Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Im Ta­rif­jahr 2014 gibt es mehr zu ver­tei­len

Im kom­men­den Jahr ste­hen et­li­che Ta­rif­ver­hand­lun­gen an, auch wenn die ganz di­cken Bro­cken feh­len: Die sta­bi­len Kon­junk­tur­aus­sich­ten las­sen Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te auf Re­al­lohn-Stei­ge­run­gen hof­fen

21.12.2013. (dpa) - Zu­letzt hat die Bun­des­bank kei­nen Zwei­fel ge­las­sen: Deutsch­land steht am Be­ginn ei­nes klei­nen Auf­schwungs.

Min­des­tens in den kom­men­den bei­den Jah­ren wer­den die star­ke Bin­nen­nach­fra­ge und die wie­der an­zie­hen­de Welt­kon­junk­tur der deut­schen Wirt­schaft sta­bi­le Zu­wachs­ra­ten brin­gen.

An­ge­sichts ei­nes weit­ge­hend sta­bi­len Ar­beits­mark­tes sind das gu­te Nach­rich­ten für Job-In­ha­ber, denn sie stär­ken die Po­si­ti­on der Ge­werk­schaf­ten bei den an­ste­hen­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen.

Nach ei­ner Zu­sam­men­stel­lung des Düs­sel­dor­fer WSI-Ta­rif­ar­chivs der ge­werk­schafts­na­hen Hans-Böck­ler-Stif­tung wer­den von En­de 2013 bis En­de 2014 neue Ta­ri­fe für 10,8 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te ver­han­delt. Im Jahr zu­vor wa­ren es über 2 Mil­lio­nen Be­trof­fe­ne mehr.

Die Pa­let­te reicht von der Che­mie-In­dus­trie (rund 550 000 Be­schäf­tig­te) über den dicks­ten Bro­cken Öf­fent­li­cher Dienst von Bund und Kom­mu­nen (1,7 Mil­lio­nen) bis zum Bau­haupt­ge­wer­be, der Druck- und der Kau­tschu­k­in­dus­trie. In re­gio­na­len Run­den wird un­ter an­de­rem im Ho­tel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be und im pri­va­ten Ver­kehrs­ge­wer­be ge­spro­chen, da­zu ste­hen Haus­ta­ri­fe bei Groß­un­ter­neh­men wie der Deut­schen Te­le­kom an.

Den Auf­takt ins Ta­rif­jahr macht die Che­mie-In­dus­trie, de­ren Ver­tre­ter sich be­reits am 15. Ja­nu­ar in Darm­stadt zu ih­rer ers­ten bun­des­wei­ten Ver­hand­lungs­run­de tref­fen. Die IG BCE geht mit ei­ner For­de­rung nach 5,5 Pro­zent mehr Geld in die Ge­sprä­che. Die­se pas­se nicht zur kon­junk­tu­rel­len Ent­wick­lung der Bran­che, die ins­be­son­de­re im Phar­ma-Be­reich er­heb­lich un­ter Druck ste­he, kla­gen die Ar­beit­ge­ber. Bis zu 6 Pro­zent mehr will die NGG im kom­men­den Jahr für ih­re Mit­glie­der ver­lan­gen.

Die wich­tigs­te deut­sche In­dus­trie­bran­che Me­tall und Elek­tro mit rund 3,6 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten hat ih­ren ak­tu­el­len Flä­chen­ta­rif­ver­trag erst zum En­de De­zem­ber 2014 künd­bar ge­stellt, ernst­haft ver­han­delt wird da­mit wohl erst nach der nächs­ten Weih­nachts­pau­se. We­gen des gro­ßen zeit­li­chen Ab­stan­des war von mög­li­chen For­de­rungs­hö­hen bei der IG Me­tall noch nicht viel zu hö­ren. Den Me­tal­lern brennt al­ler­dings die Fra­ge nach va­ria­blen Über­gän­gen in die Ren­te auf den Nä­geln, ei­ne rei­ne Lohn­run­de wie 2013 wird es ers­ten An­kün­di­gun­gen zu­fol­ge wohl nicht wie­der ge­ben.

Im na­he­zu ab­ge­lau­fe­nen Jahr 2013 ha­ben vie­le ta­rif­li­che Ar­beit­neh­mer auch nach Ab­zug der In­fla­ti­on mehr in der Ta­sche ge­habt als im Jahr zu­vor. Wer al­ler­dings re­gel­mä­ßig ho­he Bo­ni und Zu­la­gen zu sei­nem Ent­gelt zähl­te, könn­te 2013 zu den Re­al­lohn­ver­lie­rern ge­hö­ren. Nach drei Quar­ta­len sieht das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt die Brut­to­ent­gel­te vor al­lem we­gen ge­rin­ge­rer Son­der- und Ein­mal­zah­lun­gen bei Ban­ken und Ver­si­che­run­gen so­wie im Öf­fent­li­chen Dienst un­ter­halb der In­fla­ti­on. Nach drei Jah­ren Zu­wachs zeich­net sich da­mit für 2013 un­ter dem Strich erst­mals wie­der ein leich­ter Re­al­lohn­ver­lust ab.

Die im Ver­gleich zu 2013 hö­he­ren Wachs­tums­pro­gno­sen - die Bun­des­bank geht bei­spiels­wei­se von 1,7 Pro­zent Wirt­schafts­wachs­tum nach 0,5 Pro­zent in 2013 aus - dürf­ten die For­de­run­gen für 2014 be­flü­geln. Die Ge­werk­schaft Ver­di will ih­re Kar­ten für die größ­te Ta­rif­ver­hand­lung des Jah­res erst im Fe­bru­ar auf den Tisch le­gen.

Für die Ge­samt­heit der Ta­rif­be­schäf­tig­ten soll­ten jah­res­be­zo­ge­ne no­mi­na­le Ta­rif­stei­ge­run­gen von et­wa 2,8 Pro­zent wie­der drin sein, meint WSI-Ta­rif­ex­per­te Rein­hard Bispinck. Das sei aber nicht ge­nug: "Zur wei­te­ren Stär­kung der Bin­nen­nach­fra­ge bräuch­ten wir ei­gent­lich 3 Pro­zent plus x."

Mit ei­ner Ver­stär­kung des Lohn­an­stiegs sei zu rech­nen, schreibt auch die Bun­des­bank. Das sei in ge­wis­ser Wei­se ei­ne Nor­ma­li­sie­rung in Fol­ge der im Ver­gleich zur ver­gan­ge­nen De­ka­de nach­hal­tig ver­bes­ser­ten La­ge am Ar­beits­markt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880