bis

En­de 2015 neue Ta­ri­fe für knapp 11 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te ver­han­delt, fast ge­nau­so vie­le wie 2014. Wei­te­re Schwer­ge­wich­te sind der Öf­fent­li­che Dienst der Län­der und der Ein­zel­han­del in den ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern, für die je­weils die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di in die Ver­hand­lun­gen zieht.

Als Alt­las­ten aus dem Vor­jahr lau­fen die bis­lang schon streik­t­räch­ti­gen Ta­rif­kon­flik­te bei der Deut­schen Bahn und der Luft­han­sa wei­ter. Bei der Bahn muss das bun­des­ei­ge­ne Un­ter­neh­men ei­ne un­ge­lieb­te Mitt­ler­rol­le zwi­schen den ver­fein­de­ten Ge­werk­schaf­ten GDL und EVG wahr­neh­men, um am Schluss zu ei­ni­ger­ma­ßen de­ckungs­glei­chen Ta­rif­ver­trä­gen zu kom­men. Bei der Luft­han­sa zeich­net sich mit der Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) kei­ne Lö­sung für den grund­sätz­li­chen Streit um die künf­ti­ge Un­ter­neh­mens­ent­wick­lung ab.

Die Rah­men­be­din­gun­gen der Ta­rif­ver­hand­lun­gen: Für die deut­sche Volks­wirt­schaft er­war­tet die Bun­des­bank im kom­men­den Jahr ein Wachs­tum von 1,0 Pro­zent und 1,6 Pro­zent im Jahr 2016. Bei an­hal­tend nied­ri­gen En­er­gie­prei­sen kön­ne es so­gar noch ein we­nig bes­ser lau­fen.

Ei­ner der wich­tigs­ten Trä­ger des Auf­schwungs blei­be un­ge­ach­tet der in­ter­na­tio­na­len Kri­sen der pri­va­te Kon­sum. Die­ser wer­de von der an­hal­tend gu­ten La­ge auf dem Ar­beits­markt ge­tra­gen, schreibt die Bun­des­bank, die im Som­mer wie auch die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank deut­li­che Sym­pa­thi­en für kräf­ti­ge Lohn­ab­schlüs­se so um die 3 Pro­zent er­ken­nen ließ. Spür­bar stei­gen­de Löh­ne sol­len für kräf­ti­gen Kon­sum und stei­gen­de Prei­se im stärks­ten Eu­ro­land sor­gen, lau­tet die Hoff­nung der Wäh­rungs­hü­ter, die an der völ­lig auf­ge­dreh­ten Zins­schrau­be kaum noch Ein­fluss­mög­lich­kei­ten be­sit­zen.

Die Ent­wick­lung in die­sem Jahr scheint in die­se Rich­tung zu ge­hen: Bis zur Jah­res­mit­te la­gen die Re­al­löh­ne, al­so die Be­zü­ge nach Ab­zug der Preis­stei­ge­rung, dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt zu­fol­ge schon um 1,2 Pro­zent über dem Vor­jah­res­ni­veau. Bei den Ta­rif­löh­nen konn­ten die Be­schäf­tig­ten ein rea­les Plus von rund 2 Pro­zent ver­bu­chen, hat ei­ne Aus­wer­tung der Ver­trä­ge durch das WSI-Traif­ar­chiv er­ge­ben.

Die IG Me­tall will sich aber nicht mit ei­ner rei­nen Lohn­run­de zu­frie­den­ge­ben und ver­langt ne­ben fle­xi­blen Über­gän­gen in die Ren­te auch neu­ar­ti­ge, von den Ar­beit­ge­bern fi­nan­zier­te Teil­zeit­mo­del­le für Mit­ar­bei­ter, die sich wei­ter­bil­den wol­len. Ge­samt­me­tall hat der­lei An­sin­nen bis­lang ri­go­ros ab­ge­lehnt und statt­des­sen auf die acht Mil­li­ar­den Eu­ro ver­wie­sen, die man jähr­lich für die Wei­ter­bil­dung der Mit­ar­bei­ter aus­ge­be. Es sei schlicht­weg "über­flüs­sig, das ta­rif­lich zu re­geln", sag­te Ar­beit­ge­ber­chef Rai­ner Dul­ger.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880